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InfoDE 1 2007.qxd:DE 7/9/07 12:16 PM Page 1cedefopinfoBerufsbildung in Europa 1/07CEDEFOPCEDEFOP/EU CEDEFOP/EUCedefop/Photo-Einen Sozialpartner wirken an der Entwicklung museum Award 2007europäischen des ECVET mitAuf einer Konferenz im vergangenen Fe- dieser Ergebnisse. Dieser Punkt bedürfe jedochBildungsraum bruar beim Cedefop konnten Vertreter der So- noch der weiteren Erörterung und Ausarbei-errichten: zialpartner aus ganz Europa Informationen tung. Die Herausforderung liege nun in derund Meinungen darüber austauschen, wie das Entwicklung eines einfachen Werkzeugs vonFortführung neue Europäische Leistungspunktesystem für gesicherter Qualität auf der Grundlage vonberufliche Bildung (ECVET) funktionieren soll transparenten Verfahren. von Helsinkiund wie es zur Steigerung der Mobilität bei- ECVET sei schließlich nicht nur ein MittelAusgehend von den Schlussfolgerungen tragen kann. zur Förderung grenzüberschreitender Mobi-der Ministerkonferenz im Dezember 2006, Die Konferenz der Europäischen Sozialpart- lität, sondern diene auch dazu, innerhalb deraus dem das Kommuniqué von Helsinki ner zu ECVET (Thessaloniki, 12.-13. Februar nationalen zu wechseln, z. B. von der Berufs-über die verstärkte europäische Zu- 2007), die gemeinsam mit den deutschen So- bildung und zur Bildung im Tertiärbereich undsammenarbeit in der Berufsbildung her- zialpartnerverbänden BDA und DGB veranstal- umgekehrt.

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InfoDE 1 2007.qxd:DE 7/9/07 12:16 PM Page 1
Bcerufesbildudng ien Efuroopa1p/07niof CEDEFOP/EU CEDEFOP/EU CEDEFOP Einen Sozialpartner wirken an der Entwicklung Cedefop/Photo-europäischen des ECVET mit museum Award 2007 sraAuf einer Konferenz im vergangenen Fe- dieser Ergebnisse. Dieser Punkt bedürfe jedoch eBrilridcuhntegn: um bruar beim Cedefop konnten Vertreter der So- der weiteren Erörterung und Ausarbei- noch zialpartner aus ganz Europa Informationen tung. Die Herausforderung liege nun in der Fortführungund Meinungen darüber austauschen, wie das Entwicklung eines einfachen Werkzeugs von neue Europäische Leistungspunktesystem für gesicherter Qualität auf der Grundlage von von Helsinkiberufliche Bildung (ECVET) funktionieren soll transparenten Verfahren. und wie es zur Steigerung der Mobilität bei- ECVET sei schließlich nicht nur ein Mittel Ausgehend von den Schlussfolgerungen tragen kann. zur Förderung grenzüberschreitender Mobi-der Ministerkonferenz im Dezember 2006, Die Konferenz der Europäischen Sozialpart- lität, sondern diene auch dazu, innerhalb der aus dem das Kommuniqué von Helsinki ner zu ECVET (Thessaloniki, 12.-13. Februar nationalen zu wechseln, z. B. von der Berufs-über die verstärkte europäische Zu- 2007), die gemeinsam mit den deutschen So- bildung und zur Bildung im Tertiärbereich und sammenarbeit in der Berufsbildung her- zialpartnerverbänden BDA und DGB veranstal- umgekehrt. Diese „interne” Funktion kann bei vorging, ist es das Ziel von Agora XXVI mit tet wurde, erhielten 93 Teilnehmer aus 24 eu- der Errichtung des Systems jedoch eine größe-dem TitelBuilding a European VET Arearopäischen Ländern – Vertreter europäischer Herausforderung darstellen. re (Thessaloniki, 26.