Diego Velázquez (1599-1660)
44 pages
German, Middle High (ca.1050-1500)

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Diego Velázquez (1599-1660) , livre ebook

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Description

Während seiner gesamten fruchtbaren Karriere malte Velázquez die Mächtigen genauso gut wie die Normalbürger Spaniens. Sein Werk ist geprägt von Realismus, der den größten flämischen Meistern dieser Zeit in Nichts nachsteht, und trotz äußerer Einflüsse gelang es ihm zweifellos, seine eigenen künstlerischen Prinzipien zu entwickeln. Diego Velázquez (1599-1660) ist einer der berühmtesten Künstler der Welt. Als Vertreter der europäischen Malerei des 17. Jahrhunderts arbeitete er für den spanischen Hof und für die wichtigsten Persönlichkeiten dieser Zeit und vervollständigte zahlreiche Porträts. Die menschliche Figur faszinierte Velázquezund sein Werk umfasst auch Porträts von einzelnen Personen und Gruppen aus dem Volksleben, Darstellungen des täglichen Lebens in den Tavernen Spaniens. Als Vater der spanischen Malerei inspirierte und begeisterte Velázquez ganze Generationen von Künstlern, die ihm folgten, darunter Picasso, Dalí und Bacon. Sein mysteriöses Gemälde Las Meninas, das die Essenz seiner Arbeit enthält, ist bis heute eine unerschöpfliche Quelle für Schrift und Forschung.

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Informations

Publié par
Date de parution 11 avril 2018
Nombre de lectures 0
EAN13 9781683257028
Langue German, Middle High (ca.1050-1500)
Poids de l'ouvrage 30 Mo

Informations légales : prix de location à la page 0,0272€. Cette information est donnée uniquement à titre indicatif conformément à la législation en vigueur.

Exrait

Autor: Carl Justi
Layout:
Baseline Co. Ltd
61A-63A Vo Van Tan Street
4. Etage
Distrikt 3, Ho Chi Minh City
Vietnam
© Confidential Concepts, worldwide, USA
© Parkstone Press International, New York, USA
Image-Bar www.image-bar.com
Weltweit alle Rechte vorbehalten.
Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen, den betreffenden Künstlern selbst oder ihren Rechtsnachfolgern. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.
ISBN: 978-1-68325-702-8
Carl Justi




Diego Velázquez
(1599-1660)












