Seurat
256 pages
German, Middle High (ca.1050-1500)

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Description

Gorges Seurat (1859-1891) ist berühmt für seine außerordentliche Technik des Pointillismus. Er war ein Maler, dessen einzigartige Zusammenführung von Kunst und Wissenschaft atemberaubende Kunstwerke hervorbrachte. Wenngleich Seurats komplexe Bildkompositionen Jahre für die Fertigstellung in Anspruch nehmen konnten, sollten die vollendeten Werke den Betrachter in ihrer wissenschaftlichen Genauigkeit und künstlerischen Komplexität beeindrucken. Und so gehört sein Un Dimanche Après-Midi à l’Île de la Grande Jatte(Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte) zu den bekanntesten Kunstwerken des 20. Jahrhunderts.

Sujets

Informations

Publié par
Date de parution 05 juillet 2013
Nombre de lectures 0
EAN13 9781783101504
Langue German, Middle High (ca.1050-1500)
Poids de l'ouvrage 1 Mo

Informations légales : prix de location à la page 0,025€. Cette information est donnée uniquement à titre indicatif conformément à la législation en vigueur.

Exrait

Autor: Lucie Cousturier
Redaktion der deutschen Ausgabe: Klaus H. Carl

Layout:
Baseline Co. Ltd
61A-63A Vo Van Tan Street
4. Etage
Distrikt 3, Ho Chi Minh City
Vietnam

© Confidential Concepts, worldwide, USA
© Parkstone Press International, New York, USA
Image-Bar www.image-bar.com

Weltweit alle Rechte vorbehalten.
Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen, den betreffenden Künstlern selbst oder ihren Rechtsnachfolgern. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.

ISBN: 978-1-78310-150-4
Kunst ist Harmonie; Harmonie, das ist die Einheit von Unterschiedlichem (Kontrasten), die Einheit von Ähnlichem (Abstufungen), in Ton, in Farbe, in der Linie; gemäß ihrer Vorherrschaft und unter dem Einfluss des Lichts ergibt sich aus ihrer Kombination Heiterkeit, Ruhe oder Traurigkeit.


— Georges-Pierre Seurat
INHALT


Biografie
Die Zeichnungen
Abbildungsverzeichnis
Georges-Pierre Seurat
Fotografie.
Biografie


1859: Georges-Pierre Seurat wird in Paris als Sohn einer bürgerlichen Familie geboren.
Seine Tante heiratete den Kunsthändler und Amateurmaler Paul Haumonté, der bereits früh das Interesse des jungen Georges für die Kunst und ihre Techniken weckte. Seurat zeichnete seit seinem 7. Lebensjahr.

1876: Seurat schreibt sich an der École nationale des beaux-arts in Paris als externer Hörer ein.

1878: Er wird in die Malereiklasse an der École nationale des beaux-arts in Paris aufgenommen. Er besucht unter anderem den Unterricht von Henri Lehmann (1814-1882), einem früheren Schüler Ingres’.
Zu dieser Zeit beschäftigt sich Seurat das erste Mal mit wissenschaftlichen Schriften zur Farbtheorie. Er beginnt mit der Abhandlung De la loi du contraste simultané des couleurs („Über das Gesetz des Simultankontrastes der Farben”) von Eugène Chevreul.
1879: Gemeinsam mit seinen Freunden Edmond Aman-Jean (späterer Symbolist) und Ernest Laurent, der ihm durch den Neoimpressionismus folgt, eröffnet er sein erstes Atelier. Zusammen mit ihnen besuchte er die vierte Ausstellung der Impressionisten und entschied danach, sich von den „Schönen Künsten” abzuwenden. Er leistet seinen Militärdienst in Brest ab und kehrt mit zahlreichen Zeichnungen der maritimen Landschaft zurück.

1882: Er wendet sich der Lehre des Weiß und Schwarz sowie den Gegensätzen der Farbe zu, die später die Grundlage seiner Technik und seines künstlerischen Schaffens darstellen.

1884: Seurat stellt seine erste große Komposition, Une Baignade à Asnière („Badende bei Asnière”) im Salon des Indépendants aus. Hier lernt er die Maler kennen, die die Gruppe der Neoimpressionisten bilden, darunter auch Charles Angrand, Maximilien Luce, Henri Cross und Paul Signac.

1884-1890: Während des Sommers verbringt Seurat die meiste Zeit in der Normandie an der Küste, vor allem in Grandcamp-Maisy, Honfleur oder Port-en-Bessin. Von diesen Küstenlandschaften inspiriert, bringt er zahlreiche Tafeln und Zeichnungen mit.

