Pascin
253 pages
German, Middle High (ca.1050-1500)

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Description

Pascin, der heute noch immer als „Bad Boy” bezeichnet wird, war ein brillanter Künstler, der im Schatten seiner Zeitgenossen, wie Picasso, Modigliani und einiger anderer, lebte und arbeitete. Ein Meister der weiblichen Formen, der Bilder schuf, die so gequält erscheinen wie sein ausschweifender Lebensstil. Der Künstler, dessen Werke aufgrund ihres erotischen Charakters als skandalös erachtet wurden, stellte seine Arbeiten in zahlreichen Salons aus, darunter vor allem in Berlin, Paris und New York.

Sujets

Informations

Publié par
Date de parution 12 juin 2014
Nombre de lectures 0
EAN13 9781783109074
Langue German, Middle High (ca.1050-1500)
Poids de l'ouvrage 2 Mo

Informations légales : prix de location à la page 0,025€. Cette information est donnée uniquement à titre indicatif conformément à la législation en vigueur.

Exrait

Autor:
Alexandre Dupouy

Layout:
Baseline Co. Ltd
61A-63A Vo Van Tan Street
4. Etage
Distrikt 3, Ho Chi Minh City
Vietnam

© Confidential Concepts, worldwide, USA
© Parkstone Press International, New York, USA
Image-Bar www.image-bar.com

Weltweit alle Rechte vorbehalten.
Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen, den betreffenden Künstlern selbst oder ihren Rechtsnachfolgern. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.

ISBN: 978 - 1 - 78310 - 907 - 4
„Der freieste Mann der Welt, der nur durch imaginäre Bindungen dieser Welt angehört.“

— Pierre Mac-Orlan
INHALT



Biografie
DER KALIF UND SEINE DREIHUNDERTSIEBENUNDSECHZIG MODELLE


A
Abend in Tunis
Akt auf einem Sofa, Rückenansicht
Akt in einem Hemd
Akt, Rückenansicht
Am Strand, Dieppe
An der Bar auf dem Taburin-Ball
Aschenputtel
Aschenputtel

B
Bei den Amazonen
Bei Tunis
Blonder Akt
Blumen
Bordell

D
Danaë
Dorf in Tunesien
Drei junge Mädchen
Drei junge Mädchen in einem Zimmer
E
Einladung
Eliane
Encore Germaine
Die Engel

F/G
Familie in Havanna
Frau mit Korsett
Die Freuden des Lebens
Germaine in Gelb
Die Gesprächigen

H
Hammam-Life, Tunisie
Der Harem
Harlem
Hermine David
Hermine David beim Anziehen
Hermine in roten Strumpfhaltern
Die Hirten

I
Im Café
Im Café
In der Music Hall
In La Goulette
Interieur mit drei Mädchen
Italienisches Modell
J
Die Jagd
Judith und Holofernes
Julie, Frau aus Martinique
Junge
Junge Frau in schwarzem Kleid
Junges Mädchen
Junges Mädchen mit blauem Haarband
Junges Mädchen mit einer Mantilla
Junges Modell

K
Der Kampf
Kisses to Pop
Kleines Mädchen liegend
Kleines sitzendes Mädchen
Kuba
Kuba
Kuba

L
Landschaft in Tunesien
Landschaft mit Palmen
Liegender Akt
Liegender Akt
Liegendes Mädchen
M
Das Mädchen aus München
Mädchen liegend
Das Mädchen mit Turban
Mädchen mit Turban und Rose
Mann und Frau
Marcel Sauvage und seine Frau
Marthe
Meeresufer, Segelboot
Mija
Mireille
Modell liegend
Das Modell mit rosafarbenem Hemd
Mr Lazare, Mrs Lazare, Miss Lazare
Mulatte mit Melone
Multitude

N
Nackte Frau vor einem Spiegel
Nostalgie

O
Ohne Titel
Ohne Titel
Ohne Titel
P
Personen
Pierre Loeb (links) und Jacques Viot (Mitte)
Porträt Hermine Davids
Porträt Jeanines
Porträt Pascins im Café du Dôme, Unbekannter Fotograf
Porträt von Lucy an einem Tisch

