Karriereaussichten bei der Europäischen Kommission
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*Wt m 'Λ*.ν KARRIEREAUSSICHTEN bei der Europäischen Kommission Europäische Kommission Generaldirektion Personal und Verwaltung: Referat Einstellung Wetstraat/rue de la Loi 200 Β­1049 Brüssel Diese Veröffentlichung ist in den 11 Amtssprachen der Gemeinschaft erhältlich. Manuskript beendet im Juni 1995 · zweite Auflage Außenillustration: Paola Piglia Innenillustrationen: Yannis Kouroudis Layout: Rumeurs Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, Luxemburg ISBN 92­827­5705­6 KARRIEREAUSSICHTEN bei der Europäischen Kommission D, ie Europäische Union steht an der Schwelle zu einem bedeutenden Abschnitt in ihrer jungen Geschichte. Zahlreiche große Aufgaben wie die Umsetzung des Vertrags über die Europäische Union, die Verwirklichung der Wirtschafts- und Währungsunion, die Durchführung der Regierungskonferenz 1996 sind bis zum Ende dieses Jahrhunderts zu meistern. Für diese und andere Heraus­forderungen brauchen wir hochqualifizierte Mitarbeiter aus allen 15 Mitgliedstaaten. Gerade als neuernannter Präsident der Europäischen Kommission weiß ich, wie sehr die Zukunft der Europäischen Union von der Kompetenz der in ihren Institutionen tätigen Mitarbeiter abhängt. Wenn Sie diese Zukunft mitgestalten wollen, so hoffe ich, daß diese Veröffentlichung Ihr Interesse an einer Tätigkeit in der Kommission weckt.

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*Wt m 'Λ*.ν
KARRIEREAUSSICHTEN
bei der Europäischen Kommission Europäische Kommission
Generaldirektion Personal und Verwaltung: Referat Einstellung
Wetstraat/rue de la Loi 200
Β­1049 Brüssel
Diese Veröffentlichung ist in den 11 Amtssprachen der
Gemeinschaft erhältlich.
Manuskript beendet im Juni 1995 · zweite Auflage
Außenillustration: Paola Piglia
Innenillustrationen: Yannis Kouroudis
Layout: Rumeurs
Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften,
Luxemburg
ISBN 92­827­5705­6 KARRIEREAUSSICHTEN
bei der Europäischen Kommission D, ie Europäische Union steht an der Schwelle zu einem
bedeutenden Abschnitt in ihrer jungen Geschichte. Zahlreiche große Aufgaben wie
die Umsetzung des Vertrags über die Europäische Union, die Verwirklichung der
Wirtschafts- und Währungsunion, die Durchführung der Regierungskonferenz 1996
sind bis zum Ende dieses Jahrhunderts zu meistern. Für diese und andere Heraus­
forderungen brauchen wir hochqualifizierte Mitarbeiter aus allen 15 Mitgliedstaaten.
Gerade als neuernannter Präsident der Europäischen Kommission weiß ich, wie sehr
die Zukunft der Europäischen Union von der Kompetenz der in ihren Institutionen
tätigen Mitarbeiter abhängt. Wenn Sie diese Zukunft mitgestalten wollen, so hoffe
ich, daß diese Veröffentlichung Ihr Interesse an einer Tätigkeit in der Kommission weckt.
Ax
Jacques SANTER
Präsident der Europäischen Kommission
A, ils für Personal und Verwaltung zuständiges Mitglied
der Kommission freue ich mich, der Öffentlichkeit diese Broschüre über die
Möglichkeiten einer Tätigkeit bei unserer Institution vorstellen zu können. Aus
meiner Erfahrung als Bürger eines der erst unlängst zur Europäischen Union
hinzugekommenen Mitgliedstaaten weiß ich sehr wohl, wie groß das Interesse an
der Arbeit der Kommission und an den Menschen ist, die für sie tätig sind.
