Diego Rivera
256 pages
German, Middle High (ca.1050-1500)

Découvre YouScribe en t'inscrivant gratuitement

Je m'inscris

Diego Rivera , livre ebook

-

Découvre YouScribe en t'inscrivant gratuitement

Je m'inscris
Obtenez un accès à la bibliothèque pour le consulter en ligne
En savoir plus
256 pages
German, Middle High (ca.1050-1500)
Obtenez un accès à la bibliothèque pour le consulter en ligne
En savoir plus

Description

Sie lernten sich 1928 kennen, als Frida Kahlo gerade einundzwanzig Jahre und Diego doppelt so alt war. Er genoss bereits internationale Anerkennung, als sie noch davon träumte.
Aus ihrer stürmischen Beziehung erwuchs vor allem für Frida eine starke Kreativität, doch brachte sie auch großes Leid mit sich. Stets im Schatten ihres Mannes, dessen häufige Untreue sie genau so wie die eigene Eifersucht ertrug, lebte Frida ihren Schmerz auf der Leinwand aus und erlangte so nach und nach das Interesse der Öffentlichkeit. Die beiden engagierten Künstler verkündeten ihre Freiheit in Amerika und Europa und hinterließen hier wie dort die Spuren ihres unglaublichen Talents.
In dieser wundervollen Doppelausgabe stellt Gerry Souter nicht nur die Biographien beider Künstler einander gegenüber, sondern hält dem Leser gleichzeitig mit viel Gefühl das dünne Band vor Augen, das die beiden größten mexikanischen Künstler des 20. Jahrhunderts zusammen hielt.

Sujets

Informations

Publié par
Date de parution 08 mai 2012
Nombre de lectures 0
EAN13 9781780425252
Langue German, Middle High (ca.1050-1500)
Poids de l'ouvrage 72 Mo

Informations légales : prix de location à la page 0,0598€. Cette information est donnée uniquement à titre indicatif conformément à la législation en vigueur.

