Streß am Arbeitsplatz
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ein Leitfaden ,Würze des Lebens — oder Gifthauch des Todes? Beschäftigung Sc Soziales u i/i Europäische Kommission Streß am Arbeitsplatz — ein Leitfaden „Würze des Lebens — oder Gifthauch des Todes?" Beschäftigung i* Soziales Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit Europäische Kommission Generaldirektion Beschäftigung und Soziales Referat D.6 Manuskript abgeschlossen 1999 Der Inhalt dieser Veröffentlichung spiegelt nicht unbedingt die Meinung oder Haltung der Generaldirektion Beschäftigung und Soziales der Europäischen Kommission wider. Falls Sie am Bezug des elektronischen Informationsbriefes „ESmail" der Generaldirektion Beschäftigung und Soziales der Europäischen Kommission inter­essiert sind, schicken Sie bitte ein E-Mail an empl-esmail@cec.eu.int — der Informationsbrief erscheint regelmäßig in Deutsch, Englisch und Französisch. Zahlreiche weitere Informationen zur Europäischen Union sind verfügbar über Internet, Server Europa (http://europa.eu.int). Bibliographische Daten befinden sich am Ende der Veröffentlichung. Luxemburg: Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, 2000 ISBN 92-828-9804-0 © Europäische Gemeinschaften, 2000 Nachdruck mit Quellenangabe gestattet. Printed in Belgium INHALT Seite VORWORT i ZUSAMMENFASSUNG iii TEIL I - HINTERGRUNDINFORMATIONEN 1 Steinzeitliche Reaktionen in moderner Arbeitsumgebung 3 Was ist Streß?

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ein Leitfaden
,Würze des Lebens — oder Gifthauch des Todes?
Beschäftigung Sc Soziales
u
i/i
Europäische Kommission Streß am Arbeitsplatz — ein Leitfaden
„Würze des Lebens — oder Gifthauch des Todes?"
Beschäftigung i* Soziales
Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
Europäische Kommission
Generaldirektion Beschäftigung und Soziales
Referat D.6
Manuskript abgeschlossen 1999 Der Inhalt dieser Veröffentlichung spiegelt nicht unbedingt die Meinung oder Haltung
der Generaldirektion Beschäftigung und Soziales der Europäischen Kommission
wider.
Falls Sie am Bezug des elektronischen Informationsbriefes „ESmail" der
Generaldirektion Beschäftigung und Soziales der Europäischen Kommission inter­
essiert sind, schicken Sie bitte ein E-Mail an empl-esmail@cec.eu.int — der
Informationsbrief erscheint regelmäßig in Deutsch, Englisch und Französisch.
Zahlreiche weitere Informationen zur Europäischen Union sind verfügbar über Internet,
Server Europa (http://europa.eu.int).
Bibliographische Daten befinden sich am Ende der Veröffentlichung.
Luxemburg: Amt für amtliche Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften, 2000
ISBN 92-828-9804-0
© Europäische Gemeinschaften, 2000
Nachdruck mit Quellenangabe gestattet.
