Das fünfte Rahmenprogramm

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Europäische Kommissi Gemeinschaftsforschung Allgemeine Information es K& Λ Λ ÄTA flrøt WiP JO» WM Das Fünfte Rahmenprogramm ||¡jlf Die Forschungsprogramme der Europäischen Union für VS die Jahre 1998-2002 ci in i 07¿ i EUROPAISCHE KOMMISSION Edith CRESSON, Mitglied der Kommission zuständig für Forschung, Innovation, allgemeine und berufliche Bildung und Jugend GD XII ­ Referat Kommunikation Kontakt: Herr Michel Ciaessens ­ rue de la Loi 200 (SDME 2/82), Β­1049 Brüssel Tél. (32­2) 299 78 65 ­ Fax (32­2) 295 82 20 E­mail: info@dg12.cec.be Veröffentlicht durch die EUROPÄISCHE KOMMISSION Generaldirektion XII - Wissenschaft, Forschung und Entwicklung HINWEIS: Weder die Europäische Kommission noch Personen, die im Namen dieser Kommission han­deln, sind für die etwaige Verwendung der nachstehenden Informationen verantwortlich. Zahlreiche weitere Informationen zur Europäischen Union sind verfügbar über Internet, Server Europa (http://europa.eu.int). Bibliographische Daten befinden sich am Ende der Veröffentlichung. Luxemburg: Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, 1999 ISBN 92­828­5810­3 © Europäische Gemeinschaften, 1999 Nachdruck mit Quellenangabe gestattet.

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Europäische Kommissi
Gemeinschaftsforschung
Allgemeine Information
es
K&
Λ Λ
ÄTA
flrøt
WiP
JO»
WM Das Fünfte Rahmenprogramm ||¡jlf
Die Forschungsprogramme
der Europäischen Union für VS
die Jahre 1998-2002
ci in i 07¿ i EUROPAISCHE KOMMISSION
Edith CRESSON, Mitglied der Kommission
zuständig für Forschung, Innovation, allgemeine und berufliche Bildung und Jugend
GD XII ­ Referat Kommunikation
Kontakt: Herr Michel Ciaessens ­ rue de la Loi 200 (SDME 2/82), Β­1049 Brüssel
Tél. (32­2) 299 78 65 ­ Fax (32­2) 295 82 20 E­mail: info@dg12.cec.be
Veröffentlicht durch die EUROPÄISCHE KOMMISSION
Generaldirektion XII - Wissenschaft, Forschung und Entwicklung
HINWEIS: Weder die Europäische Kommission noch Personen, die im Namen dieser Kommission han­
deln, sind für die etwaige Verwendung der nachstehenden Informationen verantwortlich.
Zahlreiche weitere Informationen zur Europäischen Union sind verfügbar über Internet, Server Europa
(http://europa.eu.int).
Bibliographische Daten befinden sich am Ende der Veröffentlichung.
Luxemburg: Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, 1999
ISBN 92­828­5810­3
© Europäische Gemeinschaften, 1999
Nachdruck mit Quellenangabe gestattet.
Printed in Belgium
GEDRUCKT AUF CHLORFREI GEBLEICHTEM PAPIER Das Fünfte Rahmenprogramm
Die Forschungsprogramme der Europäischen
Union für die Jahre 1998 - 2002 Vorwort
Ideen für morgen - die Zukunft gestalten
m
Forschung und Technologie geben nicht nur Antworten auf Fragen, die wir uns aus wissenschaftlicher Neugier stellen, sie tra­
gen auch zur Lösung von Problemen bei, denen wir täglich begegnen, wie etwa Beschäftigung, Gesundheit, Umwelt, Ener­
gieversorgung, Verkehr und Mobilität, Aus- und Fortbildung.
Die Zukunft zu gestalten muss daher das Ziel der europäischen Forschung sein. Dabei geht es darum, unsere Kräfte zu bün­
deln, um die Welt, in der wir leben, besser zu verstehen, die Probleme von heute zu lösen, die von morgen zu erkennen und
dadurch unsere Lebensbedingungen zu verbessern.
Vor diesem Hintergrund spielt das Fünfte Rahmenprogramm, das alle Forschungsaktivitäten der Europäischen Union für die
Zeit 1999-2002 umfasst, eine zentrale Rolle. Es identifiziert die Bereiche, in die zur Zukunftsicherung mehr und gezielter
investiert werden muss und es schafft den europäischen Mehrwert, der die Aktivitäten der Mitgliedstaaten ergänzt.
Um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und der Globalisierung begegnen zu können, wurde das Fünfte
Rahmenprogramm, für das es in Europa keine Parallele gibt, gegenüber früheren Rahmenprogrammen deutlich verändert. Die
weitgehend auf wissenschaftlich-technologischen Fortschritt ausgerichtete Forschung früherer Programme weicht einem An­
satz, der die Lösung sozialer und wirtschaftlicher Probleme unserer Gesellschaften in den Mittelpunkt stellt und somit den Er­
wartungen der Bürger mehr entspricht. In der Verfolgung dieser Ziele werden neue Verfahren entwickelt, die den Zugang zu den
Programmen erleichtern und Entscheidungsverfahren beschleunigen sollen.
