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Partition complète, Alessandro Stradella, Romantische Oper in drei Akten

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Description

Visualisez la partition de morceau Alessandro Stradella partition complète, opéras, de Flotow, Friedrich von. Cette partition romantique écrite pour les instruments comme: harpe, timbales, two trompettes, two basses, two bassons, chœur; 2 flûtes (one takes piccolo), two hautbois, cordes, soprano, two ténors, three trombones, 4 cornes, two clarinettes, percussion
La partition enchaine une variété de mouvements: 3 Acts et est répertoriée dans les genres pour 2 musiciens, langue allemande, pour voix, chœur mixte, orchestre, partitions pour piano, opéras, partitions chœur mixte, pour piano 4 mains (arr), Stage travaux, partitions pour voix, pour piano (arr), pour 1 musicien, pour voix et chœur avec orchestre, partitions pour piano 4 mains, partitions pour orchestre
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Date composition: 1843-44
Edition: Hamburg: Joh. Aug. Böhme, n. d. (ca. 1845). Plate 269.
Libbretiste: Wilhelm Friedrich Riese (1805-1879)

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Nombre de lectures 51
Langue Deutsch
Poids de l'ouvrage 13 Mo

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FlllSfll'CSE®,FU1Z1SSWK
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W.FRIEDRICH
lUrllstäniii^fr <£littrtrraus]iiq uam Cumptmwtcit.
Erxfr/ima/e aufdem StadtTheaterinHambiirö am,30?J)eeffl8HinS(meffeßt/v/en.
boi .loh. BöliineAud. .
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l'.'i'M-iilliimi Yerli'wrrsilivs .
<p^H%\PERSONEN.
Alessandro Strädella, Sänger. (Tenor.)
Bassi, ein reicher Venezianer. (Bass.)
Leonore, seine Mündel. (Sopran.)
(Tenor.)Malvolio, I
[
. > Banditen. < .,_„ ,
Barbarino, (Bass.)
\ [
Schüler Stradella's. Diener.Masken.
Romische Landleute. Shirren etc.Patrizier.
Ort der Handlung.
Im ersten Acte: Venedig.
Im zweiten und dritten Acte: Gegend bei Rom, Stradella's Geburtsort, 3 Monate später.
m
— Bassi's Haus, das dieEin kleiner Platz in Venedig. Im Hintergrunde ein Canal, mit einer Fernsicht auf's Meer. Rechts, vom Zuschauer,
ist durchEcke einer kleinen Mondschein. Die BühneStrasse bildet. Rings um das erste Stockwerk läuft ein Balcon, der sich um die Ecke zieht. Nacht.
einige Gondeln über den Canal.Laternen und die erhellten Fenster der umliegenden Häuser matt beleuchtet. Beim Aufziehen des Vorhangs gleiten einige
Doch Wach' auf, Lenore,Scenc I. füllen lieblicher noch Träume
Ans süsser Ruh'!Hier die Brust, in stiller Nacht.
Strädella (und einige seiner Schüler, in einer
Chor.Gondel). Chor.
In des Mondes Silberhelle etc. Chore etc.Im leisen<M 1.
(Sie steigen an's Land.)
Chor. er e n a d e-JW 2. S
Recitativ.In des Mondes Silberhelle,
gewendet).Strädella (zum BalconDurch die stille Nacht, Strädella.
Trag' Liebchen! Horch!uns, Gondel, sanft zur Stelle, Horch,Wir sind zur Stelle, wo die Theure
TrauteWo das Liebchen wacht. singt derEsweilet,
erglüht,In Lieb'Durch der hohen Melodie;Marmorbogen Weckt, Freunde, sie mit süsser
Klang der Laute,ZumStolze Pracht, ent-Das holde Bild, das mit dein Traum
Lied.Der MinneSchaukelt uns, ihr blauen Wogen, eilet,
1 die Feier rauschen,Leis' und sacht. Mal Wahrheit schöner ihr, als selbst die Mag tobend dort
Scherz;Fantasie. Lust und kühnemIn wilderSträdella.
lauschen.Lieb' der LiebeHier kann dieWohl strahlen schon Venezia's Im leisen ChoreRäume,
Herz.künden sich dasHerzenIn der Sonne gold'nen Pracht; ihr zu: DemFlüstert
V
tf\! 1
I
—Vivat hoch, Prinzessin Freude!Venedig strahlt im Glanz der Feste; JW 3. iV o 1 !( r n o.
— Jubelnd EuchHier leuchtet Lima, sanft und mild preisen hoch, Beide,
Stradella.
TreueDie Blüthen kosen mit dem Weste Diener, ohne Zahl.
Durch die Thäler, über Hügel
Und spiegeln in der Fluth ihr Bild.
Ballet.Führet Liebe uns zum Port.
Horch! Liebchen, horch!
leiht uns FlügelLiebe, Liebe
Chor. hier und dort.Sie beschützt uns
Horch, Liebchen! Horch! ete. Liebe lehrt uns Alles wagen, Scene IV.
immerdar,Kein Laut, kein Schimmer Schirmt und wahrt uns
Vorige. Stradella (hervortretend). Später— tragen,Auf dem Altan! Lehrt uns dulden, lehrt uns
Leonore.
Träumst Du noch immer? Mathig trotzen der Gefahr.
O, hör' ihn an! Stradella.
Leonore.
