L'or du trophée Laténien de Ribemont-sur-Ancre (Somme), témoin d'une bataille oubliée - article ; n°157 ; vol.6, pg 175-213

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Revue numismatique - Année 2001 - Volume 6 - Numéro 157 - Pages 175-213
Zusammenfassung. — Es ist sehr auBergewôhnlich, zumindest in des Gallia Belgica, Goldmunzen zu finden, die dem ursprunglichen Geldumlauf zugeschrieben werden kônnen und zudem aus einem homogenen archâologischen Kontext stammen, der eine genaue Datierung ermôglicht. Um so tiberraschender ist der Fund, den man im Sommer 1999 in einem grofien gallischen Leichenfeld (Abb. A) entdeckt hat, und der nun als wichtigster Bestandteil der Latènischen Trophàe von Ribemont-sur- Ancre (Somme) gilt. Der grôfîte Teil dieses Haufens mit menschliscen Ûberresten, deren Schâdel zwar fehl- ten, die sonst jedoch oft anatomisch noch zusammenhingen, war bisher anhand der sehr zahlreichen Waffenfragmente datiert worden, die teilweise funktionell in Beziehung zu einander standen und praktisch ausnahmslos in die Latènezeit Clb (250 v. Chr.) gehôrten. Abgesehen von zwei Halbstateren ungewissen Ursprungs, die aus der Randzone des Haupt- depots stammten, waren keine Munzen gefunden worden. Die Ausgrabung des zweiten Teils des Knochenhaufens hat dann jedoch vier Munzdepots in situ zutage gebracht, darun- ter ein aus 6 Munzen bestehendes Depot mit einem halben Torques aus massivem Gold (Abb. 26). Nachdem die enge Verbindung zwischen den Munzen und dem dazu gehôren- den Fundmaterial nachgewiesen war (Abb. B), mufite uberpruft werden ob die homogène typologische Chronologie dieses Fundmaterials fur das gesamte Leichenfeld gait. Diese Arbeit ist nun vollendet, und die Datierung des gesamten Fundkomplexes in die Mitte des 3. Jh. v. Chr. ist erwiesen. Dem Numismatiker wurde eine zweite herausgehende Entdeckung beschert, da die Munzen einschliefilich der beiden Munzen aus dem Grabungsumfeld anscheinend nicht zu den bekannten regionalen Prâgungen gehôrten, sondern eher zu den âlteren Serien des Basse-Normandie und der westlichen Landstriche der Pays de Loire. So konnte die These aufgestellt werden, die heute als sehr wahrscheinlich angesehen wird, dafi es einen Kampf gegeben hat, dessen geschichtliche Zeugnisse verloren gegangen sind. In diesem Kampf haben sich môglicherweise die neu angekommenen Belger und eine groBe bewaffnete Truppe aus Mitgliedern der sogenannten «armorikanischen» Volker gegenubergestanden. Diese Vôlker hàtten den Ktistenstreifen durchzogen und von dort aus Einfálle ins Lande- vorgenommen.
39 pages
Source : Persée ; Ministère de la jeunesse, de l’éducation nationale et de la recherche, Direction de l’enseignement supérieur, Sous-direction des bibliothèques et de la documentation.

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Publié le 01 janvier 2001
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Louis-Pol Delestrée
L'or du trophée Laténien de Ribemont-sur-Ancre (Somme),
témoin d'une bataille oubliée
In: Revue numismatique, 6e série - Tome 157, année 2001 pp. 175-213.
Zusammenfassung
Zusammenfassung. — Es ist sehr auBergewôhnlich, zumindest in des Gallia Belgica, Goldmunzen zu finden, die dem
ursprunglichen Geldumlauf zugeschrieben werden kônnen und zudem aus einem homogenen archâologischen Kontext
stammen, der eine genaue Datierung ermôglicht. Um so tiberraschender ist der Fund, den man im Sommer 1999 in einem
grofien gallischen Leichenfeld (Abb. A) entdeckt hat, und der nun als wichtigster Bestandteil der Latènischen Trophàe von
Ribemont-sur- Ancre (Somme) gilt. Der grôfîte Teil dieses Haufens mit menschliscen Ûberresten, deren Schâdel zwar fehl- ten,
die sonst jedoch oft anatomisch noch zusammenhingen, war bisher anhand der sehr zahlreichen Waffenfragmente datiert
worden, die teilweise funktionell in Beziehung zu einander standen und praktisch ausnahmslos in die Latènezeit Clb (250 v. Chr.)
