Claude Monet: Band 2
193 pages
German, Middle High (ca.1050-1500)

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Description

Als Impressionist zu gelten war für Monet eine Auszeichnung. Er war es aus tiefer Überzeugung und blieb es bis an das Ende seines langen Lebens. Er begnügte sich mit einem einzigen Genre, dem der Landschaftsmalerei. Hier aber brachte er es zu einer Vollkommenheit, an die keiner seiner Zeitgenossen heranreichte. Im Sommer jenes Jahres kam es zu gemeinsamen Malübungen mit Boudin (1824 bis 1898) am Meeresstrand. “Mit der Zeit gingen mir die Augen auf und ich begann, die Natur zu verstehen; zugleich lernte ich, sie zu lieben” – so erinnert sich Monet später an diese gemeinsamen Exerzitien. Er besucht nicht die Ecole des BeauxArts, sondern zieht die von Monsieur Suisse, einem ehemaligen Modell Davids, gegründete freie “Académie Suisse” vor. Hier war es möglich, für einen geringen Beitrag lebende Modelle zu malen und zu zeichnen. Die Farbskala der Bilder, die Monet 1871 und 1872 malte, ist nicht sehr breit; sie erinnert an die der BarbizonSchule und an die Seestücke Boudins. Die Grundtöne sind braungelb und blaugrau. Im Jahr 1877 wurde die dritte Ausstellung der Impressionisten eröffnet, bei der Monet zum ersten Mal eine Bilderserie zeigte. Mit seinem Motiv, dem Bahnhof SaintLazare, setzte Monet nicht nur Manets Die Eisenbahn und seine eigenen Landschaftsbilder aus Argenteuil fort, er schloss sich darüber hinaus der bei den Künstlern wachsenden Tendenz an, sich von diesem Transportmittel faszinieren zu lassen. In seinem Wohnort Giverny wurden die Bilderserien Monets wichtigste Arbeitsmethode. In den 1890er Jahren entdeckte Monet London. Zwar begann er die Bilder allesamt in London, beendete viele von ihnen aber in Giverny. Für den Schriftsteller Octave Mirbeau (1848 bis 1917) war Monet ein Mensch, der Wunder vollbrachte: Mit Hilfe der Farben habe er auf der Leinwand das Sonnenlicht, etwas nahezu Unfassbares, nachgebildet und es um eine Unzahl prismatischer Facetten bereichert. Tatsächlich hat Monet das Potenzial der Farbe mit nahezu wissenschaftlicher Strenge bis zu seinen äußersten Konsequenzen getrieben; kein anderer Impressionist ist darin so weit gegangen wie er, und es ist wenig wahrscheinlich, dass man in dieser Richtung hätte noch weitergehen können.

Sujets

Informations

Publié par
Date de parution 31 décembre 2015
Nombre de lectures 0
EAN13 9781785257025
Langue German, Middle High (ca.1050-1500)
Poids de l'ouvrage 6 Mo

Informations légales : prix de location à la page 0,0498€. Cette information est donnée uniquement à titre indicatif conformément à la législation en vigueur.

Extrait

Autoren:
Natalia Brodskaya und Nina Kalitina
Übersetzer:
Rebecca Brimacombe und Richard Swanson
Redaktion der deutschen Ausgabe:
Klaus H. Carl

Layout:
Baseline Co. Ltd
61A-63A Vo Van Tan Street
4. Etage
Distrikt 3, Ho Chi Minh City
Vietnam

© Confidential Concepts, worldwide, USA
© Parkstone Press International, New York, USA
Image-Bar www.image-bar.com

Weltweit alle Rechte vorbehalten.
Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen, den betreffenden Künstlern selbst oder ihren Rechtsnachfolgern. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.

ISBN: 978-1-78525-702-5
Natalia Brodskaya und Nina Kalitina



Claude Monet
Band 2
Claude und Alice Monet beim Taubenfüttern auf dem Markusplatz, nach einer Postkarte von 1908. Frühere Sammlung Jean-Pierre Hoschedé.
Inhalt


Sein Leben – Höhepunkte und Krisen
Sein Leben – Seine Serien
Werke im Fokus
Die Zeit nach dem Impressionismus
Postimpressionismus
Die Wirkung des Postimpressionismus
Die postimpressionistische Epoche: Hintergrund und Atmosphäre
Die Neoimpressionisten
Monets Einfluss auf die Post- und Neoimpressionisten
Paul Cézanne (1839-1906)
Henri Rousseau (1844-1910)
Vincent van Gogh (1853-1890)
Paul Gauguin (1848-1903)
Henri de Toulouse-Lautrec (1864-1901)
Die Nabis
Monets Rolle in der Kunstgeschichte
Biografie
Abbildungsverzeichnis
Die Barke , 1887. Öl auf Leinwand,
146 x 133 cm. Musée Marmottan Monet, Paris.


