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cedefopinfo Berufsbildung in Europa 11/05 Der Meilenstein von Maastricht EU-Gipfel bildet für die europäische Berufsbildung nach perten, um die Fortschritte seit dem 2002 begonnenen Ko­Kopenhagen eine weitere wichtige Etappe auf dem penhagen-Prozess zu überprüfen und diesen Prozess weiter­Weg zum Ziel von Lissabon. zubringen. Das Ziel hatte der Europäische Rat im Jahr 2000 in Lissabon formuliert: die Union bis zum Jahr 2010 zum Auf dem Feld der allgemeinen und der beruflichen Bil­ weltweit wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wis­dung gibt es innerhalb der europäischen Union bislang noch sensbasierten Wirtschaftsraum zu machen. zu viele Hürden. Sie aus dem Weg zu räumen, war Ziel des Die verstärkte europäische Zusammenarbeit im Bereich EU-Berufsbildungsgipfels vom 13. bis zum 16. Dezember der Berufsbildung war das zentrale Thema der Veranstal­2004 in Maastricht. tungsreihe. An der Spitze der hochrangigen Teilnehmer stan­Am 14. Dezember nahmen die Bildungsminister 32 eu­ den Jan Figel', neuer EU-Kommissar für allgemeine und ropäischer Länder - neben den 25 EU-Mitgliedstaaten die berufliche Bildung, Kultur und Sprachenvielfalt, sowie Ma­vier Beitrittskandidaten Bulgarien, Kroatien, Rumänien und ria van der Hoeven, niederländische Ministerin für Bil­Türkei sowie Norwegen, Island und Liechtenstein - Vertre­ dung, Kultur und Wissenschaft.

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Berufsbildung in Europa 11/05
Der Meilenstein von Maastricht
EU-Gipfel bildet für die europäische Berufsbildung nach perten, um die Fortschritte seit dem 2002 begonnenen Ko­
Kopenhagen eine weitere wichtige Etappe auf dem penhagen-Prozess zu überprüfen und diesen Prozess weiter­
Weg zum Ziel von Lissabon. zubringen. Das Ziel hatte der Europäische Rat im Jahr 2000
in Lissabon formuliert: die Union bis zum Jahr 2010 zum
Auf dem Feld der allgemeinen und der beruflichen Bil­ weltweit wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wis­
dung gibt es innerhalb der europäischen Union bislang noch sensbasierten Wirtschaftsraum zu machen.
zu viele Hürden. Sie aus dem Weg zu räumen, war Ziel des Die verstärkte europäische Zusammenarbeit im Bereich
EU-Berufsbildungsgipfels vom 13. bis zum 16. Dezember der Berufsbildung war das zentrale Thema der Veranstal­
2004 in Maastricht. tungsreihe. An der Spitze der hochrangigen Teilnehmer stan­
Am 14. Dezember nahmen die Bildungsminister 32 eu­ den Jan Figel', neuer EU-Kommissar für allgemeine und
ropäischer Länder - neben den 25 EU-Mitgliedstaaten die berufliche Bildung, Kultur und Sprachenvielfalt, sowie Ma­
vier Beitrittskandidaten Bulgarien, Kroatien, Rumänien und ria van der Hoeven, niederländische Ministerin für Bil­
Türkei sowie Norwegen, Island und Liechtenstein - Vertre­ dung, Kultur und Wissenschaft. Zu den Gastreferenten
ter der Sozialpartner, der Europäischen Kommission und der gehörten unter anderem Nikolaus van der Pas, Generaldi­
Europäischen Stiftung für Berufsbildung das Maastricht- rektorfür Bildung und Kultur der Europäischen Kommission,
Kommunique an. Zuvor hatte das Cedefop seinen Synthe­ Wim Kok, Vorsitzender der Hochrangigen Sachverständi­
sebericht zur Maastricht-Studie vorgelegt und erläutert. Die gengruppe zur Evaluierung der Lissabon-Strategie, und Bar­
anschließend verabschiedete Erklärung zeigt die Fort­ ry McGaw, OECD-Direktor für Bildung.
