Der Ursprung der Welt
253 pages
German, Middle High (ca.1050-1500)

Vous pourrez modifier la taille du texte de cet ouvrage

Der Ursprung der Welt , livre ebook

-

Obtenez un accès à la bibliothèque pour le consulter en ligne
En savoir plus
253 pages
German, Middle High (ca.1050-1500)

Vous pourrez modifier la taille du texte de cet ouvrage

Obtenez un accès à la bibliothèque pour le consulter en ligne
En savoir plus

Description

Der Psychoanalytiker Jacques Lacan war nicht nur letzter Besitzer von Courbets Der Ursprung der Welt, sondern war sich auch dessen anzüglichem Inhalt bewusst. Und so tat der Liebhaber erotischer Kunst es seinen Vorbesitzern gleich und verhüllte beziehungsweise versteckte das Bild hinter einem „weniger obszönen“ Kunstwerk.
Die Genealogie des weiblichen Geschlechts ist lang und jedes Zeitalter hatte seine ganz eigene, die Fantasie anregende Bezeichnung: Die Chinesen nannten es „Tal der Rosen“ (Vorsicht mit den Dornen!), die „Perser Honigtopf“ (Nimm dich in Acht vor den Bienen!) und die Griechen „Venushügel“ (Beachte den steilen Aufstieg!). Und so hinterlassen uns Dichter, Maler und sogar einige bekannte Psychologen immer wieder ihre Zeugnisse.
Ganz unverhüllt zeigt sich Der Ursprung der Welt in vielen Abbildungen und Details in diesem für Liebhaber gemachten Buch.

Sujets

Informations

Publié par
Date de parution 05 juillet 2013
Nombre de lectures 0
EAN13 9781783101726
Langue German, Middle High (ca.1050-1500)
Poids de l'ouvrage 1 Mo

Informations légales : prix de location à la page 0,025€. Cette information est donnée uniquement à titre indicatif conformément à la législation en vigueur.

Exrait

Autoren:
Jp. A. Calosse und Hans-Jürgen Döpp

Layout:
Baseline Co. Ltd
61A-63A Vo Van Tan Street
4. Etage
Distrikt 3, Ho Chi Minh City
Vietnam

© Confidential Concepts, worldwide, USA
© Parkstone Press International, New York, USA
Image-Bar www.image-bar.com

Weltweit alle Rechte vorbehalten.

Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen, den betreffenden Künstlern selbst oder ihren Rechtsnachfolgern. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.

ISBN: 978-1-78310-172-6
Der berühmte französische Psychiater und Psychoanalytiker, Professor Jacques Lacan (1901-1981), war der letzte Besitzer von Courbets Der Ursprung der Welt . Er liebte das Gemälde so sehr, dass er sich nicht einmal selbst dazu durchringen konnte, es zu betrachten. Stattdessen versteckt er es hinter einem „sichereren“ Gemälde.

Die Chinesen nannten es das „Tal der Rosen“ (Hüte dich vor den Dornen!), die Perser den „Honigtopf“ (Hüte dich vor den Bienen!) und die Griechen „den Venushügel“ (Bedenke den steilen Aufstieg!); jede Zeit besaß ihre Fantasien und Theorien über das weibliche Mysterium. Darüber hinaus existieren zahlreiche Zeugnisse von Dichtern, Malern und sogar von einigen berühmten Psychiatern. Der Ursprung der Welt ist das richtige Werk für alle Liebhaber von Intrigen.
Gustave Moreau
Aquarell und Gouache Highlights
39,5 x 25 cm
Musée du Louvre, Paris
Inhalt

Auszug aus dem Hohelied Salomos

Gedichte
1. Jahrhundert v. Chr .
An Aphrodite
Elegien der Liebe – Der Besuch (6. Kapitel)

12. Jahrhundert
Ez verlos ein ritter sîne scheide

15. Jahrhundert
Eine verliebte Ballade

17. Jahrhundert
Albanie, gebrauche deiner Zeit...
Er schauet der Lesbie durch ein Loch zu

18. Jahrhundert
Ein schöner Schoß
Lieben und geliebet werden ist das höchste Vergnügen
Als einer im Schlaf verschwenderisch gewesen
An vollen Büschelzweigen...
Wahrer Genuß.

19. Jahrhundert
Die stille Wasserrose
Wie ich von dir träumte...
Woher?
Solang ein Weib tut leben
Nie war die eine Liebesnacht...

20. Jahrhundert
Liebeslied

Die Extase von Hans-Jürgen Döpp
Abbildungsverzeichnis

Das Hohelied Salomos

3. Kapitel
[Sie:]
1 Des Nachts auf meinem Lager suchte ich ihn,
den meine Seele liebt.
Ich suchte ihn und fand ihn nicht.
2 Aufstehen will ich, die Stadt durchstreifen,
die Gassen und Plätze,
ihn suchen, den meine Seele liebt.
Ich suchte ihn und fand ihn nicht.

