Audit 2002
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Audit 2002

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Errkläruungfür das KKrraaftwerk Timmeellkkamgemäß EG-Öko-Audit-Verordnung Nr. 761/200123Umwelt- erklärung 2001für das Kraftwerk TimelkamImpressum Herausgeber: Energie AG OberösterreichA-4020 Linz, Böhmerwaldstraße 3, Telefon 0732/9000-0Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Josef Waltl, Ing. Alfred Lugstein, Ing. Reinhard GrünbacherGrafik, Satz und Layout: Gerhard Jetschgo, AVDas Geschäftsjahr 2001 ist Grundlage der DatenerhebungDruck: ....................................................45InhaltsverzeichnisSeiteVORWORT DES VORSTANDES . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6VORWORT DER BETRIEBSLEITUNG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7STANDORTBESCHREIBUNG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8 - 13Das Kraftwerk TimelkamWerk IIWerk IIIUmwelttechnologien des Kraftwerkes TimelkamZUSATZBRENNSTOFFE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12 - 13FERNWÄRMEVERSORGUNG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14 - 15UMWELTPOLITIK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16UMWELTMANAGEMENTSYSTEM ( UMS ) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17 - 19OrganisationUmweltprogrammUMWELTAUSWIRKUNGEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ...

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für
Erklärun das Kraftwerk Timelkam
g
gemäß EG-Öko-Audit-Verordnung Nr. 761/2001
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Impressum Herausgeber: Energie AG Oberösterreich A-4020 Linz, Böhmerwaldstraße 3, Telefon 0732/9000-0 Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Josef Waltl, Ing. Alfred Lugstein, Ing. Reinhard Grünbacher Grafik, Satz und Layout: Gerhard Jetschgo, AV
Druck: ....................................................
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Umwelt-erklärung 2001
für das Kraftwerk Timelkam
Das Geschäftsjahr 2001 ist Grundlage der Datenerhebung
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Inhaltsverzeichnis
Seite
VORWORT DES VORSTANDES . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6
VORWORT DER BETRIEBSLEITUNG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7
STANDORTBESCHREIBUNG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8 - 13 Das Kraftwerk Timelkam Werk II Werk III Umwelttechnologien des Kraftwerkes Timelkam
ZUSATZBRENNSTOFFE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .12 - 13
FERNWÄRMEVERSORGUNG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14 - 15
UMWELTPOLITIK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16
UMWELTMANAGEMENTSYSTEM ( UMS ) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17 - 19 Organisation Umweltprogramm
UMWELTAUSWIRKUNGEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .20 - 21 Energie- und Stoffströme
EINSATZSTOFFE UND ENERGIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .22 - 24 Brennstoffe Wasser Elektrischer Eigenbedarf Betriebsmittel und Chemikalien
ENERGIEERZEUGUNG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .25 Elektrische Energie Fernwärme
EMISSIONEN UND RESTSTOFFE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .26 - 29 Abgase Abwasser Aschelager und Nebenprodukte Altlasten Lärm Abfälle
UMWELTKONTROLLE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .30 Luftemissions - Monitoring Luftimmissions - Monitoring
INPUT-OUTPUT-GESAMTBILANZ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .31 - 33
TÜV-Gültigkeitserklärung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .34
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Vorwort des Vorstandes
Die Europäische Union hat die „dauerhafte und umweltge- Umweltmanagementsystem ist ein wesentlicher Eckpfeiler rechte Entwicklung“ zur Leitidee des jüngsten Umwelt- für die erfolgreiche Umsetzung der europäischen und natio-aktionsprogrammes erklärt. Die nach diesem Grundsatz nalen Ziele zur Erhöhung der Stromaufbringung aus erneuer-erneuerte ÖKO-Auditverordnung (EMAS 2) setzt auf die baren Energieträgern. Wir erwarten, dass die fortgesetzte freiwillige und eigenverantwortliche Verbesserung des Teilnahme des Wärmekraftwerkes Timelkam am europäi-betrieblichen Umweltschutzes. schen ÖKO-Auditsystem insgesamt positive Auswirkungen Im Vordergrund stehen dabei die Vermeidung, zeigt und damit auch die Wettbewerbssituation unseres Verringerung und weitgehende Beseitigung von Umwelt- Unternehmens im liberalisierten Energiemarkt stärkt. Damit belastungen auf der Grundlage des Verursacherprinzipes. ist außerdem sichergestellt, dass die Betriebsanlagen auch in Aber auch eine nachhaltige Bewirtschaftung der Rohstoff- Zukunft einem vorbildlichen ökologischen Standard entspre-quellen und der Einsatz von umweltverträglichen Technolo- chen. gien sollen auf diese