schritte im Kopenhagen-Prozess auf und weist mit neuen Am dritten Veranstaltungstag beschäftigten sich die Teil­
Prioritäten den Weg zu einer verstärkten europäischen Zu­ nehmer mit den Beiträgen des Leonardo-da-Vinci-Programms
sammenarbeit in der Berufsbildung. und anderen Instrumenten und Initiativen zur Umsetzung
Im Anschluss an die Ministertagung folgte im Rahmen der Maastricht-Erklärung. Workshops der Berufsbildungs­
einer Pressekonferenz der Vorab-Start des neuen Euro­ experten drehten sich um Fortschritte nationaler Bildungs­
passes zur Transparenz von Qualifikationen und Kompe­ systeme, neue Lern- und Lehrmethoden und Zuständig­
tenzen. Am Nachmittag öffnete die Leonardo-da-Vinci-Aus- keiten für die Errichtung eines europäischen Ausbildungs­
stellung ihre Pforten, in der auch das Cedefop an einem marktes. Mit einem Informationstag zu dem Leonardo-da-
gemeinsamen Stand mit der Europäischen Kommission Vinci-Programm und seiner Erfolgsgeschichte klang der Bil­
und der Europäischen Stiftung für Berufsbildung vertreten dungsgipfel am 16. Dezember aus.
war. Die Präsentation zeigte 32 der von den Leonardo-da-
Quelle: Cedefop/SK
Vinci-Nationalagenturen vorgeschlagenen 165 Erfolgspro­
Weitere Informationen zur Konferenz finden sich unter: jekte als beste Praxisbeispiele der Berufsbildung.
http://www. «etconference-maastricht2004.nl/
Unter der Regie der niederländischen Ratspräsidentschaft Von der Website gibt es direkte Links zum Maastricht-Kommunique und zur Maastricht-Studie.
Beide stehen im Volltext in deutscher, englischer und französischer Sprache bereit. in Kooperation mit der Generaldirektion Bildung und Kul­
Tom Leney, Mitautor der Maastricht-Studie, und Johan van Rens, Direktor Ferner wurden Presseberichte und Bilder sowie eine weitere Dokumentation zum Thema in die
tur der Europäischen Kommission trafen sich rund 600 Ex­ Site gestellt. des Cedefop
Die treibende europäische Kraft braucht Weichen für wissensbasierte
nationale Dynamik Wettbewerbsfähigkeit
Maastricht-Studie markiert den Stand quenzen für die berufliche Bildung und for­ Das Maastricht-Kommunique legt neue Dimension, der Transparenz, Information und
ort beruflicher Bildung in Europa. derte ausdrücklich eine engere Zusammen­ Prioritäten verstärkter europäischer Zu­ Orientierung, der Anerkennung von Fähig­
arbeit in den Schwerpunktbereichen euro­ sammenarbeit in der Berufsbildung fest. keiten und Qualifikationen sowie der Quali­
Wie steht es um die Berufsbildung in Eu­ päische Dimension, Transparenz, Anerken­ tätssicherung.
