Dalí
256 pages
German, Middle High (ca.1050-1500)

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Dalí , livre ebook

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Description

Maler, Designer, Hersteller von seltsamen Gegenständen, Autor und Filmemacher: Dali wurde der Berühmteste der Surrealisten. Bunuel, Lorca, Picasso und Breton hatten einen großen Einfluss auf seine Karriere. Dalis und Bunuels Film "Ein andalusischer Hund" markierte seinen offiziellen Einstieg in die festgefügte Gruppe der Pariser Surrealisten, wo er Gala kennen lernte, seine lebenslange Gefährtin und die Quelle seiner Inspiration. Aber seine Beziehung verfiel bald bis zu ihrem endgültigen Ende mit André Breton im Jahr 1939. Trotz allem blieb Dalis Kunst in ihrer Philosophie und Ausdrucksweise surrealistisch, und ein Schulbeispiel für Humor, Reinheit und Erforschung des Unbewussten. Während seines ganzen Lebens war Dali ein Genie der Selbstvermarktung, indem er seinem Ruf eine mystische Note zufügte und immer beibehielt.

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Informations

Publié par
Date de parution 01 juillet 2011
Nombre de lectures 0
EAN13 9781780424767
Langue German, Middle High (ca.1050-1500)
Poids de l'ouvrage 28 Mo

Informations légales : prix de location à la page 0,025€. Cette information est donnée uniquement à titre indicatif conformément à la législation en vigueur.

