Othello

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The Project Gutenberg EBook of Othello, by Wilhelm Hauff #4 in our series by Wilhelm HauffCopyright laws are changing all over the world. Be sure to check the copyright laws for your country before downloadingor redistributing this or any other Project Gutenberg eBook.This header should be the first thing seen when viewing this Project Gutenberg file. Please do not remove it. Do notchange or edit the header without written permission.Please read the "legal small print," and other information about the eBook and Project Gutenberg at the bottom of thisfile. Included is important information about your specific rights and restrictions in how the file may be used. You can alsofind out about how to make a donation to Project Gutenberg, and how to get involved.**Welcome To The World of Free Plain Vanilla Electronic Texts****eBooks Readable By Both Humans and By Computers, Since 1971*******These eBooks Were Prepared By Thousands of Volunteers!*****Title: OthelloAuthor: Wilhelm HauffRelease Date: October, 2004 [EBook #6725] [Yes, we are more than one year ahead of schedule] [Date last updated:September 18, 2004]Edition: 10Language: German*** START OF THE PROJECT GUTENBERG EBOOK OTHELLO ***This text was produced for Project Gutenberg by Mike Pullen and Delphine Lettau.We are releasing two versions of this Etext, one in 7-bit format, known as Plain Vanilla ASCII, which can be sent via plainemail— and one in 8-bit format, which includes higher order characters— ...
Publié le : mercredi 1 décembre 2010
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The Project Gutenberg EBook of Othello, byWilhelm Hauff #4 in our series by Wilhelm HauffCopyright laws are changing all over the world. Besure to check the copyright laws for your countrybefore downloading or redistributing this or anyother Project Gutenberg eBook.This header should be the first thing seen whenviewing this Project Gutenberg file. Please do notremove it. Do not change or edit the headerwithout written permission.Please read the "legal small print," and otherinformation about the eBook and ProjectGutenberg at the bottom of this file. Included isimportant information about your specific rights andrestrictions in how the file may be used. You canalso find out about how to make a donation toProject Gutenberg, and how to get involved.**Welcome To The World of Free Plain VanillaElectronic Texts****eBooks Readable By Both Humans and ByComputers, Since 1971*******These eBooks Were Prepared By Thousandsof Volunteers!*****Title: Othello
Author: Wilhelm HauffRelease Date: October, 2004 [EBook #6725] [Yes,we are more than one year ahead of schedule][Date last updated: September 18, 2004]Edition: 10Language: German*** START OF THE PROJECT GUTENBERGEBOOK OTHELLO ***This text was produced for Project Gutenberg byMike Pullen and Delphine Lettau.We are releasing two versions of this Etext, one in7-bit format, known as Plain Vanilla ASCII, whichcan be sent via plain email— and one in 8-bitformat, which includes higher order characters—which requires a binary transfer, or sent as emailattachment and may require more specializedprograms to display the accents. This is the 8-bitversion.This book content was graciously contributed bythe Gutenberg Projekt-DE.That project is reachable at the web sitehttp://gutenberg2000.de.Dieses Buch wurde uns freundlicherweise vom