Sein Leben – Höhepunkte und Krisen


Claude Monet reiste wiederholt, wie auch viele seiner Zeitgenossen und Vorgänger in der Kunst, an die Küste der Normandie. Delacroix und Courbet hatten beide bereits in Étretat gemalt und Monet besaß sogar eines der Aquarelle von Delacroix. Im Zeitraum von 1883 bis 1886 weilte Monet oft in Étretat und malte dort mehrere seiner Seelandschaften. In ihnen wiederholt er einige Male das Motiv der weit in das Meer reichenden felsigen Klippe. Sie ist auch im Moskauer Gemälde zu sehen, das vom Felsen d’Amont in der Nähe vom Haus Payen gemalt wurde.
Am 19. November 1885 schrieb Monet an Alice Hoschedé: „endlich habe ich die Abfahrt der Segelboote in der Gegend des Hauses Payen fertiggemalt.“ Die farbliche Harmonie dieses Gemäldes ist in seiner Farbenlösung dem von Monet in Belle-Île gemalten Seestück absolut nicht ähnlich. Im Landschaftsbild Felsen von Étretat (1886) herrscht ein goldgelber Ton vor.
Die hellbläulichen und grünlichen Segelboote verleihen dem Gemälde einen neuen Farbakzent, ermöglichen es, die Raumbeziehungen deutlicher zu empfinden.
Monet malte auch früher Ansichten von Étretat. So wird im Musée d’Orsay sein Landschaftsbild Stürmisches Meer in Étretat aufbewahrt, das man den Jahren 1868-1869 zuordnet. In derselben Sammlung befindet sich auch die Ansicht Der Strand von Étretat und das Felsentor d ’ Amont , die von Monet im Jahre 1883 gemalt wurde.
Es ist ein Brief an Durand-Ruel erhalten geblieben, der am 16. September 1885 in Giverny geschrieben wurde; darin teilt Monet mit, dass der Opernsänger Jean-Baptiste Faure ihn einlädt, bei ihm in Étretat Gast zu sein.
Es ist vollauf möglich, dass Claude Monet solche Einladungen wiederholt nutzte und dass er während einem seiner letzten Besuche in Étretat das Bild gemalt hat. Das Seegemälde im Puschkin-Museum in Moskau steht dem Bild Fischerboote, den Hafen verlassend , besonders nahe, das aus demselben Blickpunkt, jedoch bei anderer Tageszeit und bei anderem Wetter gemalt wurde.
Daniel Wildenstein bezeichnet das Moskauer Bild mit Abfahrt von Fischerbooten in Étretat . Es existiert eine Zeichnung zu diesem Bild. Das Seebad Étretat inspirierte Monet zu zahlreichen Seestücken und Landschaftsmalereien.
Monet war nicht der einzige Maler, der zu dieser Zeit den Norden Frankreichs in der weiteren Umgebung der Stadt aufsuchte, um Motive für seine Gemälde zu finden. Daneben kamen auch Courbet, Pissarro, Manet und Renoir an die Normandieküste. Monet traf sich außerdem regelmäßig mit dem Schriftsteller Maupassant, der in Étretat lebte und den Ort zum Schauplatz mehrerer seiner Kurzgeschichten machte. Die enge Verbindung zwischen Kunst und Literatur und die gegenseitige Beeinflussung der beiden Disziplinen im 19. Jahrhundert wird hieran deutlich.
Olivenhain im Garten Moreno, 1884.
Öl auf Leinwand, 65,4 x 81,2 cm. Privatsammlung.
Antibes von la Salis aus gesehen, 1888.
Öl auf Leinwand, 73,3 x 92 cm.
Toledo Museum of Art, Toledo (Ohio).


