Lempicka
208 pages
German, Middle High (ca.1050-1500)

Découvre YouScribe en t'inscrivant gratuitement

Je m'inscris

Lempicka , livre ebook

-

Découvre YouScribe en t'inscrivant gratuitement

Je m'inscris
Obtenez un accès à la bibliothèque pour le consulter en ligne
En savoir plus
208 pages
German, Middle High (ca.1050-1500)
Obtenez un accès à la bibliothèque pour le consulter en ligne
En savoir plus

Description

Die Portraits, Akte und Stillleben von Tamara Lempicka (1898-1980) atmen den Geist des Art Deco und des Jazz Age. Sie spiegeln den eleganten und hedonistischen Lebensstil einer glamourösen Elite in Paris in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen wider. Ihre Kunst kombiniert eine hervorragende klassische Technik mit Elementen aus dem Kubismus. Lempickas Schaffen ist der Höhepunkt eleganter Modernität und greift gleichzeitig auf Meisterportraitisten wie Ingres oder Bronzino zurück. Das vorliegende Buch befasst sich mit der rationalen Schönheit ihrer besten Werke in den 1920er und 1930er Jahren und der außergewöhnlichen Lebensgeschichte einer talentierten und schillernden Frau. Sie beginnt ihr Leben zur Jahrhundertwende in Polen und dem zaristischen Russland, dann verbringt sie glorreiche Jahre in Paris und eine lange Zeit des Misserfolgs in Amerika, bis sie schließlich in den 70er Jahren wieder entdeckt wird und ihre Bilder den Status einer Ikone und weltweite Popularität erhalten.

Sujets

Informations

Publié par
Date de parution 08 mai 2012
Nombre de lectures 0
EAN13 9781781603512
Langue German, Middle High (ca.1050-1500)
Poids de l'ouvrage 23 Mo

Informations légales : prix de location à la page 0,0598€. Cette information est donnée uniquement à titre indicatif conformément à la législation en vigueur.