In Jubelchor und frohenHorch, Liebchen! Horch! etc. Reigen,tragenMit Dir theilen, mit Dir
Mischt gerne sich des Sängers Lied:
Will ich Lust und Ungemach,
R e c i t a t i v. Apollo's Schüler darf nicht schweigen,
Ohne Wanken, ohne Klagen
Stradella. Folgen Dir durch's Leben nach.
Mag sich trüb' Zukunft färben.Doch seht: In der Geliebten Zimmer die Chor.
Erglänzet mit der Kerze Hell, Mag sie strahlen rosig klar; Stradella! Stradella!
Dem Harrenden ein Hoffnungsschimmer. Mit Dir leben, mit Dir sterben, Willkommen Meister,
0, Freunde, eilt zur Seite schnell Sei mein Wahlspruch immerdar. In unsern Reih'n;
Und wachet, dass kein Horcher Als dienende Geister,lauscht,
Beide.
Was Liebe dermit Liebe tauscht. Sind Alle wir Dein.
Liebe lehrt uns Alles wagen etc.
(Die Schüler entfernen sich.)
(Jubel und Geräusch in der Ferne.) Stradella.
Ein Spässchen gilt's, ein tolles
Masken4. Finale.JW —spiel
Scene II. Recitativ. Wollt, Freunde, Ihr dem Freunde Beistand
leih'n?Stradella. Leonore (auf dem Balcon). Stradella.
Doch horch! Ein Chor.Tross der wilden
Leonore.
Den dienenden Geistern befiehl, befiehl!Schaaren
Stradella. — WirNah't diesem friedlichen Asyl. Alle sind Dein!
Stradella. Verborgen, Theure, lass uns harren,
^Stradella.
—Theure Leonore Ob nicht ihr tolles Maskenspiel,
So horcht meinen Worten,
O komm' hervor! Die Liebe Mit unserm Liebesplanwinkt. im Bunde
Habt Acht, habt Acht!
Beschleunige der Rettung Stunde?
Leonore. Mein Liebchen weilt dorten
(Sie ziehen sich zurück.)
Vom Argus bewacht;Nurheimlich ! Sacht ! Dass nichtzumOhre
Doch kaum, dass die ZitherDes Vormunds unser Kosen dringt!
Ertönt ihrem Ohr,—Verrath ist wach mit Argusblicke Scene III.
So tritt sie an's GitterBelauert uns des Argwohns Tücke.
(Masken aller Art; theils in Gondeln, theils durch Verstohlen hervor.
Stradella. die Strasse kommend, erfüllen die Scene. Viele
Chor.tragen Fackeln.)Bin ich nicht da, Dich zu beschützen.
Doch kaum, dass die Zither
Ist nicht mein Leben Dir geweiht? Chor.
Ertönt etc.
Freudesausen,
Leonore.
Stradella (sich gegen den Balcon
wendend)Jubelbrausen,
Was kann des Sängers Beistand nützen, — Horch, Liebchen, horch!Füllt die Lüfte ringsumherWo siegreich Macht und Gold gebeut? —
Es singt der TrauteUnd die bunten Masken hausen
Schon morgen — nach des Vormunds
In Lieb' erglühtIn den Hallen, auf dem Meer.
Willen,
Zum Klang der LauteDurch die Wogen
Vereint mich ihm der Ehe Band;
Minne Lied!DerHergezogen,
Doch eh' soll mich die Woge hüllen,
Komm', Liebchen, komm'!Nahen Schaaren tief vermummt;
Als dies verhasste Brautgewand.
Auf den Strassen
Chor.
Stradella. Und Terrassen
Komm', Liebchen, komm'!
So lass uns flieh'n! Jauchzet Alles, lacht und summt.
Leonore.
Fackelschimmer!
Leonore.
Ach ! Lockend tönt das Lied des Treuen
Kerzenflinimer
Doch wie entrinnen? —
In meiner Klause ödes Grab
Hörnerschall, Trompetenklang!
Den Ausgang wehrt der Söldner Tross. Und ob mir rings Gefahren dräuen,
Welch' Getümmel!
Fort zieht es mich, zu ihm hinab.Stradella. Gewimmel,
(Die Masken bringen Strickleitern aus den Gondeln,Wo Lieb' und Treu' auf —Mittel sinnen, Wonne rings und Lust und Sang. —und werfen sie ihr zu. Sie verschwindet damit
Da weichet selbst ein Zauberschloss. Vivat hoch, Prinz Carneval, um die Ecke des Balcons.)! ! !
!
/
<rChor. Chor. Uns zur Stelle,
Muth! Liebchen Muth! Nicht doch, Kind! Zu taubem Ohre Wo der Ruhe Glück erblüht.
—Spricht er. Unser Scherz hebt an!
Bassi (unten).
Die kühne That. Bassi (auf dem Balcon vortretend). Packt sie! Greift sie! fasst sie, Leute!
Liebchen!Mulh! Muth!
Leonore ! Leonore Chor (Stradella und Leonore in die Mitte
Es muss gelingen,
nehmend).
Weibliche Masken.
Die Rettung nah't.
Sucht sie erst und fasst sie dann!
Hier, Herr Vormund, sind wir ja!
Bassi.Bassi.
Hundert für dieScene "V. Scudi Beute!Leonore! Leonore!
Vorige. Leonore Masken. Chor.(unten von rechts
hervortretend). Seht den Alten! Ha, ha, ha! Hundert Prügel für den Mann!
