Götter und menschliche Willensfreiheit

Götter und menschliche Willensfreiheit

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301 pages

Description



Die Debatte über die Freiheit des menschlichen Willens ist durch die moderne Hirnforschung in jüngster Zeit wieder ins Zentrum des Interesses gerückt. Ihre Anfänge liegen im antiken Epos, wo das Verhältnis von menschlicher Entscheidungsfreiheit und göttlicher oder übernatürlicher Einflußnahme ausgelotet und mit den Mitteln der Dichtung dargestellt wird. Dem Glauben an die Wirksamkeit von Göttern oder numinosen Kräften kommt in der Antike eine gewisse Plausibilität zu. Allerdings ist das Eingreifen des Göttlichen in die Wirklichkeit durch Rationalität konzeptionalisiert, d.h., es wird zwischen Ursache und Wirkung unterschieden, mithin ein Kausalitätsverhältnis vorausgesetzt. Die ,Götter' werden allmählich zu Metaphern für soziale oder psychische Zwänge, denen die Handelnden ausgesetzt sind. Das Götterbild und komplementär dazu die Vorstellung vom freien Willen erweisen sich als abhängig vom gesellschaftlichen Kontext und dem philosophischen Hintergrund ihrer jeweiligen Epochen. Der vorliegende Sammelband untersucht Kontinuität und Wandel im Götterbild der kaiserzeitlichen Autoren Lucan, Valerius Flaccus, Statius und Silius Italicus. Die neronischen und flavischen Epiker werden in einem synchronen Ansatz vor ihrem jeweiligen Zeithintergrund und in einem diachronen Ansatz unter dem Aspekt der Veränderung des Gottes- und Menschenbildes untersucht. Die in diesem Band versammelten Beiträger haben sich durch eigene Forschungsarbeiten zu den jeweiligen Autoren ausgewiesen.



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Ajouté le 22 août 2012
Nombre de lectures 17
EAN13 9783406636264
Langue Multiple languages
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Götter und menschliche Willensfreiheit