gehôrten. Abgesehen von zwei Halbstateren ungewissen Ursprungs, die aus der Randzone des Haupt- depots stammten, waren
keine Munzen gefunden worden. Die Ausgrabung des zweiten Teils des Knochenhaufens hat dann jedoch vier Munzdepots in
situ zutage gebracht, darun- ter ein aus 6 Munzen bestehendes Depot mit einem halben Torques aus massivem Gold (Abb. 26).
Nachdem die enge Verbindung zwischen den Munzen und dem dazu gehôren- den Fundmaterial nachgewiesen war (Abb. B),
mufite uberpruft werden ob die homogène typologische Chronologie dieses Fundmaterials fur das gesamte Leichenfeld gait.
Diese Arbeit ist nun vollendet, und die Datierung des gesamten Fundkomplexes in die Mitte des 3. Jh. v. Chr. ist erwiesen. Dem
Numismatiker wurde eine zweite herausgehende Entdeckung beschert, da die Munzen einschliefilich der beiden Munzen aus
dem Grabungsumfeld anscheinend nicht zu den bekannten regionalen Prâgungen gehôrten, sondern eher zu den âlteren Serien
des Basse-Normandie und der westlichen Landstriche der Pays de Loire. So konnte die These aufgestellt werden, die heute als
sehr wahrscheinlich angesehen wird, dafi es einen Kampf gegeben hat, dessen geschichtliche Zeugnisse verloren gegangen
sind. In diesem Kampf haben sich môglicherweise die neu angekommenen Belger und eine groBe bewaffnete Truppe aus
Mitgliedern der sogenannten «armorikanischen» Volker gegenubergestanden. Diese Vôlker hàtten den Ktistenstreifen
durchzogen und von dort aus Einfálle ins Lande- vorgenommen.
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Delestrée Louis-Pol. L'or du trophée Laténien de Ribemont-sur-Ancre (Somme), témoin d'une bataille oubliée. In: Revue
numismatique, 6e série - Tome 157, année 2001 pp. 175-213.
doi : 10.3406/numi.2001.2326
http://www.persee.fr/web/revues/home/prescript/article/numi_0484-8942_2001_num_6_157_2326DELESTREE* Louis-Pol
L'OR DU TROPHÉE LATENIEN DE
RIBEMONT-SUR-ANCRE (SOMME),
TÉMOIN D'UNE BATAILLE OUBLIEE
(PI. VIII-X)
Résumé. — II est tout à fait exceptionnel, au moins en Gaule belgique, de découvrir des
monnaies en or issues de la circulation primitive dans un contexte archéologique homogèn
e permettant une datation précise. C'est pourtant une surprise de cet ordre que vient de
procurer, au cours de l'été 1999, la fouille d'un grand charnier gaulois (Fig. A) reconnu à
présent comme pièce maîtresse du trophée laténien de Ribemont-sur- Ancre. (Somme).
La majeure partie de cet amas de restes humains acéphales souvent demeurés en
connexion anatomique, avait été datée naguère en regard de très nombreuses pièces d'a
rmement, parfois en liaison fonctionnelle les unes avec les autres et qui se rattachaient en
quasi-totalité à la période de La Tène Clb (ca. 250 av. J.-C). Aucune monnaie n'avait été
découverte, à l'exception de deux hémistatères en contexte incertain dans la périphérie du
dépôt principal. Or, la fouille de la deuxième partie du charnier a livré, in situ, quatre
dépots monétaires dont l'un contenant six monnaies était accompagné d'un demi-torque en
or massif. (Fig. 26). L'association des et du matériel connexe étant démontrée
(Fig. В), il restait à vérifier que ce matériel entrait dans une typo-chronologie parfaitement
homogène sur toute l'emprise du charnier. C'est aujourd'hui chose faite, et la datation
remontant au milieu du IIP siècle av. J.-C. semble bien avérée pour l'ensemble des éléments
constitutifs du dépôt. Une seconde surprise de taille est venue s'imposer au numismate,
puisque les monnaies découvertes - y compris les deux exemplaires périphériques - loin
d'appartenir à des émissions réputées régionales, semblent se rattacher aux séries les plus
anciennes localisées en Basse-Normandie et à l'ouest des Pays de Loire. C'est ainsi qu'a
pu prendre corps l'hypothèse très vraisemblable d'un combat dont les sources historiques
n'ont pas laissé de traces, entre des Belges nouveaux-venus et une importante troupe armée
issue de peuples dits « armoricains » dont les incursions à l'intérieur des terres étaient pro
bables, à partir du cordon littoral qu'ils parcouraient.
