Kirchner
256 pages
German, Middle High (ca.1050-1500)

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Kirchner , livre ebook

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Description

Der selbst ernannte Wortführer der 1905 in Dresden gegründeten Künstlergruppe Die Brücke, Ernst-Ludwig Kirchner, war eine Schlüsselfigur des deutschen Expressionismus. Seine frühen Arbeiten zeigen zwar Einflüsse des Impressionismus und Jugendstils, doch malte Kirchner um 1909 in einer ihm eigenen, ausdrucksstarken Art mit forschen, lockeren Pinselstrichen, leuchtenden und nicht-naturalistischen Farben und deutlich herausgestellten Gesten. Im Atelier arbeitete er mit oftmals innerhalb kurzer Zeit nach der Natur erstellten Skizzen, auf denen häufig bewegte Figuren oder Szenen aus dem Großstadtleben zu sehen sind. Ungefähr zu der Zeit, als er 1912 nach Berlin zog, wurde Kirchners Stil sowohl in der Malerei als auch in seinen zahlreichen grafischen Arbeiten kantiger, von zackigen Linien und häufig einer gewissen Nervosität geprägt, wie etwa in seinen eindrucksvollen Berliner Straßenszenen. Kirchner erlebte den Ausbruch des Ersten Weltkriegs körperlich geschwächt und verängstigt. Die kurze Erfahrung seiner Ausbildung in der Armee erzeugte in ihm ein tiefes Trauma. Von 1917 bis zu seinem Freitod im Jahr 1938 lebte er zurückgezogen, wenn auch künstlerisch produktiv, nahe Davos in der Ruhe der Schweizer Alpen.

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Informations

Publié par
Date de parution 01 juillet 2011
Nombre de lectures 0
EAN13 9781780421599
Langue German, Middle High (ca.1050-1500)
Poids de l'ouvrage 40 Mo

Informations légales : prix de location à la page 0,025€. Cette information est donnée uniquement à titre indicatif conformément à la législation en vigueur.

