Edward Hopper
256 pages
German, Middle High (ca.1050-1500)

Edward Hopper , livre ebook

-

Obtenez un accès à la bibliothèque pour le consulter en ligne
En savoir plus
256 pages
German, Middle High (ca.1050-1500)
Obtenez un accès à la bibliothèque pour le consulter en ligne
En savoir plus

Description

Hopper stellt in seinen Werken auf poetische Weise die Einsamkeit des Menschen im Angesicht des sich in den 1920er Jahren entwickelnden American Way of Life dar. Inspiriert von Filmen und besonders unterschiedlichen Kameraperspektiven und Haltungen von Filmfiguren decken seine Gemälde die Entfremdung in der Massenkultur auf. Seine Bilder sind in kalten Farben gehalten und von anonymen Charakteren bevölkert und spiegeln auf diese Weise symbolisch die Zeit der Weltwirtschaftskrise wider. Der Autor wirft auf der Basis einer Reihe unterschiedlicher Reproduktionen (Stiche, Aquarelle und Ölgemälde) und mit Hilfe thematischer und künstlerischer Analysen ein neues Licht auf die rätselhafte und gequälte Welt dieses wichtigen Malers.

Sujets

Informations

Publié par
Date de parution 08 mai 2012
Nombre de lectures 0
EAN13 9781781603963
Langue German, Middle High (ca.1050-1500)
Poids de l'ouvrage 55 Mo

Informations légales : prix de location à la page 0,0598€. Cette information est donnée uniquement à titre indicatif conformément à la législation en vigueur.