ropa? Ist sie vorangekommen auf dem Weg nung von Qualifikationen und Qualitätssi­ Mit der Erklärung von Maastricht haben „Seit November 2002", so die Minister
zu den Zielen von Lissabon und Kopenha­ cherung. die EU-Bildungsminister am 14. Dezember im Kommunique von Maastricht, „hat der
gen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt Die Mitgliedstaaten vereinbarten, bis 2006 2004 künftige Prioritäten für eine verstärk­ Rat über eine Reihe konkreter Ergebnisse aus
der im Auftrag der Europäischen Kommis­ kohärente Strukturen lebenslangen Lernens te europäische Zusammenarbeit in der Be­ der verstärkten Zusammenarbeit in der Be­
sion 2004 vorgelegten Maastricht-Studie. mit Berufsbildung als Schlüsselelement zu rufsbildung vor allem auf nationaler Ebene rufsbildung und beim lebenslangen Lernen
In einem Synthesebericht beleuchtet das entwickeln. Doch gelungen ist das bisher nur festgelegt. Gleichzeitig stellten sie den zwei politische Einigung erzielt, insbesondere im
Cedefop die wichtigsten Ergebnisse dieser vereinzelt. Noch fehlen in den meisten eu­ Jahre zuvor in Gang gebrachten „Kopenha­ Hinblick auf das Humankapital als Hebel für
Untersuchung, vergleicht den Stand der Be­ ropäischen Ländern die grundlegenden Vor­ gen-Prozess", der die Lissabon-Strategie er­ den sozialen Zusammenhalt und die Wett­
rufsbildung in Europa mit Wettbewerber­ aussetzungen für eine hochwertige Ausbil­ gänzt, auf den Prüfstand. bewerbsfähigkeit, lebenslange Beratung,
ländern wie den USA und Australien und dung: verbesserter Status der Ausbilder, Sys­ Die Europäische Union zum wettbe­ Grundsätze für die Ermittlung und Validie­
gibt Handlungsempfehlungen. teme zur Qualitätssicherung, intensive Be­ werbsfähigsten und dynamischsten wis­ rung nicht formalen und informellen Ler­
Der europäische Rat von Lissabon legte ratung und Unterstützung der Lernenden, sensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu nens, die Qualitätssicherung in der Berufs­
im Jahr 2000 die Messlatte für das kom­ Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen machen, der fähig ¡st, ein dauerhaftes Wirt­ bildung und den einheitlichen Europass-Rah­
mende Jahrzehnt hoch: Er gab als strategi­ Bildungswegen. schaftswachstum mit mehr und besseren Ar­ men für die Transparenz von Qualifikationen
sches Ziel bis 2010 vor, „die Union zum wett­ Als Wissensgesellschaft wirtschaftliche Leis­ beitsplätzen und einem größeren sozialen und Kompetenzen." Mit dem Kopenhagen-
bewerbsfähigsten und dynamischsten wis­ tungsfähigkeit mit sozialer Integration zu ver­ Zusammenhalt zu erzielen, legte der Euro­ Prozess sei es innerhalb von zwei Jahren ge­
sensbasierten Wirtschaftsraum in der Welt binden, ist Europas große Vision. Dazu bedarf päische Rat im Jahr 2000 in Lissabon als stra­ lungen, Stellenwert und Profil der Berufsbil­
zu machen - einem Wirtschaftsraum, der fä­ es allerdings noch erheblicher Kraftanstren­ tegisches Ziel bis 2010 fest. In Kopenha­ dung in Europa zu erhöhen.
hig ist, ein dauerhaftes Wirtschaftswachs­ gungen auf dem Gebiet der Qualifizierung. gen verabschiedeten im November 2002 ins­ Das Kommunique bezeichnet die Stärkung
tum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen Rund 80 Millionen EU-Bürger gelten als ge­ gesamt 31 Minister der EU-Mitgliedstaaten, der Berufsbildung auf europäischer und na­
und einem größeren sozialen Zusammenhalt ring qualifiziert, während bis 2010 schät­ der EWR-ÆFTA-Mitgliedstaaten und der Bei­ tionaler Ebene ausdrücklich als „einen we­
zu erzielen." Zwei Jahre später formulierte zungsweise 85 bis 90 Prozent der neu ge­ trittsländer sowie die europäischen Sozial­ sentlichen Faktor für die Vollendung eines
der Rat in Barcelona die bildungspolitische schaffenen Arbeitsplätze mindestens einen partner und die Europäische Kommission die echten europäischen Arbeitsmarktes und ei­