Exrait

LEMPICKA
Patrick BadeText: Patrick Bade
Übersetzung: Antje Kroschewski
Layout:
Baseline Co Ltd
127-129 A Nguyen Hue
Fiditourist, 3rd Floor
District 1, Ho Chi Minh City
Vietnam
© Parkstone Press International, New York, USA
© Confidential Concepts, worldwide, USA
© de Lempicka Estate / Artists Rights Society, New York, USA / ADAGP
© Denis Estate / Artists Rights Society, New York, USA / ADAGP
© Lepape Estate / Artists Rights Society, New York, USA / ADAGP.
© Dix Estate / Artists Rights Society, New York, USA / VG Bild-Kunst.
© Pierre et Gilles. Galerie Jérôme de Noirmont, Paris
© O'Keeffe Estate / Artists Rights Society, New York USA
© Lotte Lasterstein.
Alle Rechte vorbehalten.
Ohne Genehmigung des Urhebers ist es weltweit nicht gestattet, dieses Werk oder Teile daraus zu
reproduzieren der zu übernehmen. Soweit nicht anders angegeben, liegt das Urheberrecht für die reproduzierten Werke
beim jeweiligen Fotografen. Trotz ausführlicher Nachforschungen ist es dem Verlag nicht in allen Fällen
gelungen, das Urheberrecht festzustellen. Für etwaige Hinweise sind wir dankbar.
ISBN 978-1-78160-351-2Tamara de
empickaL
Patrick BadeInhalt
EINLEITUNG 7
DER BEGINN IHRER KARRIERE 9
ART DÉCO 45
WENDEPUNKT 101
MEISTERWERKE 133
BIBLIOGRAPHIE 204
BIOGRAPHIE 205
BILDVERZEICHNIS 2066Einleitung
amara de Lempicka hat mit ihren Bildern einige der größten Kultsymbole des 20.
Jahrhunderts geschaffen. Das Werk keines anderen zeitgenössischen Künstlers ziert soT viele Buchumschläge wie ihre Porträts und Aktzeichnungen aus den Jahren
19251933. Die Verleger wissen sehr wohl, dass diese Reproduktionen die Aufmerksamkeit auf sich
lenken und das Interesse der potenziellen Käufer anregen. In den letzten Jahren haben die
Originalbilder bei Auktionen von Christie’s und Sotheby’s Rekordsummen eingebracht. Gekauft
werden sie nicht etwa nur von Museen, sondern sie sind beliebte Sammlerobjekte von Film- und
Popstars.
Im Mai 2004 veranstaltete die Royal Academy of Arts in London eine große Ausstellung der
Werke de Lempickas – und dies nur gerade ein Jahr, nachdem die Künstlerin einen zentralen
Platz in einer anderen großen Ausstellung des Art déco im Victoria und Albert Museum
(ebenfalls in London) eingenommen hatte. Die Besucher kamen in Scharen, trotz kritischer
Reaktionen von beispielloser Feindseligkeit gegenüber einer Künstlerin mit solch fundiertem
Ruf und Marktwert.
In einer Sprache voll moralischer Verurteilung, wie sie seit Hitlers Denunziation moderner
Kunst auf dem Reichsparteitag in Nürnberg und der von den Nazis veranstalteten Ausstellung
über Entartete Kunst nicht mehr gehört worden war, wetterte der Kunstkritiker der Sunday
Times, Waldemar Januszczak:
“Ich hatte sie für eine manierierte und seichte Hausiererin der Art déco
Banalitäten gehalten. Aber hier hatte ich Unrecht. Lempicka war viel
schlimmer als das. Sie war eine mächtige Kraft des ästhetischen Verfalls, sie
korrumpierte einen großartigen Stil auf melodramatische Weise und
förderte leere Werte, ein entarteter Clown und eine in Wirklichkeit wertlose
Künstlerin, deren Bilder wir zu unserer großen Schande haben absurd teuer
werden lassen.”
Laut Januszczak kam de Lempicka 1919 nicht als unschuldiger Flüchtling der Russischen
Revolution nach Paris, sondern in bösartiger Mission und mit der Absicht, “den menschlichen
Anstand und die künstlerischen Standards ihrer Zeit zu verletzen”. Man kommt nicht umhin,
sich zu fragen, was genau die Kunst de Lempickas an sich hat, dass sie solch hysterische
Schmähworte provoziert. Vielleicht gibt Januszczaks folgender scharfer Kommentar hier Seite 6
Aufschluss: “Luther Vandross sammelt scheinbar ihre Werke. Madonna. Streisand. Diese Art von Tamara de Lempicka im Abendkleid,
Leuten.” Die Feindseligkeit ist vielleicht eher politisch als ästhetisch motiviert, denn was einige um 1929. Schwarze und weiße
ihrer Kritiker am meisten ärgerte, war der glamouröse Lebensstil sowohl von Tamaras Sammlern Photographie auf Papier.
als auch ihren Modellen. 22,3 x 12 cm.
7Der Beginn
ihrer KarriereDas Leben
10Der Beginn ihrer Karriere
amara de Lempickas Herkunft und ihr frühes Leben sind geheimnisumwoben. Unser
Wissen über ihre Herkunft setzt sich aus einigen höchst unzuverlässigen undT lückenhaften autobiografischen Fragmenten sowie den Äußerungen ihrer Tochter,
Baroness Kizette de Lempicka-Foxhall, gegenüber de Lempickas amerikanischem Biografen Charles
Phillips zusammen. De Lempicka war eine Meisterin im Erfinden von Geschichten und im