Mit dieser Broschüre, die eine kurze Übersicht über Aufgabengebiete und
Laufbahnen beinhaltet, soll das Interesse qualifizierter Menschen in der Union
für eine Tätigkeit bei der Kommission geweckt werden. Nach Auffassung der
überwiegenden Zahl der Mitarbeiter der Kommission stellt ihre Tätigkeit in einer
vielsprachigen und multikulturellen Einrichtung eine Herausforderung und
Bereicherung gleichermaßen dar. Wenn Sie sich durch diese Broschüre angesprochen
fühlen und mehr über eine Laufbahn bei der Kommission wissen wollen, wenden
Sie sich bitte mit Ihren Fragen an die in dieser Veröffentlichung aufgeführten
Anschriften.
Erkki LIIKANEN
À-
Mitglied der Europäischen Kommission,
zuständig für Personal und Verwaltung N U N
M. lotor der europäischen Integration oder aber eine anonyme, techno­
kratische Behörde? Man hat die Europäische Kommission als beides beschrieben ­ wie
gewöhnlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Eines steht fest: Eine Tätigkeit bei
der Kommission, der größten Institution der Europäischen Union, bietet begehrte
Karrieremöglichkeiten für immer mehr junge Menschen in Europa.
Der Konkurrenzkampf um einen Arbeitsplatz dort ist daher äußerst hart, aber die Ent­
lohnung in Form von Verantwortung und Gehalt ist entsprechend. Die Kommission
arbeitet in Bereichen wie Handel, Industrie, Umwelt, Landwirtschaft, Verkehr, regionale
Entwicklung u. a., die direkte Auswirkungen auf das Leben der Bürger in Europa haben.
Brüsseler Gesetze gelten im gesamten Bereich der Union.
Alle Tätigkeiten stehen Frauen und Männern offen, die Staatsangehörige eines EU­
Mitgliedstaates sind. Der Zugang erfolgt in der Regel über ein allgemeines Auswahl­
verfahren. Zu unterscheiden sind vier Laufbahngruppen, beginnend mit der Lauf­
bahngruppe A für Beamte mit einem abgeschlossenen Hochschulstudium. Parallel
dazu gibt es die Sonderlaufbahn Sprachendienst (LA) für angehende Übersetzer und
Dolmetscher. Α­Beamte werden von B­, C­ und D­Beamten unterstützt, die für Sachbe­
arbeiter, Schreib­, Büro­ sowie technische Tätigkeiten verantwortlich sind. In jeder
Laufbahngruppe wird von den Bewerbern Kompetenz, Initiative und Motivation erwar­
tet. Nur die Allerbesten bestehen das Auswahlverfahren.
Diese Broschüre beschreibt die Tätigkeit der Kommission und der anderen EU­Organe
und Institutionen, die Arbeit in einer internationalen, multikulturellen Atmosphäre, die E Aufstiegsmöglichkeiten, die erforderlichen Qualifikationen sowie die Bewerbungsmo­
dalitäten für die Laufbahngruppen. Die Herausforderung
Die Europäische Union basiert zum einen auf Idealismus, zum anderen auf nüchter­
ner Politik und Wirtschaft. Vor mehr als vierzig Jahren beschlossen die führenden Poli­
tiker, daß die europäischen Nationalstaaten nie wieder Krieg gegeneinander führen
sollten. Das hierbei verbindende Element war vor allem die wirtschaftliche Integrati­
on: zunächst Schwerindustrie, dann Landwirtschaft, gefolgt vom Binnenmarkt mit
freiem Personen­, Waren­, Dienstleistungs­ und Kapitalverkehr. Die Wirtschafts­ und
Währungsunion mit der Schaffung einer einheitlichen Währung ist das nächste Ziel.
Grundstein für die Europäische Union ist eine immer enger werdende Gemeinschaft
zwischen ihren Völkern und Nationen.
Die Schaffung und Gestaltung dessen, was heute die Europäische Union ist und früher
die Europäische Gemeinschaft war, ist ein gewaltiges Unternehmen. Mit dieser Aufga­
be betraut sind im wesentlichen die Kommission und die anderen Organe und Insti­
tutionen, wie der Rat der Europäischen Union, das Europäische Parlament, der Gerichts­
hof der Europäischen Gemeinschaften, der Europäische Rechnungshof, der Wirtschafts­
und Sozialausschuß, der Ausschuß der Regionen.
