Leonardo Da Vinci
81 pages
German, Middle High (ca.1050-1500)

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Description

“War Leonardos deutliche Berufung zur wissenschaftlichen Forschung eine Hilfe oder ein Hindernis für seine Arbeit als Künstler? Er wird gewöhnlich als ein Beispiel für die Möglichkeit eines Bündnisses von Kunst und Wissenschaft angeführt. In ihm, so heißt es zumeist, erhielt das schöpferische Genie durch die analytische Fähigkeit zusätzlichen Antrieb; der Verstand verstärkte die Vorstellungskraft und die Gefühle. […]
Leonardo war ein tiefgründiger Gelehrter und unvergleichlicher Schöpfer und ist der einzige Mensch in unserer Geschichte, der in die geheimnisvollsten Verstecke der Wahrheit eingedrungen ist und gleichzeitig Visionen der strahlendsten Schönheit heraufbeschworen hat, der die Wissenschaft des Aristoteles mit der Kunst des Phidias verbunden hat."
“Dadurch, dass er die Natur und alle für ihre vollkommene Wiedergabe wichtigen Wissenschaften – Anatomie, Perspektive, Physiognomie – leidenschaftlich studierte und klassische Modelle konsultierte, sich gleichzeitig allerdings die für ihn typische Unabhängigkeit bewahrte, konnte er bei der Kombination von Präzision mit Freiheit und von Wahrheit mit Schönheit nicht fehl gehen. Die raison d’être und der Ruhm des Meisters beruhen auf dieser endgültigen Emanzipation, dieser perfekten Meisterschaft der Modellierung, der Lichtgebung und des Ausdrucks, dieser Weite und Freiheit. Auch andere mögen neue Wege gebahnt haben, aber niemand reiste weiter oder stieg höher als er."

Sujets

Informations

Publié par
Date de parution 22 décembre 2011
Nombre de lectures 0
EAN13 9781781607527
Langue German, Middle High (ca.1050-1500)

Informations légales : prix de location à la page 0,0175€. Cette information est donnée uniquement à titre indicatif conformément à la législation en vigueur.

Exrait

Text : Gabriel Séailles
Layout :
Baseline Co. Ltd
61A-63A Vo Van Tan Street
4. Etage
Distrikt 3, Ho Chi Minh City
Vietnam

© Parkstone Press International, New York, USA
© Confidential Concepts, worldwide , USA

Weltweit alle Rechte vorbehalten .
Soweit nicht anders vermerkt , gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Photographen . Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich , die Eigentumsrechte festzustellen . Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung .

ISBN : 978-1-78160- 752 - 7
Leonardo da Vinci
INHALT


Einleitung
Sein Leben
BIOGRAPHIE
VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN
ANMERKUNGEN
1. Bildnis einer jungen Dame (Porträt der Ginevra d’Benci) , 1474-1476.
Öl auf Holz, 42 x 37 cm.
National Gallery of Art, Washington, D.C.
Einleitung