"Gutenberg Projekt-DE" zur Verfügung gestellt.Das Projekt ist unter der Internet-Adressehttp://gutenberg2000.de erreichbar.OthelloWilhelm HauffWie? Wann? und Wo? Die Götter bleiben stumm!Du halte dich ans Weil, und frage nicht Warum?Goethe1.Das Theater war gedrängt voll; einneuangeworbener Sänger gab den Don Juan. DasParterre wogte, von oben gesehen, wie dieunruhige See, und die Federn und Schleier derDamen tauchten wie schimmernde Fische aus dendunkeln Massen. Die Ranglogen waren reicher alsje, denn mit dem Anfang der Wintersaison war einekleine Trauer eingefallen, und heute zum erstenmaldrangen wieder die schimmernden Farben derreichen Turbans, der wehenden Büsche, derbunten Schals an das Licht hervor. Wie glänzendsich aber auch der reiche Kranz von Damen umdas Amphitheater zog, das Diadem dieses Kreises
schien ein herrliches, liebliches Bild zu sein, dasaus der fürstlichen Loge freundlich und hold dieWelt um und unter sich überschaute. Man warversucht zu wünschen, dieses schöne Kind möchtenicht so hoch geboren sein, denn diese frischeFarbe, diese heitere Stirne, diese kindlich reinen,milden Augen, dieser holde Mund war zur Liebe—nicht zur Verehrung aus der Ferne geschaffen.Und wunderbar, wie wenn Prinzessin Sophiediesen frevelhaften Gedanken geahnet hätte—auch ihr Anzug entsprach diesem Bilde einfacher,natürlicher Schönheit; sie schien jeden Schmuck,den die Kunst verleiht, dem stolzen Damenkreisüberlassen zu haben."Sehen Sie, wie lebendig, wie heiter sie ist", sprachin einer der ersten Ranglogen ein fremder Herr zudem russischen Gesandten, der neben ihm stand,und beschaute die Prinzessin durch dasOpernglas; "wenn sie lächelt, wenn sie dassprechende Auge ein klein wenig zudrückt unddann mit unbeschreiblichem Reiz wiederaufschlägt, wenn sie mit der kleinen niedlichenHand dazu agiert—man sollte glauben, aus soweiter Ferne ihre witzigen Reden, ihre naivenFragen vernehmen zu können.""Es ist erstaunlich!" entgegnete der Gesandte."Und dennoch sollte dieser Himmel von Freudigkeitnur Maske sein? Sie sollte fühlen, schmerzlichfühlen, sie sollte unglücklich lieben und doch soblühend, so heiter sein? Gnädige Frau!" wandtesich der Fremde zu der Gemahlin des Gesandten,
"gestehen Sie, Sie wollen mich mystifizieren, weilich einiges Interesse an diesem Götterkindegenommen habe.""Mon dieu! Baron", sagte diese mit dem Kopfewackelnd, "Sie glauben noch immer nicht? AufEhre, es ist wahr, wie ich Ihnen sagte; sie liebt, sieliebt unter ihrem Stande, ich weiß es von einerDame, der nichts dergleichen entgeht. Und wie?meinen Sie, eine Prinzeß, die von Jugend auf zurRepräsentation erzogen ist, werde nicht Tournüregenug haben, um ein so unschickliches Verhältnisden Augen der Welt zu verbergen?""Ich kann es nicht begreifen", flüsterte der Fremde,indem er wieder sinnend nach ihr hinsah; "ich kannes nicht fassen; diese Heiterkeit, dieser beinahemutwillige Scherz—und stille, unglückliche Liebe?Gnädige Frau, ich kann es nicht begreifen!""Ja, warum soll sie denn nicht munter sein, Baron?Sie ahnet wohl nicht, daß jemand etwas von ihrermeschanten Aufführung weiß; der Amoroso ist inder Nähe—""Ist in der Nähe? o bitte, Madame! zeigen sie mirden Glücklichen, wer ist er?""Was verlangen Sie! Das wäre ja gegen alleDiskretion, die ich der Oberhofmarschallin schuldigbin; mein Freund, daraus wird nichts. Sie könnenzwar in Warschau wieder erzählen, was Sie hiergesehen und gehört haben, aber Namen? Nein,Namen zu nennen in solchen Affären, ist sehrunschicklich; mein Mann kann dergleichen nicht