Insgesamt beschäftigen diese Behörden etwa 28 000 Bedienstete, von denen mehr als
zwei Drittel für die Kommission arbeiten. Innerhalb der Kommission macht die Lauf­
Karriereaussichten
bahngruppe A etwa 30 % des gesamten Personals aus, LA 10 %, Β 20 %, C 35 % und D 5 %.
6 bei der Europäischen
Kommission Tätigkeitsfelder für europäische Beamte existieren bei allen EU­Institutionen. Da im
Vergleich zur Kommission die anderen Organe kleiner sind, sind ihre Einstellungs­
möglichkeiten entsprechend geringer. Ein Wechsel von einer Institution zu einer ande­
ren ist grundsätzlich möglich.
Womit beschäftigen sich diese Organe im einzelnen? Worin besteht ihre jeweilige Ver­
antwortung? Welche Aufgaben übernimmt hierbei das jeweilige Personal?
Zunächst muß hervorgehoben werden, daß die Europäische Union einzigartig ist. Für
sie zu arbeiten, ist ebenfalls eine Besonderheit. Die Suche nach Parallelen in anderen
internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen oder aber in föderalen oder
konföderalen Strukturen wie denjenigen der Vereinigten Staaten, der Schweiz oder
(innerhalb der EU) Deutschlands und Belgiens ist von begrenztem Wert. Die Kommission
Die n ist Initiatorin der Gemeinschaftspolitik. Sie hat das alleinige Recht,
Gesetzentwürfe einzubringen, denen der Rat und zunehmend der Rat zusammen mit
dem Europäischen Parlament zustimmen müssen, bevor sie umgesetzt werden können.
Die Kommission hat darüber zu wachen, daß die vereinbarte Politik von den Regie­
rungen der Mitgliedstaaten korrekt angewandt wird.
An der Spitze der Kommission stehen ihr Präsident und die 19 Mitglieder der Kom­
mission. Sie fassen die politischen Beschlüsse. Jedes Mitglied der Kommission ist eine
politische Persönlichkeit seines Landes. Fünf der zwanzig Mitglieder der derzeitigen
Kommission sind Frauen.
Der Kommissionspräsident wird von den Regierungschefs der Europäischen Union
einvernehmlich benannt. Amtierender Präsident ist Jacques Santer, er wurde 1994
von den EU­Regierungschefs benannt. Die übrigen Mitglieder der Kommission wurden
von den jeweiligen Regierungen aufgestellt.
Jacques Santer und die übrigen Mitglieder der Kommission sind für fünf Jahre benannt
worden. Ihre Amtszeit währt von 1995 bis Ende 1999. Gemäß dem Vertrag über die
Europäische Union, dem Vertrag von Maastricht, können der Kommissionspräsident
und seine Kollegen erst nach Zustimmung des Europäischen Parlaments ihr Amt antre­
ten. Dieses Verfahren beugt der Kritik vor, die Kommission sei ein ungewähltes büro­
kratisches Regierungssystem ohne demokratische Legitimation.
Zusätzlich zu ihrer Rolle als politischer Initiator obliegt der Kommission gemäß den
EU­Verträgen die gesamte Verwaltung bestimmter Politikbereiche wie Wettbewerb,
Landwirtschaft, zu einem erheblichen Teil auch die Handelspolitik. Für diese Bereiche
sind die größten Dienststellen in der Kommission, die Generaldirektionen (GD), zustän­
dig. Es gibt etwa 40 GD und Sonderdienste. Jedes Mitglied der Kommission ist im
allgemeinen verantwortlich für eine oder mehrere GD und/oder Sonderdienst(e). Koor­
diniert wird die Arbeit der Kommission, ihrer Generaldirektionen und Sonderdienste
vom Generalsekretariat. Die Generaldirektionen, das Generalsekretariat und die Son­
derdienste decken praktisch alle Tätigkeiten einer Regierung ab (siehe Seite 8).