Exrait

EdwardHopper Hell und Dunkel
Gerry Souter
Autor: Gerry Souter Direktor der deutschen Veröffentlichung: Klaus Carl Übersetzer: Dr. Martin Goch
Layout: Baseline Co. Ltd. 127129A Nguyen Hue Blvd Fiditourist, 3. Stock District 1, Ho Chi MinhCity Vietnam
© Confidential Concepts, worldwide, USA © Parkstone Press International, New York, USA © Heirs of Josephine N. Hopper, licensed by the Whitney Museum of American Art, pp. 6, 9, 10, 12, 1415, 17, 18, 21, 2223, 24, 27, 2829, 30, 33, 34, 36, 3839, 42, 45, 47, 5051, 53, 5455, 56, 6061, 6465, 67, 7071, 73, 74, 76, 77, 79, 8081, 82, 85, 8687, 115, 116117, 123, 138139, 146147, 168169. © Sheldon Memorial Art Gallery, pp. 218219 © Lyonel Feininger estate, Artists Rights Society (ARS), New York/ VG BildKunst, Bonn © The Georgia O'Keeffe Museum/ Artists Rights Society (ARS), New York © Charles Sheeler © John Sloan
Weltweit alle Rechte vorbehalten Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.
ISBN: 9781781603963
EDWARD HOPPER Hell und Dunkel
DANKSAGUNG
er Autor möchte besonders Miss Carol Rusk, der Leiterin derBenjamin and Irma WeissBibliothek HopDper in derFrances Mulhall Achilles Library,Whitney Museum of American Artdanken. imWhitney Museum of American Art, Madison Avenue 945, New York, NY 10021 für ihre freundliche Hilfe beim Auffinden der Briefe und anderer Schriften von Edward und Josephine
Eine weitere, unbedingt zu erwähnende Quelle istEdward Hopper – An Intimate Biographyvon Gail Levin (University of California Press, Berkeley und Los Angeles, Kalifornien, 1995). Dieses Paradebeispiel einer gut geschriebenen Studie basiert in erster Linie auf den Tagebüchern und Briefen von Josephine Nivison Hopper, zu denen Miss Levin 1976 während ihrer Tätigkeit als Kuratorin der Edward HopperSammlung des Whitney Museum of American Art Zugang hatte. Die präzise Dokumentation des Lebens des Künstlers stellt eine ideale Ergänzung zu Miss Levins zahlreichen Büchern über Edward Hoppers Werk dar.
Einleitung
I N H A LT
Entstehung, Eine Welt aus Licht und Schatten
Wendepunkte
Liebe, Heirat und Aquarelle
Das Leben einer großen alten Ikone
Bibliographie
Anmerkungen
Liste der Abbildungen
6
10
34
98
164
251
252
254
EINLEITUNG
dward Hoppers realistische Stiche, Aquarelle und Ölgemälde verschafften ihm von den 1920er bis zu den 1940er Jahren in Amerika eine gewisse Berühmtheit. In seinen letzten 20 zaEhllosen Museums und Galerieeröffnungen, die er häufig ausschlug. Er lebte zurückgezogen, ein Lebensjahren kamen dann die Ehrungen, Medaillen, Retrospektiven und Einladungen zu Gefangener seiner ehrgeizigen Erziehung und der erniedrigenden Erinnerungen an die frühere Ablehnung, der Bewohner eines gebrechlichen Körpers und der einzige Vertreter einer dunklen und schweigsamen Philosophie, die fast jeden ansprach, der mit seiner Arbeit konfrontiert wurde. Hoppers schöpferische Bemühungen entdeckten Elemente des amerikanischen Lebens, die zurückgelassene, stille Überbleibsel oder bald eintretende Ereignisse zu sein scheinen. Sein Werk ist seine Autobiografie. Edward Hopper und seine Frau Josephine – später wurden sie fast nur gemeinsam wahrgenommen, weshalb sie auch in der Kunstgeschichte als Einheit gesehen werden – waren 43 Jahre lang verheiratet. Er war 1,96 m groß, während sie nur 1,55 m maß und kupferrotes Haar hatte. Praktisch ihr gesamtes gemeinsames Leben drehte sich um seine Kunst. Josephine Nivison Hopper verfügte selbst über ein bescheidenes künstlerisches Talent. Sie half ihm durch ihre Kontakte, seine ersten Aquarelle auszustellen. In Hoppers Sonnensystem gab es jedoch nur Platz für einen Künstler – ihn selbst, die Sonne in seinem Mittelpunkt. Aber sie schlich sich in seine selbstbezogene Welt. Nach ihrer Heirat wurden die in Hoppers Bildern erscheinenden Frauen mit wenigen Ausnahmen ausschließlich nach Jos nacktem oder bekleidetem Vorbild gemalt. Neben ihrer Tätigkeit als Modell nahm sie 1933 die Arbeit an einem gnadenlos persönlichen Tagebuch ihres gemeinsamen Lebens auf, das eine Ergänzung zu einer detaillierten Dokumentation seiner Arbeit darstellte, in der sie die Maße, die verwendete Farbe, die Verwendung von Leinwand oder Papier, Öl oder Wasserfarbe, die jeweilige Galerie und den Verkaufspreis – abzüglich der Provision für den Agenten in Höhe von 33 Prozent – aufzeichnete. Während ihre eigene künstlerische Karriere unter dem Gewicht seines kreativen Schattens und seiner gefühllosen Gleichgültigkeit in Trümmern lag, arbeitete sie mit ihm als Buchhalterin, Tagebuchautorin, Hausdienerin, gesellschaftliche Stütze, Finanzjongleurin und kreative Xanthippe zusammen. Tropf, tropf, tropf – der permanente Fluss ihrer geschwätzigen Ermutigungen durchdrang die Mauern seiner Blockaden, seine Unfähigkeit zu arbeiten, seine tiefen Depressionen. Sie wusste, welche Knöpfe sie bei ihm drücken musste und wie sie seine Schuldgefühle ausnutzen konnte. Er erinnerte sie dafür ständig an ihren zweitrangigen Status in ihrem Haushalt und als Künstlerin. Sie besprühten einander mit ätzendem Spott und berechnenden Sticheleien und prügelten sich anschließend, bis Blut floss, physisch und emotional. Aber ihre gegenseitige Abhängigkeit blieb bestehen. Edward und Jo hatten auch schöne Zeiten miteinander, als sie, beginnend in den 1920er Jahren, die Ostküste erkundeten und Zwischenstopps einlegten, um Skizzen und Aquarelle anzufertigen. Sie freundeten sich mit den Menschen an, deren Häuser und Boote und Lieblingsorte Edward malte und zeichnete. Sie wanderten gemeinsam durch die Straßen New Yorks, wo sie Kunst studiert hatten und zu der Künstlerszene von Greenwich Village gehörten. Sie waren von den 1920er bis zu den 1960er Jahren Anhänger der Kunstbewegung des amerikanischen Realismus. Während andere Maler und Bildhauer kamen und gingen, stand Hopper wie ein Fels inmitten des Chaos, das die Impressionisten zunächst willkommen hieß, um sie anschließend abzulehnen, so wie er die Expressionisten und Surrealisten und all die anderen
