Salvador Dalí
160 pages
German, Middle High (ca.1050-1500)

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Salvador Dalí , livre ebook

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Description

Maler, Designer, Hersteller von seltsamen Gegenständen, Autor und Filmemacher: Dali wurde der Berühmteste der Surrealisten. Bunuel, Lorca, Picasso und Breton hatten einen großen Einfluss auf seine Karriere. Dalis und Bunuels Film "Ein andalusischer Hund" markierte seinen offiziellen Einstieg in die festgefügte Gruppe der Pariser Surrealisten, wo er Gala kennen lernte, seine lebenslange Gefährtin und die Quelle seiner Inspiration. Aber seine Beziehung verfiel bald bis zu ihrem endgültigen Ende mit André Breton im Jahr 1939. Trotz allem blieb Dalis Kunst in ihrer Philosophie und Ausdrucksweise surrealistisch, und ein Schulbeispiel für Humor, Reinheit und Erforschung des Unbewussten. Während seines ganzen Lebens war Dali ein Genie der Selbstvermarktung, indem er seinem Ruf eine mystische Note zufügte und immer beibehielt.

Sujets

Informations

Publié par
Date de parution 01 juillet 2011
Nombre de lectures 0
EAN13 9781780422725
Langue German, Middle High (ca.1050-1500)
Poids de l'ouvrage 31 Mo

Informations légales : prix de location à la page 0,035€. Cette information est donnée uniquement à titre indicatif conformément à la législation en vigueur.