Zusammenfassung. — Es ist sehr auBergewôhnlich, zumindest in des Gallia Belgica,
Goldmunzen zu finden, die dem ursprunglichen Geldumlauf zugeschrieben werden kônnen
und zudem aus einem homogenen archâologischen Kontext stammen, der eine genaue
Datierung ermôglicht. Um so tiberraschender ist der Fund, den man im Sommer 1999 in
einem grofien gallischen Leichenfeld (Abb. A) entdeckt hat, und der nun als wichtigster
Bestandteil der Latènischen Trophàe von Ribemont-sur- Ancre (Somme) gilt.
* CNRS UMR 8546.
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Der grôfîte Teil dieses Haufens mit menschliscen Ûberresten, deren Schâdel zwar fehl-
ten, die sonst jedoch oft anatomisch noch zusammenhingen, war bisher anhand der sehr
zahlreichen Waffenfragmente datiert worden, die teilweise funktionell in Beziehung zu
einander standen und praktisch ausnahmslos in die Latènezeit Clb (250 v. Chr.) gehôrten.
Abgesehen von zwei Halbstateren ungewissen Ursprungs, die aus der Randzone des Haupt-
depots stammten, waren keine Munzen gefunden worden. Die Ausgrabung des zweiten
Teils des Knochenhaufens hat dann jedoch vier Munzdepots in situ zutage gebracht, darun-
ter ein aus 6 Munzen bestehendes Depot mit einem halben Torques aus massivem Gold
(Abb. 26). Nachdem die enge Verbindung zwischen den Munzen und dem dazu gehôren-
den Fundmaterial nachgewiesen war (Abb. B), mufite uberpruft werden ob die homogène
typologische Chronologie dieses Fundmaterials fur das gesamte Leichenfeld gait. Diese
Arbeit ist nun vollendet, und die Datierung des gesamten Fundkomplexes in die Mitte des
3. Jh. v. Chr. ist erwiesen.
Dem Numismatiker wurde eine zweite herausgehende Entdeckung beschert, da die
Munzen einschliefilich der beiden Munzen aus dem Grabungsumfeld anscheinend nicht zu
den bekannten regionalen Prâgungen gehôrten, sondern eher zu den âlteren Serien des
Basse-Normandie und der westlichen Landstriche der Pays de Loire. So konnte die These
aufgestellt werden, die heute als sehr wahrscheinlich angesehen wird, dafi es einen Kampf
gegeben hat, dessen geschichtliche Zeugnisse verloren gegangen sind. In diesem
haben sich môglicherweise die neu angekommenen Belger und eine groBe bewaffnete
Truppe aus Mitgliedern der sogenannten «armorikanischen» Volker gegenubergestanden.
Diese Vôlker hàtten den Ktistenstreifen durchzogen und von dort aus Einfálle ins Lande-
sinnere vorgenommen.