Monet hielt in seinen weiteren Werken, die er hier an der französischen Nordwestküste schuf, spektakuläre Aussichten auf das Meer und das Strandleben in all seiner Rauheit fest.
Unter den Steilklippen der verschiedenen Küstenabschnitte richtete sich sein Augenmerk vor allem auf die drei Felsentore Porte d ’ Aval , Manneporte und Porte d ’ Amont , dazu die siebzig Meter hohe Felsnadel Aiguille . Aufgrund des großen Interesses zahlreicher, nicht nur zeitgenössischer Künstler an der Normandieküste zählt die Manneporte zu einem der meist festgehaltenen Gesteinsformationen überhaupt.
Monet selbst malte sechs Gemälde der Manneporte, die als ein wichtiger Schritt hin zu seiner Serienarbeit angesehen werden können, darunter die Bilder Das Felsentor La Manneport bei Étretat (Bd. 1, S. 237) und Die Manneporte (Bd. 1, S. 238). Die spektakulären Felsformationen, die sich auf den Bildern entlang der weißen Kreideklippen abzeichnen, machen die Besonderheit dieses Ortes aus.
Hier, nordöstlich von Le Havre, dem Ort seiner Kindheit, dem er immer eng verbunden blieb – 1868 lebte Monet mit seiner zukünftigen Frau Camille Doncieux und dem gemeinsamen Sohn Jean in Étretat und kehrte in den Jahren 1883, 1885 und 1886 hierhin zurück – hielt Monet die Wucht des blaugrünen, teils violetten Wassers und der sich an der Felsküste brechenden Wellen fest, er bannte das teils raue Wetter mit seinen schnellen Wechseln aus Sonnenschein und Bewölkung auf die Leinwand und stellte das Leben der ortsansässigen Fischer und ihre einfachen, am flachen Kieselstrand vertäuten Boote dar wie in Barken von Étretat (Drei Fischerboote) (Bd. 1, S. 199).
Monet nahm meistens mehrere Leinwände gleichzeitig mit an den Strand, wo er dem Lauf der Tageszeiten folgend im Wechsel an den verschiedenen, zuvor begonnen Bildern weiterarbeitete, solange er die gleichen Lichtverhältnisse vorfand.
Anschließend überarbeitete Monet seine Bilder in seinem Atelier. Zusammen genommen schuf Monet in Étretat über fünfzig Bilder.
Im Jahre 1884 reist Monet, nachdem er in Bordighera und Menton war, wieder nach Étretat. Im nächsten Sommer verbringt er dort von neuem einige Monate.
Das Jahr 1886 ist mit einer Reise nach Holland und in die Bretagne verbunden. Von Januar bis April des Jahres 1888 hält er sich an der Mittelmeerküste in Antibes auf, begibt sich darauf nach London und lässt sich dann wieder in Étretat nieder.
In diesen Reisen kann man das Bemühen erkennen, neue Schaffensquellen und neue anregende Motive zu finden. Bei all diesem Hin und Her bleibt Monet aber dem wichtigsten Prinzip seines Schaffens treu – die Natur genau betrachten, sie fühlen und durch eine lebendige und unmittelbare Wahrnehmung wiedergeben.
Die Bucht von Antibes während des Mistral, 1888.
Öl auf Leinwand, 65 x 81 cm. Museum of Fine Arts, Boston.
Antibes vom Notre-Dame-Plateau aus gesehen, 1888. Öl auf Leinwand,
65,7 x 81,3 cm. Sammlung Julia Cheney Edwards, Museum of Fine Arts, Boston.
Die Alpen von der Bucht von Antibes aus gesehen, 1888.
Öl auf Leinwand, 65 x 81 cm. Privatsammlung.
Antibes am Nachmittag , 1888. Öl auf Leinwand, 66 x 82,5 cm.
Schenkung von Samuel Dacre Bush, Museum of Fine Arts Boston, Boston.


Als er nach Bordighera kam und die exotische Natur des Südens sah, schrieb er an Alice Hoschedé: „Bei mir geht alles voran, ich verspüre aber doch einige Schwierigkeiten, diese Palmenbäume quälen mich, außerdem ist es nicht so einfach, das Motiv zu erfassen und es in einem Gemälde festzuhalten, ringsherum ist solch ein dichtes Gestrüpp.“
Monets Faszination für die Landschaften des Mittelmeerraumes befand sich während der 1880er Jahre auf ihrem Höhepunkt. Zu dieser Zeit verließ er immer wieder seine angestammten Aufenthaltsorte, an denen er den Großteil seiner bisherigen Werke gemalt hatte, und suchte nach neuen Inspirationsquellen in der Ferne.
Nachdem er bereits an der Côte d’Azur gearbeitet hatte, verließ Monet auf seiner zweiten Reise in den Süden im Jahre 1884 Frankreich, um sich der Schönheit der italienischen Riviera zu widmen, wo auch das Gemälde Die Burg von Dolceacqua entstand.
Es zeigt den kleinen Ort Dolceacqua in Ligurien an der italienischen Riviera mit den Ruinen der Doria-Burg und einer aus dem 14. Jahrhundert stammenden Brücke über dem Flussbett der Nervia, die hier mehr einem kleinen Bach ä

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