Weise forciert werden. Ziel der Europäischen Union ist es, durch die gemeinsame Die vorliegende Umwelterklärung bietet uns eine gute Verantwortung aller Wirtschaftsbeteiligten die für den Möglichkeit in zusammengefasster Form die am Standort Umweltschutz zur Verfügung gestellten Mittel möglichst effi- erbrachten Umweltleistungen einer breiten Öffentlichkeit zient einzusetzen. unter Beweis zu stellen. Das ÖKO-Auditsystem dient als wirksames Instrument zur fortlaufenden Verbesserung des Umweltschutzes bei gleich-zeitiger Harmonisierung gesetzlicher Vorschriften. Die Energie AG Oberösterreich ist als führender Infrastruk-turkonzern des Landes in den Geschäftsfeldern Elektrizität, Vorstandsvorsitzender Dr. Leo Windtner Energiedienstleistung, Wärmeservice, Gas, Telekommuni-kation, Entsorgung und Wasser/Abwasser um eine umwelt-gerechte und zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Unternehmens bemüht. Gestützt auf die drei K’s - Kundennähe, Kostenbewußtsein und Kooperation - wollen wir durch umweltbewußtes Handeln zur Verbesserung der Lebensqualität in unserem Land beitragen. In diesem Sinn hat die Energie AG Oberösterreich die Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Dr. Roland Pumberger betriebliche Umweltpolitik mit zehn Leitlinien in den Handlungsgrundsätzen des Unternehmens verankert. Qualität als Denkhaltung der Mitarbeiter soll uns vor allem die führende Stellung in der St romversorgung sichern. Das vor drei Jahren in den Wärmekraftwerken eingeführte ÖKO-Auditsystem hat sich hervorragend bewährt und mit zahlrei-chen Verbesserungsprojekten zur Weiterentwicklung des Vorstandsdirektor Ing. DDr. Werner Steinecker MBA betrieblichen Umweltschutzes beigetragen. Das betriebliche
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Vorwort der Betriebsleitung
Umweltteam Kraftwerk Timelkam
Das Kohlekraftwerk Timelkam II wird, entsprechend der Obwohl schon viel zur Verbesserung der Werke Timelkam Stromaufbringungssituation un d den allgemeinen Markt- II und III geschehen ist, stellt die Teilnahme am ÖKO-Audit erfordernissen im Unternehmen der Energie AG, derzeit nach der EMAS Verordnung und nach ISO 14001, mit seinen über 6.500 Stunden im Jahr eingesetzt. Neben der Deckung Verpflichtungen zur ständigen Verbesserung des betrieb-des Strombedarfes ist die Aufbringung der Fernwärme ein- lichen Umweltschutzes, eine dauernde Herausforderung für satzbestimmend. die Zukunft dar. Die GuD-Anlage Timelkam III, als Spitzen- und Reservean-lage gebaut, wird in letzter Zeit, ausgehend von der Liberali-sierung des Strommarktes, häufig über Stromhandels-geschäfte eingesetzt. Ein Schwerpunkt ist die Versorgung des Ballungsraumes Vöcklabruck mit Fernwärme, eine Maßnahme die zur Minderung von Emissionen a us Hausbrandanlagen beiträgt, daher wird seit 1985 zielstrebig am Ausbau der Fernwärme- Betriebsleiter Dip.l-Ing. Johann Köttl versorgung für Timelkam, Vöcklabruck, Lenzing und Regau gearbeitet, die Versorgung erfolgt ganzjährig. Seit nunmehr fünfzehn Jahren ist es das Bestreben aller Beteiligten, die Anlagen des Kraftwerkes, durch neue oder verbesserte Technologien, umweltverträglicher und effizien-ter zu gestalten. Zu diesem Themenkreis gehören z.B. Maßnahmen wie Erneuerung de s Elektrofilters, Primärmaß-nahmen zur Stickoxidminderung, Nachrüstung einer Sprüh-absorptionsentschwefelung un d die Zufeuerung biogener Ersatzbrennstoffe. Eine in jeder Hinsicht erfolgreiche Betriebsführung ist nur mit gut ausgebildetem und motiviertem Personal möglich, daher wird der Weiterbildung große Bedeutung zugemessen. Als Kraftwerkstandort, der seinen Anfang 1924 hat, sind wir im Bewusstsein der in der Umge bung lebenden Bevölkerung gut verankert, trotzdem ist es uns ein Anliegen, den Kontakt mit den Menschen außerhalb des Werkszauns lebendig zu gestalten. Dies geschieht durch Kontakte auf Gemeinde-ebene, durch die Möglichkeit zur Werksbesichtigung bei Exkursionen oder während eines Tages der offenen Tür.
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Standortbeschreibung
Das Kraftwerk Timelkam Der ständig steigende Stromverbrauch veranlasste die Autobahn Energie AG zum Bau des 1962 fertiggestellten Werkes II mit EBisuendnebsashtrnasse Wolfsegg einer Leistung von 60 MW. eigene 110 kV Leitu Ottnang ng Ampflwang SUcmhaslptawnenrwkerk Schwanenstadt Zur Abdeckung von Verbrauchsspitzen und als Ausfallsre-FGeerbniewtäer mmietversorgung serve wurde in den Jahren 1973/74 das Werk III, eine aus Kraftwerk Gasturbinenanlage mit einer Leistung von max. 80 MW T I M E L K A M Attn -errichtet. Die Abwärme dieser Anlage wird in einem TimelkamVöcklabruck Puchahnegim Abhitzekessel nochmals zur Stromerzeugung genutzt. Vöcklamarkt Lenzing Frankenmarkt Im Jahre 1986 wurde das Werk I stillgelegt und weitgehend Regau demontiert. Es blieb lediglich der Maschinensatz 4 erhalten, der von da an direkt mit dem Dampf