Le site exceptionnel de Ribemont-sur-Ancre, (Somme), fouillé depuis
1966, a fait l'objet en 1999 d'une large étude de synthèse, sous la direc
tion de J.-L. Brunaux (CNRS-UMR 8546) dans la revue Gallia (cf. infra
notes 44 et 45). Sans revenir dans le détail sur l'historique des fouilles et
des hypothèses liées aux découvertes successives, il est indispensable de
bien mettre l'accent sur une interprétation globale de l'ensemble cultuel
dont la pesanteur a marqué la recherche jusqu'à une date fort récente. En
bref, l'essentiel des fouilles porta sur un grand temple gallo-romain consi
déré alors comme la pièce maîtresse d'un conciliabulum (vaste sanctuaire
rural) incluant dans son environnement sur une cinquantaine d'hectares, de
très importants vestiges dont un théâtre et un établissement thermal, révé
lés par les prospections aériennes de R. Agache dans les années 1970. La
mise au jour dans les années 1980 d'un spectaculaire dépôt laténien d'os
humains et d'armes en nombre considérable eut pour effet d'accréditer
l'idée d'un grand sanctuaire celtique qui aurait précédé d'autres sanc
tuaires installés plus tardivement dans son immédiate proximité, jusqu'à
l'érection à la fin du IIe siècle du grand temple d'allure classique. En
d'autres termes, l'hypothèse d'une filiation directe entre la structure gau
loise et les sanctuaires pré-augustéens et gallo-romains semblait avérée.
Le grand mérite de J.-L. Brunaux, qui prit la direction des recherches à
partir de 1990, est d'avoir mis en évidence une discontinuité importante
entre l'ensemble des structures de La Tène moyenne et les vestiges consi
dérables d'une installation gallo-romaine dont le point de départ est la
période pré-augustéenne et qui perdura jusqu'au Bas-Empire.
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Nous en tenant désormais aux seules structures laténiennes, un pas de
plus fut franchi ces dernières années lorsqu'il apparut qu'il ne pouvait
s'agir d'un sanctuaire de type « Gournay-sur-Aronde », désormais clas
sique, mais bien d'un trophée celtique en rapport avec des événements de
la protohistoire demeurés mystérieux pratiquement jusqu'en 1999 (cf.
infra, notes 44 et 45). En quoi consiste cet ensemble laténien ? Très sché-
matiquement, en un enclos quadrangulaire, d'une cinquantaine de mètres
de côté, délimité sur trois côtés par un profond fossé. Trois structures
cubiques formées d'os longs entrecroisés d'hommes et de chevaux, per
cées d'une cheminée centrale et dénommées « ossuaires », furent identi
fiées, l'une dans l'angle nord-ouest et deux dans l'angle nord-est de l'en
clos. En deçà du côté nord-est, entre les ossuaires, de nombreux restes
humains dispersés et accompagnés d'une grande quantité d'armes de La
Tène moyenne, furent mis au jour.
C'est à l'extérieur de l'enclos, le long du côté nord-est du fossé que fut
découvert dès 1987 un gigantesque dépôt de restes humains souvent en
connexion anatomique parmi des centaines de pièces d'armement parfois
en liaison fonctionnelle les unes avec les autres (cf. infra, Fig. A, schéma,
p. 181). Et c'est cette structure que nous désignerons désormais par le
terme de «charnier». Sans entrer bien sûr dans le détail d'une analyse comp
lexe qui doit être intégrée dans une importante publication actuellement
en cours d'élaboration, il paraît nécessaire, pour mieux éclairer ce qui va
suivre, d'exposer ici les caractères essentiels de ce gisement fouillé en
deux temps par Henri Duday, directeur de recherches au CNRS, et son
équipe d'anthropologues de l'Université de Bordeaux.
L'ensemble a l'aspect d'un véritable amas d'os et d'armes à peu près
parallèle au fossé. L'axe médian, dont la plus grande épaisseur atteint
30 cm, va diminuant d'est en ouest. En 1998, la première partie fouillée
avait produit environ 10 000 ossements humains et plusieurs centaines
d'armes en fer : umbos de bouclier, flammes et talons de lance, épées, four
reaux et chaînes de ceinture. L'analyse anthropologique l a montré qu'il
s'agit exclusivement d'hommes jeunes, en état de santé excellente et dont
les crânes avaient tous été préalablement prélevés. Les traces de coups rele
vées sur les ossements sont relativement nombreuses et, pour certaines,
peuvent être interprétées comme des blessures de combat. L'excellent état
de ces restes et les constats archéologiques renforcent l'hypothèse d'une
exposition initiale dans un bâtiment qui procura au charnier, lors de son
effondrement, une protection peut-être instable mais bien réelle. Souli-
1 S. Heroin, Le charnier celtique de Ribemont-sur-Ancre (Somme). Estimation de
l'identité biologique de l'échantillon archéologique : diagnose sexuelle, âge au décès, sta
ture, étude métrique des os longs des membres. D.E.A. Bordeaux I. Laboratoire d'anthro
pologie. Sous la direction de Henri Duday et de Jaroslav Bruzek.
