Hypertonie und Sport [Elektronische Ressource] : spezielle Aspekte der Bewegungstherapie als nichtmedikamentöse Therapieform der arteriellen Hypertonie und Behandlung von Sportlern mit Hypertonie unter Berücksichtigung der Prävalenz der arteriellen Hypertonie bei Profifußballern / von Chevreux, Wilfried Stephan Lothar

Aus dem Universitätsklinikum MünsterKlinik und Pol iklinik DDirektor: Univ .-Pr of. Dr. med. H. Pa venstädtHypertonie u nd Sp ort Spezielle A spekte de r Bewegungstherapie al s n ichtmedikamentöseTherapieform d er a rteriellen H ypertonie un d Behandlung von S portlern m itHypertonie u nter Be rücksichtigung d er Pr ävalenz d er arteriellen H ypertoniebei P rofifußballern INAUGURAL-DISSERAT IONzurEr langung des doctor m edicinaeDer M edizinischen FakultätDer W estfälischen W ilhelms - Universität Münstervorgelegt von Che vreux, W ilfried Stephan Lothar aus H omberg jetzt Duisburg20071Ge druckt m it Gene hmigung der Medi zinischen Fakultät de r Westfälischen W ilhelm -Uni versität Münster2Deka n: Univ. - Pro f. Dr. me d. V. Arolt1. Bericht erstatter: Pro f. Dr. med . M. Hausb erg2. Berichtr: Pro f. Dr. med . K. KistersTag de r mü ndlichen Prüf ung: 11.05.20073Aus dem Universitätsklinikum MünsterKlinik und Pol iklinik DDirektor: Univ .-Pr of. Dr. med. H. Pa venstädtReferen t: Prof. Dr. med. M. HausbergKoreferen t: Prof. Dr. med. K.
Publié le : lundi 1 janvier 2007
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Aus dem Universitätsklinikum Münster
Klinik und Pol iklinik D
Direktor: Univ .-Pr of. Dr. med. H. Pa venstädt
Hypertonie u nd Sp ort
Spezielle A spekte de r Bewegungstherapie al s n ichtmedikamentöse
Therapieform d er a rteriellen H ypertonie un d Behandlung von S portlern m it
Hypertonie u nter Be rücksichtigung d er Pr ävalenz d er arteriellen H ypertonie
bei P rofifußballern
INAUGURAL-DISSERAT ION
zur
Er langung des doctor m edicinae
Der M edizinischen Fakultät
Der W estfälischen W ilhelms - Universität Münster
vorgelegt von Che vreux, W ilfried Stephan Lothar
aus H omberg jetzt Duisburg
2007
1Ge druckt m it Gene hmigung der Medi zinischen Fakultät de r Westfälischen W ilhelm -
Uni versität Münster
2Deka n: Univ. - Pro f. Dr. me d. V. Arolt
1. Bericht erstatter: Pro f. Dr. med . M. Hausb erg
2. Berichtr: Pro f. Dr. med . K. Kisters
Tag de r mü ndlichen Prüf ung: 11.05.2007
3Aus dem Universitätsklinikum Münster
Klinik und Pol iklinik D
Direktor: Univ .-Pr of. Dr. med. H. Pa venstädt
Referen t: Prof. Dr. med. M. Hausberg
Koreferen t: Prof. Dr. med. K. Kiste rs
Zusammenfassung
Hy pertonie un d Sport
Spezielle Aspekte der Bewegungstherapie als nichtmedikamentöse Therpieform der
arteriellen H ypertonie und Behandlung von Sportlern mit H ypertonie unter
Ber ücksichtigung der Prävalenz der arteriellen Hyp ertonie bei Profifußballern
Chev reux Wilfried Stephan Lothar
Regelmä ßige körperliche Aktivität äussert sich positiv auf den Blutdruck sowohl bei
bereits bestehender H ypertonie als auch bei Personen mit einer Dispositi on zur
H ypertonie und senkt zudem die kardiovaskuläre und Gesamtmortalität. Dab ei sind
bereits geringe Akti vitätsintensitäten präventiv wirksam. Die Prä valenz der arteriellen
H ypertonie liegt bei 20-30-jährigen Män nern bei etwa 14 %, bei gleichaltrigen Pro fi-
Fussb allern fand sich hier eine Prä valenz von etwa 3%. Des weiteren wurden in der
vorliegenden Arbeit im Rahm en einer Literat urrecherche die Zusammenhänge zwischen
sportlicher Aktivität und Bluth ochdruck, die Bed eutung des Ma gnesiumhaushaltes beim
sporlich Aktiven und die Ei gnung verschiedener Sportarten für H ypertoniker untersucht
und ein medikamentöses Stu fenschema zur Beh andlung der Hyp ertonie bei
wettbewerbsteilnehmenden Sportl ern erstellt .
