Politische Maßnahmen um Immigranten und ethnischen Minoritäten den Zugang zu geeignetem Wohnraum zu geben

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am511498CEE_DE_BAT 2/12/05 8:40 Page 1Aktionsprogramm der Gemeinschaft Ergebnisse strategischer Studien – 5zur Bekämpfung der sozialen AusgrenzungPolitische Maßnahmen um Immigrantenund ethnischen Minoritäten den Zugangzu geeignetem Wohnraum zu gebenIn der Europäischen Union sind Angehörige ethnischer Minderheiten und Immigranten mehr als andere Gruppen demRisiko der Ausgrenzung vom Wohnungsmarkt ausgesetzt. Sie erfahren diese Ausgrenzung durch die Diskriminierungbei der Zuweisung von Wohnungen, die Unterbringung in qualitativ schlechten Wohnungen und die gemessen an ihremEinkommen hohen Mietkosten. Diese Situation gefährdet die effektive Integration von Immigranten und Minderheitenin die Gemeinschaft und führt zu Problemen, die die soziale Kohäsion und das soziale und wirtschaftliche Wohlergehender europäischen Gesellschaft beeinträchtigen. Politiken, die sich mit den für die Ausgrenzung vom Wohnungsmarktverantwortlichen Aspekten befassen, betreffen Schlüsselbereiche der EU-Politik wie etwa Diskriminierung, Immigrationund soziale Integration. In den meisten EU-Mitgliedstaaten tendieren die nationalen Aktionspläne zur sozialenIntegration bisher dazu, die Bedeutung dieser Problematik zu ignorieren oder zu unterschätzen.Die Bedeutung des Problems hat zu einer Studie über politische Maßnahmen zur Gewährleistung des Zugangs zu geeig-neten Wohnungen für ethnische Minderheiten und Immigranten geführt.

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am511498CEE_DE_BAT 2/12/05 8:40 Page 1
Aktionsprogramm der Gemeinschaft zur Bekämpfung der sozialen Ausgrenzung
Ergebnisse strategischer Studien  5
Politische Maßnahmen um Immigranten und ethnischen Minoritäten den Zugang zu geeignetem Wohnraum zu geben
In der Europäischen Union sind Angehörige ethnischer Minderheiten und Immigranten mehr als andere Gruppen dem Risiko der Ausgrenzung vom Wohnungsmarkt ausgesetzt. Sie erfahren diese Ausgrenzung durch die Diskriminierung bei der Zuweisung vonWohnungen, die Unterbringung in qualitativ schlechtenWohnungen und die gemessen an ihrem Einkommen hohen Mietkosten. Diese Situation gefährdet die effektive Integration von Immigranten und Minderheiten in die Gemeinschaft und führt zu Problemen, die die soziale Kohäsion und das soziale und wirtschaftlicheWohlergehen der europäischen Gesellschaft beeinträchtigen. Politiken, die sich mit den für die Ausgrenzung vom Wohnungsmarkt verantwortlichen Aspekten befassen, betreffen Schlüsselbereiche der EUPolitik wie etwa Diskriminierung, Immigration und soziale Integration. In den meisten EUMitgliedstaaten tendieren die nationalen Aktionspläne zur sozialen Integration bisher dazu, die Bedeutung dieser Problematik zu ignorieren oder zu unterschätzen.
Die Bedeutung des Problems hat zu einer Studie über politische Maßnahmen zur Gewährleistung des Zugangs zu geeig neten Wohnungen für ethnische Minderheiten und Immigranten geführt. Dies ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse dieser Studie. Sie erörtert die Wohnungssituation sowie die Faktoren, die ethnischen Minderheiten und Immigranten den Zugang zu geeignetem Wohnraum erschweren, und bewertet die politischen Maßnahmen, die diese Hindernisse bekämpfen sollen. Die Studie umfasst fünf EU15Länder (Belgien, Frankreich, Schweden, Spanien und das Vereinigte Königreich), zwei EU10Länder (Slowenien und Ungarn) sowie ein Beitrittsland (Rumänien).
Ziele und Methoden der Studie
Die revidierten gemeinsamen Ziele der EU-Strategie zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung nehmen das große Risiko der sozialen Ausgrenzung ins Visier, dem manche Menschen infolge der Immigration ausgesetzt sind. Der Zugang zu geeigneten und erschwinglichen Woh-nungen ist eine grundlegende Bedingung für die Integration in die Gesellschaft und die Integration in die Gastkultur. Ein vorrangiges Ziel dieser Studie besteht darin, die Entwicklung kohärenterer und stärker integrierter Politiken bezüglich des Zugangs zu geeignetem Wohnraum für ethnische Minderheiten und Immigranten als Teil der weiteren Entwicklung der NAPs/Integration und anderer relevanter politischer Initiativen der EU zu fördern.
Die Immigration in Länder der Europäischen Union hat im Laufe der Zeit bezüglich des Ausmaßes, der Gründe, der ethnischen Zusammensetzung und der Folgen für die betroffenen Länder erhebliche Schwankungen aufgezeigt. Die vielfältige ethnische Zusammensetzung der europäi-schen Staaten kann auf diese historischen und aktuellen Immigrationsmuster sowie auf die nach Kriegsende 1945 erfolgten Grenzänderungen zurückgeführt werden.
Diese vielfältigen Erfahrungen spiegeln sich in einer Reihe unterschiedlicher Probleme des Wohnungsmarkts und der politischen Maßnahmen in diesem Bereich wider. Gemeinsam ist jedoch allen Ländern, dass Immigranten oder Angehörige einer ethnischen Minderheit in den Gruppen, die mit Wohnungsnot und sozialer Ausgrenzung zu kämpfen haben, überrepräsentiert sind. Darüber hinaus werden Politiken und Strategien, die gegen Diskriminierung vorgehen und auf die Integration von Immigranten und eth-nischen Minderheiten abzielen, in der Regel nur unzurei-chend mit Wohnungspolitiken koordiniert.
Die Zielgruppen dieser Studie sind legale Immigranten und ethnische Minderheiten (gemäß der Definition der betreffen-den Länder). Im Rahmen der Studie stellte sich das Problem, vergleichbare Wohnungsstatistiken für die Zielgruppen zu erhalten. Die meisten Länder definieren Ankömmlinge als aus-ländische Bürger. Sobald jedoch Immigranten Wohnsitzstatus erhalten, werden sie in den offiziellen Statistiken der meisten Länder nicht als Bürger fremder Herkunft identifiziert. Nur ein einziges Land verfügt über eine offizielle Definition ethni-scher Merkmale mit einer rassischen Dimension. Hinzu kommt, dass zwar in einigen Ländern Informationen über nationale Minderheiten gesammelt werden, doch es ist schwierig, verlässliche Informationen über Roma zu erhalten.
EuropäischeKommis sio n