RN2001,p. 175-213 Louis-Pol Delestrée 178
gnons enfin l'absence de stratigraphie à l'intérieur du charnier. L'amas
d'ossements et d'armes reposait directement sur le sol originel, scellé au
sommet par des éléments détritiques et un remblai d'occupation du site
datable de l'époque de la guerre des Gaules.
La deuxième partie du « charnier », intensément fouillée en 1999 a pro
curé, à la différence de la première, un torque en or et plusieurs dépôts de
monnaies d'or qui prennent une importance capitale en regard du milieu
parfaitement homogène et bien datable dont elles sont issues. Typo-chro-
nologiquement bien différentes des autres monnaies du site, ces monnaies
font l'objet de la présente étude.
1. Les monnaies dans leur contexte archéologique
Les trouvailles distinctes, isolées ou groupées, en liaison directe ou
indirecte avec le charnier, sont au nombre de sept. Le plan de référence
(Fig. A) rend précisément compte de la position des trouvailles par rapport
à Pépicentre du charnier. Sans exception, toutes se situent au-delà du fossé
N-E, dont elles frôlent le bord extérieur. Celles qui résultent des fouilles
effectuées en 1999 sur la deuxième partie du charnier portent les numéros
(4) à (7) et sont bien sûr, à la différence des trois premières, totalement
inédites.
Les deux hémistatères des trouvailles (1) et (2) ont été découverts dans
l'immédiate périphérie de l'enclos sacré, à l'extérieur de l'angle oriental
du grand fossé. La monnaie (2) se trouvait sur un sol jonché des restes de
trophées recouverts à la longue de sédiments. L'environnement des deux
monnaies était constitué par des ensembles anatomiques humains avec de
nombreuses armes datables du début de La Tène Cl, tombées après une
exposition d'une durée non négligeable.
Les indications données par la fouille ne permettaient pas d'affirmer
une stricte liaison avec le charnier. Comme, de plus, la datation de ces
pièces la plus généralement avancée s'écartait d'un siècle par rapport à la
datation des armes et du charnier, nous avions privilégié l'hypothèse la
plus prudente et considéré que ces deux témoins isolés devaient être exa
minés indépendamment du charnier2. Nous pouvons aujourd'hui affirmer,
à la lumière des nouvelles découvertes de pièces similaires indiscutabl
ement associées au charnier, que ces deux monnaies doivent avoir été bel et
bien contemporaines de leur environnement, à la différence de ce que nous
pensions naguère.
2 J.-L. Brunaux et L.P. Delestrée, Un hémistatère trouvé in situ dans le sanctuaire de
Ribemont-sur-Ancre (Somme), CahNum, n° 123, mars 1995, fig. I, p. 12. À propos de
cette publication, le numismate anglais С Hazelgrove ne voyait pas pourquoi ces deux
hémistatères ne seraient pas associés chronologiquement au matériel métallique, remontant
à LT Cl, qui les environnait : cf. C. Hazelgrove, The development of Iron Age coinage in
Belgie Gaul, NC 1999, p. 124, note 62.
RN2001,p. 175-213 du trophée laténien de Ribemont-sur- Ancre (Somme) 1 79 L'or
\ \
"Ossuaires" : constructions
faites d'os humains
LU : monnaies périphériques ШтШ 1448
4 à 7 : Dépôts monétaires
en place dais le charnier 3J
Puits
Fig. A. Plan du trophée avec dépôts monétaires.
RN2001,p. 175-213 80 Louis-Pol Delestrée 1
A) L'inventaire raisonné des trouvailles
(1) Un hémistatère
-85-5 005 (3,47 g - mod. : 15 mm) (PL VIII ; Fig 10)
Cette monnaie, déjà publiée par nos soins3, appartient au type «revers
torque/glaive» et provient avec certitude du même couplage de coins que
l'exemplaire 99-126 issu de la trouvaille (4) et décrit ci-dessous.
