Wissenschaftliche Textsorten im Germanistikstudium

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Wissenschaftliche Textsorten im Germanistikstudium deutsch-italienisch- französisch kontrastiv Trilaterales Forschungsprojekt in der Villa Vigoni (2007- 2008) herausgegeben von Martine Dalmas, Marina Foschi Albert, Eva Neuland VILLA VIGONI Deutsch-Italienisches Zentrum Centro Italo-Tedesco 2009
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Publié le : mercredi 28 mars 2012
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Source : villavigoni.it
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Wissenschaftliche Textsorten im
Germanistikstudium deutsch-italienisch-
französisch kontrastiv
Trilaterales Forschungsprojekt in der Villa Vigoni (2007-
2008)
herausgegeben von
Martine Dalmas, Marina Foschi Albert, Eva Neuland
VILLA VIGONI
Deutsch-Italienisches Zentrum
Centro Italo-Tedesco
2009Wissenschaftliche Textsorten im Germanistikstudium
deutsch-italienisch-französisch kontrastiv
Akten der Trilateralen Forschungskonferenz 2007-2008
L'écriture scientifique dans les études de germanistique
Typologie contrastive allemand- français-italien
Actes de l’Atelier de Recherche Trilatéral 2007-2008
Generi testuali tipici della formazione accademica di area
germanistica in prospettiva contrastiva tedesco-francese-
italiano
Atti della Conferenza Trilaterale di Ricerca 2007-2008
Herausgegeben von – édité par – a cura di:
MARTINE DALMAS, MARINA FOSCHI ALBERT, EVA NEULAND
Redaktion und Satz – révision et mise en page – cura redazionale e impaginazione:
SABRINA BALLESTRACCI
VILLA VIGONI
Deutsch-Italienisches Zentrum
Centro Italo-Tedesco
Via Giulio Vigoni 1
I-22017 Loveno di Menaggio (CO)
www.villavigoni.eu
2009ALLGEMEINES VORHABEN
Unsere trilaterale Forschungsgruppe, koordiniert von Eva Neuland (Deutschland), Martine Dalmas
(Frankreich) und Marina Foschi Albert (Italien) hat sich zum gemeinsamen Ziel gesetzt, relevante
Textsorten studentischer Produktion aus der deutschen, französischen und italienischen
universitären Tradition zu beschreiben, unter besonderer Berücksichtigung interkultureller
Fragestellungen und im Kontext des erwünschten Prozesses der Europäisierung über das Englische
hinaus.
Den theoretischen Hintergrund bildet dabei das textlinguistische Prinzip, nach dem sich
Sprache als Text und Texte als Exemplare bestimmter Textsorten realisieren, wobei letztere
kulturbedingte historisch-soziale Phänomene sind, die je nach Sprach- und Kulturgemeinschaft
unterschiedlichen Konventionen entsprechen: Um ihre kommunikative Funktion auszuüben,
müssen Texte ihre Textsortenzugehörigkeit erkennen lassen.
Darüber hinaus gelten als Vorüberlegungen folgende Hauptpunkte:
1. Texte, die in ähnlichen Situationen und mit äquivalenten Funktionen erstellt werden, in
diesem Fall also Texte, die von Germanistik-Studierenden in unterschiedlichen Ländern (hier
Deutschland, Frankreich, Italien) produziert werden, können neben gemeinsamen Zügen
deutliche Unterschiede in ihrer strukturellen Gestaltung aufweisen, die einerseits durch
verwandte Kulturtraditionen, andererseits durch verschiedene Sprachen, Schreibtraditionen und
noch nicht vollständig homogenisierte Ausbildungssysteme charakterisiert sein mögen.
2. Individuelle Kulturdivergenzen, die sich in der Textgestaltung widerspiegeln, können zu
kommunikativen Fehlleistungen beim internationalen Austausch führen.