„Die Maler aus unterschiedlichen Schulen, die ihn im Museum von Madrid umgeben und die alle sehr gut vertreten sind, erscheinen neben ihm wie Fälscher. Er ist der Maler der Maler.“
— Édouard Manet
Inhalt
Biografie
Sevilla. Die Zeit von 1599 bis 1623
Madrid. Die Zeit von 1623 bis 1629
Erste Italienreise. Die Zeit von 1629 bis 1631
Rückkehr nach Madrid - El Palacio del Buen Retiro. Die Zeit von 1630 bis 1635
Torre de la Parada. Die Zeit von 1635 bis 1640
Torre de la Parada. Die Zeit von 1640 bis 1650
Zweite Reise nach Italien. Die Zeit von 1649 bis 1651
Das letzte Jahrzehnt. Die Zeit von 1651 bis 1660
Velázquez – einer der größten Maler des 17. Jahrhunderts
Abbildungsverzeichnis
Selbstporträt, um 1640
Öl auf Leinwand, 45 x 38 cm. Museu de Belles Arts de València, Valencia.
Biografie
6. Juni 1599:   Taufe in Sevilla, Kirche San Pedro.
1609-1610:   Schüler von Francisco de Herrera dem Älteren.
1612:   Wechselt in die Schule von Francisco Pacheco del Río.
1617:   Besteht die Meisterprüfung.
1618:   Heirat mit Pachecos Tochter, Juana de Miranda.
1622:   Reise nach Madrid.
1623:   Rückkehr nach Sevilla. Umzug nach Madrid. Ernennung zum Hofmaler.
1627:   Teilnahme an dem Wettbewerb unter den Hofmalern zum Thema Vertreibung der Mauren , aus dem er als Sieger hervorgeht. Ernennung zum Kammerherrn des Königs ( Ujier de cámar a ).
1628-1629:   Rubens kommt als diplomatischer Gesandter nach Madrid.
1629:   Rubens reist von Spanien über England zurück in die Niederlande. Velázquez segelt von Barcelona nach Italien. Landung in Genua, Weiterreise über Venedig und Ferrara nach Rom. Prinz Baltasar Carlos wird in Madrid geboren.
1630:   Aufenthalt in Rom. Malt ein (verloren gegangenes) Selbstbildnis.
Bilder: Die Schmiede des Vulkan und Der blutige Rock Josephs .
Abreise von Rom nach Neapel.
1631:   Rückkehr nach Spanien.
1932:   Porträtbildnis von Prinz Baltasar Carlos und sein Zwerg.
1633:   Velázquez’ 14-jährige Tochter, Francisca, heiratet Juan Bautista Martínez del Mazo.
Er inspiziert zusammen mit Vicente Carducho die Qualität der königlichen Porträts in den Palästen.
1634:   Übergibt sein höfisches Amt als Ujier de cámara seinem Schwiegersohn Martínez del Mazo.
Beendet die Schlachtenszenen für den „Saal der Königreiche“ im Buen Retiro-Palast.
1635:   Triumphierender Einzug des Kardinalinfanten Ferdinand in Antwerpen. Beginn des Kriegs gegen Frankreich.
1636:   Ernennung zum Kammerherrn der Privatgemächer.
1640:   Feuersbrunst im Buen Retiro. Velázquez reist in Begleitung von Alonso Cano nach Altkastilien, um Gemälde für den Buen Retiro anzukaufen. Tod von Rubens, dessen Werke Philipp IV. bei einer Auktion erwirbt. Velázquez’ Enkel José wird getauft.
1643:   Ernennung zum Kämmerer ( Ayuda de cámara ).
Der Conde-Duque de Olivares wird seines Amtes als Premierminister enthoben und vom Hof verwiesen. Martínez del Mazo wird zum persönlichen Maler von Prinz Baltasar Carlos ernannt.
1644:   Im Gefolge des Königs bei dessen Feldzug in Aragon.
Tod der Königin Isabelle de Bourbon,
Tod des Francisco Pacheco in Sevilla.
1649:   Segelt von Málaga nach Genua. Die neue Königin, Maria Anna von Österreich, trifft in Madrid ein.
1650:   Wird zum Mitglied der Akademie des Hl. Lukas in Rom ernannt.
Aufnahme in die Congregazione dei Virtuosi in Rom. Dort malt er Porträts von Papst Innozenz X., Kardinal Pamphili, Monsignor Camillo Massimo, Juan de Pareja und anderen.
1651:   Rückreise aus Italien. Geburt der Infantin Margarita.
1652:   Geburt seines Enkels Melchor Julian. Ernennung zum Oberkämmerer des Königlichen Palastes.
1654:   Tod seiner ältesten Tochter Francisca. Renovierung der Innenausschmückung des Escorial.
1655:   Velázquez’ Familie zieht um in die Casa del Tesoro neben dem Alcázar.
1656:   Entstehung seines Meisterwerks Las Meninas .
1658:   Vollendung der Arbeiten im Spiegelsaal.
1659:   Wird zum Ritter des Santiago-Ordens geschlagen.
Bilder: Die Porträts Prinz Philipp Prosper und Infantin Ma rgarita (1651-1673) in blauem Kleid , die nach Wien verschickt werden.
6. August 1660:   Velázquez stirbt in Madrid.
Sevilla. Die Zeit von 1599 bis 1623
Das 17. Jahrhundert war das goldene Zeitalter der spanischen Kunst. Seit 1576 lebte der von Kreta über Venedig und Rom nach Spanien eingewanderte El Greco (eigentlich Domeniko Theotokopoulos, 1541-1614) in Toledo, ein Meister, der byzantinische Ikonenmalerei mit der italienischen Tradition verband und im Spanien der Gegenreformation mit ihrer Heiligenverehrung einen fruchtbaren Nährboden für seine asketisch-religiösen, visionären Werke fand. In dem zum Königreich Spanien gehörenden Neapel machte Jusepe de Ribera (1591-1652) von sich reden, dessen Werk von typisch spanischer Leidenschaftlichkeit und religiöser Spannung gekennzeichnet war. In Sevilla schmückten Francisco de Zurbarán (1598-1664) und später auch Bartolomé Esteban Murillo (1617-1682) zahlreiche Klöster und Kirchen mit gottesfürchtigen Kompositionen. In dieser Gruppe genialer spanischer Meister steht Velázquez ein besonderer Platz zu: Sein Werk ist sowohl hinsichtlich des Inhalts als auch der malerischen Umsetzung und der technischen Brillanz außerordentlich vielfältig.
Diego Rodríguez de Silva y Velázquez wurde vermutlich in den ersten Tagen des Juni 1599 in Sevilla, der Hauptstadt Andalusiens, geboren; sicher ist nur sein Taufdatum, der 6. Juni. Seine Eltern, Juan Rodríguez de Silva und Jerónima Velázquez, gehörten einer zwar nicht besonders hohen oder begüterten, so doch aber vornehmen Adelsfamilie an. Nach andalusischem Brauch erhielt der Sohn den Namen seiner Mutter.
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts war die am bis hierher schiffbaren Guadalquivir gelegene Stadt Sevilla eine reiche, blühende Handelsstadt, der Hauptumschlagplatz des spanischen Seehandels, von dem aus Schiffe in die Neue Welt segelten, um mit unermesslichen Schätzen an Bord zurückzukehren. Hier lärmte eine vielsprachige Menschenmenge auf den Straßen, hier liebte man Musik, Theater und Literatur. Sevilla war überdies eines der größten religiösen Zentren des Landes; über vierzig Klöster und viele Kirchen, Spitäler, Armenhäuser und Bruderschaften wetteiferten miteinander in der Ausschmückung ihrer Räume mit Kunstwerken. Dies gilt natürlich vor allem für den Dom, seither eine wahre Schatzkammer der Kunst.
Velázquez wurde als Zehnjähriger dem bekannten Sevillaner Maler Francisco de Herrera der Ältere (1576-1656) in die Lehre gegeben. Er blieb aber nicht lange bei ihm, denn bereits zwei Jahre später, im September 1611, schloss sein Vater einen Vertrag mit Francisco Pacheco del Río (1564-1654) über die Ausbildung des Jungen ab. Pacheco war ein angesehener Künstler, der, obwohl er kein herausragendes Talent hatte, wichtige Aufträge erhielt. Sein Verdienst als Velázquez’ Lehrmeister bestand vor allem in der Fähigkeit, dem jungen Künstler den Weg zu den größten Errungenschaften der europäischen Kultur zu zeigen.
Von den Meistern der italienischen Renaissance verehrte Pacheco neben anderen vor allem Leonardo da Vinci (1452-1519), Raffael (1483-1520), Tizian (um 1490-1576) und Michelangelo (1475-1564) und beschäftigte sich viele Jahre seines Lebens mit dem zwar 1638 beendeten, aber erst zehn Jahre später veröffentlichten Buch Arte de la Pintura („Die Kunst der Malerei“). Die dem Werk zugrunde liegenden Ideen reiften jedoch bereits in der Zeit heran, als Velázquez bei Pacheco lernte. Eine der Hauptthesen Pachecos – über die edle Natur und die Würde der Malkunst – war für den Werdegang des jungen Künstlers von ausschlaggebender Bedeutung. Pacheco pries die klassische Kunst der Renaissance ebenso wie neue, realistische Strömungen, deren Hauptvertreter in Italien Caravaggio (1571-1610) war. Dies zeigt sich insbesondere an der auffallenden Hell-Dunkel-Malerei, dem Chiaroscuro, und den als „Tenebrismus“ bezeichneten Schatteneffekten. Die Lehrjahre bei Pacheco spielten also im Leben des jungen Velázquez eine überaus wichtige Rolle.
Die eigentliche Ausbildung hat wohl erst 1612 begonnen, denn Pacheco schrieb, sie habe fünf Jahre lang gedauert. Am 14. März 1617 bestand Velázquez seine Meisterprüfung und erhielt damit das Recht, selbstständig zu arbeiten. Ein Jahr später, am 23. April 1618, heiratete er Pachecos sechzehnjährige Tochter Juana de Miranda, und wiederum ein Jahr später kam Francisca, seine erste Tochter, und im Jahr 1621 Ignacia, die zweite Tochter, zur Welt.