aus dem Abhitzekessel SeewalchenSchörfling in einem sogenannten GuD-Prozess betrieben wurde. St. Georgen Gmunden Altmünster Im Jahre 1985 wurde mit der Errichtung des Fernwärme-netzes für den Großraum Timelkam - Vöcklabruck - Lenzing -Regau begonnen und die Dampfturbine 5 des Werkes II für Fernwärmeauskopplung umgebaut. Das Kraftwerk Timelkam liegt im Herzen von Oberöster-reich am Nordrand des Salzkammergutes, unmittelbar neben Von entscheidender Bedeutung war das Jahr 1997, in dem der Westbahnstrecke Linz – Salzburg. umfangreiche Modernisierung s- und Umbaumaßnahmen An diesem Standort betreibt die Energie AG die beiden erfolgten. Nach dem Schließungsbeschluss der WTK wurde Kraftwerksanlagen Werk II mit einer Leistung von 66 MW das Werk II auf Steinkohlefeuerung umgebaut, im Werk III und Werk III mit einer Leistung von 120 MW. eine neue Dampfturbine mit Fe rnwärmeauskopplung errich-Im Großraum Timelkam - Vöcklabruck - Lenzing - Regau tet und der Abhitzekessel ertüchtigt. besteht ein Fernwärmenetz, das vom Kraftwerk Timelkam aus mit Heizwasser versorgt wird. Zur Überwindung der BSE-Kriese wurde ab Jänner 2001 im Der Betrieb der beiden Werke erfolgt vorwiegend in der Kraftwerk Timelkam die Verbrennung von Tiermehl und kalten Jahreszeit, wenn durch die geringe Wasserführung der Tierfett begonnen. Flüsse das Stromaufkommen aus Wasserkraft zurückgeht und die Fernwärmeversorgun g den Kraftwerkseinsatz erfor- Die rasche Verwirklichung der technischen Anlagen und die dert. kontrollierte Verbrennung führten dazu, dass die Energie AG Das Kraftwerk Timelkam wurde 1924/25, mit einer Leistung mittlerweile zum verlässlichsten Partner der TKV Regau und von 5.800 kW, von der Vorgängerfirma Stern & Hafferl errich- des Landes Oberösterreich geworden ist. tet. Die Nähe des Braunkohlenreviers im Hausruck, die Seit dem Frühjahr 2002 ist am Standort Timelkam eine Kühlwasserversorgung durch die Vöckla sowie die zentrale Anlage zur Übernahme und Zufe uerung biogener Ersatz-Lage für die Energieverteilung und die Nähe zum industriali- brennstoffe im Bau (siehe Seite 12 Zusatzbrennstoffe). Die sierten Ager-Trauntal waren damals für die Standortwahl aus- Mitverbrennung leistet einen wesentlichen Beitrag zur CO2-schlaggebend. Von dieser Anlage ist heute noch das vom Reduktion. Jugendstilarchitekten Mauriz Balzarek errichtete Gebäude erhalten. 1939/41 wurde das Werk umgebaut und auf eine Gesamtleistung von 44 MW erweitert. Durch die Errichtung von zwei zusätzlichen Dampfturbinen mit je 9 MW Leistung erreichte das Kraftwerk im Jahre 1958 seine damalige Leistung von 62 MW.
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Das Werk II Kraftwerkskenndaten Kohlekraftwerk Bauzeit 1958 - 1962 Kraftwerkstype Kondensationskraftwerk Zur Sicherstellung des ständig steigenden Stromverbrau-ohne Zwischenüberhit- ches, vor allem in den Wintermonaten, wurde von der zung mit Fernwärme-ausbindung Energie AG am Kraftwerksstandort Timelkam das Werk II gerernicohmtemt, enw ewlucrhdees.  iEns  wduerr deF aahlsr peeinrieo 1d1e0 -1b9ar6-2B/l6o3c kiann laBgeet rimeibt Kraftwerksleistung 66 MWel einer Leistung von 60 MW konzipiert. Jahreserzeugung ca. 300 Mio kWh Aus Gründen des Umweltschutzes wurde im Jahre 1985 in Betriebsstunden/Jahr 4.500 7.000 diesem Werk, das bereits mit einem Elektrofilter ausgestattet war, trotz des geringen Schwefelgehaltes der WTK-Kohle, ein Brennstoffe Steinkohle, Heizöl schwer, Trocken-Additiventschwefelungsverfahren nachgerüstet. Erdgas, biogene Ersatz-Wegen der strengen Bestimmungen des 1989 in Kraft getre-brennstoffe tAennleang eL uifmt reJianhhrael te19g9es3 etdzuersc hf üre inKee ssweleasnelnatgliecnh  weuffridziee ndtieersee Kessel Zweizug-Naturumlauf-Sprühabsorptionsentschwef elung ersetzt. Bei diesem Strahlungskessel Verfahren wird Kalkmilch in das vom Staub befreite Rauchgas Kesselleistung 240 Tonnen Dampf eingesprüht und das Schwefeldioxid an die Kalkmilch gebun-pro Stunde den. Dabei entsteht ein festes, pulverförmiges Produkt (SAV-Produkt), das im Sprühabsorber und im nachfolgenden Frischdampfparameter 90 bar; 530 °C Schlauchfilter abgeschieden wird. Turbine Zweigehäusige, Nach dem Schließungsbeschluß der WTK wurde im Jahre horizontal geteilte 1997 das Werk II auf Steinkohlefeuerung umgebaut und die Kondensationsturbine Leittechnik modernisiert. dmuitn gF,e zrnwweiäflrumtiegaeur sbin-Niederdruckteil Durch den guten Heizwert der Steinkohle ist nur mehr ein Drittel der bisherigen Kohlemenge erforderlich. Bei der Turbinendrehzahl 3.000 U/min Verfeuerung entstehen wesentlich weniger Schadstoffe als früher und der spezifische Ausstoß von Flugasche ist nun Generator 5 Wasserstoffgekühlter mehr um 90 Prozent geringer. Dreehrsattrom-Synchron-gen or Die elektrische Leistung der Anlage konnte durch diese Rauchgasreinigung Umbaumaßnahmen von 60 MW auf 66 MW angehoben werden. Entstaubung Elektrofilter Abscheidegrad 99,81 % Im Jahre 2001 wurde die Anlage zur Mitverbrennung von Tiermehl und Tierfett ausgerüstet. Stickoxidminderung Primäre Stickoxid-Seit dem Frühjahr 2002 ist am Standort Timelkam eine minderung Anlage zur Einbringung biogener Ersatzbrennstoffe wie Entschwefelung Sprühabsorptions-Schleifstäube, Sägespäne, etc. im Bau. verfahren (SAV) Abscheidegrad > 90 % Kraftwerksendprodukte Flugasche für Zement-industrie. SAV-Produkt für Bergbau-versatz und Düngemittel