Schlummernde Venus
Giorgione, um 1508-1510
Öl auf Leinwand, 108,5 x 175 cm
Gemäldegalerie Alte Meister,
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Dresden

3 Mich fanden die Wächter bei ihrer
Runde durch die Stadt.
„Habt ihr ihn gesehen, den meine Seele liebt?“
4 Kaum war ich an ihnen vorüber,
fand ich ihn, den meine Seele liebt.
Ich packte ihn, ließ ihn nicht mehr los,
bis ich ihn ins Haus meiner Mutter brachte,
in die Kammer derer, die mich geboren hat.
5 Bei den Gazellen und Hirschen der Flur
beschwöre ich euch, Jerusalems Töchter:

Die Geburt der Venus aus dem Meer (Venus Anadyomene)
Tizian (Tiziano Vecellio), um 1520
Öl auf Leinwand, 75,8 x 57,6 cm
National Gallery of Scotland, Edinburgh

Stört die Liebe nicht auf, weckt sie nicht,
bis es ihr selbst gefällt.

6 Wer ist sie, die da aus der Steppe heraufsteigt
in Säulen von Rauch.
umwölkt von Myrrhe und Weihrauch,
von allen Wohlgerüchen der Händler?
7 Sieh da, das ist Salomos Sänfte;
sechzig Helden geleiten sie, Israels Helden,
8 alle vertraut mit dem Schwert, geschult für den Kampf;
jeder trägt sein Schwert an der Hüfte
gegen die Schrecken der Nacht.

Ruhende Quellnymphe
Lucas Cranach der Ältere, um 1530-1534
Öl auf Holz, 75 x 120 cm
Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid

9 Einen Tragsessel ließ König Salomo zimmern
aus Holz vom Libanon,
10 die Pfosten in Silber, die Lehne in Gold,
der Sitz in Purpur, das Innere mit Steinen belegt.
11 Ihr Töchter Jerusalems, kommt heraus
und schaut, ihr Töchter Zions,
König Salomo mit der Krone!
Damit hat ihn seine Mutter gekrönt
am Tage seiner Hochzeit, an dem Tag
seiner Herzensfreude.

Venus von Urbino
Tizian (Tiziano Vecellio), 1538
Öl auf Leinwand, 119 x 165 cm
Galleria deglia Uffizi, Florenz

4. Kapitel
[Er:]
1 Schön bist du, meine Freundin, ja, du bist schön.
Hinter dem Schleier deine Augen wie Tauben.
Dein Haar gleicht einer Herde von Ziegen,
die herabzieht von Gileads Bergen.
2 Deine Zähne sind wie eine
Herde frisch geschorener Schafe,
die aus der Schwemme steigen.
Jeder Zahn hat sein Gegenstück, keinem fehlt es.
3 Rote Bänder sind deine Lippen;
lieblich ist dein Mund.

Die drei Grazien
Peter Paul Rubens, 1630-1635
Öl auf Holz, 220,5 x 182 cm
Museo Nacional del Prado, Madrid

Dem Riss eines Granatapfels gleicht deine Schläfe hinter dem Schleier.
4 Wie der Turm Davids ist dein Hals,
in Schichten von Steinen erbaut;
tausend Schilde hängen daran, lauter Waffen von Helden.
5 Deine Brüste sind wie zwei Kitzlein,
wie die Zwillinge einer Gazelle, die in den Lilien weiden.
6 Wenn der Tag verweht und die Schatten wachsen
will ich zum Myrrhenberg gehen, zum Weihrauchhügel.
7 Alles an dir ist schön, meine Freundin; kein Makel haftet dir an.

Danaë
Rembrandt, 1636
Öl auf Leinwand, 185 x 202,5 cm
Eremitage, St. Petersburg

8 Komm doch mit mir, meine Braut vom Libanon,
weg vom Libanon komm du mit mir!
Weg vom Gipfel des Amana,
von den Höhen des Senir und Hermon;
weg von den Lagern der Löwen, den Bergen der Panther.
9 Verzaubert hast du mich, meine Schwester Braut; ja verzaubert
mit einem (Blick) deiner Augen, mit einer Perle deiner Halskette.
10 Wie schön ist deine Liebe, meine Schwester Braut;
wieviel süßer ist deine Liebe als Wein,

Bathseba mit dem Brief des Königs David oder Bathseba im Bade
Rembrandt, 1654
Öl auf Leinwand, 142 x 142 cm
Musée du Louvre, Paris

der Duft deiner Salben köstlicher als alle Balsamdüfte.
11 Von deinen Lippen, Braut, tropft Honig;
Milch und Honig ist unter deiner Zunge.
Der Duft deiner Kleider ist wie des Libanon Duft.
12 Ein verschlossener Garten ist meine Schwester Braut,
ein verschlossener Garten, ein versiegelter Quell.
13 Ein Lustgarten spross aus dir, Granatbäume mit köstlichen Früchten, Hennadolden, Nardenblüten,
14 Narde, Krokus, Gewürzrohr und Zimt,

Schlafende junge Frau
18. Jahrhundert
Französische Miniatur auf Elfenbein gemalt

alle Weihrauchbäume,
Myrrhe und Aloe, allerbester Balsam:
15 Die Quelle des Gartens bist du,
ein Brunnen lebendigen Wassers,
Wasser vom Libanon.