3. Um Probleme dieser Art zu mindern, bedarf es eines abgestimmten Förderprogramms mit
den Leitlinien der Mehrsprachigkeit und Interkulturalität.
4. Nicht überall garantieren Ausbildungseinrichtungen eine angemessene Aneignung von
Schreibkompetenzen für die Produktion argumentativer Textsorten, sowohl im
muttersprachlichen Bereich als auch und vor allem in jenem des Zweit- bzw. Drittsprach-
erwerbs.
5. Eine wichtige Zielsetzung europäischer akademischer Einrichtungen sollte sein,
interkulturelle Kompetenzen auch spezifisch als Textsortenkompetenzen zu vermitteln, um
Studierenden zu ermöglichen, sich im europäischen Universitätsrahmen agiler zu bewegen.
Textsortenkompetenzen werden von Muttersprachlern intuitiv erlernt und im Laufe ihrer Schul-
und Hochschulausbildung unterschiedlich gefördert und entwickelt. Textsortenkompetenzen im
Fremdsprachenbereich bauen sich auch intuitiv auf, aber auf der Grundlage der Kenntnisse über
äquivalente Textsorten aus der eigenen Sprachkultur. Von Fremdsprachenlernern in der
Zielsprache verfasste Texte können erwiesenermaßen ihrer Funktion nicht immer vollständig
gerecht werden, was nicht allein von grammatischen und semantischen Kohärenzmängeln, sondern
auch von Charakteristika der Textgestaltung, die konventionell abgesicherten Kulturspezifika nicht
angemessen sind, abhängen kann. Texte dieser Art können für die Rezipienten schwer verständlich
sein, selbst dann, wenn die Sprache, in der sie verfasst sind, grammatisch konform ist. Intertextuelle
und interkulturelle Kompetenzen für einen bewussten Umgang mit jenen kulturellen Faktoren, die
die Textsortengestaltung beeinflussen, sind für den Fremdsprachenerwerb und damit einhergehend
für die internationale Kommunikation sehr wichtig.
3Zu diesem Programm gehört die Vorstellung, prototypische Modelle von akademischen Textsorten
zu erarbeiten, die als Orientierungsmuster für Germanistik-Studierende der drei europäischen
Länder dienen können. Im Rahmen dieser allgemeinen Zielsetzung wird unsere Forschungsgruppe
in unterschiedlichen Bereichen tätig werden:
a) Erarbeitung von jeweils kulturspezifischen Textmustern einzelner Textsorten aus
unterschiedlichen Traditionen, die als Orientierungsmuster für die studentische Produktion der
einzelnen Sprachgemeinschaften dienen können (der wissenschaftliche Essay für die Textsorten
Referat, Seminararbeit, Diplomarbeit; exposé, devoir bzw. dissertation, mémoire; relazione, tesina, prova finale
und die wissenschaftliche Monographie für Magisterarbeit, Doktorarbeit; mémoire, thèse de doctorat; tesi
magistrale, tesi di dottorato);
b) Empirische Analyse von Textkorpora studentischer Produktion, die einerseits zeigen soll,
welche Kulturspezifika die Hauptquellen kommunikativer Fehlleistungen sind, um daraus
didaktische Strategien zu deren Beseitigung zu entwickeln. Andererseits kann sich aus der
empirischen Textuntersuchung auch ergeben, dass bestimmte Kulturspezifika aus der Sicht der
internationalen Kommunikation besonders effektiv sind, so dass es wünschenswert wäre, sie
über die Sprachkulturgrenzen hinaus zu verbreiten;
c) Entwicklung interkultureller Orientierungsmodelle, die sowohl aus gemeinsamen
Charakteristiken als auch – wenn nötig – aus den monokulturellen Strukturzügen, die sich als
kommunikativ effektiv erwiesen haben, bestehen. Diese Raster können als Prototypen
akademischer Textsorten gelten und nicht zuletzt auch dazu dienen, die europäische
akademische Mobilität und den internationalen wissenschaftlichen Austausch zu erleichtern.