Printed in Belgium INHALT
Seite
VORWORT i
ZUSAMMENFASSUNG iii
TEIL I - HINTERGRUNDINFORMATIONEN 1
Steinzeitliche Reaktionen in moderner Arbeitsumgebung 3
Was ist Streß? 3
Einige Beispiele aus der Arbeitswelt 5
Streßprävention als Querschnittsaufgabe im Rahmen der
Unternehmensentwicklung
Eine bessere Arbeitsorganisation 6
Bedarfsgerechte Ausbildung 7
Umfassendes Arbeitszeitmanagement
Erleichterung der Diversifizierung von Arbeitsbeziehungen und
Förderung neuer Arbeitsformen
Optimale Voraussetzungen schaffen für die Einführung
neuer Technologien
Förderung der Motivation und Anpassungsfähigkeit
der Mitarbeiter durch stärkeres Mitspracherecht 8
Förderung der Chancengleichheit
Aus- und Weiterbildung
Entschließung des Europäischen Parlaments
Die Londoner Ministererklärung 9
Förderung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz 10
Vier Initiativen aus der letzten Zeit 11
Gibt es wirklich ein Problem?2
Was kostet der arbeitsbezogene Streß?3
Arbeitsbezogene Stressoren5
Zeitliche Aspekte des Arbeitstages und der Arbeit selbst 15
Arbeitsinhalt (nichtzeitliche Aspekte) 16
Zwischenmenschliche Aspekte - Team - Vorgesetzte
Organisatorische Gegebenheiten
Ursachen von arbeitsbedingtem Streß und
Gesundheitsbeeinträchtigungen 17 Aspekte arbeitsbezogener Stressoren 18
Berufliche Anforderungen 19
Entscheidungsspielraum, Kontrolle über das eigene Arbeitsleben 19
Soziale Unterstützung 20
Anforderungs-Kontroll- Unterstützungs-Modell
Unangepaßtheit zwischen Mensch und Umgebung 21
Schichtarbeit 21
Bildschirmarbeit 22
Ungleichgewicht zwischen Verausgabung und Belohnung 23
Unklare oder widersprüchliche Rollenverteilung
Potentielle Stressoren einer künftigen Arbeitsorganisation
Wie manifestiert sich Streß? 24
Emotionale Manifestationen 24
Kognitive
Verhaltensmäßige Manifestationen 25
Physiologische
Ist Streß schädlich?6
Streß und Gesundheit 2
Herzkrankheiten und Schlaganfall 26
Krebs 27
Muskel-Skelett-Erkrankungen
Gastrointestinale Erkrankungen
Angststörungen
Depressive Störungen 28
Unfälle, Selbstmorde
Andere Krankheiten8
Ausmaß des Problems in der EU 29
Risikogruppen 30
Jugendliche 31
Alleinerziehende
Altere Arbeitnehmer
Behinderte und andere Benachteiligte 32
Erhöhte Anfälligkeit und Exposition
Rechtliche Grundlagen für den Umgang mit arbeitsbezogenem
Streß in der EU2
Die Folgen von Streß für die Unternehmen 33
Präventivmaßnahmen - Hindernisse und Möglichkeiten 35
Kohärenzgefühl und Lebensfertigkeiten 37
Investitionen für Gesundheit und Produktivität 38 TEIL II- DIE HERAUSFORDERUNG 41
Streßpräventionsprogramme3
Eine mehrschichtige Vorgehensweise 44
Organisationsbezogene und individuelle Prävention 45
Strategische Optionen für die Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz 46
Die Luxemburger Deklaration zur betrieblichen
Gesundheitsförderung 48
Schlüsselelemente der Streßprävention am Arbeitsplatz 49
Eine Checkliste mit arbeitsbezogenen Stressoren 53
Über- und Unterforderung bei der Arbeit 53
Zu wenig Zeit für eine gute Arbeit 54
Diskrepanz zwischen Verantwortung und Befugnissen
Unklare Anweisungen und Funktionen Ziele und Vorstellungen auf unternehmerischer und
persönlicher Ebene
Fehlende Unterstützung 55
Fehlen von Anerkennung oder Belohnung
Mangel an Einfluß/fehlender Entscheidungsspielraum 55
Vorhandene oder drohende Gewalt 56
Diskriminierung und Bullying
Schädliche Expositionen am Arbeitsplatz
Nicht angemessene Fähigkeiten und Fertigkeiten
Fehler, die hohe Kosten verursachen oder das Leben oder
die Gesundheit anderer gefährden
Risiko des Arbeitsplatzverlustes 57
Gesundheitsförderung und Prävention streßbezogener Krankheiten 57
Prävention auf Unternehmensebene 58
Arbeitsplatzneugestaltung 58
Partizipatives Management 59