[Sie:]
16 Nordwind, erwache! Südwind, herbei!
Durchweht meinen Garten, lasst strömen die Balsamdüfte!
Mein Geliebter komme in seinen Garten
und esse von den köstlichen Früchten.

Nackte Maja
Francisco de Goya, 1797-1800
Öl auf Leinwand, 98 x 191 cm
Museo Nacional del Prado, Madrid

5. Kapitel
[Er:]
1 Ich komme in meinen Garten, Schwester Braut;
ich pflücke meine Myrrhe, den Balsam;
esse meine Wabe samt dem Honig,
trinke meinen Wein und die Milch.

[Freunde:]
Freunde, esst und trinkt, berauscht euch an der Liebe!

[Sie:]
2 Ich schlief, doch mein Herz war wach.
Horch, mein Geliebter klopft:

Die Frau mit den weißen Strümpfen
Eugène Delacroix
Öl auf Leinwand, 26 x 33 cm
Musée du Louvre, Paris

Mach auf, meine Schwester und Freundin,
meine Taube, du Makellose!
Mein Kopf ist voll Tau aus meinen Locken tropft die Nacht.
3 Ich habe mein Kleid schon abgelegt –
wie soll ich es wieder anziehen?
Die Füße habe ich gewaschen – soll ich sie wieder beschmutzen?
4 Mein Geliebter streckte die Hand durch die Luke;
da bebte mein Herz ihm entgegen.

Ohne Titel
Henri Monnier, um 1835
Farblithografie

5 Ich stand auf, dem Geliebten zu öffnen.
Da tropften meine Hände von Myrrhe am Griff des Riegels.
6 Ich öffnete meinem Geliebten:
Doch der Geliebte war weg, verschwunden.
Mir stockte der Atem: er war weg.
Ich suchte ihn, ich fand ihn nicht.
Ich rief ihn, er antwortete nicht.
7 Da fanden mich die Wächter bei ihrer Runde durch die Stadt;
sie schlugen, sie verletzten mich.

Lesbenszene
Peter Fendi, 1835
Farblithografie
Privatsammlung

Den Mantel entrissen sie mir, die Wächter der Mauern.
8 Ich beschwöre euch, Jerusalems Töchter:
Wenn ihr meinen Geliebten findet, sagt ihm,
ich bin krank vor Liebe.

[Freunde:]
9 Was hat dein Geliebter den andern voraus,
du schönste der Frauen?
Was hat dein Geliebter den andern voraus,
dass du so uns beschwörst?

Odaliske mit Sklave
Jean-Auguste-Dominique Ingres und Paul Flandrin, 1842
Öl auf Leinwand, 76 x 105 cm
The Walters Art Museum, Baltimore

[Sie:]
10 Mein Geliebter ist weiß und rot,
ist ausgezeichnet vor Tausenden.
11 Sein Haupt ist reines Gold.
Seine Locken sind Rispen, rabenschwarz.
12 Seine Augen sind wie Tauben an Wasserbächen;
(Die Zähne), in Milch gebadet, sitzen fest.
13 Seine Wangen sind wie Balsambeete,
darin Gewürzkräuter sprießen,
seine Lippen wie Lilien; sie tropfen von flüssiger Myrrhe.
14 Seine Finger sind wie Stäbe aus Gold,

Die Bacchantin
Gustave Courbet, um 1844-1847
Öl auf Leinwand, 65 x 81 cm
Stiftung Rau, Köln

mit Steinen aus Tarschisch besetzt.
Sein Leib ist wie eine Platte aus Elfenbein,
mit Saphiren bedeckt.
15 Seine Schenkel sind Marmorsäulen,
auf Sockeln von Feingold.
Seine Gestalt ist wie der Libanon, erlesen wie Zedern.
16 Sein Mund ist voll Süße; alles ist Wonne an ihm.
Das ist mein Geliebter, ja, das ist mein Freund,
ihr Töchter Jerusalems.

Die Bibel, Einheitsübersetzung

Provozierende nackte Frau
um 1850
Handgefärbte stereoskopische Daguerreotypie

An Aphrodite

Golden thronende Aphrodite,
listenersinnende Tochter des Zeus,
nicht mit Angst und Sorgen belaste,
Hocherhabne, dies pochende Herz!

Sondern komm, wenn jemals dir lieblich
meiner Leier Saiten getönt,
deren Klängen du öfters lauschtest,
verlassend des Vaters goldenes Haus.

Liegender Akt
Alexis Gouin, um 1850
Daguerreotypie

  • Accueil Accueil
  • Univers Univers
  • Ebooks Ebooks
  • Livres audio Livres audio
  • Presse Presse
  • BD BD
  • Documents Documents