Leonore. Bassi. Bassi.—seliges GefühlDie Freiheit winkt! O Hülfe! Hülfe! Wache! Sbirren! Herzensmündel! Füg' dich willig,
Habt, Freunde, Dank! Ihr gabt mir neues Helft mir die Verweg'ne kirren! verzieh'n!Und Dein Frevel sei
Leben, Will sie zügeln,
Leonore.Vereint nun lasst in munt'rer Laune Spiel, Sie verriegeln,
War's wohl billig,Herzensvormund!Dem Frohsinn und dem Scherze uns ergeben. Dass sie nie die Freiheit sieht.
entzieh'n?Mich dem Feste zu
(Diener kommen aus dem Hause, die MaskenChor.
stellen sich vor.) undVivat hoch, Prinz Carneval! Leonore
StradellaChor. "Prinz Carneval!Vivat hoch, Prinzessin Freude! Vivat hoch!
Hurtig! Hurtig, in den Nachen, Vivat hoch! Prinzessin Freude!
unterdess, immerStern der Lieb' wird Euch bewachen (Stradella und Leonore sind
Masken beschützt, an eine Gondel gelangt,Scene "VI. von denSchaukle, Welle,
dem Chor.)und singen im Fortfahren mit
Sie zur Stelle,Vorige Signor Bassi (auf dem Balcon).
Chor.Wo der Ruhe Glück erblüht.
Bassi (d'rinnen).
Prinz Carneval!Vivat hoch!
Leonore! Leonore! Leonore und StradsUa~~-.. Prinzessin Freude!Vivat hoch!
Hurtig!Leonore. Hurtig, etc. indess den sich sträubenden(Die Masken zwingen
AVeh! Es ist um mich gethan! Tanz, bis er erschöpft niedersinkt.)Schaukle, Welle, Bassi zum
darunter die UnterschriftGegend bei Rom, Stradella's Geburtsort. Glocke gemalt;Links das Haus Stradella's, mit einem Schilde, worauf eine
Campanella. —alla Rechts ein Wirthshaus, mit Stühlen und Tischen davor.
mich dem Theuren eint.Scene I. O, trocknet nicht, Gluthenstrahlen, Tag, derihr
hielt mich in Banden,Den Thau der auf der Flur, Verhasster ZwangBlüthenLeonore (aus dem Hause rechts tretend, im
erhellte meine Nacht!Dass glanzvoll malen, Kein Strahlsie die FreudeBrautkleide).
ich erstandenneu zum LebenDer neu sich schmückenden Natur. Dass
JW 5. Recitativ.
Zauberinacht.ich der LiebeDank'Alles theile
Leonore.
theileAllesUnser Glück;
So war' es denn erreicht, das
heissUnser Glück;Freundlich weile,
ersehnte Ziel
etc. etc.Frühlingsblick!
Nach langem Wandern, von Gefahr bedräuel,
Morgensonne,
Roma, des Geliebten Vaterland,Beut'
Maienduft,
Dem treuen Paar friedliches Asyl,ein II.SceneFüllt mit Wonne
frohUnd erstrahlt der Tag, an dem ein
Rings die Luft! Bäuerinnen mit Blumen undBauern und
heilig Band,
Philomele, Spater Stradella.Kränzen.
Zwei Herzen mit des Himmels Segen weihet.
Hoch im Grün,
JW 6.
Arie. Deine Seele
Glocken- Chor.Hauche hin!Seid meiner Wonne stille Zeugen
Hört die Glocken!Ihr Wolken auf des Himmels Blau, Himnielsthau von Rosen thrane,
Freundlich lockendeinen Schattenzweigen, Wie das Auge Freude weint;Du Wald, mit
Klänge zum Altar.bunten Strahl' voller Lenzesschöne IhreIhr Blumen auf der Au. in
1«4
Stradella, MalvolioZu den Hallen Ei! Per baeco! Freund (ihm die Hand schüttelnd).
Dich verfehlen kann ich nicht!Lasst uns wallen, Herzensfreund! Wie geht's? Was
1 (Klopft an's Haus.)treue Paar.Wo sich ein't das treibt man?—Mäuschenstill!— Nichts will sich rühren
In Freudigkeit
Barbarino (ebenso).(Horcht.)
Zum Festgeleit —spüren Alter Bursch!Weder Wort, noch Laut zu Wie steht's? Wo
Nah'n der Gefährten Reih'n.
Thüre öffnend.)(Die bleibt man?
Und nehmen Theil ——Unverschlossen? Will es glauben!
Malvolio.ihremAn Heil Wo nichts ist, fällt's schwer, zu rauben.
Flau der Handel! Schlechte Zeiten!Und jubeln froh darein! (Schleicht herein und schliesst die Thür hinter sich.)
Pfuscher, die den Preis verderben.
Barbarino (hereinschleichend, mit einem PapierSlradella (aus dem Hause tretend).
in der Hand, Malvolio, den Hut tief iu'swie Barbarino.Leonore!
Gesicht gedrückt.)
Leuten,Schlechte Kundschaft bei den
Leonore. "An dem linken Strand der Tiber,
Schwer, sein ehrlich Brod erwerben!
Slradella! "Bei dem Hügel rechts vorüber,
Malvolio." Liegt ein Flecken,
Stradella.
Und die Frau? die lieben Kinder?— "Zwischen HeckenAlles ist bereit
"Grüner Lorbeerin, hoch und dicht.strahlenden Altar Barbarino.Der Priester harrt am
"Dort im Haus zur Campanella,
Und der Gespielen buntgeschmückle Schaar Dir?Munter! Und bei
" Wohnet ein Signor Stradella,
Erwartet uns zum festlichen Geleit!
Malvolio.