Leonardo da Vinci wurde im Jahr 1452 in der am rechten Ufer des Arno zwischen Florenz und Pisa liegenden Stadt Vinci geboren. Sein Vater, Ser Piero, war zu dieser Zeit 22 oder 23 Jahre alt und Leonardos Mutter ein junges Bauernmädchen namens Catarina. Die uneheliche Geburt Leonardos bereitete der Romanze ein harsches und prosaisches Ende. Man kann sich die Einzelheiten des damaligen kleinen Familiendramas gut vorstellen. Ser Pieros Vater setzte seinen Sohn sicherlich unter erheblichen Druck, mit Caterina zu brechen, und so nahm der seinen Sohn Leonardo und heiratete noch im selben Jahr Albiera di Giovanni Amadori. Caterina ihrerseits ehelichte geräuschlos einen gewissen Accatabriga di Piero del Vacca, einen Bauern, der ihre Vergangenheit nicht weiter untersuchte. Als illegitimer und von seinem Vater aufgezogener Sohn musste Leonardo ohne jenen mütterlichen Einfluss auskommen, den jeder große Mann mit Selbstachtung erfahren sollte. Leonardo da Vinci wuchs im Haus seines Vaters auf. Es ist gut möglich, dass er wegen seiner unehelichen Herkunft nicht leiden musste, denn er hatte das Glück, dass während seiner Kindheit kein legitimes Geschwister geboren wurde, das seine Stiefmutter gegen ihn hätte einnehmen können.
Über seine frühen Studien ist nur wenig bekannt. Er ging etwa 1469, spätestens aber 1470 von Vinci weg in das Atelier Andrea del Verrocchios (um 1435/36 bis 1488) in Florenz, aber sein Name erscheint schon ab 1472 in der Liste der Kunstmalergilde als der eines eigenständigen Mitglieds. Pietro Perugino (um 1448 bis 1523) und Lorenzo di Credi (um 1459 bis 1537) zählten in Verocchios Atelier zu seinen Mitschülern.
Dies war die Zeit, als sich die Welt für ihn öffnete. Schon mit seinen ersten Arbeiten als Künstler zog er alle Augen auf sich, erweckte die Aufmerksamkeit seiner Rivalen und, wenn wir der Legende glauben dürfen, entmutigte seinen Meister. Verrocchio hatte von den Mönchen von Vallombrosa den Auftrag für eine Taufe Christi erhalten, und Leonardo trug einen knienden Engel zu dem Gemälde bei. Diese Figur hätte in dem Gesamtensemble eigentlich unauffällig sein sollen, sie ragte jedoch so sehr heraus, dass alles andere nicht mehr registriert wurde. Vasari erzählt, wie „…Verrocchio dadurch, dass ein Kind besser malte als er, so verstört wurde, dass er sich entschloss, von jenem Tag an niemals wieder einen Pinsel in die Hand zu nehmen“. Leonardo muss während dieses ersten Aufenthaltes in Florenz ein großartiges, ja teilweise ein etwas zügelloses Leben geführt haben – und auch seinem Sinn für Humor ließ er mehrmals auf Kosten der gesetzten Bürger von Florenz freien Lauf. Von den frühen Werke Leonardos sind kaum welche erhalten, und man weiß nur durch Vasaris Beschreibungen etwas über sie, die jedoch ausreichen, um uns zu zeigen, dass Leonardo von Beginn an seine eigene künstlerische Identitä t gefunden hatte.
Von Anfang an kam in dem Künstler auch der Gelehrte zum Ausdruck, der die Gesetze der Natur studierte, um sie im menschlichen Bereich anzuwenden, so, als handele es sich bei der Natur um eine Maschine zur Befriedigung der Bedürfnisse oder, anders gesagt, um ein Kunstwerk, das die Seele mit den von ihr hervorgerufenen Gefü hlen befruchtet.
2. Madonna mit dem Granatapfel (Dreyfus-Madonna) , ca. 1469-1470.
Öl auf Holz, 15,7 x 12,8 cm.
National Gallery of Art, Washington, D.C.
3. Madonna mit der Nelke , ca. 1470.
Öl auf Holz, 62 x 47,5 cm.
Alte Pinakothek, München.
Leonardo verfügte bereits über jene kompositorische Fähigkeit und jenes Talent für das Chiaroscuro, über jene fröhliche Einstellung und Ausdruckskraft, die all seine Zeitgenossen, von Perugino ( Madonna , Museum von Nancy, Felsenmadonna) bis hin zu Lorenzo di Credi, Raffael (1483 bis 1520) und Michelangelo (1475 bis 1564) mehr oder weniger zu Imitatoren Leonardos werden ließen.
Man kann den lebendigen Geist da Vincis in seinen Werken erkennen, man sieht, wie er von der Seele zum Körper wandert, von innen nach außen, sich zuerst Gefühle und anschließend deren Artikulation in Gestik und Physiognomie vorstellt. Durch seine Konzentration auf die Emotionen definiert Leonardo sie und variiert ihre Nuancen. Er trennt diesen Prozess als Maler jedoch nicht von den sich aus ihm ergebenden Bewegungen. Er sieht die Emotionen in den von ihnen belebten Körpern repräsentiert und folgt mit seiner sicheren Hand den von jenem unaussprechlichen Beben des inneren Lebens bewegten Linien. Wenn der Gelehrte in da Vinci den Künstler in da Vinci nicht tötete, so lag dies daran, dass er die Erfindung über alles liebte. Von der Wissenschaft wollte er nie mehr als die von ihr verliehene Kraft der Handlung und der Kreation.
Schon zu diesem frühen Zeitpunkt in seinem Leben war Leonardo nicht nur Maler, Bildhauer, Architekt und Ingenieur, sondern auch Gelehrter – in einem Wort: ein Mann, der ein echter Mann ist und dessen Handlungen sich in alle Richtungen wenden.


