Neue Verfahren zur Kohleveredlung. Informationstagung Luxemburg, 26. bis 28. September 1979 Band 2

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Kommission der Europäischen Gemeinschaften Informationstagung Neue Verfahren zur Kohleveredlung Luxemburg, 26. bis 28. September 1979 Band 2 Verlag Glückauf GmbH Kommission der Europäischen Gemeinschaften Informationstagung Neue Verfahren zur Kohleveredlung Luxemburg, 26. bis 28. September 1979 Band 2 Die drei verschiedenen sprachlichen Fassungen dieses Tagungsberichtes werden von den nachstehend aufgeführten Verlagen in Zusammenarbeit veröffentlicht: — Verlag Glückauf GmbH, Essen (Bundesrepublik Deutschland) deutsche Fassung — Colliery Guardian, Redhill, Surrey (Vereinigtes Königreich) englische Fassung — Société de l'Industrie minérale, Saint-Etienne (Frankreich) französische Fassung Verlag Glückauf GmbH EUR 6466 d, e, f Organisation der Informationstagung und Herstellung des Tagungsberichtes durch die Kommission der Europäischen Gemeinschaften Generaldirektion „Energie" ' und n „Wissenschaftliche und technische Information und Informations­management" HINWEIS Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften und ihre Abteilungen übernehmen keinerlei Verantwortung für den Gebrauch, der gegebenenfalls von den Informationen des vorliegenden Werks .gemacht wird. Alle Rechte, insbesondere die der Übersetzung in fremde Sprachen und der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen, sind der Kommission vorhalten.
Publié le : samedi 28 janvier 2012
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Kommission der Europäischen Gemeinschaften
Informationstagung
Neue Verfahren zur
Kohleveredlung
Luxemburg, 26. bis 28. September 1979
Band 2
Verlag Glückauf GmbH Kommission der Europäischen Gemeinschaften
Informationstagung
Neue Verfahren zur
Kohleveredlung
Luxemburg, 26. bis 28. September 1979
Band 2
Die drei verschiedenen sprachlichen Fassungen dieses Tagungsberichtes
werden von den nachstehend aufgeführten Verlagen in Zusammenarbeit
veröffentlicht:
— Verlag Glückauf GmbH, Essen (Bundesrepublik Deutschland)
deutsche Fassung
— Colliery Guardian, Redhill, Surrey (Vereinigtes Königreich)
englische Fassung
— Société de l'Industrie minérale, Saint-Etienne (Frankreich)
französische Fassung
Verlag Glückauf GmbH
EUR 6466 d, e, f Organisation der Informationstagung und Herstellung des Tagungsberichtes
durch
die Kommission der Europäischen Gemeinschaften
Generaldirektion „Energie" '
und n „Wissenschaftliche und technische Information und Informations­
management"
HINWEIS
Die Kommission der Europäischen Gemeinschaften und ihre Abteilungen übernehmen
keinerlei Verantwortung für den Gebrauch, der gegebenenfalls von den Informationen
des vorliegenden Werks .gemacht wird.
Alle Rechte, insbesondere die der Übersetzung in fremde Sprachen und der Speicherung
in Datenverarbeitungsanlagen, sind der Kommission vorhalten. Ohne ausdrückliche
Genehmigung der Kommission der Europäischen Gemeinschaften und des Verlages ist es
auch nicht gestattet, dieses Buch oder Teile daraus auf phototechnischem Wege
(Fotokopie, Mikrokopie) zu vervielfältigen.
in diesem Buch wiedergegebene Gebrauchsnamen, Handelsnamen und Warenbezeich­
nungen dürfen nicht als frei zur allgemeinen Benutzung im Sinne der Warenzeichen- und
Markenschutz-Gesetzgebung betrachtet werden.
