Beckmann

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Dem Grafiker, Maler, Bildhauer und Lehrer Max Beckmann (1884-1950) gelang mit seinem Lebenswerk etwas, um dass sich viele Künstler vor und nach ihm vergeblich bemüht haben: Ein Œuvre zu schaffen, das den großen Kunsttraditionen huldigt ohne dabei nachahmerisch zu wirken, das expressionistisch ist ohne dabei die Realität ins Unkenntliche oder Lächerliche zu abstrahieren, das modern und wegweisend ist ohne der Selbstgefälligkeit eines avantgardistischen Denkens zu verfallen. Beckmanns Kunst lehnt sich gegen jederlei Zuordnung auf und bleibt dabei doch konkret und erfassbar.
Vor dem Hintergrund von Max Beckmanns turbulentem Leben, seinem Dienst im Ersten Weltkrieg, der Ungewissenheit der Weimarer Republik und der Flucht aus Nazi-Deutschland, beleuchtet Ashley Bassie in diesem Bildband Beckmanns Schaffen und dessen Beziehung zum Expressionismus seiner Zeit.
Publié le : mardi 7 janvier 2014
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Licence : Tous droits réservés
EAN13 : 9781781605646
Nombre de pages : 353
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Beckmann
Seite 4: Selbstbildnis auf gelbem Grund mit Zigarette, 1923 Öl auf Leinwand, 60,2 x 40,3 cm The Museum of Modern Art, New York
Autor: Ashley Bassie
Layout: Baseline Co. Ltd 61A-63A Vo Van Tan Street 4. Etage Distrikt 3, Ho Chi Minh City Vietnam
© Confidential Concepts, worldwide, USA © Parkstone Press International, New York, USA Image-Barwww.image-bar.com
© Max Beckmann Estate, Artists Rights Society (ARS), New York / VG Bild-Kunst, Bonn
Weltweit alle Rechte vorbehalten. Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen, den betreffenden Künstlern selbst oder ihren Rechtsnachfolgern. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.
ISBN: 978-1-78042-702-7
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„Kunst dient der Erkenntnis, nicht der Unterhaltung, der Verklärung oder dem Spiel.”
– Max Beckmann, 1938
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1884
1894
1900
1903-1904
1905
1913
1914
1915
1925
1929
Biografie
Max Beckmann wird am 12. Februar in Leipzig geboren. Seine Eltern, Antonie und Carl Beckmann, entstammen einer Bauernfamilie aus der Umgebung von Braunschweig.
Er fertigt seine ersten Zeichnungen an: Porträts und Landschaften.
Er besteht die Aufnahmeprüfung der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule in Weimar und studiert dort bis 1903.
Studienreise nach Paris.
Übersiedlung nach Berlin, wo er sich der Berliner Secession anschließt.
Paul Cassirer organisiert die erste große Beckmann-Retrospektive. Beckmann tritt aus der Berliner Secession aus und begründet 1914 die Freie Secession mit.
Der Künstler dient als Freiwilliger im Sanitätsdienst in Flandern. Er hält seine harten Kriegserfahrungen in Zeichnungen fest.
Nervenzusammenbruch und Entlassung aus dem Militärdienst. Seine Kunst wird von diesem Zeitpunkt an expressiver und sozialkritischer. Aufenthalt in Frankfurt am Main.
Übernahme des Meisterateliers der Städel-Kunstgewerbeschule in Frankfurt am Main.
Ernennung zum Professor in Frankfurt am Main. Bis 1932 wohnt Beckmann jeweils von September bis Mai in Paris.
5
1931
1932-1933
1933
1937
1940
1947
1948
1949
1950
Beckmann wird zunehmend von nationalsozialistischer Seite angegriffen.
Mit der Entstehung des ersten von neun monumentalen Triptychen fängt eine neue Schaffensperiode an. Das bisher Formale und Koloristische verbindet sich nun mit Deutungen der politischen Aktualität.
Entziehung seines Lehrauftrags.
Werke Beckmanns werden in der von den Nazis organisierten Ausstellung Entartete Kunstin den Münchner Hofarkaden gezeigt. Nach der Rundfunkübertragung von Hitlers Rede zur Eröffnung der gleichzeitigenGroßen Deutschen Kunstausstellungin München emigriert Beckmann nach Paris und später Amsterdam.
Nach dem Einmarsch deutscher Truppen in die Niederlande verbrennt Beckmann seine seit 1925 geführten Tagebücher.
Übersiedlung in die Vereinigten Staaten, wo er an der Washington University Art School (St. Louis) eine Gastprofessur annimmt.
Umfassende Beckmann-Retrospektive im City Art Museum (St. Louis), die anschließend noch in Detroit, Los Angeles, San Francisco und Cambridge/Massachusetts gezeigt wird.
Beckmann unterrichtet an der Brooklyn Museum Art School (New York).
Der Künstler stirbt am 27. Dezember in New York, nachdem er selbst nach 1945 niemals aus seinem Exil nach Deutschland zurückgekehrt war.
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8
ax Beckmann wurde 1884 in Leipzig geboren. Während seiner Studentenzeit M in Weimar, der Wiege der deutschen Aufklärung, las er voller Begeisterung die Schriften Schopenhauers und interessierte sich auch für Kant, Hegel und Nietzsche. Nach seinem Examen im Jahr 1903 malte er in Paris seine ersten Bilder. Cézanne beeindruckte ihn ganz besonders. Beckmanns Bilder wiesen einen impressionistischen Stil auf und waren in ihrer Komposition und Behandlung historischer
Kleine Sterbeszene
1906 Öl auf Leinwand, 100 x 70 cm Neue Nationalgalerie, Berlin
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monumentaler Motive recht traditionell. Beckmann erhielt sich während seines gesamten Lebens ein instinktives Gespür für die Kunst der Vergangenheit und war besonders an Epochen interessiert, die sich kraftvoller und einfacher Ausdrucksmittel bedienten. Während der Entwicklung seines eigenen charakteris-tischen Stils studierte er besonders die Kunst des Mittelalters und der nordeuropäischen Renaissance. Beckmann hielt zu den Kerngruppierungen des Expressionismus und ihren idealistischen Programmen
Auferstehung
1907 345 x 497 cm Staatsgalerie Stuttgart, Stuttgart
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