O'Keeffe

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208 pages
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Am Zeitraum zwischen Geburt und Tod der Georgia O’Keeffe (1887-1986) streift die gesamte moderne Geschichte der Vereinigten Staaten vorbei wie ein Hollywood-Film. Aus einer kleinen Stadt stammend, schafft sich Georgia O’Keeffe erst in New York einen Namen; jenes New York, das Mitte des 20. Jahrhunderts Paris als Welthauptstadt der Kunst ablöst. Sie wurde vor allem durch ihre komplexen Naturbeschreibungen wie beispielsweise der Zartheit eines Herbstblattes, den subtilen Nuancen einer Blüte oder der Symmetrie eines Tierschädels bekannt. Heute assoziiert man Georgia O’Keeffe mit kraftvollen Farben und der wilden Schönheit der Wüste Neu Mexikos, wo sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1986 gelebt hat.
Das vorliegende Ebook zeichnet den Lebensweg der modernen Frau Georgia O’Keeffe sowie ihre Art und Weise, Kunst zu schaffen, nach und betrachtet nicht zuletzt ihr Erbe für die Nachwelt. Es hebt auch die Aspekte der Weiblichkeit und des Schaffens hervor.

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Date de parution 21 août 2015
Nombre de lectures 0
EAN13 9781781603543
Langue English
Poids de l'ouvrage 37 Mo

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O’Keeffe
Janet Souter
Umschlagillustration (vorne) Bell adonna – Häna, 1939. Öl auf Leinwand, 92 x 76,2 cm, Privatsammlung.
Umschlagillustration (hinten) Aktserie VIII, 1917. Aquarell, 45,7 x 34,3 cm, Georgia O’Keeffe Museum, Santa Fe.
Autor: Janet Souter Übersetzung: Karin Py
Design: Baseline Co Ltd 127129A Nguyen Hue Fiditourist Building, Floor 3 District 1, Ho Chi Minh City, Vietnam
© Confidential concepts, Worldwide, USA © Parkstone Press USA, New York © O’Keeffe Estate / Artists Rights Society, New York, USA © Alfred Stieglitz Estate / Artists Rights Society, New York, USA
ISBN 9781781603543
Weltweit alle Rechte vorbehalten
Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich,
die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.
Georgia O’Keeffe
Janet Souter
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INHALTSVERZEICHNIS
Einleitung
18871907 Frühe Jahre: Die Persönlichkeit der Georgia O’Keeffe
19071916 Der Kampf um ihre Vision in der Welt der Modernen Kunst
19161924 „Ich habe der Welt eine Frau gegeben“
19251937 Die StieglitzJahre: Galerien, Ausstellungen, Aufträge
19381949 Georgia erlangt Anerkennung als eigenständige Künstlerin
19491973 Die Jahre in New Mexico
19731986 Die große alte Dame der Kunst
Anmerkungen
Biographie
Bibliographie
Index
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37
77
133
163
189
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204
205
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GEORGIA O’KEEFFE
EINLEITUNG
edreG,nGcoeh,nKmunenBlennekredliBnerhiniaswerAb.deäuebhauptdasSehen?naenl.rhWatsnursbWüerlet eorgia O’Keeffe spricht uns mit ihrer Begabung an, das kleinste Detail einer Blume oder die Unendlichkeit der Landschaft im Südwesten der Vereinigten Staaten zu sehen und zu bewundern. Je mehr sie ihre Isolation kultivierte, desto mehr zog sie den Rest  verleiht ihrem Vermächtnis auch heute noch diese Kraft? Die Menschen Wir spazieren über den Strand oder wandern auf einem Fußpfad und bemerken kaum eine zarte Muschel oder die feinen Farben eines glatt gespülten Kieselsteins und treten ihn achtlos beiseite. Auf unserem Weg durch die Wüste schützen wir unsere Augen vor den Sonnenstrahlen, zwinkern und übersehen den einsamen Totenschädel, der uns an ein lange vergangenes Leben erinnert. Georgia interessierte sich für all diese Dinge und, mehr noch, sie lenkte unser Augenmerk darauf und zwang uns, sie kennen zu lernen. Sie platzierte sie in einen Kontext, der unsere Vorstellungskraft stimulierte. Die über dem Wüstenhorizont schwebenden Überreste eines Elchschädels oder der auf die harten Umrisse eines New Yorker Wolkenkratzers herabblickende Mond entführen uns für eine kurze Zeit in eine andere Welt. Ihre Abstraktionen sagen uns, dass das Widerspiel von horizontalen und vertikalen Formen, konzentrischen Kreisen, geschwungenen und diagonalen Linien, also Bildern, die im Geist existieren, auch im Leben vorkommt und wahrgenommen werden sollte. Georgia O’Keeffe spürte dies bereits zu Beginn dieses Jahrhunderts als Kunststudentin, als sie die Bilder anderer Menschen oder Gipstorsos kopierte. Mit ihrem eigenen Lebensentwurf zeigte sie den Frauen, dass es möglich war, das Beste in sich zu suchen und zu finden, etwas, das heute wesentlich leichter ist als zur Zeit ihrer Jugend. Ihre späteren Jahre können jenen von uns als Rollenmodell dienen, die der Meinung sind, dass das Leben nach sechzig ein einziger Abstieg sei. Bis in ihr zehntes Lebensjahrzehnt hinein fand sie trotz ihrer nachlassenden Sehkraft immer noch Möglichkeiten, auszudrücken, was sie sah und was sie begeisterte. Wir sehen uns ihre Arbeiten an und sprechen über sie, aber selbst Georgia hatte Schwierigkeiten, ihre Gedanken in Worte zu fassen. Ihre Ideen sind auf der Leinwand zu sehen. Was wir in diesem Buch tun können, ist, ihre Entwicklung, ihre Einflüsse und ihr Streben nach immer neuen Erfahrungen nachzuzeichnen. Wir können diese Entdeckungen nicht mit Georgia O’Keeffe besprechen. Diese Zeiten sind vorüber. Aber wenn wir uns umsehen, können wir erfahren, dass sie immer noch mit uns spricht. Ihre Werke sind heute noch so hell, frisch und ergreifend wie vor fast einhundert Jahren. Warum? Weil die in ihrer Ausführung einfachen Bilder ein Gefühl der Ordnung vermitteln, ein Gefühl, dass sie gut geplant sind, trotz ihrer Stabilität aber gleichzeitig ein Vehikel sind, uns dabei zu helfen, die Zerbrechlichkeit einer Blume, die Nacktheit eines ausgeblichenen Schädels und die Elektrizität eines Sonnenuntergangs im Westen zu sehen und zu erforschen.
Seite 6 Porträt Georgia O’Keeffes.
EINLEITUNG
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GEORGIA O’KEEFFE
FRÜHE JAHRE: DIE PERSÖNLICHKEIT DER GEORGIA O’KEEFFE
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