© EGKS, Luxemburg 1979
Printed in Belgium
ISBN 37739-0279-4 -III
INHALTSVERZEICHNIS
ERÖFFNUNGSSITZUNG
Eröffnungsansprache! Überlegungen zum Beitrag der festen
Brennstoffe zur Energieversorgung 4er Europäischen Gemein­
schaften
K. REICHERT, Direktor für Kohle, Generaldirektion
"Energie", Kommission der Europäischen Gemeinschaften
1. KARBOCHBMIE 21
Bemerkungen des Vorsitzenden2
L.J, REVALLIER, Research en Octrooien, DSM
2. AKTIVKOHLE5
Bemerkungen des Vorsitzenden6
S. BOBBIO, Ente nazionale idrocarburi
Aktivierung von Halbkoks mit anschliessendem Einsatz zum 27
Entphenolen von Kokereiabwässern
V. DI STEFANO, F. COLAIACOVO, A. COLLETTA, D. DERCHI,
Centro Sperimentale Metallurgico, Rom
3. KOHLEVEREDLUNG 43
Bemerkungen des Vorsitzenden4
J. GIBSON, National Coal Board
Europäische Perspektiven der Untertagevergasung der Kohle 45
p. LEDENT, Institut National des Industries Extractives
4. KOHLEVERFLÜSSIGUNG 6
Kohleverflüssigungsprojekte in Europa
J. OWEN, National Coal Board
5. VEREDLUNG VON ABGÄNGEN 101
Bemerkungen des Vorsitzenden2
J. ANDRY, Charbonnages de Monceau Fontaine IV
Steinkohlenberge als Werkstoffe für Baustoffe
R. CHAUVIN, Centre d'Etudes et Recherches des
Charbonnages de France
Berge als Rohstoff zur Erzeugung von Zuschlagstoff 122
P. GUILLON und R. CHAUVIN, Centre d'Etudes et
Recherches des Charbonnages de France
6. SCHLUSSITZUNG 137
Zusammenfassung des Rundtischgesprächs "Karbochemie" 138
R. CYPRES, Freie Universität Brüssel g dess "Aktivkohlen" 145
P. CHICHE und M. NOMINE, Centre d'Etudes et
Recherches des Charbonnages de France
Zusammenfassung des Rundtischgesprächs "Kohlevergasung" 151
H. JUENTGEN und K.H. van HEEK, Berbau-Forschung GmbH g dess "Kohleverflüssigung"6
J. OWEN, National Coal Board
Synthese der Rundtischgespräche 163
G. DELANNOY, Centre d'Etudes et Recherches des
Charbonnages de France
Schlussansprache5
A. DE GREEF, Abteilungsleiter, Generaldirektion "Energie}*
Kommission der Europäischen Gemeinschaften
Teilnehmerliste 167 iHÖFFKUKGSSITZUu
jüröffnungsansprache: Überlegungen zum Beitrag der festen
Brennstoffe zur .Energieversorgung der europäischen Gemein­
schaften Ueberlegungen zum Beitrag der festen Brennstoffe
zur Energieversorgung der Europäischen Gemeinschaft
Vortrag von Dr. Karlheinz Reichert,
Direktor für Kohle bei der Kommission der Europäischen
Gemeinschaften, anlässlich der Informationstagung über
"Neue Verfahren zur Kohleveredelung" in Luxemburg
am 26. September 1979
I.
Die diesjährige Informationstagung über die technische Kohleforschung in
der EGKS hat die Kommission unter das Thema "Neue Verfahren zur Kohlever­
edelung" gestellt. Als wir uns vor Jahresfrist in Absprache mit unserem
Forschungsausschuss Kohle auf das heutige Programm einigten, ahnte niemand,
dass Fragen der Kohlevergasung und -Verflüssigung in diesen Wochen und
Monaten die Spalten der Tageszeitungen füllen würden, mochte niemand
damit rechnen, dass sich das Erdöl von Mitte I978 bis Mitte 1979 um 57 %
verteuern würde, hätte niemand geglaubt, dass viele Menschen in Europa
sich jetzt - manche vielleicht zum ersten Mal - Gedanken darüber machen,
ob sie im kommenden Winter eine warme Wohnung haben werden. Mit anderen
Worten, die Heftigkeit und Plötzlichkeit, mit denen das Problem der
Sicherheit unserer Energieversorgung erneut in den Vordergrund gerückt
werden würde, war seinerzeit nicht voraussehbar.
Vieles an der neu entfachten Diskussion in der Oeffentlichkeit erinnert
an die Zeit nach der ersten Oelpreiskrise von 1974. Auch damals sollte,
wenn nicht alles, so doch vieles in der Energiepolitik anders werden,
¡'•'an erspart sich besser eine Analyse dessen, was in den letzten fünf
Jahren getan und was versäumt worden ist. Es soll vielmehr die Gelegenheit
genutzt werden, über die Rolle der festen Brennstoffe bei der Energie­
versorgung der Gemeinschaft laut nachzudenken. Wenn hierbei auch skeptische
Fragen aufgeworfer. werden, so gründen sie sich auf die in den vergangenen
fünf Jahren gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen. - 3 -
II.