Sein Leben

Bereits als 30-Jähriger hatte Leonardo da Vinci alle seine Fähigkeiten voll entwickelt und war nun nicht mehr das begabte Kind der Taufe Christi , sondern wusste genau, was er wollte und was er konnte. Er verfügte über Genie und eine Methode, und seine frühen Erfolge weckten in ihm den größten Ehrgeiz. Was ihm noch fehlte? Geld, materielle Macht, ein freies Betätigungsfeld für alles das, was seinen Träumen zur Verwirklichung verhelfen konnte. Man hat ihm vorgeworfen, Florenz in Richtung Mailand verlassen und einen Lorenzo da Medici (der Prächtige; 1449 bis 1492) für einen Ludovico Sforza (il Moro; 1452 bis 1508) eingetauscht zu haben. Er ging jedoch nach Mailand, weil er das suchte, was er sein gesamtes Leben lang suchen musste: einen Fürsten, der seinem Genie vertraute und ihn mit den Mitteln für die Realisierung seiner genialen Pläne ausstattete. Leonardo hätte niemand Besseren als diesen Fürsten finden können, der sich nach Ruhm sehnte, sich für alle Wissenschaften interessierte und danach strebte, seine Machtübernahme dadurch zu legitimieren, dass er Mailand zur wichtigsten Stadt Italiens und zum Rivalen von Florenz machte.
Leonardo war der Mann, den er dafür brauchte, denn schließlich organisierte Leonardo die Unterhaltungsdarbietungen für den Herzog und andere Aristokraten: modische Spektakel, Prozessionen, Triumphszenen und mythologische Pantomimen (Perseus und Andromeda, der die wilden Tiere betörende Orpheus etc.), geschickt inszenierte Allegorien, bei denen die symbolisch zu verstehenden Figuren in der Luft zu schweben schienen. All diese Aufführungen verschmolzen die Kunst dadurch mit dem Leben, dass schöne Formen und Farben sowie harmonisch miteinander verbundene edle Gefühle zum Einsatz kamen.
4. Madonna Benois , 1475-1478.
Öl auf Holz, übertragen auf Leinwand,
49,5 x 31,5 cm. Eremitage, Sankt Petersburg. (Detail)
5. Madonna mit der Nelke , ca. 1470.
Öl auf Holz, 62 x 47,5 cm.
Alte Pinakothek, München.
6. Anna Selbdritt mit Johannes dem Täufer , 1499-1500.
Kohle, weiß gehöht, auf Papier,
141 x 104,6 cm. National Gallery, London.
Leonardo entwarf die Kostüme, dirigierte die Darsteller und erfand ausgefallene Kunstgriffe, um die Spektakel noch interessanter zu machen. All dies waren jedoch für sein Genie lediglich oberflächliche Spielereien. Zur gleichen Zeit, da er sich mit der Erfindung vergänglicher Spektakel gemäß den rasch wechselnden Vorlieben der Damen Mailands amüsierte, arbeitete er an den die Zeit überdauernden Kunstwerken, die im Geist der Menschheit endlos wiedergeboren und als jung empfunden werden.
Leonardos großes, in Mailand entstandenes Gemälde war Das Abendmahl , das er im Refektorium der Kirche Santa Maria delle Gracie malte und an dem er mehrere, vielleicht sogar zehn, Jahre arbeitete. Leonardo ließ sich in seinen Gemälden nicht zum Einsatz der trompe-l’oeil-Technik [1] herab. Er wollte, dass seine Bilder die Natur, so wie sie vom menschlichen Auge wahrgenommen wird, perfekt widerspiegeln. Man scheint geradezu in sein Gemälde einzutreten und den Tisch am Ende der Halle mit den hinter ihm sitzenden Männern tatsächlich zu sehen. Leonardo konnte diesen Effekt nur auf Grund seiner fundierten Kenntnis der Perspektive erzielen. Das Spektrum von Leonardos Aktivitäten in Mailand ist damit aber immer noch nicht vollständig beschrieben. Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass ihm tatsächlich nichts Menschliches fremd oder unvertraut war. Er agierte dort nicht nur als Organisator der höfischen Festivitäten und als Mailands größter Maler und Bildhauer, sondern in offiziellen Dokumenten ist auch zu lesen, dass er gemeinsam mit dem Maler und Baumeister Bramante (1444 bis 1514) den Titel ingeniarius ducalis trug, wobei das Wort ingeniarius sowohl Ingenieur als auch Architekt bedeutet. Allerdings wissen wir von keinem Gebäude aus jener Zeit, das unter seiner Leitung oder auf der Grundlage seiner Planungen erbaut wurde.
Aber Leonardo war nicht nur Architekt, er war auch ein Architekturtheoretiker. Gemäß den Gepflogenheiten seines Geistes bewegte er sich von der Kunst zur Wissenschaft. Bei Leonardo ist der Weg vom Nachdenken zur Aktion niemals weit. Seine Neugier des Gelehrten ist schlicht der Ehrgeiz eines Menschen, der leidenschaftlich die Naturgesetze erforscht, um sie, während er sie imitiert, zu übertreffen. Er studiert die Risse in der Wand, ihre Ursachen und die mögliche Abhilfe: „Behandle zuerst die Ursachen für die Brüche in der Wand und behandle dann diese Schäden getrennt.“ Er studiert die Natur des Bogens, „…der nichts anderes ist als eine von zwei Schwächen verursachte Stärke“, un

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