R
Die Ruhe
Der schlafende Kutscher
Die Siesta auf dem Land
Simplicissimus
Simplicissimus
Sitzender Akt
Sitzender Akt mit Hund
Sokrates und seine Schüler werden von den Kurtisanen verhöhnt
Strand, Florida
Streicheln
Suche nach Läusen
Szene aus Kuba
Szene in Havanna

T
Die Toilette
Treffen in Kuba (Rückseite)
Tunesien
U
Unverschämtes Paar in einem Wartezimmer
Das Urteil Salomos
Das Urteil Salomos

V
Venus, Rücke n ansicht
Der verlorene Sohn
Der verlorene Sohn bei den Frauen
Der verlorene Sohn bei den Frauen
Versuchung zweier religiöser Frauen
Vier Personen auf einem Bett
Vorstellung

W
Das Wartezimmer

Z
Zwei Frauen
Zwei Frauen auf einem Bett
Zwei junge Schweizerinnen
Zwei Kreolinnen
Zwei liegende Mädchen
Zwei Mädchen auf einem gelben Stuhl
Zwei Modelle
Zwei schlafende Frauen
Unbekannter Fotograf, Porträt Pascins im Café du Dôme
Paris, 1910.
Biografie



31. März 1885: Julius Mordecaï Pincas kommt als siebtes der neun Kinder von Sophie Pincas, geborene Russo, und Marcus Pincas, einem reichen Getreidehändler, auf die Welt. Bereits in jungen Jahren flieht Julius aus dem strengen Elternhaus.

März 1905: Nach Studienaufenthalten in Budapest, Wien, Berlin und Bukarest geht Pincas nach München, wo er beginnt, für den Simplicissimus zu zeichnen. Sein Vater verbietet ihm, den Namen „Pincas“ zu behalten. Julius entschließt sich, von nun an den Namen Jules Pascin zu tragen.

24. Dezember1905: Pascin kommt nach Paris. Sein Renommee ist ihm vorausgeeilt. Eine regelrechte Delegation an Malern und Persönlichkeiten aller Nationalitäten erwartet ihn. Die „École de Paris“ begrüßt einen ihrer zukünftigen Meister.

September 1907: Pascin lernt Hermine David kennen, die ihm ihre kleinen, auf Elfenbein gemalten Miniaturen im Stil des 18. Jahrhunderts zeigen möchte.

1909: Pascin lernt die 18-jährige Cécile „Lucy “ Vidil kennen, als sie ihm zum ersten Mal Modell steht. Die zukünftige Frau des norwegischen Malers Per Krohg wird später Pascins Mätresse und wird für ihn noch unzählige Male posieren.

1910: Pascin stellt seine Bilder zum ersten Mal bei Berthe Weill aus. Die Bilder erregen jedoch nicht allzu viel Aufsehen. Auf der anderen Seite des Rheins dagegen ist er als einer der besten Zeichner seiner Zeit anerkannt.

Juni 1914: Ohne den Ausbruch des Ersten Weltkrieges abzuwarten, reist das Paar über Brüssel und London nach New York, wo sich die beiden in Brooklyn niederlassen. Pascin unternimmt zahlreiche Reisen nach Texas, Florida, Kuba und Louisiana. Wie schon in Paris führt Pascin das Leben eines Boheme.

25. September 1918: Pascin und Hermine David heiraten, obwohl das Verhältnis zwischen Jules und Lucy bereits ein offenes Geheimnis ist.

11. November 1918: Inkrafttreten des Waffenstillstands zwischen den Kriegsmächten. Sowohl Pascin als auch Hermine haben es jedoch nicht eilig, die „Neue Welt“ und ihre Reichtümer zu verlassen.

20. September 1920: Pascin erhält als eine Art Anerkennung die amerikanische Staatsbürgerschaft. Er und Hermine kehren danach schließlich nach Frankreich zurück. In Paris setzt Pascin das exzessive Leben eines erfolgreichen Künstlers fort.