"Grosser Sänger,
undLeonore Stradella. — Nicht minder."Mädchenfänger,
O, frohe Stunde, Beppo liegt schon auf der Lauer,"Ihn verfehlen kannst Du nicht."
Auf immerdar dein Wand'rer manche Schlinge,(Herumblickend.) Stellt
zum —Ein'st du Bunde Hier der Flecken — dort Tiber Fuchs war jemals schlauer.die Und kein
—Ein treues Paar. Zwischen Hecken — rechts vorüber
Barbarino.—Dort das Schild zur Campanella
Chor der Mädchen. Memmo führt schon seine Klinge,
Ei! Per baeco! Freund Stradella,
Duftender Blüthen Sticht nach Puppen, wie ein Held,
Dich verfehlen kann ich nicht!
Strahlende Zier, Ohne, dass er jemals fehlt.
(Findet die Thür verschlossen und schaut durch's
Huldigend bieten
Fenster.) Beide (gerührt, fast weinend).
Wir Jungfrauen Dir. —Keine Seele! Ausgeflogen
Brave Kinder! Himmelslust,—Chor. Scheint der Sänger mir gewogen
Für die fromme Vaterbrust.— —Hort die Glocken Ist der Zufall ich spüre,dass
Malvolio.
etc. etc. etc. Wie ich schlau den Streich vollführe.
(Sie verlassen im Zuge, (Will Aber sag', was führt dich her?paarweise, Leonore und durch's Fenster steigen. In demselben
Stradella folgend, —die Seene. Das Ritournell der Augenblick schleicht Malvolio zur Thür heraus
Barbarino (geheimnissvoll, das Zeichen des
Glocken und packt ihn von hinten.)verklingt sanft.)
Todstechens machend.)
Malvolio.
Hab' zu: hm! hm!
Wart, Ich will DichSpion! lehren!
Malvolio.Scene III.
Barbarino.
So? Versteh'!
Maholio. Später Barharino. (Malvolio,
Teufelssohn! Man kann sich wehren!
den Hut tief jn's Barbarino.Gesicht gedrückt, schleicht links
herein, in ein Papier blickend, als suche er sich Malvolio (den Dolch zuckend).
Doch Du selber! Dein Begehr?
zurecht zu finden.) Hut!Diebsgesell! Herab den
Malvolio (ebenso).
7.JW Duett. Barbarino (ebenso). — —Auch zu: hm! hm! ! In der
Fahr' zur Hüll'! Banditenbrut.Maholio. Näh'!
(Sie haben beim Ringen die Hüte verloren, und
"An dem linken Strand der Tiber, Barbarino (heimlich).erkennen sich lachend.)
"Bei dem Hügel rechts vorüber,
Geschäft für einen altenEin
Malvolio.
"Liegt ein Flecken,
aus Venedig;Zähen Geizhals
Ha! ha! ha! Freund Barbarino!"Zwischen Hecken
erkaltenMach' ein Sängerherz
" Grüner Lorbeer'n, hoch und dicht. Barbarino. Und sein Weibchen frei und ledig!
"Dort im Haus zur Campanella,
Ha! ha! ha! Freund Malvolino!
Malvolio.
"Wohnet ein Signor Stradella,
Malvolio. Alle Teufel!"Grosser Sänger,
— Dem ich bald das Garaus machte!"Mädchenfänger, Barbarino.
—"Ihn verfehlen kannst Du nicht."
Barbarino. Aber Du?
(Herumblickend.)
Den ich bald nach Jenseits brachte.— — Malvolio (heimlich).Hier der Flecken dort die Tiber
— — Malvolio undZwischen Hecken rechts vorüber Barbarino. Ganz curiose! Hör' mir zu:
—Dort das Schild zur Campanclla Ha! ha! ha! Ein Geschäft für einen alten! ! !
—Aus Küch' und Keller gastlich uns zu labenGeizhals aus Venedig;Zähen JW 8. Finale.
Sangerherz erkalten Bei Schmaus und Sang etc. etc.Mäch' ein
Malvolio. Bäuerinnen begleitet, bringt(Leonore, von einigenUnd sein Weibchen frei und ledig!
—Becher und Krüge aus dem Hause. Die AndernGlockenklänge?
Barbarino. gruppiren sich um die Tische.)
Barbarino.
's ist ein Irrthum! Chor.
—Bunte Menge
Malvolio. Bei Schmaus und Sang
Nein, doch! nein! Beide. Und Becherklang,
Du nur täuschst Dich! Dem Scherz geweiht,Hurtig hier zur Seite hin.
Barbarino. Enteil' die Zeit.
Malvolio.
Kann nicht sein Die Falte schnell der Stirn entschwebt,—Um zu lauschen
(Das Papier hervorziehend und lesend.) Sobald der Wein zum Hirn sich hebt.
—Tiber"An dem linken Strand der Barbarino. Der Rebensaft
—Rath zu tauschen Giebt Muth und Kraft,Malvolio (ebenso).
— Wie wir schlau den Streich vollzieh'n. Regt Herz und Geist,rechts vorüber"Bei dem Hügel
(Ziehen sich zurück.) Macht klug und dreist,
Barbarino.
Und färbt die Wangen rosenrolh,
"In dem Haus zur Campanella." Verscheucht Noth.den Gram, verjagt die
Scene IT. Im Wein! Im Wein! Im Wein!Malvolio.
Da sitzt die Lust allein!"Wohnet ein Signor Stradella."
Leonore. Stradella. Chor der
LandBeide. leute.
—" —Grosser Sänger Mädchenfänger Chor. Sceire "V.