Exrait

DIEGORIVERA
Gerry Souter
Autor: Gerry Souter Übersetzer: Dr. Martin Goch Redaktion der deutschen Veröffentlichung: Klaus H. Carl
Layout: Baseline Co. Ltd. 33 Ter  33 Bis Mac Dinh Chi St., th Star Building; 6 Floor District 1, Ho Chi Minh City Vietnam
© Parkstone Press International, New York, USA © Confidential Concepts, worldwide, USA © Victor Arnautoff © Georges Braque, Artists Rights Society (ARS), New York, USA/ ADAGP, Paris © José Clemente Orozco, Artists Rights Society (ARS), New York, USA/ SOMAAP, México © Estate of Pablo Picasso/ Artists Rights Society (ARS), New York, USA © Banco de México Diego Rivera & Frida Kahlo Museums Trust. Av. Cinco de Mayo n°2, Col. Centro, Del. Cuauhtémoc 06059, México, D.F. © David Alfaro Siqueiros, Artists Rights Society (ARS), New York, USA/ SOMAAP, México
Weltweit alle Rechte vorbehalten. Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.
ISBN: 9781780425252
Diego Rivera Kunst und Leidenschaft
Gerry Souter
4
Inhalt
Einleitung
Von der Lehre zum Meister der Kunst
Sein neues Exil in Europa oder seine künstlerische Suche
Zwischen Malerei und Politik
Ein Kommunist bei den Amerikanern
Die letzten Jahre oder die Rückkehr ins Heimatland
Index
7
11
63
99
169
223
254
Einleitung
ch kannte den mexikanischen Wandmaler Diego Rivera schon lange, bevor ich den vielen KIunstwerke anzusehen, wo immer es möglich war. In Paris gibt es die Schätze desLouvreund des anderen „Diego Riveras“ der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begegnete. Als Fotojournalist und Absolvent desChicago Art Institutenutzte ich auswärtige Aufträge, um mir bedeutende Centre Pompidougibt es Diego Rivera, und zwar überall. Und zu Hause genieße ich den. In Mexiko Vorteil, nur fünf Autostunden vomDetroit Institute of Artsund Riveras unglaublichen Wandgemälden für diese amerikanische Industriestadt entfernt zu wohnen. Während seine Staffeleigemälde und Zeichnungen einen großen Teil seines Früh und Spätwerks einnehmen, explodieren seine einzigartigen Wandgemälde in einer virtuosen Vorführung verblüffender Organisation geradezu von der Wand. Auf diesen Wänden gehen der Mann, seine Legende und sein Mythos, sein technisches Talent, sein narrativer Fokus und seine tiefen ideologischen Überzeugungen eine untrennbare Verbindung ein. Bei der Recherche für mein BuchFrida Kahlo: Hinter dem Spiegelfand ich viele Fotografien Diegos, zuerst als lächelnder, erfolgreicher Künstler mit seiner kleinen Braut und am Ende als müder alter Mann hinter Fridas Sarg auf dem Weg zum Krematorium. Obwohl ihre Verbindung sehr eng war, konnte ich ihren Vollzug, sowohl körperlich als auch intellektuell, nicht akzeptieren, noch konnte ich verstehen, welche Anziehungskraft auf schöne Frauen und mächtige Männer eine solche watschelnde Karikatur ausüben konnte. Im Angesicht seiner von der Wand leuchtenden Bilder trat sein Reiz als überlebensgroße Person und Schöpfer jedoch rasch an die Stelle des ersten Eindrucks eines weichen Mannes. Große, feuchte, weiche Froschaugen über einem einen Hang zum Genuss ausdrückenden Mund blicken erwartungsvoll unter schweren Lidern hervor und erinnern an ein Mondgesicht auf einem fleischigen, tränenförmigen Körper. Aber dieser große Mann, der Türen ausfüllte und Stühle unter sich ächzen ließ, hatte kleine, an Kinder erinnernde Hände. Er wirkte sanft und träge, arbeitete häufig aber 18 Stunden auf einem Gerüst an seinen Wandgemälden. Sein Privatleben war ein einziges Chaos aus Politik, Affären, Partys, Reisen, Ehen und der Arbeit an seinem eigenen Mythos. Aber an der Wand choreographierte er erfolgreich seine schöpferische Arbeit mit den zeitkritischen Erfordernissen der Wandmalerei. Seinen Memoiren zufolge lobte der sich mühende junge Künstler Rivera Picasso dafür in den Himmel, dass er die Maler aus der Umklammerung der Stagnation befreit hatte. Seinen Freunden gegenüber allerdings machte er Picasso den Vorwurf, Elemente seiner kubistischen Technik von ihm gestohlen zu haben, und Rivera kochte geradezu, als Picasso Erfolge feierte und er selbst sich
1.Diego Rivera, Das Erstellen eines Freskos, 1931. Fresko, 568 x 991 cm. San Francisco Art Institute, San Francisco.
2.Diego Rivera, Selbstporträt, 1916. Öl auf Leinwand, 82 x 61 cm. Museo Dolores Olmedo, MexikoStadt.
7
D I E G O
R I V E R A
K U N S T
3.Frida Kahlo, Xochítl, Blume des Lebens, 1938. Öl auf Metall, 18 x 9,5 cm. Privatsammlung.
4.Frida Kahlo, Selbstporträt, ca. 1938. Öl auf Metall, 12 x 7 cm. Privatsammlung, Paris.
8
U N D
L E I D E N S C H A F T
in Paris immer noch ohne einen eigenen Stil abmühte. Rivera war zeitlebens ein Anhänger der Ideen des Kommunismus und stritt seine gnadenlose Realität zumeist ab. Wie konnte jemand die strenge Ideologie des Kommunismus propagieren und gleichzeitig für reiche Kapitalisten arbeiten? Während der unruhigen 1920er, 1930er und 1940er Jahre bewegten sich Riveras politische Einsichten auf dem Niveau, mit dem ihn die meisten seiner Zeitgenossen identifizierten – dem eines großen Kindes. Er schloss überall, in Mexiko, Spanien, Frankreich, Italien, Deutschland, Russland und den Vereinigten Staaten, Freundschaften, während die Eifersucht auf seinen Erfolg und kontroverse politische Andeutungen in seiner Kunst ihm gleichzeitig erbitterte Feinde einbrachten. Rivera trug viele Jahre lang einen großkalibrigen Colt bei sich, angeblich, um Anschläge auf sein Leben abzuwehren. Diego Rivera spielte viele Rollen, einige besser als andere, aber tief in seinem Herzen trug er – auch wenn er dies erst nach etwa einem Drittel seines Lebens erkannte – Mexiko in sich, die Sprache seiner Gedanken, das Blut in seinen Adern, den azurblauen Himmel über seinem Zufluchtsort. Nachdem sich der Sturm und Drang eines quasi im Galopp gelebten Lebens gelegt hatten, er seine meisterliche Technik entwickelt hatte und sich endlich seinen schöpferischen Zielen widmete, war da Mexiko, seine Geschichte und seine Geschichten. Diese Geschichten und das Leben Diego Riveras vermischen sich so miteinander, wie ein Fluss die Erde in sich aufnimmt.
Gerry Souter Arlington Heights, Illinois
E I N L E I T U N G
9
10
  • Accueil Accueil
  • Univers Univers
  • Ebooks Ebooks
  • Livres audio Livres audio
  • Presse Presse
  • BD BD
  • Documents Documents