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Das Werk III K aftwerkskenndaten r GuD - Anlage Bauzeit 1973 - 1974 Kraftwerkstype Gas- und Dampf-turbinenkraftwerk ckun von Verbra als ReZsuerr veaAnbladgee für Kg raftwerksausfälleu cwhusrsdpei tvzoenn  deur nEdn ergie Kraftwerksleistung 120 MWel Ti AwGel cahme s Kirna ftdwere rFkashstrapnedrioordt e 1m97e4l/k7a5m i nd aBs etWrieerbk  IgIIe nerorimchmteetn, Jahreserzeugung ca. 20 Mio kWh Bweunrudtez. u ngDsezr eitA uvsolne gmuanxg.  1d.0es0 0 WSteurnkedse n wzuurgdreu nedine eg ejlähgrtli.che Betriebsstunden/Jahr bis ca. 1000 e Brennstoffe Erdgas, Die heißen Abgase dieser Anlage werden durch einen Schweres Destillat Abhitzekessel geleitet, in dem Dampf erzeugt wird, der ursprünglich in die Dampfsammelschiene des Werkes I gelei-Gasturbine Einwellige Gasturbine tet wurde. mit Silobrennkammer und Dualbrenner dIemm Joanhtiree r1t.9 8D6i e wleuirsdtue ndgasss täWrekrskt eI   stDilalgmelpeftgut rubinnde  wbleiietgb eehrehnald-Turbineneintritts-t und wurde durch geringfügige Umbaumaßnahmen für temperatur 890/945 °C en den GuD-Prozess (Gas- und Dampfturbinen-Prozess) des Leistung 70/80 MWel Werkes III genützt. Generator 7 Luftgekühlter Auf Grund des Luftreinhaltegesetzes wurde zur Drehstrom-Synchron-Reduzierung der Stickoxidemissionen im Jahre 1992 eine generator nWaacshsgeerreüisntseptr.i tzDuunrgc hi nd ideisee  BMreanßnnkaahmmmeerw udredr e Gaauscthu rebiinnee Abhitzekessel Zwangsumlaufkessel  Leistungssteigerung erzielt. Kesselleistung 124/143 Tonnen Dampf Im Jahre 1997 wurde das Werk III umgebaut d moderni-pro Stunde  un siert. Die aus dem Jahre 1939 stammende Dampfturbine 4 Frischdampfparameter 41 bar; 440/470 °C wurde durch einen neuen, leistungsfähigeren Turbosatz mit  ersetzt . Der Abh Turbine 4 Eingehäusige, dFeurrcnhw ädremn eEaiunsbbaiundungenreizflächietnz eekrteüsscel wurde horizontal geteilte Konzessions-druc kv eornh Röihpt pund odiher hDampfleistung gehsttigeitg, edret.r Kondensationsturbine Zur Anpassung an den liberalisierten Strommarkt wurde im mit Fernwärmeaus-Jahr 2001 für die Gasturbine ein eigener Erdgasanschluss bindung eSrpriitczhetnekt,r adfetra neliangeen  secrhmneölglleircehnt  uunnd df lebxeirbelietrse nk Euirnz santaz dhi edseerr Leistung 33/40 MWel c Inbetriebnahme zu einem enormen Anstieg der Einsatzzeiten Fernwärmeleistung 35 MWth der Gasturbine geführt hat. Turbinendrehzahl 3.000 U/min Generator 4 Luftgekühlter Drehstrom-Synchron-generator
11 Verfahrensschema Umwelttechnologien, Strom- und Wärmeerzeugung
WERK II
Steinkohle und biogene Brennstoffe Frischdampf-Reduzierstation WERK III Generator 7 Gasturbine Abhitze-Luftausgang kessel Wassereinspritzung Brennkammer zur NOx-Minderung Gas Öl
Rauchgasreinigungsanlage Kalkmilch Elektrofilter Entschwefelung
Flugasche SAV - Produkt Generator 5 Dampfturbine 5 Generator 4 Dampfturbine 4 Vorlaufpumpen
Spitzen und Fernwärmezentrale -Reservelastkessel
Rücklaufpumpen
REA-Gebläse Kamin
Kraft-Wärme-Kopplung Werk II Kraft-Wärme-Kopplung Werk III
Fernwärmenetz Ballungsraum Vöcklabruck
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g der BSE- Nach den bei der Tiermehlverbrennung gewonnenen ehl erließ, Erkenntnissen bietet die Mitverbrennung der angeführten G ein dro- Ersatzbrennstoffe unter Einhaltung der vorhin dargestellten n. Die im Grundsätze folgende Vorteile: ufgenom-e und ver- Umweltgerechte Verbrennung mit fortschrittlicher Feue-ei diesem rungstechnik und moderner Rauchgasreinigung.  Tiermehl  Verbren- Im Brennraum ist eine effizie nte Verbrennung bei hohen n und bei Temperaturen (1300 °C) und ausreichender Verweilzeit gewährleistet. erung von n Unter- Alle Emissionsgrenzwerte werden sicher eingehalten. orragende rennstoffe Die Emissionen besonders umweltrelevanter Schadstoffe age dieser (Dioxine/Furane, Schwermetalle) liegen weit unter den n dreijäh- Grenzwerten. gewählter führlichen Effiziente Brennstoffnutzung durch Stromerzeugung und urde der Fernwärmeauskopplung. bedingun-nung von Verringerung der CO2-Emission durch die Zufeuerung chen Ein- biogener Brennstoffe als Kohleersatz. erfüllt die Vollständige Verwertung der anfallenden Aschen und des renzt. Der Produktes aus der Rauchgasentschwefelung. zent der Auf der Basis umfangreicher Mar ktstudien und Planungen efährliche wird der Schwerpunkt der Mitverbrennung im Kraftwerk altsstoffen Timelkam auf die Zufeuerung von Tiermehl, Tierfett