Als Vorarbeiten zum Forschungsprojekt dienten zwei Tagungen, die dank großzügiger
Unterstützung der Villa Vigoni-Leitung in dem bekannten Deutsch-Italienischen Zentrum
stattfinden konnten:
• Schreib- und Formulierungspraxen im Germanistikstudium (Deutschland, Frankreich, Italien).
Akten der Villa Vigoni-Tagung 4.-7. Juni 2007.
• Wissenschaftliche Textsorten im Germanistikstudium (deutsch-französisch-italienisch): Der
linguistische Kulturvergleich. Akten der Villa Vigoni-Tagung 10.-13. Februar 2008.
Die Ergebnisse beider Tagungen erscheinen in der Folge jeweils im gleichnamigen Band.
Für die Gelegenheit, die beiden Tagungen in der kulturgeprägten Atmosphäre der Villa Vigoni zu
gestalten, sind die Koordinatorinnen der Forschungsgruppe dem jeweiligen Leiter des deutsch-
italienischen Kulturzentrums, Herrn Prof. Dr. Aldo Venturelli (bis Ende 2007) und Herrn Prof. Dr.
Gregor Vogt-Spira (ab 2008) aufrichtig dankbar. Ein ganz besonderer Dank gilt außerdem Frau
Simona Della Torre für Ihre Hilfe und Unterstützung bei den Vorbereitungen der Tagungen, Frau
Dott. Caterina Sala, der Betreuerin unserer Forschungsgruppe, sowie allen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern der Villa selbst, für ihre hohe Kompetenz und Gastfreundschaft. Schließlich ein
herzlicher Dank Herrn Professor Dr. Venturelli für das Angebot, unsere Tagungsakten in der
Online-Publikation der Villa Vigoni aufzunehmen, sowie Herrn Prof. Dr. Vogt-Spira, der die
Publikation gefördert und ermöglicht hat.
Die Koordinatorinnen der Forschungsgruppen
4OBJECTIF GÉNÉRAL DU PROJET
Notre groupe de recherche trilatéral, coordonné par Eva Neuland (Allemagne), Martine Dalmas
(France) et Marina Foschi (Italie), poursuit un but commun: donner une description des types de
textes que doivent produire les étudiants, spécifiques à tradition universitaire de chacun des trois
pays, et – en dépassant le ‘tout-anglais’ – mettre l’accent sur les aspects interculturels dans le cadre
de l’harmonisation européenne des études.
L’arrière-plan théorique est celui de la linguistique textuelle et peut être formulé à travers le
principe suivant: c’est en tant que texte que la langue prend forme, et les textes ne sont à leur tour
que des réalisations de genres textuels, marquées d’un point de vue culturel et socio-historique et
relevant de diverses conventions pouvant varier selon la communauté linguistique ou culturelle
dont elles sont issues. La fonction communicative d’un texte ne se réalise ainsi pleinement que
lorsque le genre textuel dont il relève est identifiable.
Au-delà, notre travail prend appui sur les considérations suivantes:
1. Des textes produits dans des situations similaires et ayant des fonctions équivalentes – dans le
cas présent il s’agit de textes produits par des étudiants germanistes dans trois pays différents –
peuvent comporter un certain nombre de caractéristiques communes, mais aussi des
différences importantes dans leur structuration. Les unes et les autres sont liées d’une part à des
traditions culturelles proches et d’autre part à des différences entre les langues, entre les
traditions d’écriture et également entre les systèmes d’enseignement.
2. Certaines divergences culturelles sur le plan individuel se reflètent dans la structuration des
textes et peuvent faire échouer la communication au niveau des échanges internationaux.
3. Pour réduire l’impact des problèmes de ce type, il est nécessaire de mettre au point un
programme de soutien prônant le plurilinguisme et l’interculturalité.