unschicklich; mein Mann kann dergleichen nichtleiden."Die Ouvertüre war ihrem Ende nahe, die Tönebrausten stärker aus dem Orchester herauf, dieBlicke der Zuschauer waren fest auf den Vorhanggerichtet, um den neuen Don Juan bald zu sehen;doch der Fremde in der Loge der russischenGesandtschaft hatte kein Ohr für Mozarts Töne,kein Auge für das Stück; er sah nur das liebliche,herrliche Kind, das ihm um so interessanter war,als diese schönen Augen, diese süßen,freundlichen Lippen heimliche Liebe kennen sollten.Ihre Umgebungen, einige ältere und jüngereDamen, hatten zu sprechen aufgehört; sielauschten auf die Musik; Sophiens Augen glittendurch das gefüllte Haus, sie schienen etwas zuvermissen, zu suchen. "Ob sie wohl nach demGeliebten ihre Blicke aussendet?" dachte derFremde; "ob sie die Reihen mustert, ihn zu sehen,ihn mit einem verstohlenen Lächeln, mit einemleisen Beugen des Hauptes, mit einem jenertausend Zeichen zu begrüßen, welche stille Liebeerfindet, womit sie ihre Lieblinge beglückt,bezaubert?" Eine schnelle, leichte Röte flog jetztüber Sophiens Züge, sie rückte den Stuhl mehrseitwärts, sie sah einigemal nach der Türe ihrerLoge; die Türe ging auf, ein großer, schöner jungerMann trat ein und näherte sich einer der älterenDamen; es war die Herzogin F., die Mutter derPrinzessin. Sophie spielte gleichgültig mit der Brille,die sie in der Hand hielt; aber der Fremde warKenner genug, um in ihrem Auge zu lesen, daßdieser und kein anderer der Glückliche sei.
Noch konnte er sein Gesicht nicht sehen; aber dieGestalt, die Bewegungen des jungen Manneshatten etwas Bekanntes für ihn; die Fürstin zogihre Tochter ins Gespräch, sie blickte freundlichauf, sie schien etwas Pikantes erwidert zu haben,denn die Mutter lächelte, der junge Mann wandtesich um, und—"mein Gott! Graf Zronievsky!" riefder Fremde so laut, so ängstlich, daß derGesandte an seiner Seite heftig erschrak und seineGemahlin den Gast krampfhaft an der Hand faßteund neben sich auf den Stuhl niederriß."Um Himmels willen, was machen Sie für Skandal",rief die erzürnte Dame; "die Leute schauen rechtsund links nach uns her; wer wird denn somörderisch schreien? Es ist nur gut, daß sie daunten gerade ebenso mörderisch gegeigt undtrompetet haben, sonst hätte jedermann IhrenZronievsky hören müssen. Was wollen Sie nur vondem Grafen? Sie wissen ja doch, daß wirvermeiden, ihn zu kennen!""Kein Wort weiß ich", erwiderte der Fremde; "wiekann ich auch wissen, wen Sie kennen und wennicht, da ich erst seit drei Stunden hier bin. Warumvermeiden Sie es, ihn zu sehen?""Nun, seine Verhältnisse zu unserer Regierungkönnen Ihnen nicht unbekannt sein", sprach derGesandte; "er ist verwiesen, und es ist mir höchstfatal, daß er gerade hier und immer nur hier seinwill. Er hat sich unverschämterweise bei Hofepräsentieren lassen, und so sehe ich ihn auf jedemSchritt und Tritt, und doch wollen es die