und staubförmige biogene Brennstoffe ausgerichtet. Zu diesem insatz, wo Zweck wird das Kraftwerk im Sommer 2002 mit modernen der Heizöl geschlossenen Anlagen zur Übernahme und Einbringung der ng dieser Ersatzbrennstoffe in den Brennraum ausgerüstet. Bei der sentlichen Mitverbrennung von Klärschlamm kommen nur solche Qualitäten zum Einsatz deren Schwermetallgehalt den Anforderungen für die Ausbringung als Dünger in die  l, Staub Landwirtschaft entspricht. aus Holz, Spanplatten, Getreide, Stroh und Ölsaaten, ver- Die Mitverbrennung wird mit einem umfassenden dorbene Mehlchargen, .... Untersuchungsprogramm von der Technischen Universität Wien kontrolliert. Im Sinne einer nahtlosen Fortsetzung der Verdorbene Pflanzenöle, mineralölfreie Schmier- und bisher gepflegten offenen Informationen wird die Hydrauliköle, chlorfreie Altöle gemäß § 21 Abfallwirt- Betriebsleitung die Bevölkerung auch weiterhin über den schaftsgesetz. Stand der Mitverbrennung und die Untersuchungsergeb-nisse informieren. Nicht gefährliche kohleähnliche Abfälle (Kohlestaub, Graphit, Gummi, ....) stabilisierte Schlämme aus der Mit dem Einsatz der dargestellten nicht gefährlichen bioge-Abwasseraufbereitung nen Abfallbrennstoffe ist das Kraftwerk Timelkam um eine Stärkung der regionalen Wirtschaft in Oberösterreich be-müht.
13 Zufeuerung von biogenen Brennstoffen (Verfahrensschema)
fSöerndkerreacnhlt-Filteranlage age Füllleitung für Absaug-sBtraeunbnfsötromffige und e Filter-anlage Entlade-bauwerk Dosier-schneckeZellradschleuse Frischdampf zur Turbine Förderluftgebläse Austragschnecke Biomasseanlage
Tiermehlanlage Filteranlage SHtaeiunptkborhelen nalsstoff Füllleitung
Dosier-schneckesZcehlllreauds-e Förderluftgebläse
Kessel mit primärer Entstickung
Speisewasser Rauchgas zur REA
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Fernwärmeversorgung Großraum Durch den gestiegenen Fernwärmeverkauf in den letzten Jahren beträgt der Anteil der Fernwärme an den Gebäude-Timelkam/Vöcklabruck/Lenzing/Regau heizungen zur Zeit etwa 70 %. Dies entspricht einer Substitution von rund 8.500 Tonnen Heizöl und ist somit ein Die relativ geringe Entfernung des Kraftwerkes Timelkam wesentlicher Beitrag zur Verb esserung der Luftqualität. zum Kunden sowie die hohe Einschätzung der volkswirt- Die verstärkte Bautätigkeit auf dem Schöndorfer-Plateau in schaftlichen Vorteile der Kraft-Wärme-Kopplung und die Vöcklabruck in den letzten Jahren und die Errichtung des Tatsache, dass der Großraum Vöcklabruck eine der höchsten neuen Landeskrankenhauses führten weiter zu einer besse-Schadstoffbelastungen in Oberösterreich aufwies, waren die ren Auslastung des Fernwärmnetzes, was aber auch für die ausschlaggebenden Gründe für die Errichtung der beiden Wärmebereitstellung aus dem Kraftwerk Timelkam eine Fernwärmenetze. Leistungssteigerung bedeutet. Im Jahre 1985 erfolgte im wesentlichen die Errichtung der Fernwärmeversorgung für die Marktgemeinde Timelkam. Bis auf kleinere Netzerweiterungen, die sich auf Randgebiete beschränken, ist der Enda usbau bereits erreicht. Das Verteilnetz beinhaltet 640 Hausanschlüsse und hat eine Trassenlänge von ca. 29,8 km sowie ein Abnehmerpotential KTiramftelwkaermk von 12 MW. Oberau Im Jahr 1987 fasste die Energie AG den Baubeschluss für die Errichtung der Fernwärmenet zes im Großraum Vöcklabruck. Kalchofen Dieses Versorgungsgebiet weist insofern spezifische Merkmale auf, da der geodätische Höhenunterschied zwi-schen höchst- und tiefstliegen dem Geländepunkt ca. 95 m aufweist und die Entfernung vom Kraftwerk Timelkam bis zum weitest abgelegenen Abnehmer ca. 7,5 km Luftlinie beträgt. Das Fernheiznetz wird vorwiegend als vorisoliertes, erdver-legtes Rohrsystem ausgeführt und ist mit einem Leckwarn-system ausgestattet. Die Daten werden dann über ein Fernwirksystem in die Kraftwerkswarte übertragen und dort aufgezeichnet. Im Jahre 1988 wurde die erste Etappe und zwar die Errichtung eines Inselnetzes im Bereich des Landeskranken-hauses Vöcklabruck begonnen. Im darauffolgenden Jahr er-folgte die Verlegung der Transportleitung ( 4,6 km Trassen-länge, Rohrdurchmesser 400 mm) vom Kraftwerk bis nach Vöcklabruck zur Druckerhöh ungsstation. Ab diesem Zeitpunkt wurde die Stadt Vöcklabruck vom Kraftwerk aus mit Wärme versorgt. Weitere Ecktermine für die Erweiterung des Fernheiznetzes im Großraum Vöcklabruck waren der Baubeginn für die Ke rnzone der Marktgemeinde Lenzing im Jahr 1991 sowie die Errichtung der Fernwärme-versorgung für den Ortsteil Schalchham in der Gemeinde Regau im Jahr 1993 und die Transportleitung für die Marktgemeinde Lenzing im Jahre 1994. In den eher ländlichen Randgebieten wird man die Fernwärmeversorgung je nach Bedarf erweitern. Um den Anschlusswerbern in diesen Gebieten eine Übergangslösung anbieten zu können, wird diesen bei Bedarf von der Energie AG ein Elektroprovisorium zur Verfügung gestellt.