Ta g der mündlichen Prü fung: 11 .05.07
4Inhaltsverze ichnis
1. Einleitung 7
92. Methodik
2.1 Quell en 9
2.2 Proba nden 9
3. Einführung in die Thematik 10
3.1 Arterielle Hypertonie 10
3.1.1 De finition un d Path ophysiologie der arterielle n Hypertonie 10
3.1.2 Pat hogenese un d Risiko faktoren der ar teriellen Hypertonie 13
3.1.3 Klinisc hes Krank heitsbild der arterielle n Hypertonie 15
3.1.4 Epid emiologie der ar teriellen Hy pertonie 16
3.1.5 Diagnostik der ar teriellen Hypertonie 19
3.1.5.1 An amnese be i de r arterielle n Hyp ertonie 19
3.1.5.2 Klinisc he un d technisc he Unte rsuchungen zur Diagno stik de r 20
arteriellen Hypertonie
3.1.5.3 Manu elle Messung bei de r arteriellen Hypertonie 22
3.1.5.4 Langzeitmess ung bei der ar teriellen Hypertonie 23
3.1.5.5 EKG- Verä nderungen bei arterieller Hypertonie 24
3.1.5.6 H ypertoniediagnostik bei de m Belastungs-Elektrokardiogramm 26
3.1.5.7 Sp ortlerherz und hypertensive Her zerkrankung 28
3.1.5.7.1 Bioch emischer Ma rker BNP be i Sportl erherz un d hype rtensiver
Her zerkrankung 33
3.2 Be handlung de r a rteriellen Hypertonie 34
3.2.1 Nichtme dikamentöse Therapie 34
3.2.1.1 Bewegung un d Spo rt in der nichtm edikamentösen Therapie des 37
Blut hochdrucks
53.2.1.2 Akut effekte einmaliger kör perlicher Akt ivität 46
3.2.1.3 Chronisch e Effekte durch Training 49
3.3.1 Medika mentöse Therapie de s sportlich akti ven Hypertonikers 57
3.3.1.1 ß-Rezeptorenblocker 59
3.3.1.2 Diuretika 63
3.3.1.3 Kalzium antagonisten 65
3.3.1.4 ACE- H emmer 67
3.3.1.5 AT -Antagonisten 691
3.3.1.6 Alph arezeptorenblocker 70
3.3.1.7 Em pfehlungen zur medik amentösen Mono - un d 71
Ko mbinationstherapie
3.3.2 Be deutung des Magnesiumhaushalte für den sportli ch Akt iven 73
3.4 Ausgewählte Sportarten in Hinb lick au f ihre Eignung bei arter ieller 81
H ypertonie
4. Zusammenfassung 102
5. Literaturverzeichnis 109
1236. Verzeichnis der verwendeten Abkürzungen
7. Danks agung 126
8. Lebenslauf 127
61. Einleitung
Die arterielle H ypertonie gehört zu de n häufigsten chronischen Erk rankungen un d ist ein
bedeutsamer Risikofaktor für cardiovaskuläre Erk rankungen und führt zu einem
deutlichen Anstieg des Krankheits- und Sterbli chkeitsrisikos insbesondere an
cerebrovaskulärer Insuffizienz, chronischer Herz insuffizienz, Niereni nsuffizienz und
peripherer arterieller Verschlusskrankheit. Die W ahrscheinlichkeit für zukünftige
kardiovasculäre Komplikationen steigt kontinuierlich mit der H öhe des arteriellen
Blut drucks, ein eigentlicher Schwelle nwert existiert dabei nicht. Die Be ziehung zwischen
Blut druck und kardiovascul ärem Krankh eitsfolgen ist expon entiell(21 , 32, 76).