(2) Un hémistatère
-93-3 189 (3,65 g - mod. : 17 mm) (PL VIII ; Fig. 11)
Cette pièce, également publiée par nos soins4 illustre le type revers
« aux deux glaives » et provient avec certitude du même couplage de coins
que les exemplaires de la trouvaille (4) (99-1 19 et 121) et que l'exemp
laire constituant la trouvaille (7) (99-B 10-871).
(3) Un hémistatère
La monnaie de la trouvaille (3) n'était pas en place, puisqu'elle fut
découverte dans le comblement d'un puits gallo-romain, mais elle était en
contexte puisque plusieurs mètres cubes de ce comblement avaient été pré
levés au cœur du charnier, laissant en négatif une large fosse de remblai
gallo-romaine bien délimitée et fouillée en 1999. Aussi bien Г hémistatère
de la trouvaille (3) se trouvait-il dans un remblai compact de terre jaunâtre
analogue à celle du charnier riche en ossements humains avec des fra
gments de bracelets en lignite et de nombreux fragments d'armes de La
TèneCl.
- hémistatère 96-127 (3,45 g - mod. : 16 mm) (PL VIII ; Fig. 12)
Cette monnaie en or pâle, est encore inédite.
On retrouve au droit le profil à droite d'Apollon lauré.
Au revers, derrière la croupe du cheval à droite, l'aurige lève un avant-
bras hypertrophié terminé par une longue main à trois doigts5. Sous le che
val, glaive à poignée anthropomorphe pointé à gauche. En exergue, motif
décoratif formé par une suite de L sous la ligne de terre, simulant là enco
re la légende OIAIIHIOY du prototype.
Cette variété illustre un type original que nous dénommons revers
« aurige à main nue/glaive ».
3 N. Maheo (dir.), Les collections archéologiques du Musée de Picardie, Amiens, 1990
L.-P. Delestrée, AAA n° 94, p. 174, agrandissements en couleur p. 175 ; L.-P. Delestrée
1996, p. 82-86. PI. p. 86, Fig. 4. ; J.-L. Brunaux et L.P. Delestrée, art. cit. n. 1, fig. 2,
p. 12.
4 J.-L. Brunaux et L.-P. Delestrée, art. cit. n. 1, Fig. 1, p. 12 ; L.-P. Delestrée 1996,
PI. p. 86, Fig. 3.
5 D. Gricourt et D. Hollard, Lugh Lamhfhàda et le monnayage des Celtes du Danub
e, CahNum, 133, 1997. En particulier, le dieu celtique aux longues mains de l'Irlande au
Danube. l,p. 9.
RN2001,p. 175-213 L'or du trophée laténien de Ribemont-sur- Ancre (Somme) 181
(4) Six monnaies associées à un torque
La trouvaille (4), la plus importante, était parfaitement en place. Elle
provient du sol celtique, peu dense en matériel anatomique et ennoyée dans
un sédiment plus récent. Le torque, accompagné des six monnaies, se trou
vait à 15 centimètres d'un avant-bras en connexion lâche, et d'un umbo plié
bien datable du début de La Tène Cl. À 30 centimètres au sud de cet
ensemble ont été découvertes deux épées contemporaines de l'umbo.
Le torque en or était en contact direct avec les six monnaies contenues
dans une bourse, dont un fragment de l'anneau de suspension, en bronze
très corrodé, a été retrouvé.
Ce sont ces objets, indissociables, qui constituent cette trouvaille (4).
Les six monnaies d'or consistent en cinq hémistatères et un quart de statère.
a) - hémistatère 99-1 19 (3,89 g - mod. : 16 mm) (PI. VIII ; Fig. 1)
- 99-121 (3,70 g - mod. : 16 mm) (PI. VIII ; Fig. 2)
Au droit, profil à droite d'Apollon lauré. À droite de l'oreille, pendent
if trilobé disposé en triangle (pointe en haut). À droite du front, croisette
bouletée en son centre et aux quatre extrémités ; sous la courbure du cou,
un globule.
