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)H JULIUS POKORNY INDOGEEMAmSCHES ETYMOLOGISCHES WÖRTERBUCH I. BAND FRANCKE VERLAG BERN UND MÜNCHEN A. Francke Satz AG Verlag Bern • 1959 Alle Rechte vorbehalten und Druck: Adolf Holzhausens Nfg., Wien INDOGERMANISCHES ETYMOLOGISCHES WÖRTERBUCH ä Ausruf der Empfindung, Ai. ä oft neugeschaffen. Ausruf der Besinnung-; gr. ä Ausruf des Unwillens, Schmerzes, Erstaunens; Ic, da Ausruf der Verwunderung und Klage; dazu ä^etv ^ächzen*"; lat. äj äh Ausruf des Schmerzes^ des Unwillens; lit. äj aä Ausruf der Verwunderung^ des Tadels oder Spottes^, ä Aus- verwunderten Frage (lauter Neuschöpfungen); Ausruf des Unwillens^ der Bewunderung; ahd. ö Ausruf des got. Schmerzes; mhd. ö Ausruf des Schmerzes,, der Bewunderung^ auch dem ruf der ö Vokativ angehängt. WP. I 1, WH. I 1, Loewe KZ. 54, 143. ab- ^Wasser;, Fluß^. Lat. amnis i., später m. c(*abnis)] air. ab (*a&ä) Gen. ahae ^Fluß^, daneben abann, cjmr. afon, orn. bret. auon, gall. brit. FIN Abona, abgeleitet cymr. afanc \,Biber; AVasserdämon, Zwerg^, mir. abac (^abankos ^Biber, Zwerg^ Schweiz. -frz. avan ^Weide^ (*abanko-): lett. FIN Äbava. Die westdeutschen FIN auf -apa, nhd. verlorengegangenes westgerm. *ap*ap-) zurück. Vgl. auch 2. f., -affa^ gehen wohl teils auf sonst ap- (idg. (idg. *a6-), teils auf ven.-ill. WP. I 46 WH. up- ^Wasser^ Fluß^ I 40, Feist 19 und abö(n) ,Affe^ a, 579 a, GIPatSR. II 134. äbel-, Uböl-, abel- ,ApfeP. Lat. Abella (osk. Stadt in Campanien) malifera ,äpfeltragend'^, nach Verg. Aen. 7, 740, dürfte ihren Namen nach der Apfelzucht erhalten haben und auf die Grundform *ablo7iä zurückweisen. Der Apfel ist nicht etwa erst nach der Stadt benannt. Im Kelt. sind die Bezeichnungen für ,Apfel^ (*ablu) und ,Apfelbaum'^ ,poma', Aballö (n-St.) ON, *aballinca , Alpenmistel (WartAballäva, gallo-rom. Gall. (*abal-n-) auseinanderzuhalten. frz. AvalloTij abrit. avallo ON burg); air. ubuU (*ablu) n. ,ApfeF, ncymr. afal/ VI. afalau, corn. bret. aval m. ,Apfel^, aber mir. aball (^abalnä) f. , Apfelbaum^, acymr. aball^ mcymr. avall PL _, euyill (analogisch) f., acymr. aballen, ncymr. afallen Äpfelbaum*' (mit Singulativendung). Die gleichen Ablautformen im Germanischen: Krimg-ot. (engl, apel (got. *apls?), an. epli n. ahd. apfid, afful, mhd. apfel, ^apfelgrau^) ;,Apfel^ ags. ceppel apple), (apal-grär Germ, wohl *ap{a)la-, *aplu-. Ferner an. apaldr ^Apfelbaum^, ags. apuldor, ceppuldre, ahd. aphoUra (vgl. nhd. Affoltern ON), mhd. apfalter ^Apfelbaum^ {*apaldra-). Das Baltische zeigt deutliche Spuren der im Idg. ganz vereinzelten Z-Deklination '^aböl, G. Sg. *äbeles. Dehnstufe des Suffixes erscheint noeist im Worte für ^ApfeF: lett. ostlit. obuolys, lett. äbuols (o-St.) aus idg. *a6ö^; Normalstufe meist im dbuolis (-uo-St.); westlit. öbuolas, Worte für ^Apfel(e-St.) f. baum^; lit. obelis (fem. i-St), lett. äbels (i-St.)^ äbele aber apr. tvoble f. {^äbl-) ^Apfel*^;, luobalne (*äboln-) aus idg. *äbel-] ^Apfelbaum^ Abg. abhko, jabhko, poln. jabiko, slov. jdbolko, russ. jdbloko ^Apfel' (*abhko aus *äblu-) usw.; abg. (j)ablanh, sloven. jdblan, acech. jablaiij jablon, russ. jdblom ^»Apfelbaum^; aus idg. ^äboln- (die Lautform von *ablo ;ApfeP beeinflußt). Obgleich eine einheitliche Grundform nicht ansetzbar ist, wird es sich den lat. kelt. germ. bsL Formen nur um Urverwandtschaft und kaum um Entlehnung handeln. Beziehung zu lat. ables /Fanne^ usw. sehr unbei siciier. WP. abh- I 50, WH. I 3, E. Fraenkel KZ. 63, 172 ff., Trautmann 2. ,rasch, heftig'^, alter r/n-St. Gr. äcpag ,sogleich^ (altes Abstraktum ,Schnelliglceit'), zunächst Ixcpvu), ^(pvcog ,plötzlich^ wozu doch wohl ahnäya Hierher allenfalls aksl. aböje ,sogleich, alsbald^, aber unsicher ai. S. 7). I ,alsbald, sogleich^ (eher zu dhar, dhan- ,Tag^ WP. Dazu ahhro- 1 52, Lewy IF. 54, 46, Schwyzer Gr. Gr. 6245. o:ehört: ,stark, heftig' SidiY. Mir. Präfix abor-, cymr. a/r- ,sehr^; got. a6?'5 , stark, heftig^, ,sehr^, bi-abrjan ,vor Staunen außer sich geraten^ aisl. Präfix ill. abraba VN "'u4ßQ0L, thrak. PN afar- ,sehr'; '^ßqo-. Hierher vielleicht got. aba (n-Stamm) ,Gatte^ WP. I 177, Feist 1 b f., 579 a., W. Schulze KZ. 52, 311 abö(22) ,Affe' (kelt. Neuschöpfung). Das durch reisende Kaufleute = Kl. Sehr. 398. eingeführte Tier (s. mit dem Namen ihres Wasserdämons kann von den Kelten oben ab-) benannt worden sein. ist Hes. äßQävag' KsItol rovg xsoKomd-rjnovg vielleicht dßßdvag (Akk. PL)