4. L’enseignement secondaire et supérieur ne garantit pas partout l’appropriation de compétences
d’écriture pour la rédaction de textes argumentatifs et ce, qu’il s’agisse de la langue maternelle
ou, a fortiori, de l’acquisition d’une langue seconde ou étrangère.
5. Un des objectifs principaux de l’enseignement supérieur européen devrait être de transmettre
des compétences interculturelles dans le domaine des genres textuels afin de permettre aux
étudiants une véritable mobilité dans l’espace universitaire européen.
Dans la langue maternelle, les compétences en matière de genres textuels sont d’abord acquises
intuitivement, puis elles sont exploitées et se développent de différentes manières au cours de la
formation scolaire et universitaire. Lorsqu’il s’agit d’une langue étrangère, ces compétences
s’acquièrent également de manière intuitive, mais sur la base du savoir textuel concernant la langue
maternelle. Il est évident que si des textes écrits par un apprenant dans la langue étrangère ne
remplissent pas toujours leur fonction, ce n’est pas seulement pour des raisons de correction
grammaticale ou de cohérence sémantique, mais cela peut être dû également à certains aspects de la
structuration du texte qui ne correspondent pas aux normes culturelles. De tels textes peuvent
poser au récepteur des problèmes de compréhension, même s’ils sont rédigés dans une langue
correcte d’un point de vue grammatical. C’est pourquoi les compétences intertextuelles et
interculturelles qui permettent d’avoir conscience des facteurs culturels en jeu dans la structuration
d’un texte sont de première importance pour l’acquisition d’une langue étrangère et, parallèlement,
pour la communication internationale.
5Un des buts de notre projet est de développer des modèles prototypiques de textes universitaires
pouvant servir de repères aux étudiants germanistes des trois communautés linguistiques
concernées. Afin d’atteindre cet objectif, notre groupe de recherche s’est fixé les tâches suivantes:
a) Elaborer, pour chaque genre textuel, des modèles de textes tenant compte des spécificités
culturelles issues des différentes traditions (l’essai scientifique pour les genres: Referat,
Seminararbeit, Diplomarbeit; exposé, devoir/dissertation, mémoire; relazione, tesina, prova finale, et la
monographie scientifique pour les genres: Magisterarbeit, Doktorarbeit; mémoire, thèse de doctorat; tesi
magistrale, tesi di dottorato).
b) Analyser un corpus de textes rédigés par des étudiants afin de montrer quelles spécificités
culturelles sont à l’origine des ‘râtés’ de la communication et de mettre en place des stratégies
didactiques de remédiation. D’autre part, cette analyse empirique peut révéler que certaines
spécificités s’avèrent particulièrement efficaces et qu’il serait souhaitable de les faire connaître
au-delà des frontières culturelles.
c) Développer des modèles interculturels de communication rassemblant aussi bien les traits
caractéristiques communs que, le cas échéant, les spécificités d’une culture donnée, dans la
mesure où elles se sont avéré avoir une certaine efficacité communicative. Ces grilles peuvent
avoir valeur de prototypes pour les genres textuels universitaires et peuvent surtout contribuer
à faciliter la mobilité et les échanges scientifiques internationaux.
Les travaux préliminaires ont été présentés lors de deux colloques qui ont pu se tenir grâce au
soutien généreux de la direction de la Villa Vigoni dans le site du célèbre centre culturel germano-
italien:
• Pratiques d’écriture et de rédaction dans les études de germanistique (Allemagne, France, Italie).
Actes du colloque de la Villa Vigoni, 4-7 juin 2007.
• Genres textuels scientifiques au cours des études de germanistique (allemand, français, italien):
comparaison linguistique des cultures. Actes de la Villa Vigoni, 10-13 février 2008.
Les résultats de chacun de ces deux colloques sont publiés dans un volume portant le même titre.