Exrait

Salvador DALÍ
V I C T O R I A C H A R L E S
Salvador Dalí 19041989
Text: Victoria Charles
© Confidential Concepts, worldwide, USA © Sirrocco, London © ARS, New York/ VEGAP, Madrid © Kingdom of Spain, GalaSalvador Dalí Foundation/ ARS, New York
ISBN 9781780422725
Weltweit alle Rechte vorbehalten
Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.
Inhalt
Die öffentlichen Geheimnisse des Salvador Dalí
Die Jahre des Königs Kindheit und Jugend in Figueras und Cadaqués
Vom Außenseiter zum Dandy Studienjahre in Madrid
Eine Freundschaft in Versen und Stillleben Dalí und García Lorca
Das zerschnittene Auge Dalí und Buñuel
Gala oder die Heilung Die surrealistischen Jahre in Paris
Die Bilder hinter den Bildern Paranoia als Methode
Zwischen den Welten Erste Erfolge in Amerika
Aufbruch in die Tradition Die Renaissance des Universalgenies als Marketingexperte
Wandlung zum Göttlichen Zeit der Ehrungen und des Reichtums
Lebenslauf Notes Index
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39
53
69
87
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121
141
149
158 158 159
1.
Bildnis Lucias,1918 Öl auf Leinwand. 43, 5 x 33 cm Sondersammlung
6
Kapitel 1
Die öffentlichen Geheimnisse
des Salvador Dalí
Im Alter von 37 Jahren schrieb Salvador Dalí seine Autobiographie. Unter dem Titel The Secret Life of Salvador Dalí – „Das geheime Leben des Salvador Dalí“ schildert der spanische Maler seine Kindheit, die Studienzeit in Madrid, die frühen Jahre des Ruhms in Paris bis zu seiner Ausreise in die USA 1940. Die Richtigkeit der Ausführungen Dalís ist an mehr als einer Stelle zweifelhaft. Zeitangaben stimmen sehr häufig nicht, und so manches Kindheitserlebnis begründet zu perfekt den Lebenslauf. Dalí hat die Werke Sigmund Freuds und Otto Ranks aufmerksam gelesen – seine Autobiographie ist, wie seine Malerei, angewandte Psychoanalyse, für die der Autor sehr bewusst Erinnerungen, Anekdoten und Träume ausgewählt hat. Das Bild, das Dalí 1942 von sich entwarf und in den Jahren bis zu seinem Tod 1989 weiter ausmalte, zeigt einen exzentrischen Menschen, der sich in Posen gefällt. Dabei gibt er vor, schonungslos aufrichtig zu sein, wenn er vor laufenden Kameras intime Details aus seinem Leben enthüllt. Diese Selbstschau, erklärt Dalí in seiner Autobiographie, sei eine Art von Vivisektion, eine Öffnung des lebendigen Leibes, die er aus reinem Narzissmus vornehme: „Ich vollführe sie mit Geschmack – meinem eigenen – und auf jesuitische Art. Außerdem gilt: Eine totale Sektion ist erotisch nicht interessant; sie lässt alles genauso unerforschlich und frisiert wie es das vor der Entfernung der Haut und des Fleisches war. Gleiches gilt für das bloße Skelett. Meine Methode ist es, zu verbergen und zu enthüllen, die Möglichkeit gewisser innerer Verletzungen behutsam anzudeuten, während ich zugleich andernorts an völlig freiliegenden Stellen die nackten Sehnen der menschlichen Gitarre zupfe und dabei nie vergesse, dass es wünschenswerter ist, die physiologische Resonanz des Präludiums erklingen zu lassen als den melancholischen 1 Schluss der vollendeten Tatsache.“
Je mehr Dalí sich der Öffentlichkeit präsentierte, desto mehr verhüllte er sich. Seine Masken wurden größer und großartiger: Er nannte sich „Genie“ und „Göttlicher“. Wer dahinter steckte, der Mensch Dalí, ist ein Geheimnis geblieben. „Ich weiß nie, wann ich anfange zu simulieren, oder wann ich die Wahrheit sage“, erklärte er in einem Interview mit Alain Bosquet 1966. „Jedenfalls darf das Publikum nicht wissen, ob ich spaße oder ernst bin; und 2 ich selbst darf es auch nicht wissen.“
7
2.
Holländisches Interieur (Kopie nach Manuel Benedito),1914 Öl auf Leinwand. 16 x 20 cm Sammlung Joaquin Vila moner, Figueras
8
Kapitel 2
Die Jahre des Königs
Kindheit und Jugend in Figueras
und Cadaqués
Dalís Erinnerungen beginnen bereits zwei Monate vor seiner Geburt am 11. Mai 1904. In seiner Autobiographie beschreibt er das „intrauterine Paradies“ in den „Farben der Hölle, das heißt Rot, Orange, Gelb und Bläulich, die Farbe von Flammen, von Feuer; vor allem war es warm, 3 unbeweglich, weich, symmetrisch, doppelt und klebrig.“ Das auffälligste Erinnerungsbild, das er von der Geburt, der Vertreibung aus dem Paradies, in die helle, kalte Welt hinüberrettete, besteht aus zwei frei schwebenden Spiegeleiern, deren Weiß phosphoresziert: „Diese Feuereier vermischten sich schließlich mit einer sehr weichen, amorphen weißen Paste; sie schien in alle Richtungen gezogen zu werden, ihre extreme Dehnbarkeit, die sich allen Formen anpasste, schien mit meiner wachsenden Begierde zu wachsen, sie zermahlen, gefaltet, zusammengelegt, zusammengerollt und in die unterschiedlichsten Richtungen gedrückt zu sehen. Dies kam mir als der Gipfel des Entzückens vor, und ich hätte gerne alles immer so gehabt! Technische Gegenstände sollten später für mich die größten Feinde werden, und was Uhren angeht, so mussten 4 sie weich sein oder gar nicht sein.“
Dalís Leben ist überschattet vom Tod seines Bruders. Am 1. August 1903 war der Erstgeborene der Familie im Alter von knapp zwei Jahren an einem MagenDarmKatarrh gestorben. Dalí selbst behauptete, sein Bruder sei bereits sieben Jahre alt gewesen und an einer Hirnhautentzündung erkrankt. Ian Gibson hat für eine Ausstellung über die frühen Jahre Dalís 1994 in London die Geburts und Sterbeurkunden des toten Bruders geprüft und dabei festgestellt, dass die Angaben des Malers falsch sind. Gibson weist auch darauf hin, dass Dalís Vorwurf, seine Eltern hätten ihm den Namen des toten Bruders gegeben, nur bedingt zutrifft. Beide erhielten als ersten Vornamen den ihres Vaters, zusätzlich aber noch zwei Beinamen: Der Erstgeborene wurde 5 „Salvador Galo Anselmo“ getauft, der zweite Sohn „Salvador Felipe Jacinto“. Gleichviel, das Kind Salvador fühlt, dass es nur ein Ersatz für den toten Bruder ist: „Ich habe meine ganze Kindheit und meine ganze Jugend mit der Vorstellung gelebt, dass ich ein Teil von meinem toten Bruder wäre. Das heißt, ich trug in meinem Körper und in meiner Seele den festgekrallten Kadaver dieses toten Bruders, weil meine Eltern 6 ständig von dem anderen Salvador sprachen.“
Aus Angst, der Zweitgeborene könne ebenfalls erkranken und sterben, wurde Salvador besonders umsorgt und verwöhnt. Ihn umgab ein Kokon weiblicher Zuwendung, gesponnen nicht nur von seiner Mutter Felipa Domènech Ferrés, sondern später auch von seiner Großmutter Maria Ana Ferrés und seiner Tante Catalina, die 1910 in Dalís Elternhaus zogen.
9
3.
4.
Selbstbildnis im Atelier,um 1919 Öl auf Leinwand. 27 x 21 cm Salvador DalíMuseum, Sankt Petersburg (Florida)
Bildnis des Cellisten Ricardo Pichot,1920 Öl auf Leinwand. 61,5 x 49 cm Sondersammlung, Cadaqués
10
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