Paul Klee
256 pages
German, Middle High (ca.1050-1500)

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Paul Klee , livre ebook

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Description

Paul Klee gehört zu den Künstlern, die sich nur schwerlich einer bestimmten kunstgeschichtlichen Bewegung zuordnen lassen. In engem Kontakt mit Wassily Kandinsky und Franz Marc gehörte er wie diese der expressionistischen Künstlergruppe Der Blaue Reiter an. Später knüpfte er Verbindungen zum Bauhaus und unterrichtete sogar Malerei an der Dessauer Schule. Seiner Ansicht nach ging es bei der Kunst keineswegs um die Produktion, sondern vielmehr darum, die Dinge äußerst sichtbar werden zu lassen. In seinen Gemälden vereinte Klee geschickt die zu Beginn des 20. Jahrhunderts vorherrschenden Tendenzen. Er führte kubistische und orphistische Elemente in den deutschen Expressionismus ein und verlieh seinen eigenen Werken eine surrealistische und melancholische Poesie. Der Autor führt uns hier die Wunder der Klee’schen Welt vor Augen, in der jeder Pinselstrich die Macht der Farben bestätigt.

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Informations

Publié par
Date de parution 08 mai 2012
Nombre de lectures 0
EAN13 9781780429144
Langue German, Middle High (ca.1050-1500)
Poids de l'ouvrage 76 Mo

Informations légales : prix de location à la page 0,0598€. Cette information est donnée uniquement à titre indicatif conformément à la législation en vigueur.

Exrait

PAUL KLEE
Paul Klee
2
Autor: Paul Klee Redaktion der deutschen Ausgabe: Klaus H. Carl
Layout: Baseline Co. Ltd 61A-63A Vo Van Tan Street 4. Etage Distrikt 3, Ho Chi Minh City Vietnam
© Confidential Concepts, worldwide, USA © Parkstone Press International, New York, USA Image-Bar www.image-bar.com
© Paul Klee Estate, Artists Rights Society (ARS), New York / VG Bild-Kunst, Bonn
Weltweit alle Rechte vorbehalten. Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen, den betreffenden Künstlern selbst oder ihren Rechtsnachfolgern. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.
ISBN: 978-1-78160-914-4
Paul Klee
KLEE
Inhalt
AUSZÜGE AUS DEN TAGEBÜCHERN
Kindheit, Jugend und die ersten Studienjahre Italienreise Die ersten Berufsjahre, Heirat und Studienreisen Als Soldat im Ersten Weltkrieg
AUSZÜGE AUS DEN THEORETISCHEN SCHRIFTEN
Die Natur als Vorbild Kunst als Abstraktion Grundlagen der Form und Gestaltung Bewegung als oberste Grundlage Die Tonalität Rückblick
Abbildungsverzeichnis
9 25 61 119
147 163 193 207 223 241
248
5
6
AUSZÜGE AUS DEN TAGEBÜCHERN
8
Kindheit, Jugend und die ersten Studienjahre
München, 1881 bis 1901
Ein ästhetisches Gefühl war schon ganz früh entwickelt, man zog mir, als ich noch Röcke trug, zu lange Unterhosen an, sodass ich selber den grauen Flanell mit dem roten Wellenbesatz sehen konnte. Als jemand anklingelte, versteckte ich mich, um zu vermeiden, dass Besuch mich in diesem Zustand sehen konnte (zwei bis drei Jahre).
Meine Großmutter, Frau Frick, lehrte mich sehr früh mit farbigen Stiften zeichnen. Die Leiche meiner Großmutter machte mir gewaltigen Eindruck. Eine Ähnlichkeit war nicht zu entdecken. Wir mussten weit entfernt bleiben. Dazu flossen die Tränen der Tante Mathilde wie ein stilles Bächlein. Noch lang gruselte mir, wenn ich an jener Tür vorbeiging, die in den Keller jenes Spitals hinabführt, wo man die Leiche vorläufig untergebracht hatte. Dass man bei Toten entsetzt sein konnte, hatte ich also selber erfahren, Tränen vergießen aber hielt ich für eine Sitte der Erwachsenen (fünf Jahre).
Im Traum überfielen mich oft Vaganten. Ich wusste mir aber stets dadurch zu helfen, dass ich vorgab, selber ein Vagant zu sein. Das half bei den Kollegen stets (etwa sieben Jahre).
Im Restaurant meines Onkels, des dicksten Mannes der Schweiz, standen Tische mit geschliffenen Marmorplatten, auf deren Oberfläche ein Gewirr von Versteinerungsquerschnitten zu sehen war. Aus diesem Labyrinth von Linien konnte man menschliche Grotesken herausfinden und mit Bleistift festhalten. Darauf war ich versessen, mein ıHang zum Bizarren„ dokumentierte sich (neun Jahre).
ıEs tröstet ihn die Schwester„, hieß die illustrierte Stelle eines Gedichtes. Auf den Trost der Schwester aber gab ich nichts, weil sie unästhetisch aussah (sechs bis acht Jahre).
Aufenthalt in Basel Herbst 1897 und 1898 (nach dem Abschluss der Schulausbildung mit der Matura) bei meinen Verwandten. Man sorgte sehr nett für meine Unterhaltung. Man hatte eine gewisse Bewunderung für meine Begabungen. Ich fühlte mich wohl. Meine Pubertät erzeugte auch gewisse schüchterne Beziehungen zu meiner Kusine D. Typische Dinge, ganz uneingestanden. Einen herrlichen Spaziergang machte ich mit D. durch die Rebberge von Weil hinauf nach Tüllingen. Die weite obstreiche Ebene sehe ich noch zu unsern Füßen liegen. Viel Theaterbesuch. Oper hauptsächlich. Eine Ballettaufführung. Manchen Vierzeiler dichtete ich zum Ausgleich mangelhafter Befriedigungen. Ebenso echte als schlechte Kunst. 24. 4. 1898.
Bern. 12. 12. 1897. Ich nahm nach einiger Zeit wieder einmal einige meiner Skizzenbücher zur Hand und blätterte darin. Dabei fühlte ich wieder etwas wie Hoffnung in mir erwachen. Zufällig erblickte ich in der Fensterscheibe mein Spiegelbild und stellte Betrachtungen an über den zu mir herausblickenden Menschen. Ein ganz sympathischer Bursche auf einem Stuhl, den Kopf an ein weißes Kissen gelehnt,
Jugendliches Selbstporträt – frei, 1910. Feder, Bleistift und schwarzes Aquarell auf Leinen auf Karton, 17,5 x 15,9 cm. Privatsammlung, Schweiz.
Rote und weiße Kuppeln, 1914. Aquarell und Gouache auf Papier auf Karton, 14,6 x 13,7 cm. Kunstsammlung Nordrhein Westfalen, Düsseldorf.
9
10
Im Steinbruch, 1913. Aquarell auf Papier auf Karton, 22,4 x 35,3 cm. Zentrum Paul Klee, Bern.
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