"Ihn verfehlen kannst Du nicht."
Froh durch's Leben,
ha! Vorige. Malvolio. Barbarino (vortretend).Ha! ha!
Hinzustreben,
fürwahr einO! Spass zum Lachen,
Wandelt Ihr nun Hand in Hand. Malvolio.
Beide hier zu gleichem Ziel
Reine Freude Wär's wohl erlaubt, die Lust zu theilen?
Armer Sänger! Für Dich Schwachen,
EuchUm Beide
Barbarino.Sind vier Arme fast zu viel! —Gürte stets ihr Rosenbaud.
Alter Sünder! Schlau, wie Keiner, Wär'swohlvergönnt, beiEuch zuweilen?
Voll Freudigkeit
nenn' ich auf der Huth!Gelt! das
Und Heiterkeit Stradella.
Besser treffen zwei, als Einer!
Seh't der Gefährten Reih'n, Wer seid Ihr? Freunde?
Bravo! Brav! Dein Plan war gut!
Den frohen Tag
Malvolio.
Barbarino. Durch Lustgelag Fromme Leute,
Und munt'ren Scherz zu weih'n.Doch wen trifft's nun von uns Beiden? Die zum Madonnenfeste nah'u.
Malvolio. Barbarino.R e c i t a l i v.
Mich, den Ersten! Uns zog gar mächtig, aus der Weit«
Stradella.
Ruf, des Meislers, an.Stradella'sBarbarino.
Wohlan! Lasst beut', ihr munt'ren Gäste,
Eitler Wahn Malvolio.
Eriahen uns in trauter Lust,
Eher mag der Stahl entscheiden.
Der morgen, mit der Weihe Tonen
Doch morgen, zum Madonnenfeste,(Zieht den Dolch und fällt gegen ihn aus.)
Die hohe Feier wird verschonen.
Erheb' in frommen Danke sich die Brust.
Malvolio (ebenso).
Stradella.
Chor.
Sei's! mein Dolch macht sich're Bahn.
Seid mir willkommen! Ruh' und
ObJa Morgen, zum Madonnenfeste,
Barbarino. dach beut
Erheb' in frommen Danke sich die Brust.
Schade um Dein junges Leben. Mit Freuden Euch des Sängers Gastlichkeit.
Stradella. Leonore. Chor.
Malvolio. Barbarino.
0! dass immer doch im Leben
Dein WeibchenFür war' es hart! Habt Dank!
Wechselnd die Zeil,schwände so
Malvolio.Barbarino. derBald Andacht fromm ergeben,
Habt Dank!— Bald der Heiterkeil geweib't!Lass uns denn gemeinsam streben
Barbarino.
Barbarino und Molvolio (bei Seite).Malvolio.
0, dass der Himmel spende
Uns verfallen ist sein Leben,Meinelhalb! Mag's sein! Halbpart! —LebenEuch langes
Uns're Dolche sind bereit.
Beide.
Dank dir, Zufall, der gegeben Malvolio.
Treue Freundschaft! Himmelslust,
Günstige Gelegenheit. —Und ein sanftes Ende—Du erhebest uns're Brust
(Das Zeichen des Todstechens machend.)
Stradella.fürwahr, einO Spass zum Lachen,
Chor.Doch jetzt, mein Weibchen, schnelletc. etc. etc.
(Ritournell des vorigen Chor's hinter der Herbei die Gaben Bei Schmaus und Sang etc. etc.Scenc.)! ! !
6
Tief in den Abruzzen, 's istT r i n k l i e d. Nichts so schlimm, als man wohl denkt,
Da lauert im Moos Wenn man's nur recht erfasst und lenkt.und MaholioBarbarino (denen Leonore
inUnd zielt mit den Stutzendess Becher gereicht).
Chor.
Der raubende Tross,Raus mit dem Nass aus dem Fass!
's ist Nichts so schlimm etc. etc.
Husch ! HuschFlugs mit dem Nass in das Glas!
Im Rusch! _^Stradella.Flink mit dem Glas an den Mund
Habt AchtTrink' dich, du Matter! gesund. Jo sono pittore
—Und wachtSas! Sas! Sas! Gar flink beiSas! der Hand,
Und nah'n sie mit KastenVom Fass zum Glas, Und bin Salvatcre
Vom Golde zu schwer, II rosa genannt.Vom Glas zum Mund,
—So nehm't ihre Lasten In KluftDas ist gesund!
Es drückt sie zu sehr.Rasch, steigt der Wein mir zu Kopf, Und Gruft
Tralala!Fass' ich das Mädel beim Schopf, Und Graus
Selbst bei Räubern wohn't Erbarmen,Küss' ihr den rosigen Mund, Zu Haus!
— bei Gefühldem Mädel gesund! "Camm'rade! Magst bleibenDas ist
Nichts entreissen sie den Armen,Sas! Sas! "Und stehlen in Ruh'Sas! Sas! etc.
Reichen nur das Allzuviel!nicht, du Weib, "Den Räubern ihr Treiben,Muck' mir zu Haus,
's ist Nichts so schlimm, als man wohl denkt, "Die GrillenGuck' nicht so barsch nach mir aus, dazu."
Wenn man's nur recht erfasst und lenkt. Tralala!Schluek's lieber nieder zur Stund',
machtSchlucken ist immer gesund! Edle Kunst selbst erwarmenChor.
—Sas! Sas! Sas! Sas! etc. Des Randiten Mitgefühl
's ist Nichts so schlimm etc. etc.