Wenn es also gilt, den Blick in die Zukunft zu richten, ist es wohl richtig,
sich zunächst einmal eine Vorstellung davon zu machen, wie gross der Ener­
giebedarf in zehn, besser noch in zwanzig Jahren sein wird. Hier ist schon
erste Skepsis am Platze. Welche Grössenordnungen sind wahrscheinlich? Die
Unsicherheit bei der Beantwortung dieser Frage scheint allerorts eher zu-
als abzunehmen. Die Methoden der Prognosen sind im Laufe der Zeit ausser­
ordentlich verfeinert worden, haben aber das wesentliche Prognoseproblem,
welche Basishypothesen über das weitere wirtschaftliche Wachstum u. ä.
zugrunde gelegt werden sollten, nicht lösen können. Zuviel Wunschdenken
ist hier am Werk. Seit den frühen 70er Jahren sind die Werte für den künfti­
gen Energiebedarf kontinuierlich nach unten revidiert worden. Immer noch
sind die Wirkungen, insbesondere die interdependenten Wirkungen bestimmter
Faktoren, wie z. B. der Energieeinsparung, zu wenig fassbar, als dass man
zu einer verlässlichen Quantifizierung kommen könnte. Nur so viel scheint
sicher: Energie einzusparen ist genau so wichtig für die Lösung der Ver­
sorgungsprobleme wie die Schaffung eines ausreichenden Energieangebots,
bei dem die Substitution des Oels durch andere Energieträger im Vordergrund
stehen muss.
Die EG-Kommission hat in den letzten Jahren darauf verzichtet, eigene
VorausSchätzungen für Nachfrage und Angebot von Energie in der Gemeinschaft
vorzulegen. Eingedenk der Tatsache, dass die Mitgliedstaaten an ihrer
nationalen Energiepolitik festhalten, weil ihre energiewirtschaftlichen
Strukturen und deshalb ihre Interessenlagen sehr unterschiedlich sind, hat
die Kommission die Regierungen der Neun der Einfachheit halber abgefragt,
wie sie sich die künftige Bedarfsentwicklung vorstellen. Diese Zahlen, die
im wesentlichen die Grundlage der einzelnen nationalen Energieprogramme
bilden, sind natürlich nicht nach einheitlichen Methoden ermittelt, und sie
sind auch keine politikfreien Zahlen. So gross jedoch die Ungenauigkeits-
margen sein mögen, so gross ist demgegenüber der Vorteil, dass sie eine
Vielzahl nationaler Detailüberlegungen enthalten, die sich in einer
Globalschätzung für die Geraeinschaft kaum berücksichtigen liessen. Im Sommer dieses Jahres hat die Kommission in ihrem Dokument zu den
"Energiepolitischen Zielen der Gemeinschaft für 1990 und Konvergenz der
einzelstaatlichen Politik" (l) diese Zahlen der Mitgliedstaaten zusammen­
gefasst und den Energiebedarf der Gemeinschaft für das Jahr 1990 in der
Grüssenordnung von knapp 2 Mia t SKE (1978 = 1,39 Mia t SKE) angegeben.
Davon würden 360 Mill, t SKE oder 18 % auf feste Brennstoffe entfallen.
Hiervon muss man rund 40 Mill, t SKE für Braunkohle und Torf abziehen,
um zu dem Steinkohlenbedarf von 320 Mill, t SKE zu gelangen. Das Niveau
der Braunkohlenförderung der Gemeinschaft wird durch die Produktion des
rheinischen Braunkohlenreviers bestimmt, wo mit einer stabilen Entwick­
lung bis über das Jahr 2000 hinaus gerechnet werden kann.
Die energiepolitischen Ziele für 1990 stehen unter dem Leitmotiv "Weg vom
Oel". Der Rat hat die einzelnen, von der Kommission entwickelten Ziel­
setzungen zwar noch nicht beraten, geschweige denn gebilligt, aber die
Grundlinien sind von den Staats- und Regierungschefs im Europäischen Rat
selbst formuliert worden: Verringerung des Verhältnisses zwischen Wirt­
schaftswachstum und Wachstum der Energienachfrage auf 0,8 und Begrenzung
der Oeleinfuhren auf den Stand von 1973» d. h. auf 470 Mill. Tonnen. Der
Europäische Rat nannte diese Leitlinie für den Zeitraum bis 1985i aber
die Gründe, die für eine Begrenzung der Oelimporte im Jahr I985 sprechen,
gelten wohl ebensosehr für 1990.
'Was nun die Zahl von 320 Mill, t SKE als Hachfragegrösse für Steinkohle
angeht, so scheint sie einerseits zu niedrig zu liegen, weil sie die
inzwischen erfolgten Abstriche an den Kernkraftprogrammen noch nicht
berücksichtigt und weil das genannte Oeleinfuhrlimit nach der Addition
der Regierungszahlen nicht gesichert sein, d. h. überschritten werden
dürfte. Andererseits erscheint die Zahl zu hoch, weil nach heutiger
Einschätzung die entsprechenden Kapazitäten für den Kohleeinsatz in der
Elektrizitätswirtschaft und der übrigen Industrie gar nicht vorhanden
sein v/erden, wenn man sie nicht bald in Angriff nimmt.
(l)_KOM(79) 316 endg., I4. 6. 1979

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