Les coordinatrices du groupe de recherche remercient sincèrement les Directeurs de la Villa
Vigoni, le Professeur Aldo Venturelli (jusqu’en février 2007) et le Professeur Gregor Vogt-Spira (à
partir de 2008) pour avoir accueilli ces deux colloques dans la Villa, dans une atmosphère
profondément marquée par la culture. Nos remerciements s’adressent également à Madame Simona
Della Torre pour son aide et son soutien lors de la préparation de nos rencontres, à Madame Dott.
Caterina Sala, tutrice de notre groupe de recherche, ainsi qu’à toutes les collaboratrices et tous les
collaborateurs de la Villa Vigoni pour leur compétence et la qualité de leur accueil. Enfin, nous
sommes particulièrement reconnaissantes envers le Professeur Aldo Venturelli, qui a proposé de
mettre en ligne les actes de nos colloques en les intégrant dans la série des publications de la Villa
Vigoni, et envers le Professeur Vogt-Spira, grâce à qui cette publication électronique a pu voir le
jour.
Les coordinatrices du projet
61DESCRIZIONE DEL PROGETTO
Il gruppo di ricerca trilaterale coordinato da Eva Neuland (Germania), Martine Dalmas (Francia) e
Marina Foschi Albert (Italia) si è posto come obiettivo comune la descrizione di generi di testo
rilevanti della tradizione accademica di Germania, Francia e Italia, nell'ambito dell'auspicato
processo di europeizzazione mediato anche da lingue diverse dall'inglese. In questo contesto,
attenzione particolare viene riservata alle istanze interculturali.
L’orizzonte teorico di base è offerto dall’assunto della linguistica testuale secondo cui ogni atto
linguistico si realizza come testo e ogni testo come esemplare di un determinato genere testuale,
laddove per genere testuale si intende un fenomeno storico e sociale culturospecifico che segue
convenzioni diverse in ragione della comunità geografica e linguistica di origine. Ne consegue che,
al fine di ottemperare efficacemente alla loro funzione comunicativa, i testi devono rendere esplicito
il modello del genere di appartenenza.
Costituiscono inoltre premesse teoriche fondamentali del progetto i punti che seguono:
1) testi redatti in situazioni analoghe e con funzioni equivalenti, nello specifico: testi prodotti da
studenti di Germanistica in paesi diversi (nel nostro caso in Germania, Francia, Italia) possono
palesare sia tratti comuni, sia nette differenze nella struttura formale, che a sua volta può deri-
vare da tradizioni culturali affini, o da lingue differenti, tradizioni scrittorie diverse e sistemi
scolastici non ancora totalmente parificati;
2) una volta riflesse nella struttura testuale, determinate divergenze culturali individuali possono
porsi come ostacolo per la comunicazione nelle relazioni internazionali;
3) al fine di ridurre tali problemi, occorrerebbe concordare e attuare un programma di incentiva-
zione con direttive specifiche che riguardino il plurilinguismo e l'interculturalità;
4) le istituzioni scolastiche non sempre e non dappertutto garantiscono la completa acquisizione
delle competenze specifiche necessarie alla produzione scritta di generi testuali argomentativi
sia nell'ambito dell'apprendimento della lingua madre sia in quello delle lingue straniere (L2,
L3);
5) sarebbe dunque importante che le istituzioni accademiche europee trasmettessero buone com-
petenze interculturali, vale a dire, nel contesto specifico, le competenze necessarie alla ricezione
e alla produzione dei generi testuali, al fine di facilitare la mobilità studentesca nelle diverse sedi
universitarie europee.