1886: Er beendet sein vermutlich bekanntestes Werk Un Dimanche après-midi à l ’ île de la Grande Jatte („Ein Sonntagnachmittag auf der Insel Grande Jatte”) und stellt es im zweiten Salon des Indépendants aus.

1890: Geburt seines Sohnes Pierre Georges, der aus einer Liaison mit seinem Modell Madeleine Knobloch hervorgegangen ist. Seine Familie und seine Freunde entdecken auf diese Weise die bisher verborgen gebliebene Verbindung.

1891: Seurat stirbt unvermittelt, vermutlich an einer infektionellen Angina. Sein Sohn erliegt nur einen Monat später derselben Krankheit.
Wenn der Ruhm, der Cézanne und Renoir zuteil wurde, einem Künstler wie Seurat nicht vergönnt war, dann nur, weil die Werke des letzteren nur selten bis gar nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Sie verschwanden meist unverzüglich in Privatsammlungen und verharren dort.
Porträt eines jungen Mädchens (Die Cousine des Künstlers)
um 1877-1879
Öl auf Leinwand, 30,4 x 25 cm
Dumbarton Oaks Research Library and Collections,
Washington, D.C.

Doch es ist die sukzessive Produktion von Kunstwerken mit der es den Künstlern gelingt, die ihrer Kunst gegenüber aufgebrachten Gemüter der Öffentlichkeit zu beruhigen. Ihr gesamtes Schaffen gleicht einer Konversation, in der sie, mit Hilfe von Form und Farbe, den geneigten Betrachter überzeugen. Und hätte auch Seurat mehr als nur seine 31 Lebensjahre gehabt, würde heute vermutlich niemand die Gewichtigkeit seines Werkes oder seines Charakters in Frage stellen.
Frau auf einer Bank (ihren Mantel reparierend)
1880-1881
Bleistift, 16,5 x 10,4 cm
Robert and Lisa Sainsbury Collection,
Sainsbury Centre for Visual Arts, Norwich

Sein schöpferisches Können versprach, ihn mit Künstlern wie Eugène Delacroix gleichzustellen.
Seurat ist einer der großen, aber dem öffentlichen Publikum lange Zeit unbekannt gebliebenen Maler, dessen künstlerische Persönlichkeit auch für seine Zeit Anomalien zeigt. Er vermag seine jugendliche Vision in einer einzigartigen Verwegenheit zu fixieren, die der antiken Kunst würdig ist, jedoch keiner göttlichen Hilfe bedarf.
Die Kapuze
um 1881
Tinte auf Papier, 30,5 x 24 cm
Von der Heydt-Museum, Wuppertal

Es scheint verständlich, dass das selbst für diese Epoche unerwartete Auftauchen eines Neuerers, dessen unkonventionelle Formulierungen vielleicht zu schnell auf die gewaltigen Impressionisten folgten, die Öffentlichkeit irritierte und wie eine Herausforderung an ihre eigenen Gebrechen verstanden wurde.
Liegender Mann
um 1881
Kohle auf Papier, 23,2 x 32 cm
Privatsammlung, Schweiz

Aber das Lachen der Menge und auch seines eigenen Umfeldes, das vor seinen ausgestellten Werken in Paris, New York, Brüssel oder Amsterdam ausbrach, konnte den Künstler, der sich wenig Gedanken um Erfolg und Luxus machte, nicht verunsichern, denn er konstruierte seine Bildwerke nach den Gesetzen der Wissenschaft.
Kniende Frau
um 1881
Schwarzer Conté-St ift auf Papier, 31,8 x 24,1 cm
Privatsammlung

Sein Ziel war es, die Verbindung zwischen Kunst und Wissenschaft zu finden, zu beweisen und darzustellen. Basierend auf den Gesetzen der Optik, dem Spiel der Farben miteinander, setzte sich seine Theorie unter der Bezeichnung „Pointillismus ” bis heute durch.
Georges Seurat wurde im Dezember 1859 in Paris in eine wohlhabene Familie hineingeboren.
Der Wald in Pontaubert
1881
Öl auf Leinwand, 79,1 x 62,5 cm
The Metropolitan Museum of Art, New York

Nach der Schule, die er bis zu seinem 16. Lebensjahr besuchte, nahm er vier Jahre am Unterricht der École nationale supérieur des beaux-arts in Paris teil, bevor er sich der eigenen Kunst zuwendete und sich gegenüber den künstlerischen und musealen Institutionen vor Ort emanzipierte.
Die physische Erscheinung des Malers selbst hatte große Ähnlichkeit mit der von ihm entworfenen Natur seiner Figuren: schlank, stocksteif und besonnen.
Der Künstler
um 1881-1882
Bleistift und Kreide auf grauem Papier, 47 x 31 cm
Privatsammlung, London

