Bosch
257 pages
German, Middle High (ca.1050-1500)

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Bosch , livre ebook

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Description

Lang vor der Erfindung von neuen, mit exotischen Monstern gespickten Medien wie Comics und Computerspielen zeigte der niederländische Maler Hieronymus Bosch in seinen Gemälden, oft mit einer Prise Humor verbunden, eine große Anzahl von schrecklichen, wahrlich Furcht einflößenden Fantasiewesen, wie sie ausgefallener nicht hätten sein können. Aus seiner Malerei resultiert eine lange Diskussion über den Wahnsinn der vom rechten Weg abgekommenen Menschen, die die Weisungen Christi ignoriert hatten. Hieronymus Bosch (ca. 1450-1516) lebte in einer Welt, die sich durch den immer größeren Einfluss der Renaissance und der Religionskämpfe grundlegend verändert hat. In bildhafter Form werden das Paradies und die Hölle dargestellt, zwischen denen oft nur ein kleiner Abstand liegt, und es liegt am Menschen, ihn zu überwinden oder sich zu verweigern. Diese Entscheidung war es, die Bosch mit seinen fantastischen Metaphern illustrieren und versinnbildlichen wollte. Virginia Pitts Rembert interpretiert das Werk des Malers und zeigt uns das Œuvre des Hieronymus Bosch aus einer neuen Perspektive und dechiffriert in Kleinstarbeit die geheime Symbolik des niederländischen Künstlers.

Sujets

Informations

Publié par
Date de parution 08 mai 2012
Nombre de lectures 0
EAN13 9781781603390
Langue German, Middle High (ca.1050-1500)
Poids de l'ouvrage 78 Mo

Informations légales : prix de location à la page 0,0598€. Cette information est donnée uniquement à titre indicatif conformément à la législation en vigueur.