Künstler nah'n stets offnen Armen,Chor.
Stradella.
Finden überall Asyl.Sas!Sas! Sas! Sas! etc. —Da nahet ein Wand'rer
's ist Nichts so schlimm, alsman wohl denkt,
Ballet. "Wer bist Du, Gesell?" Wenn man's nur recht erfasst und lenkt.
Einige. Ein Mensch, wie ein And'rer,
Chor.
Doch soll die Lust vollkommen sein, Und raube gar schnell
's ist Nichts so schlimm etc. etc.Dass recht der Schmaus uns Euch,munde, Gleich
(Stradella zieht sich mit Leonore in's Haus zurück,Was reichAndere.
den Banditen ein Zeichen gebend, ihnen zu folgen.)
Und schonein frohes LiedchenSo sing' d'rein
MalvollOZu seh'n; (den Andern bedenklich ansehend).Zum munt'ren Chor der Runde.
Ich plünd're, beslehle Edle Kunst macht selbst erwarmen
-Stradella. —Die ganze Natur, Des Banditen Mitgefühl
VonHerzengern ! Ich trageEuchzumChor
TagDem seine Helle,
Das Liedchen von Salvator Rosa vor. Barbarino (ebenso).
Die BlUthen der Flur.
Und der Künstler beut dem ArmenRomans e. Tralala. —Gastlich Obdach und Asyl.
Doch wie Ihr, hab' ich Erbarmen,Stradella^—
(Folgen langsam und kopfschüttelnd.)
Nichts so schlimm, als man wohl Und wie Ihr, hab' ich Gefühl;'s ist
denkt, Denn bei Küssen und Chor.Umarmen
Wenn man's nur recht erfassl und lenkt. Geb' ich wieder, was zu viel. Sas! Sas!Sas! Sas! elc.
Vorhalle Stradella's Hause. —in Den Hintergrund bildet ein grosser Yorhang zu einer Veranda. — Seitenthüren.
Scene I. Umwallt vom blauen Wogenband, fallen freundlicherUnd Rosen als Lohn
Rekränzt mit Blüthenauen. herab.Zum Sänger der Lieder
Leonore. Stradella. Maholio. Barbarino.
Dich preis'! —meinMund dir ton'tmein Sang, La! la! la!
(Links im Vordergründe, Leonore und Stradella,
Dir schlägt mein Herz in heissem Drang. Leonore.— Maholio undauf einer Bank. Rechts, Barbarino, —Venezia bella du Meeresbraut, Ich lobe mir Roma's heilige Mauern,auf dem Boden gelagert und allaMorra spielend.)
Gepriesen sei du mir vor Allen, Erhab'uer Kuppeln mächt'gen Bau.
JV? 9. Wechselgesang. Wo in leisem, Schauern,Abends tändelndem Laut Es füllt die Brust mit frommen
BarcarolenStradella. Die erschallen. Zum Herzen spricht's : auf Gott vertrau'
llalia! mein Vaterland, Es schaukelt und gaukelt vor hohem Balcon. Und der Campagna Wogenhügel
Wie bist du schon zu schauen, Der Liebenden Nachen wohl auf und ab. Wie herrlich, wenn Aurora glüht,!
Bassi.leichten Scene II.Die Lerche hebt die Flügel
Und zwitschert sanft ihr Morgenlied. Haltet so Ihr Euer Wort?
Bassi den Vorhang steckend).(den Kopf durch
La! la! la!
Später und BarbarinoMaholio (mit Hüten Maholio.
Barbarino.
Stock).und
behalte!Ei! Du selbst Dein Geld
Preis't Roni's und Venezia's
Becitativ. Börse hin.)(Hält ihm eineMirakel! Will's glauben!
Ich halt's mit Laspezia's Bassi. Barbarino (ebenso).
Durchzuckerten Trauben. —Das Haus scheint leer? Wie, war' es Nimm den Bettel und mach' fort!
Toseana, die Hebe, —schon gelungen
Bassi.
Kredenzet mir Wein, Was meine Rache strafend ihm erdacht?
Was Ihr versprochen?
lebe!E viva! Sie Dein Sänger war' sein Sterbelied gesungen?
Ihr sing' ich allein. Beide.—Ha ! Leute dort hier gilt es, schlau bedacht.
La! la! la! (Zieht sich zurück.) Wird nicht vollführt
Maholio.
Bassi.11.JW Terzett.
Ich lob' mir Neapel,
Das Wort gebrochen?
Den sonnigen Brand, Maholio.
Beide.Da ruh' ich im Stapel Sag' doch an, Freund Barbarino,
Und gähne am Strand, quittirt!Da liegt'sWie nun steht's um uns're Thal?
schluck' Maccaroni (Das Geld hinwerfend.)Und
Barbarino.
ohne End'Herein Bassi (höhnisch).
Sag' Du selbst, Freund Malvolino,Euch LazzaroniMit
Ihr nennet Bravi Euch?Was beschloss Dein weiser Rath?
Beim dolee far' nient'.
Beide (nach dem Dolche greifend).Ich schlaf alla Stella Maholio.
länger.Vom Himmel bedeckt, Nicht zweifle— —Nun fürwahr! Bei meiner Ehre
tanz' Tarantella,Und Gerne lass ich Dir's allein. Bassi.
Wenn Liebchen mich weckt!
Furcht so bleich,Und Euch machtBarbarino.
La! la! la!
Vor einem Sänger?— —So? Wahrhaftig? Ei das wäreAlle Vier.
Thal und Lohn sei Beides Dein. Beide.