Le abilità utili alla ricezione e alla produzione dei generi testuali vengono apprese dai madrelingua
inizialmente in maniera intuitiva e vengono poi trasmesse ed esercitate progressivamente nel corso
della formazione scolastica e universitaria; nell'apprendimento della lingua straniera, dette abilità si
sviluppano mediante un analogo processo intuitivo, che si verifica tuttavia sulla base di
preconoscenze di generi testuali equivalenti, appartenenti alla cultura di partenza. E' possibile
pertanto che testi redatti da studenti in L2 non risultino pienamente recepibili, a causa non solo di
carenze a livello di coerenza grammaticale e semantica, ma anche per via di peculiarità strutturali
non adeguate alle convenzioni di stile della cultura di arrivo. Testi di questo tipo possono risultare
di difficile comprensione per i recipienti pur se redatti in conformità alle norme standard –
grammaticali e semantiche – della lingua d'arrivo. L’acquisizione di competenze intertestuali e
1 Italienische Fassung von Chiara Arnone, Laurea Specialistica in Traduzione (TLS), Università di Pisa.
7interculturali che permettano di riconoscere e utilizzare consapevolmente quei fattori culturali che
determinano la struttura di un genere testuale è perciò di fondamentale importanza
nell'apprendimento di una lingua straniera, e ancor più per la comunicazione internazionale.
Venendo incontro a tali obiettivi, il progetto intende elaborare prototipi di generi testuali
accademici che possano rappresentare modelli orientativi utili per gli studenti di Germanistica dei
tre paesi. Dati tali propositi e finalità generali, il gruppo di ricerca suddividerà il suo lavoro in tre
fasi, cui corrisponderanno rispettivamente:
a) la stesura di modelli culturospecifici per generi testuali delle rispettive tradizioni, utilizzabili da-
gli studenti delle tre nazioni come modello di riferimento per la produzione scritta (il saggio
scientifico per i generi testuali: Referat, Seminararbeit, Diplomarbeit; exposè, devoir o dissertation, mé-
moire; relazione, tesina, prova finale e la monografia scientifica per Magisterarbeit, Doktorarbeit; mémoi-
re, thèse de doctorat; tesi magistrale, tesi di dottorato);
b) l’analisi empirica di corpora di testi prodotti dagli studenti; l’analisi, volta a rilevare quelle pecu-
liarità culturali che costituiscono la principale fonte di fraintendimenti nella comunicazione, ha
come fine elaborare strategie didattiche utili a evitarli. Oltre a ciò, l'analisi empirica dei corpora
potrà mettere in luce quegli stilemi culturali che si rivelano particolarmente efficaci per la comu-
nicazione internazionale, auspicandone la diffusione oltre il confine linguistico della lingua di
origine;
c) l’elaborazione di modelli testuali interculturali che riassumano sia i tratti comuni sia eventuali
caratteristiche strutturali monoculturali che si siano dimostrate particolarmente efficaci sul pia-
no comunicativo. Questi schemi potranno essere utilizzati come prototipi dei generi di testo ac-
cademici e, non da ultimo, incentivare la mobilità studentesca europea e la circolazione interna-
zionale di progetti scientifici.
Grazie al generoso sostegno della Direzione di Villa Vigoni, hanno avuto luogo presso il noto
centro culturale italo-tedesco due convegni, dedicati alle fasi preliminari del progetto di ricerca,
intitolati:
• Prassi di scrittura e di formulazione negli studi di Germanistica (Germania, Francia, Italia). Atti
del convegno, Villa Vigoni (4-7 giugno 2007)
• Generi testuali tipici della formazione accademica di area germanistica in prospettiva culturale
(tedesco, francese, italiano). Atti del convegno, Villa Vigoni (10-13 febbraio 2007).
Gli atti dei convegni sono compresi nel seguito, nei due volumi omonimi.
Le coordinatrici del gruppo di ricerca desiderano esprimere la loro gratitudine ai direttori di Villa
Vigoni che si sono succeduti nel periodo, il Prof. Aldo Venturelli (in carica fino alla fine del 2007) e
il Prof. Dr. Gregor Vogt-Spira (in carica a partire dal 2008), per aver offerto loro la possibilità di
realizzare i convegni nella suggestiva atmosfera culturale di Villa Vigoni. Un grazie particolare alla
Sig.ra Simona Della Torre per l'aiuto offerto nell'organizzazione dei convegni stessi, alla Dott.ssa
Caterina Sala, assistente del nostro gruppo di ricerca, e a tutti i collaboratori della Villa per la loro
competenza e ospitalità. Uno speciale ringraziamento va infine al Prof. Venturelli, per aver
proposto di inserire gli atti dei nostri convegni nelle pubblicazioni on-line di Villa Vigoni, e al Prof.