Timelkam Adersiedlung
Lenzing
Ager
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Zukünftig wird man sich verstärkt um jene Kunden bemü- Im Endausbau ist durch die Fe rnwärme bei den Emissionen hen, bei denen bereits die Fe rnwärme-Anschlussleitung im eine Schadstoffminderung von etwa 60 % Staub, bis zu 75 % Objekt vorhanden ist. Die Nutzung dieser Ausbaumöglich- Schwefeldioxid, ca. 50 % Stickoxid und bis zu 90 % keiten hängt natürlich sehr star k von den Preisen der anderen Kohlenmonoxid zu erwarten. Energieträger ab. Die Fernwärme ist somit aktiver Umweltschutz und aus Wir legen großen Wert auf die laufende Betreuung unserer dem Großraum Vöcklabruck nicht mehr wegzudenken. Fernwärmekunden.
Poschenhof Wartburger Wald Altmannsberg Pfarrfeld Vöckla Europahof
Starzing
Vöcklabruck Dürnau Ager
Schalchham
Regau
bisher ausgebaute Versorgungsgebiete zukünftige Ausbaugebiete Daten (Stand September 2001): Trassenlänge der ausgebauten FW-Netze: 137,5 km errichtete Hausanschlüsse insgesamt: 2.895 versorgte Objekte: 2.083 Anschlusswert: 60 MW Anschlusspotential im Endausbau: 75 MW
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UMWELTPOLITIK des Standortes Timelkam Die Umweltpolitik ist das Fundament aller betrieblichen ökologische Kriterien und tragen damit zur einer Umweltschutzaktivitäten. Sie enthält allgemeine Grundsätze Unterstützung unserer Umweltziele bei. die von den Mitarbeitern gelebt werden sollen, damit eine fortlaufende Verbesserung des Umweltschutzes erreicht wird. Ständige Verbesserung Die Grundlage der Umweltpolitik des Standortes Timelkam bildet das Umweltleitbild der Energie AG Oberösterreich. Über die Einhaltung aller gesetzlichen und behördlichen Auflagen hinaus verpflichten wir uns, unsere Umweltleistun-Gesundes Wachstum im Einklang mit der Natur gen durch zusätzliche Aktivitäten ständig zu verbessern. Der Schutz der Umwelt zur Er haltung unserer natürlichen Umweltbewusstes Verhalten Lebensgrundlagen ist für uns gesellschaftliche Verpflichtung und Grundlage unseres unternehmerischen Handelns.Wir Alle Führungskräfte des Kraftwerkes Timelkam haben die tragen damit wesentlich zu einer dauerhaften umweltver- Aufgabe, die im Umweltleitbild verankerten Grundsätze träglichen Entwicklung bei und siche rn gleichzeitig langfristig durch vorbildliches Handeln und durch Motivation der den Erfolg unseres Unternehmens. Das Umweltmana- Mitarbeiter zu verwirklichen. Darüber hinaus wird durch lau-gementsystem des Kraftwerkes Timelkam orientiert sich fende Information und entsprechende Schulungsaktivitäten dabei an folgenden Leitlinien: das Umweltbewusstsein und -wissen aller Mitarbeiter geför-dert. Bei der Beschäftigung von Fremdfirmen verlangen wir, Minimierung der Umweltbelastung dass diese bei ihren Tätigkeiten in unseren Betriebsanlagen die gleichen Umweltschutzmaßnahmen anwenden wie wir. Wir überprüfen laufend die Umweltauswirkungen unserer Tätigkeit und sind bestrebt, di ese nach Maßgabe des besten Umweltmanagement Standes der Technik und der wirtschaftlichen Möglichkeiten zu minimieren. Dies umfasst nic ht nur den laufenden Betrieb, Zur Verwirklichung unserer Umweltleitlinien bedienen wir sondern beginnt bereits bei der Planung und Errichtung uns eines umfassenden Umweltmanagementsystems, wel-unserer Anlagen. Zur Kontrolle der Umwelteinflüsse betrei- ches in die bestehende Organisation strategisch und operativ ben wir, neben dem verstärkten Bioindikatornetz des Landes eingebunden ist. Oberösterreich im Raum Vöckla bruck, eine freiwillige Immissionsmessstation. Aktive und offene Information Effiziente Ressourcennutzung In allen Umweltfragen pflegen wir einen aktiven und offe-nen Dialog mit Mitarbeitern, Behörden und der Öffentlich-Unser Ziel ist es, durch die Verwendung modernster keit. Technologien und die Optimierung unserer Anlagen und Prozesse, Rohstoffe, Materialien und Energie möglichst effi-Nutzung erneuerbarer Brennstoffe zient zu nutzen. Ein wichtiges Anliegen ist uns dabei auch der weitere Ausbau der Fernwärme, welcher wesentlich zu einer Wir bekennen uns zum Einsatz erneuerbarer Energieträger. Erhöhung des Nutzungsgrad es unseres kalorischen Aus diesem Grund rüsten wir unsere Anlagen für die zuneh-Kraftwerkes beiträgt. mende Verwendung biogener Brennstoffe, nach Maßgabe der umwelttechnischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten Abfallmanagement aus. Zur Minimierung der Abfälle ko ntrollieren und steuern wir sorgfältig unsere Material- und Stoffströme, wobei auf Abfallvermeidung vor Verwertung und fachgerechte Entsor-gung geachtet wird. Umweltverträgliche Beschaffung Betrie s e er p .