Mythologisieren ihrer eigenen Person; sie war durchaus in der Lage, ihre eigene Tochter und sogar
sich selbst zu täuschen. Ein großer Teil ihrer Geschichte, wie ihre Tochter sie erzählt, erinnert an
einen Liebesroman oder ein Drehbuch und ist wohl in vieler Hinsicht auch nicht viel authentischer.
Sowohl Geburtstort als auch Geburtsdatum de Lempickas variieren von Erzählung zu Erzählung.
Darin braucht man jedoch weiter nichts zu sehen als die Eitelkeit einer schönen Frau. (Zu Tamaras
Lebzeiten hatten Opernsängerinnen mit dem Titel Kammersängerin im Österreichisch-Ungarischen
Reich offiziell das Recht, ihr Geburtsdatum um bis zu fünf Jahre nach hinten zu korrigieren.)
Schon eher bedeutsam ist, dass sie ihren Geburtsort von Moskau nach Warschau verlegte, wie
dies zumindest manche behaupten. Es wurde darüber spekuliert, dass de Lempicka auf väterlicher
Seite jüdischer Herkunft gewesen sei, und dass die Verschleierung ihres Geburtsortes helfen sollte,
diese Tatsache zu verdecken. Ohne Frage war de Lempickas Fähigkeit, sich an neuen Orten immer
wieder neu zu erfinden, wie sie sich im Laufe ihres Lebens öfters manifestierte, ein
Überlebensmechanismus, den sie mit vielen Juden ihrer Generation teilte. Die Vorahnung der von
Nazi-Deutschland ausgehenden Gefahr einer ansonsten unpolitischen Frau und ihr Wunsch,
Europa 1939 zu verlassen, geben ebenfalls Grund zur Vermutung, dass sie Halbjüdin war.
Der offiziellen Version zufolge kam Tamara Gurwik-Gorska als Tochter wohlhabender Eltern der
polnischen Oberschicht im Jahre 1898 in Warschau zur Welt. Nach drei Teilungen gegen Ende des
18. Jahrhunderts wurde ein Großteil Polens, und somit auch Warschau, Teil des Russischen
Reiches. Der im 19. Jahrhundert aufkommende Nationalismus brachte fortlaufende Auflehnungen
gegen die russische Herrschaft mit sich und resultierte in immer härteren Versuchen, die Polen zu
russifizieren und ihre polnische Identität zu unterdrücken. Tamara scheint sich nie mit den
kulturellen und politischen Bestrebungen des polnischen Volkes identifiziert zu haben. Sie fand sich
im Gegenteil in der herrschenden Klasse des zaristischen Regimes wieder, das Polen unterdrückte.
Die Tatsache, dass sie nach ihrer Flucht aus dem bolschewistischen Russland zusammen mit
tausenden russischen Aristokraten das Exil in Paris dem Leben im gerade befreiten und
unabhängigen Polen vorzog, scheint für sich zu sprechen.
Die Familie ihrer Mutter, Malvina Decler, war wohlhabend genug, um die “Saison” in St.
Petersburg verbringen und in die mondänen Kurbäder Europas reisen zu können. Auf einer dieser
Reisen sollte Malvina Decler ihren zukünftigen Ehemann Boris Gorski treffen. Über ihn ist außer
der Tatsache, dass er als Anwalt für eine französische Firma arbeitete, sehr wenig bekannt. Aus
welchem Grund auch immer, Boris Gorski war nicht jemand, den Tamara in den Erzählungen über
ihr frühes Leben besonders hervorzuheben pflegte.
Aus Tamaras späteren eigenen Äußerungen lässt sich schließen, dass sie zusammen mit ihrem
älteren Bruder Stanczyk und ihrer jüngeren Schwester Adrienne eine glückliche Kindheit
verbrachte. Ihr eigensinniges Temperament, das sich schon in jungen Jahren zeigte, wurde eher
gefördert als gezügelt. Als Tamara im Alter von zwölf Jahren für ihr Porträt sitzen soll, wird dies zu
einem wichtigen und offenbarenden Ereignis. “Meine Mutter traf die Entscheidung, mein Porträt Seite 10
von einer berühmten Frau malen zu lassen, die mit Pastellfarben arbeitete. Ich musste stundenlang Porträt der Baroness Renata Treves, 1925.
am Stück still sitzen, es war eine Tortur. Später würde ich andere quälen, die für mich Modell Öl auf Leinwand, 100 x 70 cm.
sitzen mussten. Als sie fertig war, konnte ich dem Bild nichts abgewinnen, es war nicht … präzise. Barry Friedman Ltd., New York.
11Das Leben
Seite 12
Bauernmädchen beim Gebet, um 1937.
Öl auf Leiwand, 25 x 15 cm.
Privatsammlung.
Seite 13
Das polnische Mädchen, 1933.
Öl auf Holz, 35 x 27 cm.
Privatsammlung.
12Der Beginn ihrer Karriere
13Das Leben
Die Linien waren nicht fournies, nicht sauber gemalt. Das war nicht ich. Und ich beschloss, dass ich
das besser konnte. Ich kannte die Technik nicht. Ich hatte nie gemalt, aber das war unwichtig.
Meine Schwester war zwei Jahre jünger. Ich nahm mir die Farbe. I

  • Accueil Accueil
  • Univers Univers
  • Ebooks Ebooks
  • Livres audio Livres audio
  • Presse Presse
  • BD BD
  • Documents Documents