Seit der Annahme der Einheitlichen Europäischen Akte 1987 und der Anwendung des
Maastrichter Vertrags über die Europäische Union 1993 haben viele Generaldirektio­
nen zusätzliche Aufgaben bekommen. Dennoch ist die Kommission nicht größer als die
Verwaltung einer europäischen Großstadt.
An der Spitze jeder GD steht ein Generaldirektor. Er/Sie steht im Range eines Al­Beamten,
was dem höchsten Rang eines Ministerialbeamten entspricht. Bei den durchschnittlich
100 Beamten einer GD ist die Laufbahngruppe A mit acht Besoldungsgruppen von Al
bis zu A8 (Berufsanfänger) vertreten. Die Α­Beamten werden von B­, C­ und D­Beamten
unterstützt. Die Generaldirektionen sind in Direktionen und danach in Referate unterteilt. Der
Leiter einer Direktion ­ ein Direktor ­ gehört immer der Besoldungsgruppe A2 an. Die
meisten politischen Initiativen haben ihren Ursprung in den Referaten innerhalb der
GD. Ein Referatsleiter gehört der Besoldungsgruppe A3 bis A5 an (LA3 bis LA5 für
Referate im Übersetzungs­ sowie im Dolmetscherdienst).
Beamte der Laufbahngruppe Β üben eine Sachbearbeitertätigkeit aus. Diese Laufbahngrup­
pe umfaßt in aufsteigender Rangfolge die Besoldungsgruppen B5 bis Bl. Die Laufbahngruppe
C (Schreib­ und Büroarbeiten) umfaßt die n C5 bis Cl, wahrend die Lauf­
bahngruppe D (manuelle oder Hilfstätigkeiten) die Besoldungsgruppen D4 bis Dl umfaßt.
Die Geschäftsbereiche der Kommission
• Generalsekretariat Statistisches Amt
• Gruppe fur prospektive Analysen Übersetzungsdienst
• Generalinspektion der Dienststellen Direktion Datenverarbeitung
Sicherheitsbüro • Juristischer Dienst
• Dienst des Sprechers
• Gemeinsamer Dolmetscher­
und Konferenzdienst
Karriereaussichten
8 bei der Europäischen
Generaldirektionen (GD)
Kommission I Außenbeziehungen: Handelspolitik, X Information, Kommunikation,
Beziehungen mit Nordamerika, Kultur, Audiovisuelle Medien
Fernost, Australien und Neuseeland XI Umwelt
IA Außenbeziehungen: Europa und XII Wissenschaft, Forschung
die Neuen Unabhängigen Staaten, und Entwicklung,
Gemeinsame Außen­ und Sicher­ Gemeinsame Forschungsstelle
heitspolitik, Außendienst XIII Telekommunikation, Informa­
tionsmarkt und Nutzung der IB Außenbeziehungen und Koopera­
Forschungsergebnisse tion mit den südlichen Mittel­
Fischerei meerländern, dem Nahen und XIV
Binnenmarkt und Finanzdienste Mittleren Osten, Lateinamerika, XV
Südasien und Südostasien XVI Regionalpolitik und Kohäsion
II Wirtschaft und Finanzen XVII Energie
III Industrie XVIII Kredit und Investitionen
Haushalt IV Wettbewerb XIX
Finanzkontrolle Beschäftigung, Arbeitsbeziehungen XX ν
und soziale Angelegenheiten XXI Zoll und indirekte Steuern
VI Landwirtschaft XXII Allgemeine und berufliche
Bildung, Jugend VII Verkehr
Unternehmenspolitik, Handel, VIII Entwicklung (Außenbeziehungen XXIII
Tourismus und Sozialwirtschaft und Kooperation mit Afrika, Karibik
Verbraucherpolitik und Pazifik, Lome­Abkommen) XXIV
IX Personal und Verwaltung