- ng. o ann öttl Bei der Auswahl unserer Lieferanten und der zu beschaf-fenden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe berücksichtigen wir Stand: 1. Juni 2002
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Umweltmanagement-system (UMS) Strategie am Standort Timelkam
Betriebsleiter (Oberster Umweltverantwortlicher) Umweltmanager/ -Stellvertreter (Stabsstelle) 1 Techn. Angestellter 3 Techn. Angestellte Technisches Büro AdministrationMaschinell
2 Techn. Angestellte 2 Techn. Angestellte Statistik/ Technisches Büro Kraftwerkslabor E - Technik 2 Kaufm. Angestellte Controlling/ Brandschutzbeauftra ter Magazin g Sicherheitsvertrauens-person Schichtpersonal Durchführung umweltbezogener Aufgaben
Der betriebliche Umweltschutz genießt in unserem Betrieb bereits seit Jahren einen hohen Stellenwert. Dies kommt durch ständige Verbesserungen bei allen Kraftwerksanlagen zum Ausdruck. Durch die Einführung eines betrieblichen Umweltmanagementsystems mit einem fortlaufenden Umweltaudit nach der EMAS-Verordnung und der Norm ISO 14001 setzen wir einen weiteren Schritt zur kontinuierlichen Verbesserung der Umweltauswirkungen des Kraftwerkes. Im Zuge der ersten Umweltprüfung wurden alle Umwelt-auswirkungen erhoben und die einzelnen Prozesse bewertet. Die vom Umweltleitbild der Energie AG abgeleitete Umweltpolitik des Standortes Timelkam bildet die Grundlage unseres betrieblichen Umweltmanagement-systems. Im Umwelthandbuch sind alle Elemente des Umweltmanagementsystemes beschrieben. Dabei wurde besonderer Wert auf eine klare Darstellung aller umweltrele-vanten Regelungen und Betriebsaufzeichnungen gelegt. Das linksseitig abgebildete Organigramm zeigt wie die Verantwortung für umweltbezogene Aufgaben in die beste-hende Organisation integriert ist. Zur Verwaltung und Einhaltung aller für den Standort rele-vanten geltenden Gesetze, Verordnungen, Bescheide und Rechtsvorschriften bedienen wir uns einer elektronischen Datenbank. Diese bildet einen wesentlichen Bestandteil unserer Umweltdokumentation. Die Einzelauflagen werden in Form von Aufgabenlisten erfasst, Prüfungsinhalte, Prüftermine und Verantwortlich-keiten definiert und die Durchführung der Überprüfungen dort dokumentiert. Durch die Zusammenfassung und laufende Aktualisierung aussagekräftiger Umweltkennzahlen wollen wir eine mög-lichst weitgehende Transparenz der Umweltauswirkungen und Umweltkosten erreichen. Aus diesen Aufzeichnungen und dem Ideenspeicher der betrieblichen Umweltdokumen-tation kommen die wesentlichen Impulse für das fortlaufen-de Verbesserungsprogramm. Mit dem ständigen Verbesse rungsprozessen verpflichten wir uns - basierend auf die Einhaltung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften - jährlich neue Umweltziele zu erar-beiten und für deren Verwirklichung das nötige Personal und die erforderlichen Geldmittel sicherzustellen (siehe Tabelle der Umweltprojekte Seite 18/19). Umweltschutz im Kraftwerk umfasst eine Vielzahl an Tätigkeiten (z.B. Verhalten bei Störfällen, ökologische Beschaffung, Vermeidung bzw. richtige Entsorgung von Abfällen, Aufzeichnung und Kontrolle der Umweltdaten etc.). Die Abläufe der Tätigkeiten sind in Umweltanweisun-gen festgelegt. Jeder Mitarbeiter ist aufgerufen, sich mit den Zielen der Umweltpolitik zu identifizieren und ist für die Anwendung der Regelungen sowie für die Umsetzung des Umweltmana-gementsystems in seinem Arbeitsbereich verantwortlich.