Au revers, cheval bondissant à droite ; à l'arrière de la croupe, Paurige
brandit verticalement un glaive à la poignée anthropomorphe ; entre les
jambes du cheval, glaive à la poignée pointé à gauche.
Les sabots postérieurs du cheval reposent sur une ligne de terre, sous
laquelle se distingue un motif décoratif en volute.
Ces deux monnaies issues du même couplage de coins, se rapportent au
type « revers aux deux glaives » proche de BNF 6938 et que nous avons
décrit {supra note 4) à propos de la trouvaille antérieure 93-3189 précitée.
b) - hémistatère 99-126 (3,30 g - mod. : 16 mm) (PI. VIII ; Fig. 3)
Au droit, profil à droite d'Apollon lauré ; à droite de l'oreille, pendent
if quadrilobé, le quatrième globule étant disposé au centre du triangle.
Sous la ligne du cou, décor ocellé fait d'au moins deux demi-cercles cen
trés d'un point.
Au revers, composition identique à celle décrite pour les deux exemp
laires précédents : toutefois l'aurige tient un torque «à tampons» de
même type que celui accompagnant les monnaies de la trouvaille (4), et
une sorte de masse ou de maillet dont le manche horizontal est visible à
droite du poitrail du cheval.
Cette monnaie illustre un type original au revers « torque-glaive » dont
nous n'avons pas trouvé de représentant dans les collections publiques.
c) - hémistatère 99-127 (3,23 g - mod. : 16 mm) (PI. VIII ; Fig. 4)
Le droit frappé à l'aide d'un coin usé ou calfaté est analogue à celui des
exemplaires décrits ci-dessus.
RN 2001, p. 175-213 82 Louis-Pol Delestrée 1
Le revers est semblable à celui du type précédent (revers torque/glaive)
si ce n'est que l'aurige figuré derrière la croupe du cheval, tient une barque
à la proue saillante (tête d'animal ?). Sur le pourtour droit de la pièce, ligne
sinueuse qui joint la « barque » à la ligne de terre ; à l'exergue, motif à
volute (sorte d'accolade horizontale). Ce type « revers bateau/glaive » est
une variété des exemplaires BNF 6926 à 6929 6.
d) - hémistatère 99-122 (or fourré - 2,68 g - mod. : 17 mm)
(PI. VIII ; Fig. 5)
Le droit est analogue à celui des espèces précédentes ; la chevelure est
faite de mèches en « point d'interrogation » à la base flammée. Pas de pen
dentif sous l'oreille. Sous le cou, motif en accolade.
Le revers, en revanche, diffère de celui des types précédents, en ce qu'il
n'offre pas de représentation du glaive à poignée anthropomorphe. On voit
sous le cheval un «loup» qui bondit à droite et paraît vouloir mordre une
antérieure. « Maillet » à droite du cou du cheval. À l'exergue, motif en
volute constitué par une accolade horizontale. Ce type n'est en soi pas ori
ginal, si l'on considère la typologie la plus récente des monnaies en or
attribuées aux Aulerci Eburovices (Évreux) \ S. Scheers recense deux
« séries » dont le revers offre ce thème du loup mordant la jambe anté
rieure du cheval. Seule la « série I A » {supra note 7, Fig. 1 à 7, PI. VIII)
montre des exemplaires proches du nôtre, plus courts de flan, et dont les
figurations du revers, le loup en particulier, sont plus stylisées, sans décor
visible à l'exergue (BNF 7170 et 7171). C'est d'un statère (8,07 g) conser
vé à la BNF (La Tour XXVIII, 7169) que semble dériver l'hémistatère de
Ribemont-sur- Ancre RSA 99-122 : la composition des revers est analogue,
et, à l'exergue, on retrouve à l'identique le motif en accolade horizontale.
Il se pourrait que notre hémistatère 99-122 8 marque, au moins pour ce
type, une transition entre les systèmes du statère et de l'hémistatère sur un
territoire donné.
6 Connu également par les exemplaires Lambert 1844, PI. II, fig. 23 et 25 et 1864, PI.
II, fig. 13 et 14, Scheers 1978, n° 270, fig. 270, PI. XIII, Scheers 1975, p. 79, n° 265, Fig.