-27. April), das von und nationaler Verbände von Sozialpartnern, Ein weiterer Bereich, der genauer unter-Cedefop in enger Zusammenarbeit mit der ministerieller Behörden und Ausbildungsver- sucht wurde, war die Beziehung zwischen der Europäischen Kommission und der deut- bänden, der Europäischen Kommission, des Entwicklung eines europäischen Qualifika-schen Ratspräsidentschaft veranstaltet Cedefop und der ETF – ausführliche Informa- tionsrahmens (EQR) und dem ECVET. Ziel bei-wurde, einige offene Fragen in diesem Be- tionen über die spezifischen Merkmale des der Initiativen ist die Förderung von Transpa-reich zu erörtern. Diese Konferenz führte neuen Systems, dessen Zweck die Anerken- renz, Vergleichbarkeit und Anerkennung von Minister und andere politische Entschei- nung von beruflichen Lernergebnissen in der Qualifikationen und Kompetenzen über Län-dungsträger, Sozialpartner und Praktiker aus Berufsbildung innerhalb der gesamten EU ist. dergrenzen und Qualifikationsebenen hinweg ganz Europa zusammen und endete mit ei- Die Konferenz ist Teil des formalen Konsulta- und somit die Schaffung einer gemeinsamen nem abschließenden Vortrag von EU- tionsverfahrens, das die Kommission im No- Grundlage zum Vergleich, zur Bewertung und Kommissar Ján Figel| Übertragung aller nationalen und sektoralen. vember 2006 eingeleitet hat. Berufliche Aus- und Weiterbildung liegt Im Blickpunkt der Konferenz standen die Qualifikationen. ECVET spielt eine besonders in der Schnittmenge einer Reihe politischer Ziele des Konsultationsverfahrens und die wichtige Rolle bei dieser gemeinsamen Strate-Bereiche, die unter den heutigen demo- praktischen Auswirkungen der Umsetzung des gie, die im Jahre 2002 ins Leben gerufen wur-grafischen, wirtschaftlichen und sozialen ECVET in den Mitgliedstaaten und in der EU de. Die Standards und Lernergebnisse, die im Umständen immer größere Bedeutung als Ganzes. Neben der rein technischen Seite EQR definiert werden, bilden die Grundlage gewinnen. Die Agora konzentrierte sich auf des Themas hat die Konferenz auch bereits für das ECVET als praktisches Werkzeug, um drei dieser wichtigen politischen Fragen: vorhandene Kreditpunktesysteme beleuchtet dem Einzelnen die Übertragung und das Sam-Welche Qualifikationen werden in der Zu- und Pilotprojekten, die zurzeit die Möglichkei- meln von Lernergebnissen über geografische kunft benötigt? Warum investiert Europa ten der Umsetzung des Systems ausloten, ihre und institutionelle Grenzen hinweg zu ermög-nicht mehr in berufliche Bildung? Wie kann besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Die lichen. die Berufsbildung das Potenzial von älte- Auswirkungen von ECVET auf die Berufsbil- Ziel des Leistungspunktesystems ECVET ist ren Arbeitnehmern, Migranten und gering dungspolitik und die Strategien für lebenslan- es, die Anerkennung von Erfahrungen, die Qualifizierten erschließen – also von Grup- ges Lernen wurden ausführlich diskutiert, ein- durch Arbeit und Ausbildung jenseits nationa-pen, die zurzeit nur zu wenigen Lern- zelne Sitzungen waren ganz den Themenbe- ler Grenzen erworben wurden, zu erleichtern. möglichkeiten Zugang haben? reichen Mobilität und sozialer Dialog gewid- Zum Erreichen dieses Ziels müssen sich alle Zur Unterstützung der politischen Ent- met. Interessengruppen, einschließlich der Sozial-scheidungen sammelte die Konferenz in die- Im Rahmen der Konferenz kam die Über- partner, zur Ausarbeitung der Einzelheiten ver-sem Bereich Fakten und schaffte damit eine zeugung zum Ausdruck, dass man fast von ei- pflichten. pGrrüufnudnlaggeen,  duems  sKicohp aeunfh daige ennä-cPhrsotzeens sÜebs eirn-nem allgemeinen Konsens sprechen könne,Weitere Informationen zu ECVET: was die Notwendigkeit eines ECVET betrifft –http://ec.europa.eu/education/ecvt/index en.html _ duennd  JPaehrrsepne 2kt0iv0e8n  udnadr ü2b0e1r0  hvionrazuusb zerue ietnetn-oder genauer, dass Einigkeit dahingehendQuelle: Loukas Zahilas/ineFotoDs:aSsi riCoeMdaegfnoapb ohsacot die Ehre, die Preisträger des herrsche, dass ein solches System erforderlich wickeln. sei, die Debatte über dessen genaue Form ge- Wettbewerbs um den1. Cedefop/Photomuseum he jedoch noch weiter. Das Leistungspunkte-Award 2007, der gemeinsam mit dem Photo-eAugroorpa äXisXcVhIe: nB uBielrdiunfsgb ial dEuunrogspreaaunm VeEs)T Area (Errichtung einesduenngsnade iutnrwa  AfcukEw innigelhuruszy kgstutnzeEm tn teErbACe VElTe  k.bisrtgaplatMieehthm rewsuurudee ,mhbTeseenaistodlii,n iaklve  rensa Cedefop Konferenzzentrum, Thessaloniki, 26.