„Der Mann ist d as Werk. Aus nichts entsteht nichts.“ — Edward Hopper
„Wenn Du meine Art Person nicht kennst, und wenn Du Deine Art Person nicht kennst, könnte ein von anderen geschaf fenes Muster in der Welt vorherrschen und wir könnten, indem wir dem falschen Got t folgen, unseren Stern ver fehlen.“
aus:A Ritual to Read to Each Other — William Edgar Staf ford, (1914-1993)
1.Selbstporträt, (SelfPortrait), 19031906.
Öl auf Leinwand, 65,8 x 55,8 cm.
Whitney Museum of American Art, New York,
aus dem Nachlass von Josephine N. Hopper.
7
8
2.Jo beim Malen(Jo Painting), 1936.
Öl auf Leinwand, 46,3 x 41,3 cm. Whitney Museum of American Art, New York, aus dem Nachlass von Josephine N. Hopper.
entstehenden „isten“ zunächst zurückwies und dann feierte. Sein Werk brauchte kein Manifest und gehörte zu keiner Schule. Ein Hopper brauchte keine Unterschrift und sein Wert nahm niemals ab. Wie die wertbeständigen Werke von Alexander Calder (1898 bis 1976) und Pablo Picasso (1881 bis 1973) fanden, nachdem er seine eigene kreative Note gefunden hatte, auch seine Stiche und Gemälde immer Käufer. Hoppers zweidimensionale Welt reichte von introspektiven Bildern von Booten, Hügeln und Häusern ohne Menschen bis zu einer schwermütigen Sammlung von scheinbaren Allegorien mit einem schweigsamen Ensemble aus leeren Figuren, die dabei eingefangen sind, wie sie gerade etwas noch nicht erledigt oder etwas getan haben, was sie nun bereuen, oder die darauf warten, dass etwas geschieht, das ihr Leben verändert. Von seiner Geburt in Nyack, New York, im Jahr 1882 bis zu seinem Tod im Alter von 85 Jahren in seinem Stuhl in seiner AtelierWohnung in New York City, in der er 50 Jahre lang gewohnt hatte, verbrachte Hopper seine acht Lebensjahrzehnte mit der Beschäftigung mit Licht und Schatten. Er brachte es bei der Wiedergabe der Abbildung unseres Lebens und unserer Umwelt zur Meisterschaft. Dank Josephine, seiner zwar unterdrückten, aber stets aktiven Helferin, verfügen wir über ein kleines und häufig mit ätzender Säure bedecktes Fenster in seine abgeschlossene Welt. Wir sehen eine fruchtbare Reise durch eine schmerzhafte künstlerische Selbstfindung und eine massive Selbstverleugnung. Wir reisen durch die Entwicklung technischer Fähigkeiten in ein schizophrenes Labyrinth voller von dem Wunsch nach Anerkennung genährtem kommerziellen und künstlerischen Erfolg und Selbstverachtung und gelangen schließlich noch zu seinen Lebzeiten zu seiner Anerkennung als einem der unsterblichen Vertreter großer Kunst. Viele Autoren haben diese Reise unternommen und ich bin ihnen für ihre Entdeckungen dankbar. Noch größere Dankbarkeit gilt den Museen und Institutionen, die seine Werke ausstellen und die in seinem langen Leben angesammelten Papiere archiviert haben. Viel verdanke ich auch meinen Studentenjahren an der Schule desArt Institute of Chicago, wo ich mit dem Pinsel in der Hand mit meinen eigenen Dämonen kämpfte. Jeden Tag ging ich auf dem Weg zu meinen Kursen durch die Galerien. Jeden Tag ging ich an HoppersNachtschwärmer(S. 198199) vorüber und jeden Tag, an dem mein Geist nicht mit dem Müll der Jugend beschäftigt war, fühlte ich, wie mir der Erfolg als Maler entglitt. Erst später erkannte ich, dass die Kunst schmerzhaft sein muss, wenn man sie richtig betreibt. Die Nachzeichnung von Hoppers qualvoller Karriere rührt an lange verschüttete Erinnerungen. Jeder Autor beschreibt einen etwas anderen Edward Hopper. Obwohl sein Weg bekannt ist, seine Bekanntschaften dokumentiert sind, alle Daten authentifiziert worden sind und sein Werk katalogisiert worden ist, blicken wir dennoch auf ein Rätsel. Der Mensch und Künstler Hopper bleibt ein Geheimfach mit vielen verborgenen Schiebetüren. An dem letzten geheimen Ort stößt man vielleicht auf den Stein einer Rosette, eine „Rosenknospe“, einen Schlüssel zu seiner Arbeit. Da der einzige Weg zu dem „warum“ eines schöpferischen Künstlers über die hinterlassenen Spuren und das, was der Künstler zu offenbaren beschloss, führt, veranlassen diese verstreuten Spuren neugierige Autoren dazu, bequeme Schuhe anzuziehen und zu beginnen.
— Gerr y Souter Arlington Heights, Illinois
„Niemand kann die Richtung, die die Malerei in den nächsten Jahren einschlagen wird, korrekt vorhersagen, aber mir scheint es eine Abscheu vor der Erf indung willkürlicher oder stilisierter Entwürfe zu geben. Ich glaube, es wird einen Versuch, wieder die Überraschungen und Zufälle in der Natur einzufangen, sowie eine intimere und einfühlsamere Untersuchung ihrer Stimmungen zusammen mit einem erneuten Erstaunen und einer neuen Demut derjenigen Menschen, die zu einer solch einfachen 1 Reaktion fähig sind, geben.“ — Edward Hopper, 1933 Notes on Painting(Exzerpt)
  • Accueil Accueil
  • Univers Univers
  • Ebooks Ebooks
  • Livres audio Livres audio
  • Presse Presse
  • BD BD
  • Documents Documents