Flexible Arbeitszeiten 60
Beruflich er A uf stieg
Gestaltung der Arbeitsumgebung 61
Lärm und Vibrationen 61
Maschinen und We^euge 62
Gerüche, Beleuchtung, Klimafaktoren
Gebäude und Anlagen 63
Kombinierte Umgebungsstressoren; wechselseitige Auswirkungen
beruflicher und sonstiger Einflüsse 64
Verbesserung der Beziehungen 65 g der Schichtpläne6 Beispiele erfolgreich durchgeführter Programme 66
Das schwedische T50-Programm 66
Das belgische PRA-Programm 67
Das Programm A2000+
Kümmern Sie sich um Ihr Personal! 68
Ein Ansatz, der Behörden und Sozialpartner einbezieht 69
Arbeitnehmer und deren Vertreter 69
Arbeitgeberverbände und einzelne Unternehmen
Gesundheitsschutzeinrichtungen, Versicherungsträger 70
Sind die Strategien der Gesundheitsforderung wirkungsvoll? 70
Europäische Programme 72
Drei Übersichten3
Ein umfassender Vorschlag auf nationaler Ebene 7
TEIL III - DIE MASSNAHMEN5
Interne Kontrolle - ein gangbarer Weg zu gesünderen Arbeitsplätzen 77
Norwegen 78
Schweden 79
Belgien
Instrumente zur Bewertung des Streßrisikos 80
Diagnostik 81
Von der Beurteilung bis zu konkreten Maßnahmen2
Primärprävention für einzelne3
Auf Stressoren gerichtete Primärprävention 84
Auf die Streßreaktionen gerichtete Sekundärprävention
Auf die Symptome gerichtete Tertiärprävention
Drei Ziele, vier Fragen4
Aufgeklärter Eigennutz5
Schutz für einzelne Arbeitnehmer 86
Unterrichtung, Unterweisung und Ausbildung7
Rollen und Instrumente der Arbeitnehmer,
der Führungskräfte und ihrer Vertreter8
Würze des Lebens oder Kuß des Todes?9
Glossar ausgewählter Begriffe 91
Literatur7
Index 10VORWORT
Dies ist ein Leitfaden der Europäischen Kommission über arbeitsbezogenen Streß. Die
Mitgliedstaaten und die Sozialpartner können ihn nach Wunsch verwenden oder entsprechend
ihren Rechts- und Verwaltungsvorschriften anpassen. Mit den eventuell so entstandenen
einzelstaatlichen Leitfaden sollte in den Mitgliedstaaten das Bewußtsein dafür geschärft werden,
daß arbeitsbezogener Streß ein wichtiges Gesundheitsproblem am Arbeitsplatz darstellt, und es
sollten Maßnahmen angeregt werden, um die Ursachen von Streß zu verringern und damit
Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz und außerhalb des Arbeitsplatzes auf eine
wirtschaftliche und sachdienliche Weise zu verbessern.
Der Leitfaden bietet allgemeine Informationen über die Ursachen, Manifestationen und Folgen
von arbeitsbezogenem Streß, und zwar sowohl, was die Arbeitnehmer, als auch, was die
Unternehmen angeht. Außerdem enthält er Ratschläge, wie Probleme mit arbeitsbezogenem Streß
und ihre Ursachen ermittelt werden können, sowie einen praxistauglichen und flexiblen Rahmen
für Maßnahmen, die die Sozialpartner sowohl auf staatlicher als auch auf Unternehmensebene an
die jeweilige Situation anpassen können. Dabei liegt der Nachdruck auf der Primärprävention
von arbeitsbedingtem Streß und den entsprechenden Gesundheitsschädigungen, nicht so sehr auf
deren Behandlung.
Diese Empfehlungen sollten im Kontext der Rahmenrichtlinie 89/391/EWG gesehen werden, laut
der die Arbeitgeber verpflichtet sind, „für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der
Arbeitnehmer in bezug auf alle Aspekte, die die Arbeit betreffen, zu sorgen". Die Bedeutung
dieser Richtlinie für das in diesem Leitfaden behandelte Thema wird auf Seite 32 erörtert. Wegen
der Vielfalt der Arbeitsbedingungen in den verschiedenen Mitgliedstaaten und Berufszweigen
und an den verschiedenen Arbeitsplätzen ist der Leitfaden nicht bindend. Er sollte als
„Speisekarte" gesehen werden, aus der jeder Betroffene sein „Menü" an geeigneten Maßnahmen
zusammenstellen kann, wenn gewünscht auch über die gesetzlichen Anforderungen hinaus.