Gr afik 1: Abhängig keit der Lebenserwartung vom Blu tdruck bei 35jährigen Mä nnern
(nor male Lebenserwartung= 100% (Gr afik: Deut sche Hoch druckliga. http://w ww. paritaet.org/RR-Liga/)
7Bis 1983 fand körperliches Training in den Empfehlungen der W H O/ISH als
nichtpharmakologische Therapie der arteriellen Hype rtonie keine Berü cksichtigung
(101) . Inzwischen ist bewiesen, dass zwischen hohem Blutdruck und körperlicher
Aktivi tät eine umgekehrte Be ziehung besteht, für die H ypertonie ist Bewegungsmangel
ein unabhängiger Risiko faktor (2, 7, 9, 10, 16, 20, 21, 23, 28, 31, 32, 34, 42, 43, 44, 46,
52, 56, 71, 72, 76, 79, 84, 87, 92, 94, 103, 108, 110, 115).
Körperlich es Training kann in günstigen Fällen als Form einer alleinigen
nichtmedikamentösen Th erapie gelten. Mehrere Metaanalysen von randomisierten
kontrollierten Studi en zeigten, dass regelmäßiges körperliches Trai ning bei normo- und
hypertensiven Pati enten den Blut druck senken kann (10, 31, 110) und somit einen
entscheidenden Beitrag zur Ve rmeidung cardiovasculärer Folgeerkrank ungen beitragen
kann.
Dab ei stellt auch die medikamentöse Therapie des sportlich aktiven H ypertonikers eine
Heraus forderung für die be handelnden Är zte dar.
Im Rah men dieser Literat urarbeit sollte ein aktueller Überblick über die
Zusa mmenhänge zwischen sportlicher Akti vität und Bluthockdruck geschaffen werden.
Vo n besonderem Interesse waren dabei insbesondere die körperliche Betätigung zur
Th erapie und Prop hylaxe der arteriellen Hyp ertonie, die Beh andlung von Sportlern mit
arterieller H ypertonie, die Roll e von Ma gnesium bei sportlicher Bet ätigung und
Blut hochdruck sowie die Eignung unterschiedlicher Sp ortarten für H ypertoniker.
Schliess lich konnte im Rahm en einer Erh ebung der Blut druckwerte von Profi-
Fussb allspielern ein Beitra g zur Prävalenz der arteriellen H ypertonie bei Sportl ern
geleistet werden.
82. Methodik
2.1 Quellen
Zur Be arbeitung des Themas erfolgte eine Auswer tung entsprechender Or iginalliteratur.
Rech erchiert wurde in der Daten bank der Nat ional Libr ary of Medicine (Medlin e), mit
den gängigen Suc hmaschinen für medizinische Pub likationen (Pubmed, Medivista),
Em pfehlungen der Fachgesellschaften sowie mit konventionellen Int ernet-
Suc hmaschinen (Google, Yaho o) und einsc hlägiger Fachliteratur.
2.2 Probanden
Die Probanden rekrutierten sich aus den Lizenzspielern eines Fussball-Bu ndesligisten,
die regelmäßig in unserer Klinik sportärztlich- kardiologisch untersucht werden sowie
dem Juge ndkader de s Verei ns.
93. Einführung in die Thematik

3.1 Arterielle Hypertonie
3.1. 1 Defini tion u nd Pathop hysiologie d er arterielle n Hy pertonie
Eine arterielle H ypertonie liegt vor, wenn erhöhte Ruh e- Blutdruckwerte bei mehrfachen
Messungen an verschiedenen Tagen festgestellt werden. Die Einteilung der
Blut druckwerte für Erwachsene während der Ruhep hase ergeben sich aus den
aktuellen WH O/ISH-Richt linien (21). Die Eint eilung gilt in gleichem Maße für Sportler.
Tabelle 1: Kla ssifikation der Blu tdruckwerte nach den W H O/ISH -Richtlinien 1999.
(J. H ypertension 17 (1999) 151)
Kategorie Systolischer D iastolischer Blut druck
Blutdruck (mmH g) (mmHg)
Op timaler Blutdruck < 120 < 80
Nor maler Blutdruck < 130 < 85
Hoch- normaler Blutdruck 130 - 139 85 - 89
H ypertonie Grad 1 (le icht) 140 - 159 90 - 99
Unter gruppe: Grenzwerthypertonie 140 - 149 90 - 94
H ypertonie Grad 2 (mittelschwer) 160 - 179 100 - 109
> > 110H ypertonie Grad 3 (sch wer)
Isol ierte syst. Hy pertonie > 140 < 90
Unter gruppe: Grenzwertige isolierte 140 - 149 < 90
syst. H ypertonie
10

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