Aufgabe, die Systeme der allgemeinen und Schulabschluss der Sekundarstufe II erfordern. Kopenhagener Erklärung. Darin setzten sie ne wettbewerbsfähige Wirtschaft", die den
beruflichen Bildung zu einer weltweiten Qua­ Zwar ist die Europäische Union der Rats­ hinsichtlich der geforderten verstärkten Zu­ Lissabon-Zielen entsprechen. Deren Umset­
litätsreferenz zu machen. In der Kopenha­ sammenarbeit auf dem Gebiet beruflicher vorgabe von 2003, mindestens 85 Pro­ zung auf nationaler Ebene sei mehr Gewicht
gener Erklärung präzisierte er die Konse- Bildung Schwerpunkte in der europäischen weiter auf Seite 3
Weiter auf Seite 2
cedefopinfo 1/2005 Weichen für wissensbasierte CEDEFOP
Wettbewer bsf ä h ig keit
Brief des Direktors Fortsetzung von Seite t
beizumessen. Auf der Grundlage des Zwischenberichtes „All­ dem Europäischen Anerkennungssystem für Studienleis­Die hochrangige Konferenz und die damit verbundene
tungen (ECTS) einbezieht. Die praktische Umsetzung soll Ministerkonferenz, die zum Abschluss der niederländischen gemeine und berufliche Bildung 2010", den der Europäi­
sche Rat und die Kommission im Februar 2004 vorlegten, die Ausarbeitung freiwilliger Vereinbarungen zwischen Be­EU-Ratspräsidentschaft im Dezember in Maastricht statt­
rufsbildungsanbietern in ganz Europa einschließen. Die Mi­fanden, stellten nicht nur einen weiteren Meilenstein der nennt die Maastricht-Erklärung Schwerpunkte notwendiger
Reformen und Investitionen: nister fordern in der Erklärung außerdem zu untersuchen, Zusammenarbeit bei der beruflichen Bildung in Europa
wie sich Lern bed ürf n isse und Rolle der Lehrkräfte in der Be­dar (siehe auch Leitartikel in dieser Ausgabe von Cedefop Durch eine Attraktivitätssteigerung der Berufsbildung sei
rufsbildung verändert haben und wie sich der Ausbilder­die Teilnahme an beruflicher Aus- und Weiterbildung zu er­Info). Sie machten auch deutlich, welch entscheidende Funk­
beruf attraktiver machen lässt. Sie schlagen einen kohä­tion dem Cedefop in diesem Zusammenhang zukommt. Die höhen. Erst qualitativ und innovativ hochwertige Berufs­
renten Rahmen zur Unterstützung der Qualitätsverbesse­„Maastrichf'-Studie und die Publikation des „Maastricht"- bildungssysteme könnten die europäische Berufsbildung glo­
rung des beruflichen Unterrichts und der Ausbildung vor. Berichts waren das Ergebnis einer neuen Form der Zu­ bal wettbewerbsfähig machen. Nötig sei außerdem die Ver­
Schließlich fordern sie eine Verbesserung der Berufsbil­sammenarbeit zwischen Europäischer Kommission und Ce­ knüpfung von Berufsbildung und Arbeitsmarktnachfrage,
dungsstatistiken hinsichtlich ihrer Genauigkeit und Zuver­defop. Eine Schlüsselrolle spielten hierbei auch die Mit­ angesichts des demografischen Wandels, nicht zuletzt durch
lässigkeit, um Fortschritte besser erkennen und bewerten gliedern des vom Cedefop betriebenen Fachwissens- und Aktualisierung und Weiterentwicklung der Kompetenzen
zu können. älterer Beschäftigter. Stärker zu berücksichtigen seien Referenznetzwerk (ReferNet). Dass die finnische Präsident­
schaft bereits eine vergleichbare Veranstaltung zum Ende auch die Bedürfnisse der EU-weit rund 80 Millionen gering Die Minister appellieren in der Maastricht-Erklärung aus­
qualifizierten und benachteiligten Menschen, um Arbeits­des Jahres 2006 ins Auge fasst, ¡st ein vielversprechendes drücklich an alle Akteure der Berufsbildung, zu einer wirk­
Zeichen. Und zwischen der Europäischen Kommission und marktbeteiligung und sozialen Zusammenhalt zu fördern. samen Umsetzung des Kopenhagen-Prozesses beizutragen,
dem Cedefop laufen schon Gespräche darüber, in welcher indem sie nationale Netze einrichten. Sie fordern außerdem An erster Stelle der Prioritäten auf nationaler Ebene,
Form 2005/2006 ein vergleichbares Projekt realisiert wer­ die Rationalisierung von Bildungs- und Berufsbildungsproz­auf die das Kommunique das Hauptgewicht legt, steht der
den könnte, dessen Zeithorizont aber weiter gefasst sein Einsatz gemeinsamer Instrumente, Referenzen und Grund­ essen sowie die umfassende Beteiligung des Beratenden