Eine der Herausforderungen in diesem Kontext besteht darin, nicht nur die größeren
Unternehmen zu erreichen, sondern auch die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und
andere Organisationen.
Der Leitfaden berücksichtigt die Ansichten und Empfehlungen im Bericht zum Thema
„Arbeitsbedingter Streß" des Beratenden Ausschusses für Sicherheit, Arbeitshygiene und
Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, eines Dreiergremiums im Rahmen der Europäischen
Kommission (Europäische Kommission 1997a). Dieser Bericht wurde vom Beratenden Ausschuß
mit dem Ziel erstellt, die Forschungsarbeit und die im Zusammenhang mit arbeitsbezogenem
Streß auf nationaler und Gemeinschaftsebene getroffenen Maßnahmen zu untersuchen und der
Kommission im Hinblick auf ihre künftige Vorgehensweise über die Ergebnisse zu berichten.
Teil I liefert die Hintergrundinformationen, u. a. europäische und andere Verträge,
Entschließungen, Richtlinien, Mitteilungen usw. Es werden Inzidenz, Ursachen und Folgen von
arbeitsbezogenem Streß beschrieben, die verschiedenen Phänomene werden definiert, und es
werden Beispiele angeführt. Schließlich enthält Teil I noch einen Überblick über den derzeitigen
Kenntnisstand, was den besonders gefährdeten Personenkreis und die Art der Risiken angeht.
In Teil II wird dargestellt, welche Herausforderungen sich den Betroffenen stellen, und zwar in
Form vielfältigster organisationaler und individueller Herangehensweisen mit ihren
Schlüsselelementen, Zielen und Ergebnissen. Teil III behandelt umfassend die verschiedenen Möglichkeiten des Eingreifens auf den diversen
Ebenen, wobei eingegangen wird auf belgische, norwegische und schwedische Praxisbeispiele,
auf die Diagnosemaßnahmen und auf die Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention, jeweils
sowohl auf die Individuen als auch auf die Organisationen bezogen.
Um allen Betroffenen die Benutzung des Leitfadens und das Auffinden der gesuchten Themen zu
erleichtern, wurden die wichtigsten Begriffe definiert sowie ein Index und ein Glossar erstellt.
Außerdem wurde ein ausführliches Literaturverzeichnis hinzugefügt, auf das im Text verwiesen
wird, damit bei Bedarf auf Belege und weitergehende Informationen zurückgegriffen werden
kann.
Mit der Erstellung dieses Leitfadens wurde Lennart Levi, M.D., Ph.D., beauftragt, emeritierter
Professor für Psychosoziale Medizin am Karolinska Institut, Stockholm (Schweden). Ihm zur
Seite stand Inger Levi, Studienleiterin Eurostress, Stockholm (Schweden). Durchgesehen wurde
der Text von Jaume Costa (Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und
Arbeitsbedingungen), François Philips (EGB) und Olivier Richard (UNICE), die alle
entsprechendes Feedback lieferten. James Campbell Quick, Herausgeber des Journal of
Occupational Health Psychology, und die American Psychological Association (APA)
genehmigten freundlicherweise die Verwendung mehrerer Textstellen aus ihren
Veröffentlichungen (im Text gekennzeichnet). Für all diese Unterstützung sei hier gedankt.
Wir hoffen, daß dieser Leitfaden den Behörden und Sozialpartnern in den 15 Mitgliedstaaten
sowie anderen am Arbeitsschutz und an der öffentlichen Gesundheit Interessierten nützlich sein
wird.
Odile QUINTÍN
Stellvertretende Generaldirektorin m.d.W.d.G.b.

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