02. Juli 1930: Pascin beschließt, alleiniger Richter über sein Werk und im vollen Besitz seiner geistigen Kräfte, seinem Leben ein Ende zu setzen und erhängt sich.
DER KALIF UND SEINE DREIHUNDERTSIEBENUNDSECHZIG MODELLE

„Wenden Sie sich jetzt noch nicht ab… Folgen Sie weiter dem erloschenen Leib des armen Pascin: Ja, ich muss jetzt gehen; ich bleibe hier mit seinem immateriellen Abbild. Mit dem mystischen Chagall, seiner feinsinnigen Gefährtin an der Seite, mit Kiesling und Papazoff, die ebenso aus dieser ungeheueren Bewegung hervorgegangen sind, all seinen Freunden und Freundinnen mit geröteten Augen, André Salmon und Marcel Sauvage mit erschüttertem Gesicht, den Modellen aller Schattierungen und Farben, ja sogar den Bildhändlern, deren Schmerz durch den abrupten Wertanstieg, den dieser Sprung in die Ewigkeit entfacht, Linderung erfährt.
Das Mädchen mit Turban
1903
Bleistift auf Papier, 39 x 30 cm
Privatsammlung

Ja, Zadkine, verzeihen Sie mir: Als Bildhauer huldigen Sie Materialien und Stoffen; sterbliche Hüllen, denen Sie folgen, werden in der Hoffnung auf ein Überleben eine Transfiguration, ‘ so als ob es in seinem Inneren selbst geschähe, na ja, vielmehr ist es die Ewigkeit, die ihn verwandelt. ’
Die Hirten
1903
Aquarell auf Papier, 37 x 51 cm
Privatsammlung

Was mich betrifft, so sehe ich ihn noch vor mir, beschlichen von den fleischlichen Lüsten, den Halluzinationen des Begehrens, gespreizten Beinen, ausgestreckten Frauen, obszönen Hinterteilen – fabelhafter und schrecklicher Aufruf der Bestie Mensch, dem seine große und einfache Güte triumphal Folge geleistet hat.“ (W. Mayr, Souvenirs sur Pascin – Erinnerungen an Pascin).
Das Mädchen aus München
1903
Schwarzer und gelber Zeichenstift auf
graubraunem Papier, 35,3 x 23 cm
Spende von Lucy Krohg 1963
Musée d ’ Art moderne de la Ville de Paris, Paris

Paris, 7. Juni 1930. Ein ungewöhnliches Ereignis gebietet für eine Weile dem sonst fiebrigen Treiben in diesem Frühling Einhalt. Die Vorhänge der Kunstgalerien bleiben an diesem Morgen zu. Von Schwermut ergriffen, schreitet düster und eindrucksvoll ein Zug Trauernder langsam die Straßen von Montmartre zum Friedhof Saint-Ouen empor.
Junges Mädchen mit blauem Haarband
um 1904
Bleistift und Aquarell auf Papier, 11 x 13 cm
Privatsammlung

Mit verzerrten Gesichtern und feuchten Wangen ziehen, vom Schmerz betäubt, etwa tausend Menschen vorbei und folgen schweren, doch leisen Schrittes dem wackeligen, von Pferden gezogenen Leichenwagen.
An der Spitze des Zuges erkennt man, edel und schwarz, die Silhouette von Lucy, seiner seit 20 Jahren liebenden und geliebten treuen Mätresse.
Die Siesta auf dem Land
1903
Aquarell auf Papier, 14,5 x 21,5 cm
Privatsammlung

Lucy, die Frau von Per Krohg, dem gekränkten und über all die Jahre der stürmischen Liaison mit Pascin hinweg vergeblich wartenden Ehemann. Auch Per ist da und zögert nicht, auf dem langen Weg seine vom Leid gebrochene Frau am Arm zu halten. Gerührt beglückwünschen ihn einige Frauen im Stillen für diese Geste.
Im Café
um 1905
Bleistift und Feder auf Papier, 15 x 20 cm
Privatsammlung

Hinter Lucy die nahen Verwandten, die Vertrauten, Juli Luce und Simone, die ihm immerfort, in guten wie in schlechten Zeiten, beistehende Mutter mit Tochter. Sie stützen Hermine; man könnte auch sagen Hermine, die Ehefrau, die rechtmäßige Witwe, verblassend, tragisch und zerbrechlich. Dann kommt alles, was in Montmarte, in Montparnasse Rang und Namen hat, all seine Freunde: Maler, Bildhauer, Schriftsteller, Verleger, gefolgt von den Modellen, mehreren Dutzend Modellen, die nun für immer der wohltuenden Großzügigkeit und Zärtlichkeit, viel mehr eines Geliebten und Freundes als eines Arbeitgebers, entbehren müssen.
Zwei Mädchen auf einem gelben Stuhl
1904-1905
Öl auf Karton, 65 x 50 cm
Josefowitz-Sammlung

