Anpassung der Entlohnungssysteme

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ANPASSUNG DER ENTLOHNUNGSSYSTEME Dieses Dokument wurde für den internen Gebrauch der Kommissionsdienststellen ausgearbeitet. Es wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, ¡st aber nicht als offizielle Stellungnahme der Kommission anzusehen. Bibliographische Daten befinden sich am Ende der Veröffentlichung. Luxemburg: Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, 1993 ISBN 92-826-5639-X © EGKS-EWG-EAG, Brüssel · Luxemburg, 1993 Nachdruck — ausgenommen zu kommerziellen Zwecken — mit Quellenangabe gestattet. Printed in Belgium Kommission der Europäischen Gemeinschaften ANPASSUNG DER ENTLOHNUNGSSYSTEME Dokument Dieses Dokument wurde für den internen Gebrauch der Kommissionsdienststellen ausgearbeitet. Es wird der öffentlichkeit zugänglich gemacht, ist aber nicht als offizielle Stellungnahme der Kommission anzusehen. Copyright EGKS-EWG-EAG, Brüssel - Luxemburg, 1993 Nachdruck - ausgenommen zu kommerziellen Zwecken.- mit Quellenangabe gestattet. ANPASSUNG DBR ENTLO-WUNGSSYSTOÆ Seminar "Sozialer Dialog" Brüssel, den 29-30. Juni 1992 Kommission der Europäischen Gerne inschatten Generaldirekt ion Beschäftigung, Arbeitsbeziehungen und soziale An­gelegenheiten INHALT EINLEITUNG 4 ERSTER TEILI. Die strukturellen Veränderungen 4 II. Formen der Anpassung der Entlohnungssysteme.. 8 III. Die massgebenden Faktoren für die mittel-.... und langfristige Lohnfindung 14 IV. Schlussfolgerungen: UNICE/CEEP und EGB 16 V.

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EAN13 928265639
Langue Deutsch
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ANPASSUNG DER
ENTLOHNUNGSSYSTEME Dieses Dokument wurde für den internen Gebrauch der Kommissionsdienststellen
ausgearbeitet. Es wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, ¡st aber nicht als offizielle
Stellungnahme der Kommission anzusehen.
Bibliographische Daten befinden sich am Ende der Veröffentlichung.
Luxemburg: Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften,
1993
ISBN 92-826-5639-X
© EGKS-EWG-EAG, Brüssel · Luxemburg, 1993
Nachdruck — ausgenommen zu kommerziellen Zwecken — mit Quellenangabe
gestattet.
Printed in Belgium Kommission der Europäischen Gemeinschaften
ANPASSUNG DER ENTLOHNUNGSSYSTEME
Dokument Dieses Dokument wurde für den internen Gebrauch der
Kommissionsdienststellen ausgearbeitet. Es wird der öffentlichkeit
zugänglich gemacht, ist aber nicht als offizielle Stellungnahme der
Kommission anzusehen.
Copyright EGKS-EWG-EAG, Brüssel - Luxemburg, 1993
Nachdruck - ausgenommen zu kommerziellen Zwecken.- mit Quellenangabe
gestattet. ANPASSUNG DBR ENTLO-WUNGSSYSTOÆ
Seminar "Sozialer Dialog"
Brüssel, den 29-30. Juni 1992
Kommission der Europäischen Gerne inschatten
Generaldirekt ion Beschäftigung, Arbeitsbeziehungen und soziale An­
gelegenheiten INHALT
EINLEITUNG 4
ERSTER TEIL
I. Die strukturellen Veränderungen 4
II. Formen der Anpassung der Entlohnungssysteme.. 8
III. Die massgebenden Faktoren für die mittel-....
und langfristige Lohnfindung 14
IV. Schlussfolgerungen: UNICE/CEEP und EGB 16
V. Schlussfolgerungen der Kommission 18
ZWEITERTEIL: Fallstudien 19
ILVA 20
AEROSPAT I ALE2
BR IT I SH AEROSPACE 24
VAN DEN BERGHS6
HENKEL8
OL I VETT I 3
RHONE-POULENC2
ANHÄNGE 34
Die strukturel len Veränderungen 35
Der PEPPER-Ber icht 43
Die LohnverhandI lungen In Europe 48
Die flexiblen Formen der Entlohnung 5
Te i I nehmer liste 59 Einleitung
Das Seminar "Anpassung der Entlohnungssysteme", das am 29. und 30.Juni
1992 in Brüssel stattfand, wurde auf Wunsch der Sozialpartner und in
enger Zusammenarbeit mit deren Sekretariaten von der Genera Idi rekt ion V
veranstaI tet.
Es knüpft an die gemeinsame Stellungnahme zu den neuen Technologien,
zur Arbeitsorganisation und Anpassungsfähigkeit des Arbeitsmarktes an,
in der die Sozialpartner vereinbart hatten, ihre gemeinsamen Über­
legungen fortzusetzen.
Die Verabschiedung der Empfehlung des Rates zur Förderung der Be­
teiligung der Arbeitnehmer an den Betriebserträgen am 27. Juli 1992 bot
einen weiteren Anlaß für die Veranstaltung eines Seminars mit etwa 60
Teilnehmern, Vertretern der UNICE, des CEEP, des EGB, Teilnehmern, die
unmittelbar aus Unternehmen kamen (Direktoren für Humanressourcen,
Gewerkschaftsvertretern) sowie externen Sachverständige, welche in die
Sitzungen einführten.