-27. April 2007Lernergebnisse beschrieben werden. Kredit- ann Wwewitwe.rcee Idneffoorpm.aetuiroonpean.:e u/index.asp?section=3&sub=1&read=ECs T VEdelgtisdei dn enwiM- neinden Sitaaten fet5  .  aefuS ie p eisnutkrehcilztie nned r he endsäzun eiWeiter auf Seite 3 2339sentlicher Teil des Verfahrens zur Anerkennung
CEDEFOP Berufliche Hochschulen oder allgemeine Berufsbildung? Agora-Konferenz weist auf zunehmende, jedoch ungleichmäßige Integration von Bildungswegen hin Noch vor zehn Jahren schienen zwischen lität und Anpassungsfähigkeit Wert legt, benö- tur waren, zu einem Bedarf an allgemeineren die Hochschulbildung als auch auf die berufliche Hochschulbildung und beruflicher Bildung Welten tigen werden. Die zunehmende Bedeutung des Kenntnissen geführt. Bildung und weitergehend auf den Arbeits-zu liegen. In jüngster Zeit hat die Idee einer en- lebenslangen Lernens wurde sowohl im Bologna- Der Schwerpunkt der Agora-Konferenz lag auf markt ausführlich erörtert. gen Verknüpfung von Hochschulbildung und Prozess (1999) als auch im Lissabon-Prozess drei Themen: zunächst die Frage des Zugangs von Einer der umstrittensten Punkte zwischen beruflicher Bildung an Bedeutung gewonnen. Die (2000) betont. Diese parallelen Prozesse wurden der beruflichen Erstausbildung zur Hochschul- Hochschulbildung und beruflicher Bildung sind beim Cedefop am 22./23. Februar 2007 abge- erstmals im Kommuniqué von Maastricht ver- bildung einschließlich Akkreditierungsverfahren, die ungleichen Bemühungen um eine „Parität” haltene Agora-Konferenz zu diesem Thema be- schmolzen, in dem die Notwendigkeit einer Ver- wobei die zugrunde liegende Frage die Parität der zwischen den beiden Bildungswegen. Während leuchtete die Probleme, die mit der erfolgreichen besserung der Durchlässigkeit der Bildungs- und Wertschätzung zwischen beruflicher Bildung in der allgemeinen Bildung zunehmend berufli-Integration allgemeiner und fachlicher Kenntnisse Ausbildungssysteme und die Anerkennung von und allgemeiner Bildung ist. Zweitens prüften die che Komponenten enthalten sind, bleibt die in die künftige „Wissensgesellschaft” verbunden Qualifikationen auf Grundlage von Lernergeb- Teilnehmer die Frage, wie in der Hochschulbildung Hochschulbildung in den meisten Mitgliedstaa-sind. nissen ausdrücklich erwähnt werden. Daher berufliche Qualifikationen integriert und entwi- ten den in einer beruflichen Ausbildung ste-Die meisten europäischen Länder stehen heu- kommt den Universitäten als Stätten der allge- ckelt werden und inwieweit sich die Universitä- henden Studierenden verschlossen. Nur Austra-te vor der gemeinsamen Herausforderung, allen meinen Bildung jetzt zunehmend eine stärker be- ten selbst an einer rein beruflichen Bildung be- lien scheint ein Modell von parallelen und künftigen Arbeitnehmern die Art von Kenntnis- ruflich orientierte Funktion zu. Gleichzeitig hat die teiligen. Drittens wurden die Auswirkungen von gleichgestellten Bildungswegen anzubieten, das sen und Fertigkeiten zu vermitteln, die sie in ei- Zunahme von bereichsübergreifenden Kennt- Initiativen wie dem Bologna-Prozess und dem Eu- in beide Richtungen durchlässig ist. ner wissensbasierten Wirtschaft, die auf Flexibi- nissen in Bereichen, die früher rein technischer Na- ropäischen Qualifikationsrahmen (EQR) sowohl aufWeiter auf Seite 3
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