Durch Kooperation, Austausch und Vernetzung, die sich dank der Union entwickelt haben, entsteht mehr und mehr eine eu­
ropäische wissenschaftliche Gemeinschaft, die konkrete Ergebnisse produzieren kann und darüberhinaus eine solide Grund­
lage ist, auf die Europa sich heute stützen kann, um Ideen für morgen zu entwickeln und so die Zukunft zu gestalten .
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Edith Cresson
Mitglied der Europäischen Kommission, zuständig für Forschung,
Innovation, allgemeine und berufliche Bildung und Jugend INHALT
Einleitung
Erstes thematisches Programm: Lebensqualität und
Management lebender Ressourcen
Leitaktion 1: Lebensmittel, Ernährung, Gesundheit 10 n 2: Bekämpfung von Infektionskrankheiten2
Leitaktion 3: Die "Zellfabrik" 14 n 4: Umwelt und Gesundheit6
Leitaktion 5: Nachhaltige Land-, Fischerei- und Forstwirtschaft und integrierte
Entwicklung des ländlichen Raums einschließlich von Bergregionen 18
Leitaktion 6: Alternde Bevölkerung und Behinderte 20
Zweites thematisches Programm: Benutzerfreundliche Informationsgesellschaft 22
Leitaktion 1: Systeme und Dienste für den Bürger4 n 2: Neue Arbeitsmethoden und elektronischer Geschäftsverkehr 26
Leitaktion 3: Multimedia-Inhalte und -Werkzeuge 28 n 4: Grundlegende Technologien und Infrastrukturen 30
Drittes thematisches Programm: Wettbewerbsorientiertes und nachhaltiges Wachstum 32
Leitaktion 1: Innovative Produkte, Verfahren und Organisationsformen 34 n 2: Nachhaltige Mobilität und Zusammenwirken der Verkehrsträger 36
Leitaktion 3: Landverkehrs- und Meerestechnologien 38 n 4: Neue Perspektiven für die Luftfahrt 40 Viertes thematisches Programm: Energie, Umwelt und
nachhaltige Entwicklung 42
Umwelt und nachhaltige Entwicklung
Leitaktion 1: Nachhaltige Bewirtschaftung der Wasservorräte und Wasserqualität 44 n 2: Globale Veränderungen, Klima und Artenvielfalt 46
Leitaktion 3:e Ökosyteme des Meeres8 n 4: Die Stadt von morgen und kulturelles Erbe 50
Energie
Leitaktion 1: Umweltfreundliche Energiesysteme, einschliesslich erneuerbarer Energiequellen 52 n 2: Wirtschaftliche und effiziente Energieversorgung für ein wettbewerbsfähiges Europa 54
Euratom-Programm: Kernenergie 56
Leitaktion 1: Kontrollierte Kernfusion8 n 2: Kernspaltung 60
Erstes horizontales Programm: Sicherung der internationalen Rolle
der Gemeinschaftsforschung 62
Zweites horizontales Programm: Förderung von Innovation und der
Einbeziehung von KMU 64
Drittes horizontales Programm: Ausbau des Potentials an Humanressourcen für die
Forschung und Verbesserung der sozioökonomischen Wissensgrundlage 66
Leitaktion: Verbesserung der sozioökonomischen Wissensgrundlage 68
Die Gemeinsame Forschungsstelle 70
n
Wie kann man sich an den Forschungsprogrammen der Union beteiligen ? 72 Einleitung
iese Broschüre gibt eine allgemeine Einführung in die Programme und wichtigsten Themen des Fünften Rahmen­
D programms, das die gesamten Forschungsaktivitäten der Europäischen Union für die Zeit 1999-2002 umfasst.
Sie richtet sich an Leser, die sich einen - naturgemäss allgemeinen - Gesamtüberblick über die aktuelle Forschung in der
Gemeinschaft und damit über das Fünfte Rahmenprogramm verschaffen möchten. Leser, die weiterführende Informatio­
nen benötigen, etwa mit Blick auf eine eventuelle Beteiligung an einem der Programme, können sich in einem zweiten
Schritt detailliertere Unterlagen und Antragsformulare beschaffen.
Diese Broschüre gliedert sich in drei Hauptteile:
1. eine allgemeine Darstellung des Fünften Rahmenprogramms und der Politik, zu deren Umsetzung es beiträgt;
2. eine Beschreibung der verschiedenen Programme und Massnahmen (Seiten 7 bis 72);
3. praktische Informationen zu den Bedingungen für eine Beteiligung an diesen Programmen und den Bezugs­
quellen für weiterführende Unterlagen (Seiten 73 und 74).