Aus einer strengen Haltung heraus entwickelte er seine großen und präsenten Formen, die die feurigen Schübe seiner Seele abschwächten. Keine unruhige Bewegung erschütterte seine ausgeglichenen Gedanken oder sein Herz, kein Ausdruck von Verwirrung, seine Gesichtszüge sind unbewegt und gleichmäßig.
Der Mäher
1881-1882
Öl auf Leinwand, 16,5 x 25,1 cm
Robert Lehman Collection,
The Metropolitan Museum of Art, New York

Aber die Gelegenheit einer kurzen Unterredung über Kunst deckt einen glühenden Blick und eine psychologische Stimme auf, gedämpft von der Ungeduld, die tiefe Überzeugung zu beweisen.
Seurat, die Weichheit des Lichtes und der Wesen um ihn herum in sich aufnehmend, war selbst so sanft wie seine Augen und seine schwarzen Augenbrauen vermuten ließen,
Landschaft mit „Der arme Fischer” von Puvis de Chavannes
um 1881
Öl auf Parkettholz, 17,5 x 26,5 cm
Musée d’Orsay, Paris

aber er entpuppte sich als völlig schreckhaft, wenn man nur sein Innerstes streifte, welches er normalerweise gern geheim hielt. Auch war er gewöhnlich wenig bestrebt, sich in den Vordergrund von Diskussionen und Plaudereien zu drängen, ließ sich jedoch gern ganz zu ihnen hinreißen, wenn er hoffen konnte, von ihnen den Maler, der in ihm steckte, zu ernähren.
Mann an der Brüstung (Der Invalide)
um 1881
Öl auf Holz, 16,8 x 12,7 cm
Privatsammlung

Wie ein Wolf auf Beutejagd trat er aus seinem geistreichen Leben heraus, ließ aber auf seinem privaten Rückzug niemanden folgen.
Er zeigte sich auch seiner Mutter gegenüber wenig mitteilsam, obwohl er normalerweise ebenso zärtlich mit denen war, mit denen er täglich seine Mahlzeiten einnahm wie mit seinen engen Freunden.
Bauer mit Hacke (Paysan à la houe)
1882
Öl auf Leinwand, 46,3 x 56,1 cm
Solomon R. Guggenheim Museum, New York

Paul Signac, Maximilien Luce, Charles Angrand und Félix Fénéon übersahen fast bis zu seinem Tod die häuslich geordnete Liaison mit seiner Begleiterin, die ihm einen Sohn schenkte, der zusammen mit ihm dasselbe Schicksal teilte. Seurat starb im Alter von 31 Jahren plötzlich an den Folgen einer infektiösen Angina, an der auch sein Sohn erkrankte und nur wenige Wochen nach seinem Vater starb.
Pferd auf einem Feld
um 1882
Öl auf Leinwand, 33 x 41 cm
Solomon R. Guggenheim Museum, New York

Zeugen der unsinnig schweren Arbeit des Künstlers meinen, dass sich sein Tod wie eine Konsequenz aus der Verelendung eines überarbeiteten Organismus jenseits der menschlichen Widerstandskräfte erklären ließe.
Seurat malte Tag und Nacht. Während der letzten Jahre seines sehr kurzen Lebens stand er nahezu wie besessen stundenlang auf seiner Klappleiter.
Krankenschwester
um 1882
Conté-Stift auf beigen Papier, 32 x 25 cm
Museum Berggruen, Staatliche Museen zu Berlin, Berlin

Gegen eine große Leinwand gelehnt, beeilte er sich, die einzelnen Abschnitte des Regenbogens abzubilden, die die Lokalfarben, das Licht und die Reaktionen repräsentieren. Ihre Proportionen, in einer direkten Studie beobachtet, wurden nun endgültig in seinem Geist fixiert, der sie wieder aufteilen konnte, auch auf den großen Flächen.
Näherin
1882
Schwarze Kreide mit silberner metallischer Farbe und schwarzer
Kohle auf bräunlich strukturiertem Papier, 32,2 x 24,5 cm
Harvard Art Museums, Cambridge

Ohne eine einzige Unregelmäßigkeit, nichts ist zu viel und nichts zu wenig, entspringt die Analyse aus der Synthese. So konnte er die Harmonie seiner Kompositionen geradezu mathematisch sichern, unabhängig von Distanz und Helligkeit des Lichts. Hat man ihn dennoch nie nachts arbeiten sehen, weil der Verrat des künstlichen Lichts ihn davon abhielt?
Der Steinbrecher
1882
Öl auf Holz, 15,6 x 24,8 cm
The Phillips Collection, Washington, D.C.

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