Verhältnisse, daß ich ihn ignoriere. Überdies machtmir der fatale Mensch sonst noch genug zuschaffen; man will höheren Orts wissen, wovon erlebe und so glänzend lebe, da doch seine Güterkonfisziert sind; und ich weiß es nichtherauszubringen. Sie kennen ihn, Baron?"Der Fremde hatte diese Reden nur halb gehört; ersah unverwandt nach der fürstlichen Loge; er sah,wie Zronievsky mit der Fürstin und den andernDamen sprach, wie nur sein feuriges Auge hin undwieder nach Sophien hinglitt, wie sie begierigdiesen Strahl auffing und zurückgab. Der Vorhangflog auf, der Graf trat zurück und verschwand ausder Loge; Leporello hub sein Klagen an."Sie kennen ihn, Baron?" flüsterte der Gesandte;"wissen Sie mirNäheres über seine Verhältnisse—""Ich habe mit ihm unter den polnischen Lanciersgedient.""Ist wahr; er hat in der französischen Armeegedient; sahen Sie sich oft? kennen Sie seineRessourcen?""Ich habe ihn nur gesehen", warf der Fremde leichthin, "wenn es der Dienst mit sich brachte; ich weißnichts von ihm, als daß er ein braver Soldat undein sehr unterrichteter Offizier ist."Der Gesandte schwieg; sei es, daß er diesenWorten glaubte, sei es, daß er zu vorsichtig war,seinem Gast durch weitere Fragen Mißtrauen zu
zeigen. Auch der Fremde bezeugte keine Lust, dasGespräch weiter fortzusetzen; die Oper schien ihnganz in Anspruch zu nehmen; und dennoch war esein ganz anderer Gegenstand, der seine Seeleunablässig beschäftigte. "Also hieher hat dich deinunglückliches Geschick endlich getrieben?" sagteer zu sich, "armer Zronievsky! Als Knabe wolltestdu dem Kosciusko helfen und dein Vaterlandbefreien; Freiheit und Kosciusko sind verklungenund verschwunden. Als Jüngling warst du für denRuhm der Waffen, für die Ehre der Adler, denen dufolgtest, begeistert, man hat sie zerschlagen; duhattest dein Herz so lange vor Liebe bewahrt, siefindet dich endlich als Mann, und siehe—dieGeliebte steht so furchtbar hoch, daß duvergessen oder untergehen mußt!"Das Geschick seines Freundes, denn das war ihmGraf Zronievsky gewesen, stimmte den Fremdenernst und trübe, er versank in jenes Hinbrüten, dasdie Welt und alle ihre Verhältnisse vergißt, und derGesandte mußte ihn, als der erste Akt der Oper zuEnde war, durch mehrere Fragen aus seinemSinnen aufwecken, das nicht einmal durch dasKlatschen und Bravorufen des Parterresunterbrochen worden war."Die Herzogin hat nach Ihnen gefragt", sagte derGesandte,—"sie behauptet, Ihre Familie zukennen; kommen Sie, wischen Sie diesen Ernst,diese Melancholie von Ihrer Stirne; ich will Sie indie Loge führen und präsentieren."Der Fremde errötete; sein Herz pochte, er wußte
selbst nicht warum; erst als er den Korridor mitdem Gesandten hinging, als er sich der fürstlichenLoge näherte, fühlte er, daß es die Freude sei, wassein Blut in Bewegung brachte, die Freude, jenemlieblichen Wesen nahe zu sein, dessen stille Liebeihn so sehr anzog.2.Die Herzogin empfing den Fremden mitausgezeichneter Güte. Sie selbst präsentierte ihnder Prinzessin Sophie, und der Name Larun schienin den Ohren des schönen Kindes bekannt zuklingen; sie errötete flüchtig und sagte, sie glaubegehört zu haben, daß er früher in derfranzösischen Armee diente. Es war dem Baronnur zu gewiß, daß ihr niemand anders alsZronievsky dies gesagt haben konnte; es war ihmum so gewisser, als ihr Auge mit einer gewissenTeilnahme auf ihm, wie auf einem Bekannten,ruhte, als sie gerne die Rede an ihn zu richtenschien."Sie sind fremd hier", sagte die Herzogin, "Sie sindkeinen Tag in diesen Mauern, Sie können alsonoch von niemand bestochen sein; ich fordere Sieauf, seien Sie Schiedsrichter; kann es nicht in derNatur geheimnisvolle Kräfte geben, die—die, wiesoll ich mich nur ausdrücken, die, wenn wir siefrevelhaft hervorrufen, uns Unheil bringenkönnen?""Sie sind nicht unparteiisch, Mutter", rief die
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