Auch die Händler sind da – seiner Person, seinem Werk oder des Profits wegen. Und der eine oder andere auch aller drei Gründe wegen. Dann kommt ein Schwarm Unbekannter, das Pariser Volk, vom Ertrag ihrer Arbeit oder ihres Körpers lebende Geschäftsleute: Cafébesitzer, Wirtsleute, Farbenhändler, Künstler, Schausteller, Ganoven, Zuhälter, Prostituierte und schließlich, am Ende des Zuges ein alter, relativ gepflegter Clochard, der, anlässlich der Beisetzung, man könnte darüber schmunzeln, von den Bettlern des Boulevards de Clichy als ihr offizieller Delegierter entsandt wurde.
Simplicissimus
1905
Feder, Bleistift und Aquarell auf Papier, 14 x 10,8 cm
T. Krohg-Sammlung, Oslo

Der Gedanke, es zu versäumen, diesem außergewöhnlichen Freund ein letztes Mal zu folgen, war unvorstellbar für sie, denn er war es, der sie ohne Scham grüßte, sich inmitten ihrer auf eine Bank setzte, mit ihnen sprach, ihnen wunderbare Geschichten von fernen Ländern erzählte, sie dann in seine Wohnung zum Lachen, Weißwein trinken und Hähnchen essen einlud und, falls es sich gebot, all dies aufs Neue tat, ohne sie dabei jemals auch nur im Geringsten einen Klassen- oder Rangunterschied spüren zu lassen. Denn so unermesslich groß war seine Menschlichkeit.
Simplicissimus
um 1905
Kaltnadel und Aquarell auf Papier, 17,8 x 20,9 cm
T. Krohg-Sammlung, Oslo

Wer ist der Mann, dem es gelingt, in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts solch einen Konsens zu verströmen und durch sein Entschwinden solch eine Leere und Lücke zu hinterlassen? Handelt es sich um einen Staatsmann, einen großen Gelehrten, einen Kriegsherren? Nein, er war Maler, aber auch Sultan, Prinz oder großer Kalif: Tausend und eine Nacht war ihm vertraut.
Ohne Titel
1905
Bleistift, Pastell und Aquarell auf Papier, 17,5 x 23,5 cm
Galerie Le Minotaure, Paris

Amerika hat den Indianerkriegen noch kein Ende gesetzt, und auf dem Scheitel der in Orient und Okzident geteilten Welt befindet sich Vidin, ein kleiner, am Donauufer liegender Ort in Bulgarien, wenige Meter von der rumänischen Grenze entfernt. Am 31. März 1885 kommt Julius Mordecaï Pincas als siebtes der neun Kinder von Sophie Pincas, geborene Russo, und Marcus Pincas, einem reichen Getreidehändler, auf die Welt.
Ohne Titel
1905
Aquarell auf Papier, 17,5 x 28 cm
Galerie Le Minotaure, Paris

Die Eltern sind Sephardim, Nachfahren der spanischen Juden, die Ende des 15. Jahrhunderts vor den Verfolgungen unter der sehr frommen Isabelle der Katholischen und ihrer Inquisition fliehen mussten. Die familiären Wurzeln gehen in einem Labyrinth aus balkanischen und sich wandelnden Grenzlinien verloren: bulgarische, spanische, türkische, rumänische, serbische und italienische.
Drei junge Mädchen in einem Zimmer
1906-1908
Bleistift und Lavierung auf Papier, 24 x 22,5 cm
Spende von J.M. Pincas, Israel-Museum, Jerusalem

Man zitiert sogar einen Ahnen, der den jungen Rembrandt in die Kunst des Zeichnens eingeführt haben soll. Da der „Weltbürger“ Julius, wie einige Vertraute und Biografen ihn gerne nennen, eigentlich aus keinem Ort stammt, wird er aller Herren Länder angehören.
Im Café
1906
Tusche, Gouache und Lavierung auf Papier, 31 x 45 cm
Josefowitz-Sammlung

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