sollte als bei Erstellung des „Maastrichf'-Berichts. Ausschusses für Berufsbildung an Umsetzung und Follow-sätze zur Weiterentwicklung der Berufsbildungssysteme, et­
wa hinsichtlich Transparenz, Beratung, Qualitätssicherung, up. Es seien Vorschläge für einen europäischen Qualifika­Jan Figel', der EU-Kommissar für allgemeine und beruf­
tionsrahmen und ein europäisches Anrechnungssystem in nicht formalen und informellen Lernens. Die Akteure sollen liche Bildung, Kultur und Sprachenvielfalt, spielte auf der
diese Instrumente stärker miteinander verknüpfen und die der Berufsbildung zu entwickeln. Veranstaltung in Maastricht eine wichtige Rolle. Auch an
Betroffenen in den Mitgliedstaten von der nationalen über der Konferenz, auf der im Rahmen der luxemburgischen Eine intensivere Zusammenarbeit sei unter anderem im
die regionale bis zur lokalen Ebene dafür sensibilisieren, um Ratspräsidentschaft am 31. Januar der Startschuss für den Hochschulbereich, in der europäischen Wirtschafts-, Be­
so für mehr Klarheit und gegenseitiges Verständnis zu sor­neuen Europass fiel, nahm Herr Figel' teil. Die Konferenz in schäftigungs- und Sozialpolitik sowie beim Austausch von
gen. Verbessern lasse sich auch die beschäftigungs- und aus-Luxemburg war eine sehr lebhafte Veranstaltung, auf der Innovationen und erfolgreichen Beispielen aus Politik und
bildungsfördernde Wirkung der Steuer- und Sozialsysteme. die Teilnehmer zahlreiche sachdienliche Fragen bezüglich Praxis nötig. Der zweijährige Bericht über „Allgemeine und
Nützlichkeit und Relevanz eines solchen Instruments für die berufliche Bildung 2010" soll auch über Fortschritte und Der Europäische Sozialfonds und der Europäische Fonds
Erleichterung der Mobilität formulierten. Nähere Informa­ geplante Entwicklungen der Berufsbildung auf nationaler für regionale Entwicklung könnten bei der Weiterentwick­
tionen zum Europass bietet der Artikel zum Thema auf Sei­ Ebene informieren und so den Erfahrungsaustausch auf lung der Berufsbildung helfen. Das gelte auch für die EU-
te 6. Die Nachfrage nach dem Europass entwickelte sich in transnationaler Basis anregen. Mit den europäischen Sozi­Strukturfonds. Entsprechend ihrer politischen Ausrichtung
der kurzen Zeit, in der dieser verfügbar war, äußerst viel­ alpartnern, die sich 2002 einen gemeinsamen Aktionsrah­von 2007 bis 2013 sollen sie die zentrale Rolle der Bildung
versprechend. Wir mussten die an sich schon sehr um­ und Berufsbildung für die Wirtschaftsentwicklung und das men für die lebenslange Entwicklung von Kompetenzen und
fangreichen Zugangskapazitäten zu unseren elektronischen Qualifikationen gegeben haben, sollen engere Verbindun­Sozialgefüge unterstützen, dabei vor allem auf die Bedürf­
Systemen noch einmal verdoppeln. gen auf europäischer, nationaler, regionaler und sektoraler nisse kleiner und mittlerer Unternehmen eingehen und
Ebene aufgebaut werden. Der Verwaltungsrat des Cedefop genehmigte auf sei­ dazu beitragen, Fähigkeiten und Fertigkeiten einer altern­
ner Sitzung im letzten November das Arbeitsprogramm 2005. den Bevölkerung zu aktualisieren. Um die Reform der Berufsbildung zu forcieren, fordert
Ein Artikel auf Seite 4 stellt das diesjährige Arbeitsprogramm, Überdies müssten sich die nationalen Berufsbildungssys­ die Maastricht-Erklärung die effiziente und umfassende Nut­
das auf unserer Homepage unter www2.trainingvillage.gr/etv/
teme stärker derjenigen annehmen, die hinsichtlich Ar­ zung des Leonardo-da-Vinci-Programms und des künftig in­
publication/download/panorama/4043_en.pdf verfügbar
beitschancen und Sozialstatus ins Abseits zu geraten droh­ tegrierten Aktionsprogramms im Bereich des lebenslangen
ist, im Überblick vor. Auf Anfrage ist das Arbeitspro­
ten: gering Qualifizierte, Migranten, Menschen mit Behin­ Lernens. Das Cedefop und die Europäische Stiftung für
gramm auch in gedruckter Form erhältlich.