Ein einzigartiges Instrument im Dienste einer gemeinsamen Politik
ls Instrument schafft das Fünfte Rahmenprogramm einen klar strukturierten und wahrhaft europäischen Rahmen für
A die Förderung von Forschung und technologischer Entwicklung. Als Instrument der gemeinschaftlichen Forschungs­
politik bietet es eine strategische Planung für die nächsten vier Jahre, in dieser Zeit wird das Programm vor allem dazu bei­
tragen, grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Forschung zu fördern - insbesondere Zusammenarbeit zwischen
Hochschulen und Unternehmen - und hochleistungsfähige Netze aufzubauen. Dies ist eine wesentliche Zielsetzung der
gemeinschaftlichen Forschungsprogramme.
Das Programm soll ausserdem helfen, in Europa ein innovationsfreundliches Klima zu schaffen. Das bedeutet Förderung
von Technologietransfer, Bereitstellung von Risikokapital, Schutz von Urheberrechten und Entwicklung der Humanres­
sourcen.
Zwar zeigt sich heute mehr denn je, dass Wissenschaft und Technologie die Motoren für industrielle Entwicklung und da­
mit für die Schaffung von Arbeitsplätzen sind, doch lässt sich nicht leugnen, dass in Europa Forschung und wirtschaftli­
che Entwicklung nicht fest genug ineinander greifen. Auf genau dieses Problem konzentrieren sich die neuen Programme
der Union: Ausrichtung von Forschung und Innovation auf klar definierte sozioökonomische Ziele, z.B. auf die Schaffung
von Arbeitsplätzen, auf die Gesundheit, die Mobilität von Personen usw.
Kurz gesagt: die Programme der Union fördern die Mobilität von Akteuren und Ideen. Das ist von entscheidender Bedeu­
tung, denn technische und wissenschaftliche Erkenntnisse sind der wichtigste Rohstoff einer modernen Industrie.
Gemäss dem Subsidiaritätsprinzip, nach dem eine Massnahme nur dann auf Ebene der Union durchgeführt wird, wenn
dies effizienter ist als auf nationaler, regionaler oder lokaler Ebene, sind am Inhalt des Fünften Rahmenprogramms die
• wichtigsten Forschungsprioritäten Europas abzulesen. Der Inhalt des Programms wurde vom Ministerrat und vom Euro­
päischen Parlament auf der Grundlage von Vorschlägen der Kommission verabschiedet, wobei Wünsche betroffener Ak­
teure aus Wissenschaft, Industrie, Verbraucherverbänden usw. berücksichtigt wurden. Die wichtigsten Merkmale des Fünften Rahmenprogramms
as Fünfte Rahmenprogramme besteht aus vier thematischen Programmen (die sich mit einer Reihe genau definierter
D Probleme befassen) und drei horizontalen Programmen (die alle wissenschaftlich­technologischen Bereiche abdecken
und gemeinsamen Bedürfnissen entsprechen). Es ist mit einem Haushalt von 14,96 Mrd. Euro ausgestattet
Im Fünften Rahmenprogramm sind im wesentlichen drei Kategorien von Massnahmen vorgesehen:
♦ Leitaktionen
Die Leitaktionen sind eine der wichtigsten Neuerungen des Fünften Rahmenprogramms. Ihr Ziel ist es, mit Blick auf eine
Reihe genau definierter sozioökonomischer Probleme die Ressourcen und Kompetenzen aller Disziplinen, aller Technolo­
gien und aller betroffenen Akteure zu konzentrieren. Insgesamt wurden 23 Leitaktionen konzipiert. Die Philosophie die­
ser Leitaktionen weicht aiso völlig von der traditionellen Organisation der Forschung in relativ abgeschotteten Diszipli­
nen ab. Die Leilaktionen sind konkreten Problemen gewidmet und sollen dazu beitragen, diese mit Hilfe plundisziplinä­
rer Ansätze und unter Beteiligung möglichst vieler gesellschaftlicher Gruppen zu lösen.
♦ Generisch ausgerichtete Forschungstätigkeiten
Diese sollen durch ergänzende Forschungsarbeiten die Tätigkeiten im Rahmen der Leitaktionen unterstützen. Die Massnah­
men in diesem Bereich zielen darauf ab, im Fünften Rahmenprogramm einen flexiblen Bereich zu erhalten und die Forschung
und Entwicklung genehscher Technologien in neu entstehenden und/oder zukunftsorientierten Bereichen zu unterstützen
♦ Förderung der Forschungsinfrastruktur
Auch wenn Bau und Betrieb der Forschungsinfrastrukturen Sache der Mitgliedstaaten ist, lässt sich eine gemein­
schaftliche Unterstützung aus zwei Gründen rechtfertigen: mit Blick auf die Gewährleistung der optimalen Nut­
zung bestehender Infrastrukturen sowie zur Unterstützung der rationellen und wirtschaftlichen Entwicklung der
Forschungsinfrastrukturen durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit.
Was die Leitaktionen leisten sollen:
Erfassung 23 sozioökonomischer Prioritäten
Integration von Forschungs­, Ausbildungs­ und Demonstrationsmassnahmen,,
bessere Koordinierung der Tätigkeiten von Mitgliedstaaten, Drittländern, internationalen Initiativen