Exrait

Kirchner
Text: Debbie Lewer Redaktion der deutschen Veröffentlichung: Klaus H. Carl
Seite 4: Selbstbildnis, Doppelporträt, 1914. Öl auf Leinwand, 60 x 49 cm, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Berlin.
Layout: Baseline Co Ltd 127-129A Nguyen Hue rd Fiditourist 3 Floor District 1, Ho Chi Minh City Vietnam
© Sirrocco, London, UK © Confidential Concepts, worldwide, USA © Ernst Ludwig Kirchner: Dr. Wolfgang und Ingeborg Henze, Wichtrach / Bern
Alle Rechte vorbehalten.
Kein Teil dieser Veröffentlichung darf ohne die Genehmigung des Herausgebers weltweit vervielfältigt, reproduziert oder adaptiert werden. Falls nicht anders angegeben, liegen die Urheberrechte der abgebildeten Werke bei den jeweiligen Fotografen. Trotz intensiver Recherchen war es nicht immer möglich, alle Urheberrechte festzustellen. Wo dies der Fall ist, sind wir für Hinweise dankbar.
ISBN : 978-1-78042-159-9
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„Das ist für mich ausgeschlossen. Ich bedaure es auch nicht... Die Welt in ihren Reizen ist überall gleich, nur die äußeren Formen sind andere. Und hier lernt man tiefer sehen und weiter eindringen als in dem so genannten „modernen” Leben, das meist trotz seiner reicheren äußeren Form so sehr viel oberflächlicher ist.” — Ernst Ludwig Kirchner
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6. Mai 1880: 1886: 1901:
1903-1904:
7. Juni 1905:
November 1905:
1906: 1.-21. Sept. 1907: 1907-1911:
Januar 1908:
1909:
12. Juni 1909: November 1909:
1910-1911:
1910:
Mai 1910: Oktober 1910:
1911:
Biografie
Ernst Ludwig Kirchner wird in Aschaffenburg als Sohn gut situierter Eltern geboren. Die Familie zieht nach Frankfurt am Main, 1887 dann nach Perlen in der Nähe von Luzern. Dem Wunsch seines Vaters entsprechend, beginnt er, an der Technischen Hochschule in Dresden Architektur zu studieren. Er geht nach München, um Kunst zu studieren, nimmt Unterricht an der Schule von Wilhelm von Debschitz und Hermann Obrist. Im Oktober reist er nach Nürnberg, um sein Studium abzuschließen. Nach seiner Rückkehr nach Dresden gründet er zusammen mit seinen Freunden Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff die GruppeDie Brücke. Die Künstler und insbesondere Kirchner entwickeln einen neuen, der akademischen Lehre entgegenstehenden Stil der Aktzeichnung. Erste Ausstellung derBrückein der LeipzigerGalerie P.H. Beyer & Sohn. Die Gruppe arbeitet gemeinsam in dem angemieteten Atelier, das sich ihre Mitglieder teilen. Andere Künstler wie Emil Nolde gesellen sich dazu und werden als „passive Mitglieder“ aufgenommen. Er lernt Doris Große kennen, die zu seinem bevorzugten Modell wird und dies bis 1911 bleibt. Gruppenausstellung in derKunstgalerie Emil Richterin Dresden. Kirchner verbringt die Sommermonate zusammen mit anderenBrücke-Mitgliedern in Goppeln, an den Moritzburger Seen und auf der Insel Fehmarn. Kirchner schafft Holzskulpturen in einem archaischen, temperamentvollen und ausdrucksstarken Stil, zu dem ihn afrikanische und ozeanische Kunstwerke inspiriert haben. Diese ‘primitive’ Kunst bildet eine wichtige Inspirationsquelle für die Künstler derBrücke. Gemeinsame Ausstellung von Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff beiAugust Dörbrundt, Braunschweig. Unter dem Einfluss des Fauvismus nutzen die Mitglieder derBrückedie Entdeckung zur Weiterentwicklung ihrer bereits sehr ausdrucksstarken Farbgebung. GroßeBrücke-Ausstellung in derGalerie Richter, Berlin. Kirchner illustriert das Nachtleben von Dresden und Berlin mit Szenen aus Variété, Tanz und Theater. Prostitution wird zu einem wiederkehrenden Thema der Nachtspektakel Kirchners und Emil Noldes. Die Mitglieder derBrückeziehen nach Berlin. Zusammen mit Max Pechstein gründet Kirchner die KunstschuleModerner Unterricht im Malen (MUIM), die 1912 wegen mangelnder Rentabilität schließen muss. Weitere Ausstellungen der Gruppe in den wichtigsten Städten Deutschlands (Berlin, Darmstadt, Dresden, Düsseldorf, Hamburg und Leipzig). Der fünfte Band derBrückeist ausschließlich den Werken Kirchners gewidmet. Kirchner wird Mitglied der von Max Pechstein geleitetenNeuen Secession. Er lernt den Künstler Otto Mueller kennen, der Mitglied derBrückewird. Beginn seines Briefwechsels mit Karl-Ernst Osthaus, dem Gründer desFolkwang-Museumsin Hagen. Kirchner spezialisiert sich auf die Darstellung des modernen Großstadtlebens; seine Maschinen, seine Geschwindigkeit, seine pausenlose Geschäftigkeit. Der Künstler knüpft Verbindungen zur LiteratengruppeNeuer Club. Das MagazinDer Sturm veröffentlicht 10 Holzschnitte Kirchners.