Exrait

Dalí
Seite 4:Selbstbildnis. um 1921 Öl auf Leinwand, 36,8 x 41,8 cm Salvador Dalí-Museum, St. Petersburg (Florida)
Design: Baseline Co Ltd 19-25 Nguyen Hue District 1, Ho Chi Minh-Stadt Vietnam
ISBN : 978-1-78042-476-7
© Sirrocco, London, UK (German Edition) © Confidential Concepts, New York, USA © Dalí Estate/Artists Rights Society, New York
Weltweit alle Rechte vorbehalten
Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.
Dalí 1904-1989
alvador Dalí wurde 1904 geboren. Sein Leben war überschattet vom Tod seines älteren Bruders im Jahr 1903, der im Alter von knapp zwei Jahren starb. Dalí spürte, dass er eigentlich nur der Ersatz für den katSholischen Privatschule des französischen „La Salle“ - Ordens ein. Dort lernte er unter anderem Französisch, ebenfalls Salvador genannten Bruder war. Als Dalí acht Jahre alt war, schrieb sein Vater ihn an der das später seine zweite Muttersprache wurde, und erhielt den ersten Mal - und Zeichenunterricht. Um die gleiche Zeit etwa richtet sich der Achtjährige in einem alten, ungenutzten Waschzimmer im Dachgeschoss des Elternhauses sein erstes Atelier ein. Die ältesten erhaltenen Arbeiten stammen aus dem Jahr 1914. Es sind kleinformatige Aquarelle, Landschaftsstudien der Gegend um Figueras, Dalís Heimatstadt. Das Atelier wird für Salvador die „Fluchtburg“ seiner Einsamkeit. Während der Pubertät beginnt er, sich durch die umfangreiche Bibliothek seines Vaters zu lesen. Er beschäftigt sich insbesondere mit den Philosophen Voltaire, Nietzsche, Descartes, Spinoza und Kant, daneben aber auch mit der Kunstgeschichte und setzt seine Versuche in der Malerei fort. Der Vater fördert dies, indem er Leinwand, Pinsel, Farben und Zeitschriften kauft. Dalí beginnt, eigene Ideen zu entwickeln. Zusätzlich besucht er die Zeichenklasse von Juan Nuñez an der städtischen Kunstschule. Diesem Pädagogen, so stellt Dalí später fest, habe er viel zu verdanken. Im Herbst 1922 reist der Achtzehnjährige zur Aufnahmeprüfung in die Kunstschule nach Madrid. Innerhalb von sechs Tagen müssen die Bewerber eine Zeichnung nach einer klassischen Skulptur anfertigen. Dalís Modell ist ein Abguss desBacchusvon Jacopo Sansovino. Dalí bezieht ein Zimmer in der „Residencia de Estudiantes“, in der Anfang der Zwanzigerjahre des neunzehnten Jahrhunderts ein Teil des künstlerisch-literarischen Nachwuchses Spaniens wohnt, unter anderen Luis Buñuel, Federico García Lorca, Pedro Garfias, Eugenio Montes und Pepin Bello. Dalí jedoch hält sich abseits und kultiviert seine Rolle als Einzelgänger. Von seinen Lehrern an der Akademie hält der junge Student nicht viel; sie sind ihm zu modern. Zugleich jedoch kritisiert er, dass die Professoren im französischen Impressionismus stecken geblieben seien und an den neueren Kunstentwicklungen wie dem Kubismus, deren neue Formenlehre er auf Leinwand anzuwenden versucht, nicht teilnähmen. Nach vier Monaten asketischen Studiums beginnt Dalí das Leben eines Bohemiens. An Stelle des Zeichenunterrichts besucht er nun Restaurants und Bars. Zu Beginn des zweiten Studienjahres wird Dalí für zwölf Monate von der Akademie relegiert. Zunächst bleibt er in Madrid und studiert in der vom Maler Julio Moisés gegründeten „Freien Akademie“ das Aktzeichnen. Anfang 1924 fährt er nach Figueras. Seine Schwester Ana Maria wird sein bevorzugtes Modell. Im Mai 1925 nimmt Dalí mit zehn Gemälden, darunter einem 1924 gemalten Porträt seines Freundes Luis Buñuel, am ersten „Kunstsalon iberischer Künstler“ teil. Im November veranstaltet die Galerie Dalmau in Barcelona seine erste Einzelausstellung. Zu den berühmtesten Besuchern der Ausstellung gehört Pablo Picasso. Dalís Verehrung für Picasso, die zunächst aus diesem Kontakt entspringt, währt nicht lange. Später behauptet er sogar, ein einziges seiner Gemälde sei tausend Mal besser als das gesamte Werk Picassos. Im Jahr 1926 beginnen Dalí und García Lorca ein gemeinsames Projekt: Dalí entwirft das Bühnenbild und die Kostüme für die Uraufführung von García LorcasMariana Pinedain Barcelona.
Während seiner Studienzeit in Madrid hatte sich Dalí zunächst enger an Luis Buñuel angeschlossen. Die Beiden hatten bereits Pläne für ein gemeinsames Filmprojekt geschmiedet, das aber erst im Sommer 1928, als Buñuel Dalí in Figueras besucht, konkrete Formen annahm. Ein halbes Jahr später treffen sie sich erneut, um das Drehbuch zu beenden, dem sie den Titel geben:Un chien andalouEin andalusischer Hund. Im Frühjahr 1929 reist Dalí nach Paris, um die Dreharbeiten zu beobachten. Daneben schließt er mit dem Galeristen Camille Goemans einen Vertrag ab. Joan Miró führt seinen Landsmann in die verschiedenen Pariser Kreiise ein und ermöglicht ihm so die Bekanntschaft mit René Magritte, Hans Arp und Paul Éluard, die ihn im Sommer 1929 in Cadaqués besuchen. Éluard wird von seiner Frau Gala begleitet, in die sich Dalí spontan verliebt. Gala lässt sich scheiden und bleibt bis zu ihrem Tod 1982 an der Seite Dalís, den sie erst 1956, vier Jahre nach Éluards Tod, kirchlich heiratet. Dalí betonte stets, dass er ohne diese Frau niemalsderDalí geworden wäre. Gala war für ihn Muse, Modell und Managerin. Ihre immense Bedeutung für sein künstlerisches Werk würdigte er, indem er viele seiner Gemälde mit „Gala Salvador Dalí“ signierte. Im Pariser Surrealistenkreis nahm Dalí von Anfang an eine Außenseiterposition ein. Er machte sich nicht nur über Bretons zensierten Automatismus lustig, auch dem politischen Engagement der Gruppe stand er distanziert gegenüber. Dennoch feierten die Surrealisten ihn einige Jahre lang als einen ihrer wichtigsten Vertreter. Dalí