Exrait

Virginia Pitts Rembert
Bosch
Virginia Pitts Rembert
BOSCH
Hieronymus Bosch und die Lissabonner Verführung: Eine Perspektive aus dem dritten Jahrtausend
Autorin: Virginia Pitts Rembert Übersetzung: Dr. Martin Goch Layout: Baseline Co Ltd, Thu Nguyen 19-25 Nguyen Hue Blvd., District 1, Ho Chi Minh City, Vietnam
© Confidential Concepts, worldwide, USA © Parkstone Press Ltd, New York, USA © Kingdom of Spain, GALA-Salvador Dali Foundation / Artists Rights Society, New York, USA / VEGAP, Madrid
Weltweit alle Rechte vorbehalten
Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.
ISBN 978-1-78160-339-0
4
Inhalt
Vorwort Einleitung Kapitel I: Kapitel II: Kapitel III: Kapitel IV: Kapitel V: Kapitel VI: Schluss Anmerkungen Bibliographie Index
Erklärungen verschiedener Studien von Bosch Die Interpretation von Fränger Fränger und darüber hinaus Eine prosaischere Perspektive Der Heilige Antonius und der Teufel Das Lissabonner Triptychon
7 13 17 33 71 91 121 195 247 250 252 254
5
6
Vorwort
Jemand hat die Geschichte einmal als ein Webstück ohne Nähte bezeichnet. Der Mensch besteht allerdings darauf, die Geschichte willkürlich in Abschnitte zu unterteilen. Während die Zeiteinheiten Stunde, Monat und Jahr in erster Linie praktische Funktionen erfüllen, messen wir Jahrzehnten und Jahrhunderten große Bedeutung zu. Im Französischen gibt es für die gewisse Endzeitstimmung gegen Ende eines Jahrhunderts mitfin de sièclesogar einen eigenen Ausdruck. Das Ende eines Jahrtausends ist noch bedeutsamer, besonders, weil Christus versprach, tausend Jahre nach seinem Tod zurückzukehren, um die Gläubigen und die Ungläubigen zu richten. Als sich das Jahr 1000 näherte, glaubten die Menschen, dass das von Christus vorhergesagte Jüngste Gericht unmittelbar bevorstehe. Als sich diese Erwartung nicht erfüllte, schrieb der Chronist und Kluniazensermönch Raul Gabler: … in der ganzen Welt, vor allem in Italien und Gallien, wurden Kirchen wieder aufgebaut. Obwohl es davon bereits eine große Zahl gab und sie nicht stark genutzt wurden, wetteiferten alle christlichen Völker, erhabenere Kirchen zu bauen. Es war, als ob die ganze Welt sich geschüttelt und alle Menschen ihre alten Kleider gegen die weißen Roben der Kirche ausgetauscht hätten. So verschönerten die Gläubigen schließlich alle Bischofssitze und die Klöster der verschiedenen Heiligen und auch die weniger wichtigen Gebetsstätten in den Städten … (übersetzt aus Holt, 48) DerNew York Timesdes Vortages zufolge begann in den Vereinigten Staaten der Countdown für das dritte Jahrtausend bereits am 6. April 1997.
1.Pieter Jansz Saenredam (1597-1665),
Der Chor der Kirche Sankt Johannes in ‘s-Hertogenbosch,Zeichnung, British Museum, London.
2.Pieter Jansz Saenredam(1597-1665), Ansicht von 's-Hertogenbosch mit der
Kirche Sankt Johannes,1632, Musées
royaux des Beaux Arts de Belgique, Brüssel.
7
VORWORT
3.Die Kathedrale Sankt Johannes in
's-Hertogenbosch.
4. Skulptur in der Kathedrale Sankt Johannes
8
in 's-Hertogenbosch.
Die Fanfare, die ihn einleitete, verwies schon auf die Feierlichkeiten in aller Welt, die am 1. Januar 2000 stattfinden sollten. Restaurants nahmen bereits Reservierungen für den Silvesterabend 1999 / 2000 an. Es gab düstere und optimistische Prophezeiungen für den Jahrtausendwechsel. US-Präsident Clinton, der den demokratischen Wahlkampf von 1996 unter das MottoBrücke ins 21. Jahrhundertstellte, sagte Amerika und der Welt eine große soziale und wirtschaftliche Zukunft, der er den Weg bereiten würde, voraus. Doch wurden die utopischen Aussichten durch lästige Pannen gestört. Man erwartete, dass die Computer „00“ nicht als die Jahreszahl 2000, sondern als 1900 erkennen und Ausfälle bewirken würden, die öffentliche Einrichtungen beeinträchtigen könnten: von der Zahlung durch Krankenversicherungen bis zur Kontrolle über den landesweiten Flugverkehr. Tatsächlich sagten manche voraus, dass das Ausbleiben einer weltweiten Lösung des Problems zu katastrophalen globalen Konsequenzen führen würde. Es waren deutlich mehr religiöse und prophetische Kulte entstanden, als dies bei einer bloßen Jahrhundertwende üblich war. Schon 1980 bildete sich der erste der vielen Überlebenskulte, von denen es in den folgenden zwei Jahrzehnten noch mehrere geben sollte. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt warnte ein gewisser Kurt Saxon aus Arkansas das Publikum einer Fernsehshow, … dass sich jeder darauf einstellen sollte, sich aus dem Land zu ernähren und sich Waffen zu besorgen, um sich der plündernden Banden im Gefolge des nuklearen Holocaust zu erwehren. (Arkansas Gazette, 29.7.1980).
Die rituellen Visionen des Weltuntergangs erreichten den Höhepunkt ihrer Neubelebung im Jahre 1997, als sich 39 Mitglieder einer Cyber-Sekte auf Anweisung ihres Führers, Marshall Herff Applewhite, vertraglich zum Selbstmord verpflichteten, um sich dann zu einem Raumschiff hinauf zu versetzen, das angeblich dem Schweif des Kometen Hale-Bopp folgte, der in jenem Jahr über den Himmel zog. Ein Feuilletonist inThe New Yorkerkommentierte ihre fantastisch irrsinnige Mission: Obwohl die Wissenschaft heute stärker ist als zu der Zeit, als Galileo vor der Inquisition kniete, bleibt sie die Denkweise einer Minderheit, und ihre Zukunft ist sehr ungewiss. Blinder Glaube beherrscht das Universum zur Jahrtausendwende, dunkel und ausufernd wie der Weltraum selbst (14. April 1997, Seite 32). Dass viele Menschen glaubten, das Schicksal der Wissenschaft und des vernünftigen Denkens stehe auf dem Spiel, wurde in einem Artikel in derNew York Times(6. Juni 1995) unter dem Titel Wissenschaftler beklagen Flucht vor der Vernunftdeutlich. Wissenschaftler, Ärzte, Pädagogen und andere Intellektuelle, die sich zu einem Kongress über das Thema an derNew York Academy of Sciences (NYAS) eingefunden hatten, riefen zum Kampf gegen die unterschiedlichen Bedrohungen des vernünftigen Verhaltens auf. Diese schlossen traditionelle Schreckgespenster wie Astrologie oder religiösen Fundamentalismus ein, neu hinzugekommen waren die „postmodernen“ Wissenschaftskritiker, die behaupteten, dass die Wahrheit in der Wissenschaft vom jeweiligen Standpunkt abhinge und nicht etwa von absoluten Inhalten. In diesen Kreisen hieß es auch, dass sich das irrationale Gedankengut zum verbreiteten Handelsprodukt entwickelt habe. Zu den paranormalen Mittelchen von steigender Beliebtheit in der
VORWORT
5.Unbekannter Maler,Bildnis des
Hieronymus Bosch,ca. 1550, rote und
schwarze Kreide aus demArras-Codex,
41 x 28 cm, Stadtbibliothek Arras.
9
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