Dr. Gregor Vogt-Spira, per averne sostenuto e reso possibile la pubblicazione.
Le coordinatrici del gruppo di ricerca
8INHALTSVERZEICHNIS
Teil I
SCHREIB- UND FORMULIERUNGSPRAXEN IM GERMANISTIKSTUDIUM IN DEUTSCHLAND,
FRANKREICH, ITALIEN.
AKTEN DER VILLA VIGONI-TAGUNG 4.-7. JUNI 2007
herausgegeben von
Martine Dalmas, Marina Foschi Albert, Marianne Hepp
Vorwort der Herausgeberinnen 15
1. ÜBER DAS BILDUNGSSYSTEM
Struktur des Bildungssystems in Deutschland (Irene Vogt, München/Rom) 19
Schul- und Hochschulsystem in Frankreich – eine Skizze (Martine Dalmas, Paris) 28
Das italienische Schulsystem und seine schriftlichen Anforderungen (Paola Minucci,
32Florenz)
Zur Struktur des Bildungssystems in Italien: Das Hochschulwesen (Marianne Hepp, Pisa) 38
2. TRADITIONEN DES AKADEMISCHEN SCHREIBENS
Wissenschaftliches Sprechen und Schreiben an deutschen Universitäten (Winfried
47Thielmann, München/Dresden)
Textsorten an deutschen Schulen und Hochschulen (Elisabeth Venohr,
55
Saarbrücken/Paris)
Die Textsorten im französischen Schul- und Hochschulsystem (Hélène Vinckel, Paris) 66
Traditionen des wissenschaftlichen Schreibens in der französischen Germanistik (Éric
76Chevrel, Paris)
9Das akademische Schreiben im italienischen Hochschulsystem: Tradition, Lehrpraxis,
83
Perspektiven (Carmen Dell’Aversano/Alessandro Grilli, Pisa)
Wissenschaftliche Schreibanleitungen in italienischer Sprache: Kommentierte Bibliographie 88
(Daniela Sorrentino, Pisa)
3. KÜNFTIGE PERSPEKTIVEN UND AUSBLICK
Alltägliche Wissenschaftssprache und wissenschaftliche Textprozeduren. Ein Vorschlag zur 97
kulturvergleichenden Untersuchung wissenschaftlicher Texte (Torsten Steinhoff, Gießen)
Zukunftsmusik „Bologna“: Zeigt uns die Instrumente! (Gottfried R. Marschall, Paris) 108
Schreibpraxen im Germanistikstudium an den deutschen, französischen und italienischen
114
Universitäten nach Bologna: Ein Ausblick (Marina Foschi Albert, Pisa)
Teil II
WISSENSCHAFTLICHE TEXTSORTEN IM GERMANISTIKSTUDIUM (DEUTSCH-FRANZÖSISCH-
ITALIENISCH): DER LINGUISTISCHE KULTURVERGLEICH.
AKTEN DER VILLA VIGONI-TAGUNG 10.-13. FEBRUAR 2008
herausgegeben von
Martine Dalmas, Marianne Hepp, Eva Neuland
Vorwort der Herausgeberinnen 131
1. THEORETISCHE UND METHODOLOGISCHE PERSPEKTIVEN
Wissenschaftstexte im Kulturvergleich. Probleme empirischer Analysen (Kirsten Adamzik, 135
Genf)
Versteckte Metaphorik – ein Problem im Umgang mit der fremden deutschen 149
Wissenschaftssprache (Gabriele Graefen, München)
10

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