habe, urteilte Breton, den surrealistischen Geist zum Leuchten gebracht wie kein anderer. Neben den zweckfreien surrealistischen Objekten erfindet Dalí auch eine ReihenützlicherGegenstände wie Möbel aus Bakelit, die den Körperformen des Käufer angepasst werden sollen, oder eine Wasserhose als Ersatz für die Badewanne. Dalí hoffte, mit seinen originellen Einfällen Geld verdienen zu können, denn seine Bilder verkauften sich zu jener Zeit schlecht. Allerdings ließ sich genauso wenig irgendjemand davon überzeugen, seine Erfindungen zu produzieren. Dalí erlangt in Paris einen Ruf, der ihm die Türen zu allen gesellschaftlichen Ereignissen öffnet. Mehrfach kommt es wegen seinen politischen Stellungnahmen zum Streit in der weitgehend links orientierten Surrealistengruppe. Im Jahr 1933 kritisiert er die Außenpolitik der Sowjetunion und bekundet, dass er von Hitler fasziniert sei. Breton ruft schließlich die Surrealisten dazu auf, Dalí auszuschließen. Als Verteidigung gegen Bretons Anschuldigungen bringt dieser hervor, dass der Traum die große Sprache des Surrealismus sei und durch keine Logik, Moral oder Angst zensiert werden dürfe. Im November 1934 reisen Dalí und Gala zum ersten Mal in die Vereinigten Staaten. Dalís Werk ist dort seit Ende der Zwanzigerjahre bekannt. Julien Lévy, der als einer der ersten die europäischen Surrealisten in die USA einführt, zeigt Dalís Bilder in mehreren Gruppenausstellungen. Dalís Ausstellung in der Galerie Levy im Jahr 1934 wird von einzelnen Zeitungen als „Modenschau“ kritisiert; beim Publikum aber ist sie ein voller Erfolg. Die Neue Welt bietet Dalí eine unbegrenzte Bühne, auf der alles Sensationelle, Exzentrische gefeiert wird. Zurück in Frankreich, empfindet Dalí die Atmosphäre in der französischen Hauptstadt als bedrückend. Die Surrealisten reiben sich in politischen Auseinandersetzungen auf. Mit Gala flüchtet er in die Abgeschiedenheit von Port Lligat. Die Ruhe an der katalanischen Küste währt jedoch nicht lange. In Barcelona
explodieren die ersten Bomben – Vorzeichen des spanischen Bürgerkrieges (1936 bis 1939). Die Dalís begeben sich daraufhin auf Reisen. Bis 1940 sind sie ständig unterwegs. Die politische Dimension dessen, was in seinem Vaterland passiert, interessiert Dalí nicht; er wendet sich stattdessen dem Studium der Renaissance-Malerei zu. André Breton bildet aus den Buchstaben des Namens Salvador Dalí das Anagramm „Avida Dollars“ – „dollargierig“. Dalí ist dabei, sein Ziel zu erreichen: berühmt zu sein und nicht nur von einem kleinen Kreiis elitärer Kunstfreunde geschätzt, sondern vom großen Publikum gekannt zu werden. Er wird überhäuft mit Arbeitsaufträgen. Der zweite Weltkrieg lässt Dalí und Gala in die USA flüchten. Dalí begründet seine Abreise mit der Suche nach einer ruhigen Umgebung, um seinen Weltentwurf verwirklichen zu können. In den USA angekommen, schreibt Dalí seine Biographie. Er versteht sich im Sinne Leonardo da Vincis als Universalgenie. Von jeher hatte er sich neben der Malerei auf verschiedenen Gebieten betätigt: er beschäftigte sich mit Philosophie und Psychoanalyse, schrieb Drehbücher, kreïerte Möbel und Kleider, entwarf Bühnenbilder und Kostüme für Schauspiel und Oper und choreographierte ein Ballett. Bereits 1940 gibt er seinem Leben eine neue Richtung, als er beschließt, den Namen, den er sich gemacht hat, zu vermarkten. Der Bart wird zu seinem Markenzeichen, Dalí stilisiert sich so zum Kunstobjekt. Der Maler ist in seiner Selbstdarstellung durchaus ironisch. Ende 1942 zeigt das New Yorker Museum of Modern Art eine Retrospektive mit fünfzig Bildern und siebzehn Zeichnungen Dalís. Die Ausstellung zieht anschließend in weitere amerikanische Städte. Religion und Naturwissenschaft werden die neuen Themen seiner Malerei. Dalí malt 1946 sein erstes Gemälde mit einem religiösen Motiv,Die Versuchung des Heiligen Antonius,1948 bekennt er sich zur römisch-katholischen Kirche. Im selben Jahr kehrt er nach Europa zurück. Dalí und Gala beziehen wieder ihr Haus in Port Lligat. Dort, in der Gegend, die für ihn von Kindheitstagen an eine besondere Bedeutung hat, vollzieht sich für Dalí seine Wandlung in einen Heiligen, in etwas Göttliches, und nachdem er sich selbst zum Heiligen erklärt hat, macht er Gala zur Madonna. Da alles, was von ihm reden macht, seine Popularität steigert und sich positiv auf seine Geschäfte auswirkt, nutzt er das Fernsehen, um noch bekannter zu werden. Spektakuläre Auftritte sind schließlich effizienter als provozierende Aussagen. Anfang der Sechzigerjahre beginnt Dalí mit den Plänen für ein Museum in seiner Heimatstadt Figueras. Das Teatro-Museo wird schließlich am 28. September 1974 von dem siebzigjährigen Dalí eröffnet. Es ist nicht nur ein Ausstellungsort, sondern darüber hinaus eine Weihestätte, mit der Dalí, der Göttliche, sich selbst huldigt. Ruhm und Reichtum prägen die letzten zwanzig Lebensjahre Dalís. Zur Verwaltung seines „Imperiums“ beschäftigt Dalí einen kleinen Hofstab, der ihn fast ständig umgibt. Anfang der Achtzigerjahre erkrankt Dalí an der Parkinson'schen Krankheit. Nach dem Tod Galas im Jahr 1982 bleibt Dalí auf dem Schloss Púbol, wo er zurückgezogen lebt und trotz seiner Krankheit weiter arbeitet. Später kehrt er in seinen Geburtsort zurück und wohnt bis zu seinem Tod am 23. Januar 1989 neben seinem Teatro-Museo, in dem er dann auch beigesetzt wird.
Holländisches Interieur (Kopie nach Manuel Benedito)
1914 Öl auf Leinwand, 16 x 20 cm Sammlung Joaquín Vila Moner, Figueras
Bildnis Lucias
1918 Öl auf Leinwand, 43,5 x 33 cm Privatsammlung
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