Italia, mein Vaterland,
Wie bist du schon zu schauen, Ja!Maholio.
"Umkränzt etc. etc. Edle Kunst macht selbst erwarmen—Nicht doch
"Des Banditen Mitgefühl;
Barbarino.10.JW "Und der Künstler bot dem Armen
Ja doch!Pilger- Chor "Gastlich Obdach und Asyl."(hinter der Scene).
Rosig strahlt die Morgensonne, Malvolio.
Bassi.
Heilige, um dein Gnadenbild, Mass verbitten.
Ich bin betrogen,
TagKündet froh den der Wonne,
Barbarino. Ich bin belogen,
Unsern Blicken freud'erfullt. — Von diesen ThorenBeuteDein die
Sieh', wir nah'n mit Strahlenkerzen,
Zum Spott erkoren.—Blumenkranz und Opferdtift Maholio.
Und rein verloren!
Unser Sang aus frommen Herzen Dein der Ruhm.
Wenn man entdeckte.
Deinen Segen niederruft.
Barbarino. Was ich bezweckte,
Leonore (während des Chors). — Wär's mit mir aus.Keiner gleicht Dir unbestritten—Pilger nah'n. Mit frommen Händen
— Malvolio. Beide.Schmücken sie der Jungfrau Bild
Lass auch uns die Gaben spenden, betrogen,Jeder weicht Dir ringsherum. Er ist
Hohen, gnad'erfüllt.Ihr, der Da ihm entzogen,
Barbarino.
Den zu durchbohrenStradella.
leb' wohl — Ich mag's nichtD'rum
Er uns erkoren.weiheLass uns flehen, dass sie —wagen
OhrenZu taubenUnser Streben, unsern Fleiss,
Lach' mich aus! Mir fehlt der Mnth.
Spricht der Geneckte,Und dem Ton des Sängers leihe
Malvolio. Was er bezweckte,Kraft und zu Preis.Schwung ihrem
— Damil ist's aus!Vale, Freund und lass Dir's sagen,
Beide.
(Wollen gehen.)Bin dem Sänger gar zu gut.Frische Rosen lass uns pflücken,
Bassi.Und dann wallen, Hand in Hand, Bassi.
Der Erhab'nen Bild zu schmücken Ein Wort noch!Halt!Wie? Was bor' ich?
Mit dem reichen Bliilhenband. (Der indess näher getreten.) Maholio.
(Beide ab. Malvolio und Barbarino ziehen sich in
Beide. Ich muss eilen,
die verschiedenenThüren rechts und links zurück.)
harretHa! Der Alte! Meine Gattin mein.! ! ! ; !
8
Barbarino (kopfschüttelnd).Bassi. Bassi (seufzend).
— Doch ein Kunstlerleben!Aber hör't doch Hier, meine Freunde! (Bei Seile:)
Die VerrälherMalvolio. Malvolio.
Es ist gelungen,—Kann nicht weilen, —Jetzt wo die ersten Sanger rar
Ich hab's errungen,
Muss erzieh'n die Kinderlein.
Barbarino. Sie sind bezwungen
Bassi. —Man sagt, sie fehlen ganz und gar. Und fest gedungen
Doch — die Summe,verdoppelt ich Gold bat's erschwungen
Bassi.
Thätet ihr es wohl vielleicht? Eh' er gesungen,—Noch zwanzig
In's HerzMalvolio. gedrungen
Barbarino.
Ist ihm— der Stahl.und verstummeSchweig, Versucher,
Operndirectoren
Beide.Barbarino. Bezahlen doppelt, wenn wir's weigern.
Es. ist gelungen,Apage! Lasst ab und weicht.
Bassi.
Er hafs errungen,
Bassi (schmeichelnd). Will's zu zweihundert fünfzig steigern. Wir sind bezwungen
Zwanzig Ducaten, —Malvolio. Und fest gedungen
lasst Euch rathen,Kommt,
Gold hat's erschwungen;Geduld er die
! bis Stimm' verloren.
Sie liefern Braten
Eh' er gesungen,
Barbarino.Für Weib und Kind.
In's Herz gedrungen,
Das währt nie laug!
Beide. Sitzt ihm der Stahl.
Bassi.schlecht berathen.Seid Bassi.
Was sind Ducaten Dreihundert, sag' ich! Aber still — ich höre nah'n.
Für solche Thaten, Malvolio (heimlich zu Barbarino). Malvolio.
Der Todessünd'?
Was meinst Du, hm? —'s ist der Sänger hier probiren
Bassi. —Wird erBarbarino (ebenso).
—Noch zehn darüber
Das eben frag' ich. Barbarino.
Malvolio. Ja! Sein Lied sich einsludiren.Bassi.
Nicht doch, mein Lieber. —Dreihundert wollt Ihr, oder nicht? Bassi.
Wohl! Der Bache Stund' brichtBassi. an.Malvolio zeigend).(aur Barbarino
Zehn noch daneben. Fragt den? Terzett! n o.
Barbarino. Barbarino (ebenso). Ruhig! Leise! Stille! Sacht!
Nichts! Er bleibt leben! Hort zu, spricht. Lasst sinnen,was der da uns fein bedacht!
Habet Acht und haltet Wacht!Bassi. Malvolio.
—Theurer Sänger gute Nacht!
dieses Gold.Hundert wiegt Nein! nein! nein! nein!
(Ab hinter deq Vorhang.)
Malvolio. Barbarino.
Wie singt Stradella hold! Es kann nicht sein
(Sie wenden sich zum Gehen.) Scenc III.Bassi.