PL XVI et Vente Leu - Zurich 1995, n° 14.
7 S. Scheers, Les monnaies d'or des Aulerci Eburovices, Acta Archaeologica Lova-
niensia, 19, 1980, p. 1-48.
8 Le droit de l'exemplaire RSA 99-122 est très proche du droit de l'exemplaire Blan-
chet 1905, fig. 205 p. 310, dont le revers montre au lieu du «loup» un petit monstre dit
«hippocampe» qui progresse vers l'antérieure droite du cheval, dont l'aurige est également
remplacé par un animal monstrueux. Voir également les exemplaires Lambert 1844, fig. 30
PI. II et Lambert 1864, Fig. 14, PI. III, ainsi que Scheers 1978, 271, Fig. 271 PI. XIII, et
BNF Ch. Rob V et X pi. XXIV
RN2001,p. 175-213 du trophée laténien de Ribemont-sur- Ancre (Somme) 183 L'or
e) quart de statère 99-120 (1,91 g, mod. : 11 mm) (PL VIII ; Fig. 6)
Au droit, profil à droite non lauré, sans trace de Stéphane, à la chevel
ure exubérante ; à la base du cou, décor ocellé fait de trois demi-cercles
centrés d'un point et disposés en triangle.
Au revers, cheval bondissant à droite ; aurige agenouillé au-dessus de
la croupe ; sous le cheval, trace écrasée par la frappe d'un animal qui paraît
attaquer une antérieure. Sous la ligne de terre, simulacre de légende fo
rmée de petits traits verticaux ou obliques. Derrière la jambe postérieure du
cheval, trace bien visible de la roue du bige.
f) Le torque (PL X ; Fig. 26)
Cette pièce maîtresse de la trouvaille (4) est en réalité une moitié de
torque - d'un poids de 194,15 g pour un diamètre d'environ 7,50 cm après
réaménagement - en bel or jaune-rougeâtre ; l'objet offre un tampon en or
plein de forme tronconique dont la base est légèrement concave, et une
tige également en or massif qui s'élargit au fur et à mesure qu'elle entre en
contact avec le sommet du tampon. La tige a été d'abord sectionnée à la
cisaille ou au burin, puis rabattue vers le tampon subsistant pour former
une sorte de bracelet. Près de l'extrémité amputée sont bien visibles sur la
face intérieure de la tige une dizaine de marques laissées par un outil lors
du refaçonnement du torque. Le sommet de l'extrémité extérieure de la
tige garde les traces d'un martèlement pratiqué pour accentuer la courbur
e du demi-torque jusqu'à obtenir le passage suffisant à l'introduction d'un
poignet masculin par le profil.
La situation de l'objet à proximité d'un avant-bras en connexion ren
force l'hypothèse d'une transformation du torque en bracelet, sans doute
au moment du dépôt dans le charnier : en effet, la section de la tige, en bec
de flûte, est encore aiguë et tranchante comme si elle venait d'être faite. Si
cette opération avait été réalisée avant que le bracelet ainsi obtenu eût été
porté un certain temps, il n'est pas douteux que l'aspérité se serait adouc
ie et polie, s'agissant d'un métal aussi ductile et mou que l'or pur.
Il n'est guère aisé d'insérer le torque en son état initial dans une typo
logie précise : fruste et dépourvu de tout décor, cet objet ne peut être comp
aré à d'autres que par sa facture. La forme du tampon, probablement
soudé à la tige, évoque peut-être l'un des torques en bronze de la tombe de
Hahnheim datable du IVe siècle av. J.-C. 9. Bien que partiellement orné
d'un rinceau festonné sur les segments de la tige proches du sommet des
tampons, le torque en or plein de Cibar Varos (Bulgarie) 10 daté de la fin du
9 H.E. Joachim, La Rhénanie, fig., p. 262, dans S. Moscati (dir.), Les Celtes, Milan,
1991.
10 B. Raftery (et alii), L'art celtique, 1990, fig. p. 45. Le torque de Cibar Varos est
actuellement conservé au Musée de Sofia (Bulgarie).
RN2001,p. 175-213