Kopf eines Mannes im Profil, um 1616
Öl auf Leinwand, 39,5 x 35,5 cm. Eremitage, Sankt Petersburg


Drei Männer am Tisch, um 1617
Öl auf Leinwand, 108,5 x 102 cm. Eremitage, Sankt Petersburg


Küchenmagd mit dem Emmausmahl, um 1617-1618
Öl auf Leinwand, 55 x 118 cm. National Gallery of Ireland, Dublin


Die drei Musikanten (Musikalisches Trio), 1617-1618
Öl auf Leinwand, 87 x 110 cm. Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin, Berlin


Eine alte Frau brät Eier (Die alte Köchin), 1618
Öl auf Leinwand, 100,5 x 119,5 cm. Scottish National Gallery, Edinburgh


Der Heilige Thomas, um 1618-1620
Öl auf Leinwand, 95 x 73 cm. Musée des Beaux-Arts, Orléans


Bauern bei Tisch, 1618-1619
Öl auf Leinwand, 96 x 112 cm. Szépművészeti Múzeum, Budapest


Christus im Hause von Martha und Maria, um 1618
Öl auf Leinwand, 60 x 103,5 cm. National Gallery, London


Die Unbefleckte Empfängnis, 1618-1619
Öl auf Leinwand, 135 x 101,6 cm. National Gallery, London
Die Sevillaner Maler lebten hauptsächlich von sakralen Auftragsarbeiten für Kirchen und Klöster (also von religiösen Themen), eine Laufbahn, die auch Velázquez bevorstand. Doch bereits während seiner Lehrjahre zeigte er eine auffallende Neigung zur Darstellung des alltäglichen Lebens. Pacheco erzählte, dass Velázquez eigens einen Bauernjungen anheuerte, um ihn zu beobachten und bald lachend, bald weinend darzustellen. Am Ende des 16. Jahrhunderts kamen in Spanien zuerst von niederländischen und italienischen, dann auch von den spanischen Malern ausgeführte Stillleben und Alltagsszenen auf. Velázquez interessierte sich seit seinen ersten Schaffensjahren für Sittengemälde, und zu seinen Frühwerken gehört Die drei Musikanten (Musikalisches Trio),

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