Bassi.Fünfzig dazu gezollt! 12.JW Finale.
Vierhundert denn! Mein letztes Wort!
Malvolio.
Stradella.
Beide.Wie er die Tone rollt! —Wie freundlich strahlt der Tag die
Vierhundert!
Beide. buntgeschmückte Menge
Bassi. Erfüllt die Gassen rings und Flur und Thal.Bietet so viel Ihr wollt,
stropjt's in wogendemVon allen Seiten Ge-Von Eurem Sündersold, Doch gleich hier am Ort
dränge,ist der gold'ne Lohn, Den Sänger jenseits expedirtWas
Kaum fasst der weite Markt der frommenSilberton? Und die Signora schnell entführt.Gegen den
—Wand'rer Zahl
Malvolio.Bassi. — wenn der Sänger sich des RuhmesDoch—Ich bin betrogen etc. Jenun w eil Ihr's seid, will ich'swagen. unwertli zeigte?
Beide. Barbarino. Wenn Zagen ihn befiel? Wenn ihn die
Angst erschlafft?Er ist betrogen etc. Doch erst die Hälfte abgetragen.
Madonna Steh' mir bei, Du hülfreich stets
!
Bassi. Malvolio.
Geneigte,
—Zweihundert will ich Euch Zweihundert jetztdenn geben. Begeist'rungUnd leih' zum schonen Ziel
Mah'OÜo Barbarino. mir und Kraft(zaudernd).
Zweihundert Zweihundert später.! ! ! !
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Finden sie Heil!Scene IV. Bassi.
—Fluch aller Orten Verzeihet —und vergesst o! nennt
Slradella. Gleich darauf Ifassi, Malvolio
ihr Theil!Werde mich Freund fortan.
und Barbarina (aus dem Vorhänge tretend und
Später Leonore. Malvolio.im Hintergründe lauernd). Slradella und Leonore.
—(Stradella nimmt ein Notenblatt zur Hand.) Entsetzlich ! Ich wanke Von Herzen.
Malvolio und Barbarino.H m n e. Barbarino.y
(Das Gold hinwerfend.)
Ich bebe! Ich schwanke!VerklarteJungfrau Maria ! Himmlisch
Hier dein Gold!
Herrn!Hohe Madonna! Mutter des
Stradella.
Bassi.Blicke hernieder, gläubig Verehrte!
Doch verzeihe,
Freundlich und milde vom hohen Stern. Euch bleibt's.
Wenn die Reue
Mutter freudenerkoren,des Segens,
Beide.Den Verführten zu dir zieht;—SohnDie Du gebarest den himmlischen
Wenn er betend, Wir nehmen's an.
verloren,Mutter der Schmerzen, die ihn
Schaanierrüthend,
Eh' Du vereint Ihm vor Gottes Thron.
Heilige Jungfrau, vor dir knie't.
Seg'ne uns, Mutter! Gottheit der Gnaden,
Selbst vergeben,dem Sünder sei Scene "V.
Dich die Unsern, dass sie freu'n,
Wenn der Schuld er sich bewusst,
sich entladenSchütz' uns're Felder, wann Der hintere Yorhang aufgezogen. Man er-wird
Und zu sühnevollem Streben
blickt auf einem feinen Hügel, der mit Pilgern undZürnende Wetter und Schrecken dräu'n.
Neu sich stärket seine Brust. —Volk besetzt ist, das erleuchtete Madonnenbild.
Bassi (leise zu Malvolio). —— Vornehme Bürger, Patrizier etc. etc. Hirten-(Bassi. Malvolio und Barbarino, die schon
erburschen mit einer Tragbahre von Zweigen, aufJetzt ist es Zeit hobenen Dolche fallen lassend und knieend.)
welcher sie Stradella über die Bühne tragen.
Malvolio. Alle. Glockengeläute.
Wie! Im Gebet ihn stören? Selbst dem Sünder sei vergeben,
Schluss-Chor.
Wenn der Schuld er sich bewusst,
Bassi (zu Barbarino). Fromme Menge
Und zu sühnevollem Streben
zaud're nicht!Auf, Im Gedränge
Neu sich stärket seine Brust. —Harrt des Sängers freud'erfüllt
Barbarino.
Stradella (sie erblickend). Hijr't die Glocken,
So herrlich ist's zu hören.
Was seh' ich? Wie? lockenFreundlich
Stradella. —Sie zum hohen Gnadenbild
Leonore (herbeieilend).
U! Erleuchte den Verlockten, In Freudigkeit zum Festgeleit,
Mein Vormund
Dass er kehre zum (Juten zurück Nahen der Gefährten Reihen,
Stradella (zu den Banditen).Aber strafe den Verstockten, Und fuhren ihn
Der dir trotzet mit höhnischem Blick. Ihr bewehret? In Jubel hin,
Wehe den Sündern Das schone Fest zu weihen.
Bassi.
Voll Frevelmulh! Segen fleh' er auf uns nieder—Ja! Frevelnd nahten wir —Weh' ihren Kindern, Vom erhab'nen Himmelsthron
Malvolio und Barbarino. begeisternd schalleWeh' ihrem Blut! Und wieder
Nicht hier, nicht dorten Dein Sang hat uns bekehret. Rings der Andacht Feierton.
Gedruckt in der Laugho seltenff' Üttchdritckerei,l'uti. w.Ouvertaire
Art I
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Art II.
Introcluction . .. ()2.„
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+-F. von Flotow.
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Adagio.Andante quasi
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