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1912:
27. Mai 1913:
1913-1915:
Februar- März 1914: 1915:
1917:
1920: 1921:
1925-1926:
1926:
1928: 1936:
1937:
15. Juni 1938:
Die Gruppe wird zur Teilnahme an derSonderbund-Ausstellung in Köln eingeladen; Ausstellungen in Moskau und Prag und zweite Ausstellung der GruppeBlauer Reiter(mit der ein reger Austausch stattfindet) in derGalerie Gurlittin München und in Berlin. Im selben Jahr trifft Kirchner Erna Schilling, die Schwester eines Freundes, mit der er bis zu seinem Tod zusammenbleibt. Kirchner, der als Wortführer derBrückegilt, beschließt, ihre Geschichte zu schreiben,Die Brücke-Chronik. Die anderen Mitglieder lehnen sich gegen seinen Autoritarismus auf, und die Gruppe löst sich auf. Während seiner Jahre in Berlin entsteht eine lange Reihe von Darstellungen des modernen Großstadtlebens aus seiner Sicht der deutschen Metropole. Wichtige Einzelausstellung in derGalerie Jena. Während des ersten Weltkrieges verfällt er in eine schwere Depression. Im November wird er für die Dauer seiner Krankheit als dienstunfähig erklärt und zur Genesung in den Taunus geschickt, dann nach Davos in die Schweiz. Er stellt wichtige Kunstwerke aus, von denen eine Reihe zur Illustration von ChamissosGeschichte Peter Schlemihls(1916) verwendet wird. Trotz seiner wachsenden Abhängigkeit von Morphin, Schlaftabletten und Alkohol schafft er eine Reihe bedeutender Fresken für das Königsteiner Sanatorium. Kirchner zieht endgültig nach Davos. Er setzt seine Arbeit fort und seine Gesundheit bessert sich. Seine Werke werden in der Schweiz und in Deutschland ausgestellt. Kirchner unterrichtet den jungen holländischen Künstler Jan Wiegers. Im Kronprinzen-Palais in Berlin werden 50 seiner Werke ausgestellt; das positive Echo bestätigt seine Rolle als führender Expressionist. Kirchner kehrt zum ersten Mal seit seinem Schweizer Exil nach Deutschland zurück. Er erhält einen öffentlichen Auftrag zur Gestaltung der Halle desFolkwang-Museumsin Essen, den er nicht zu Ende bringen kann. Kirchner zieht weiterhin die Aufmerksamkeit der jungen Künstler in Basel auf sich, die ihn in den Alpen besuchen, um ihn um Rat zu fragen. Veröffentlichung der ersten Kirchner-Monografie sowie einesCatalogue Raisonnéseiner wichtigsten grafischen Werke mit Besprechungen und Dokumenten. Beteiligung an der Biennale in Venedig, Zeichen seiner Popularität im eigenen Land. Kirchner ist tief betroffen von der wachsenden Bedrohung durch den Nationalsozialismus seit der Annektion Österreichs. Kirchners Werke werden von den Nazis alsentartete Kunstklassifiziert und in den deutschen Museen beschlagnahmt, was ihm sehr zusetzt. Der Eindruck des Krieges und ein Rückfall seiner Krankheit lösen eine neue Depression aus, im Zuge derer er einen Großteil seiner Werke zerstört. Trotzdem bleibt seine internationale Anerkennung ungebrochen: In den USA - in Detroit und New York - finden Ausstellungen seiner Werke statt. Erschöpft und außer sich über die politische Situation in Deutschland, nimmt sich Ernst Ludwig Kirchner das Leben.
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Was ist Expressionismus? er Begriff „Expressionismus” hatte zu D verschiedenen Zeiten unterschiedliche Bedeutungen. In dem Sinn, in dem wir ihn heute gebrauchen, wenn wir vom „Deutschen Expressionismus” sprechen, bezieht er sich auf eine am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts in Deutschland und Österreich entstandene breite kulturelle Bewegung. Doch der Expressionismus ist komplex und widersprüchlich. Er umfasst die Befreiung des Körpers ebenso wie die Entdeckung der Psyche.
Akt eines Mädchens im Schatten eines Zweiges
1905 Öl auf Karton, 37 x 30 cm Kirchner-Museum, Davos
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Und innerhalb seiner vielfältigen Mischung fanden sich politische Apathie und Chauvinismus ebenso wie eine revolutionäre Gesinnung. Der erste Teil des Buches ist eher thematisch als chronologisch strukturiert, um einige der wichtigsten charakteristischen Gemeinsamkeiten und Anliegen der Bewegung darzustellen. Der zweite Teil besteht aus kurzen Essays über eine Reihe einzelner Expressionisten, mit denen die unterschiedlichen Aspekte im Werk der jeweiligen Künstler herausgestellt werden.
Akt, auf einem Sofa liegend (Isabella)
1906-1907 Kohle und Bleistift, 68,5 x 89 cm Privatsammlung
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