Der vorliegende Bericht greift die wichtigsten Gedankenanstöße auf, die
auf diesem Seminar zur Ausgestaltung neuer Formen der
"Lohnflexibilität" angesichts des technischen und wirtschaftlichen
Wandels formuliert wurden. Er ist in zwei Teile unterteilt. Der erste
Teil behandelt strukturelle Veränderungen, Formen der Anpassung der
Entlohnungssysteme sowie mittel- und langfristige Herausforderungen.
Der zweite Teil enthält eine Kurzbeschreibung der verschiedenen
Fallstudien, anhand derer die Themen des Seminars illustriert wurden.
ERSTER TEIL
- I -
DIE STRUKTURELLEN VERÄNDERUNGEN
A. Tiefqrei fende Entwlcklunasprozesse
In seiner einleitenden Beschreibung stellte M. Shonfleld (IDS) die
vielfältigen Ausgangssituationen inn Europa anhand der strukturellen
Veränderungen der vergangenen 20 Jahre dar. In diesem Zusammenhang
behandelte er zuerst kurz die technischen Entwicklungen und die n In den Arbeitsbeziehungen.
Die technischen Veränderungen wurden anhand von Beispielen über die
Weiterentwicklung der Integrierten Schaltungen in den letzten 20 Jahren
(Die Anzahl der Transistoren pro Chip stieg von 2000 in den sechziger
Jahren auf 10 Milliarden heute; im gleichen Zeitraum wurden sie fünfmal
dünner -weniger als 1 . - ; die Speicherkapazität stieg von 16 auf 64
MB) sowie das Wachstum des Dienstleistungssektors und der Software-und EDV-Dienstleistungen in der EWG und den fünf EFTA-Ländern zwischen
1981 und 1993 dargestellt. Trotz des Verfalls der Software-Preise und
der zum Normalfall gewordenen Raubkopien haben sich die Ausgaben in
diesem Bereich fast verzehnfacht, insbesondere, well die Schreib­
maschine durch den Bürocomputer ersetzt wurden.
Parallel zu dieser technologischen Revolution kam es zu einer be­
trächtlichen Verschiebung In der Beschäftigungsstruktur, die sich in
einem Rückgang der Beschäftigung in der Industrie (33 %, d.h. 42
Millionen Menschen in der EWG) und einer Stabilisierung der Anzahl der
Beschäftigten im Dienstleistungssektor Ende der achtziger Jahre (60 %,
bzw 76 Millionen Beschäftigte) niederschlug. Auch wenn ihre
Auswirkungen von einem Land zum anderen unterschiedlich sind,
entsprechen die technologische Revolution und die strukturellen
Veränderungen doch einer allgemeinen Tendenz in der Gemeinschaft.
Bezüglich der Beschäftigungsstruktur gibt es zwischen den
Mitgliedsstaaten erhebliche Unterschiede: In Deutschland stellt die
Industrie weiterhin +/- 40 % der Arbeitsplätze (Diese Zahl ist weit
höher als In Frankreich, im Vereinigten Königreich, in Italien oder in
den Nieder landen).
Auch die wirtschaftlichen Ausgangsbedingungen waren in den letzten 20
Jahren in den verschiedenen Mitgliedsstaaten sehr unterschied-lich. So
war im Laufe der achtziger Jahre eine rückläufige Tendenz im Anstieg
der Lohnstückkosten zu erkennen. (Zwischen 1979 und 1988 stiegen die
durchschnittlichen Lohnstückkosten in Italien um 11 %, In den
Niederlanden um 1,7 %). Der Rückgang der Lohnstück-kosten In jüngerer
Zeit entsprach nicht der anfänglichen Tendenz. Die Zahlen der Tabelle
"Annual increase in unit labour costs in the business sector" (siehe
Anhang I) zeigen je nach Land sehr unterschiedliche Tendenzen
hinsichtlich der Inflationsrate, der Produktivität und der Be­
schäftigung .
Ähnliche Unterschiede sind im Bereich der Beschäftigung zu ver­
zeichnen. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit in der EG beträgt im
allgemeinen 39 bis 40 Stunden. (Dagegen beläuft sich die Arbeitszeit in
der Industrie in Portugal und im Vereinigten Königreich
durchschnittlich auf +/- 44 Wochenstunden, zu denen im Vereinigten
Königreich noch viele Überstunden hinzukommen.
Hinsichtlich der Beschäftigungsformen stellt man in den letzten Jahren
eine Erhöhung der Teilzeltarbeit In der EG fest, insbe-sondere in den
Niederlanden. (siehe Anhang I "Part-time work as % of total
employment"). Die Te I I zeitarbei t entwickelt sich mit der
Wirtschaftsstruktur, der Frauenarbeit sowie der Umstrukturierung in
Industrie und Dienstleistungssektor. Sie hängt von der Beschäf­
tigungsstruktur des Jeweiligen Landes ab. Daher ist die Tei I ze itarbeit
im Vereinigten Königreich sehr verbreitet.
Auch LeiharbeItsverträge werden je nach Land unterschiedlich genutzt
(In Spanien stellen sie 22,4 % der Beschäftigten, dicht gefolgt von
Portugal). Es sei hervorgehoben, daß es in Ländern mit hohem
Leiharbeitnehmeranteil nur wenig Teilzeitarbelt gibt. Es scheint also
zu einer Substitution dieser beiden Beschäftigungsformen zu kommen.