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Umweltprogramm, Stand Juni 2002 Seit der Einführung des Umweltmanagementsys tems 1997 umgesetzte Umweltprojekte
Umweltziele/Maßnahmen Ergebnis Senkung des spezifischen Wärmeverbrauches Werk II Senkung des spezifischen Wärmeverbrauches Optimierung der Heizflächen nach de m Feuerungsumbau auf Steinkohle, der Anlage um ca. 120 kJ/kWh* zum Erreichen der Frischdampf- und Abgastemperatur Senkung des spezifischen Wärmeverbrauches Werk III Senkung des spezifischen Wärmeverbrauches Austausch der Heizflächen des Abhitzekessels und Einbau einer neuen der Anlage um ca. 100 kJ/kWh* Dampfturbine mit Fernwär meauskopplung Reduzierung des Heizungswärmeverbrauches der Bekohlungsanlagen Reduzierung des Heizungswärmeverbrauches Außerbetriebnahme der Begleithei zung der Bekohlung „D“ durch Einbau um 600.000 kWh* von Absperrarmaturen Reduzierung des Heizungswärmeverbrauches im Portierhaus Reduzierung des Heizungswärmeverbrauches Ersatz der Raumthermostate durc h Frostschutzthermostate um 25.000 kWh* Reduzierung des Heizungswärmeverbrauches im Kondensatorraum Reduzierung des Heizungswärmeverbrauches Werk II und Werk III um 1.000 kWh* Umbau der Heizlüfteranlage von E-Heizung auf Warmwasserheizung Senken des Energieverbrauches für elektrische Beleuchtung Nachrüsten eines I-Bus Systems zur automatischenSBeelnekuecnh tduens gE nuemr g1i5e.v0e0r0b rkauWchh*es  für elektrische Beleuchtungssteuerung Verringerung des Energieverbrauches Lüfter der GT-Halle Verringerung des Energieverbrauches Lüfter GT-Halle Einsatz einer CO2-Messung im E-Raum GT, dadurch Reduzierung der Lüfterbetriebsstunden um 50.000 kWh* Verringerung des Energieverbrauches des GT-Generator Lufttrockners Verringerung des Energieverbrauches GT-Generator Umbau von Trockner Dauerbetri eb auf Feuchtemessung Lufttrockner um 7.800 kWh* Verringerung der Fäkalemissionen in die Vöckla Vollständige Entsorgung der Fäkalien über die Anschluß an die Ortskanalisation Ortskanalisation Reduzierung der Aufwärmung der Vöckla durch Verringerung der Schallemissionen sowie der Wärmeab-Kühlwassereinleitung gabe in die Vöckla, maximale Vöcklaaufwärmung 1,5 °C Neubau des Kühlturmes Verminderung des Dieselverbrauchs der Bekohlungsgfahrzeuge Verminderung des spezifischen Dieselverbrauchs Ersatz von zwei alten Radladern durc h einen neuen, leistungsfähigeren um ca.6 l/Einsatzstunde Verringerung des Nutzwasserverbrauchs Verringerung des Nutzwasserver brauchs in Bezug auf die Überprüfung des Netzes, der Verbra ucher und Bildung von Kennzahlen Betriebsstunden um 2 % zur Ermittlung der tatsächlichen Potentials Verbesserung der Ablage von Bescheiden und Gesetzen Verbesserung des Zuganges zu Bescheiden und Zentrale und frei zugängliche Aufbewahrung sowie Erstellung einer Gesetzen Rechtsdatenbank   Z A uf d e a u pt e i r e u ru n n g g   v d o e n r  A Ti n e la r g m e e n h z l u u r n Z d u  f T e i u e e r r f u et n t g von Tiermehl und Tierfett Kontrollierte Verbrennung von Tiermehl und Tierfett Gasversorgung der GT Schnellerer und flexiblere r Einsatz der GuD-Anlage und Errichtung einer neuen Erdgasleitung dadurch bessere Wirtschaftlichkeit Vermeidung von Sickerwassereintritt in den Boden der Die Oberflächenwässer gelangen in Absetzbecken und E A t s a c p h p e e d n e w p ei o s n er i  e Einbau einer Zwischendichtung und einer Drainageschicht werden durch Verrieselung auf der Deponie verdunstet. jeweils vor Beginn eines neuen Schüttabschnittes Einsatz von Biomasse in Kohlekraftwerken Die Diplomarbeit wurde durchgeführt. Der Einsatz von Diplomarbeit Hans Peter Kastinger, TU Graz, im Auftrag der Energie AG Biomasse wird empfohlen. *) Werte nach Umsetzung rechnerisch ermittelt.
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Laufende Umweltprojekte
Geplante Nr. Projekt Maßnahmen Fertig- Ziel stellung Entsorgung vom Einleitung des Abwassers Okt. Verhinderung von 1 Abwasser des in die Kanalisation 2002 Emissionen in die Vöckla Nassentschlackers 2 Zufeuerung von Biomasse Bau der entsprechenden Dez. CO2-Reduktion bei der Anlagen 2002 Strom- und Fernwärme-zur Zufeuerung in den Kessel 5 erzeugung um 15 % 3 Beschaffung über Abbildung der Dez. Verkürzung der Beschaffungs-Betriebsführungssystem BFS Beschaffungsvor- 2002 vorgänge und papierlose gänge im BFS Bestellung 4 Optimierung des Kühlturm- Einbau von elektrischen betriebes Zählern Verringerung des elektrischen zur Erfassung des Dez. Eigenbedarfes um 10 % und Eigenbedarfes 2002 Minimierung von und Optimierung der Einsatzchemikalien um 80 % Fahrweise bis zur Kollaudierung 5 Weglassen von Hydrazin Ersatzloser Verzicht auf Dez. Einsparung einer giftigen im Werk II Hydrazin 2002 Chemikalie und als Sauerstoffbindemittel Kostenersparnis 6 Optimierung der Brenner Konstruktive Verbesserung Okt. Verbesserter Ausbrand der beim Kessel 5 der Brennerluftführung 2002 Steinkohle 7 Verwendung des SAV-Produktes Abgabe des SAV-Produktes Dez. Restlose Verwertung des im Bergbau an Baufirmen 2002 SAV-Produktes