derungen, Arbeitslose. Ihnen soll eine Kombination von ge­ Berufsbildung haben die Aufgabe, Berichterstattung, Be­
Außerdem berief der Verwaltungsrat auf der Sitzung im
zielten Investitionen, Bewertung früherer Lernerfahrungen obachtung der Fortschritte und Erfahrungsaustausch zu
November Dr. Christian Lettmayr zum stellvertretenden
und maßgeschneiderten Lernangeboten helfen. Offene Lern­ unterstützen. Das soll vor allem durch die Verbreitung vor­
Direktor des Cedefop. Am 1. April hat Dr. Lettmayr (nähe­
ansätze sollen den Menschen die Planung eines persönlichen bildlicher Politik und Praxis im Bereich des lebenslangen Ler­
re Informationen entnehmen Sie bitte dem Artikel auf Sei­
Bildungsweges ermöglichen, flexible Rahmenbedingun­ nens, durch eine Bestandsaufnahme sektoraler Aktivitäten
te 5) die Arbeit im Cedefop aufgenommen. Er folgt in die­
gen die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und allgemei­ und den Einsatz von Studienbesuchen im Rahmen des Leo­
ser Position Dr. Stavros Stavrou, dessen Amtszeit abgelau­
ner Bildung erhöhen und größere Mobilität zulassen. nardo-da-Vinci-Programms geschehen.
fen ist. An dieser Stelle möchte ich Dr. Stavrou meinen ganz
Zu Qualitätssicherung der Berufsbildung betrachten es
persönlichen Dank für die entscheidende Arbeit ausspre­
die Minister in ihrer Erklärung als unerlässlich, auf allen Ebe­
chen, die er über mehr als zehn Jahre hinweg für die Ent­
nen systematisch alle wichtigen Partner einzubeziehen. Be­
wicklung des Cedefop und der europäischen Zusammen­
sondere Aufmerksamkeit müsse der frühzeitigen Ermittlung
arbeit bei der beruflichen Bildung geleistet hat. Erinnert sei
nachgefragter Kompetenzen und der Angebotsplanung in
in diesem Zusammenhang insbesondere an seine Rolle bei
der beruflichen Bildung gelten. Eine Qualitätssteigerung der
der Integration des Cedefop an dessen neuen Sitz in Thes­
Ausbildung sei durch den Ausbau lernfördernder Umge­
saloniki nach der schwierigen Verlegung von Berlin nach
Quelle: Cedefop/SK
bungen in Ausbildungseinrichtungen und am Arbeitsplatz
Griechenland sowie an seine unermüdliche Arbeit, die schließ­
zu erreichen, etwa durch die Unterstützung selbstorgani­
lich im Mai 2004 zur Einbeziehung der zehn neuen Mit­
sierten Lernens mit Hilfe von Informations- und Kommuni­
gliedstaaten in die Tätigkeiten des Cedefop führte.
kationstechnologien sowie e-Learning. Die Forderung nach
2005 ist ein Jahr der Rückbesinnung. Genau dreißig Jah­
ständiger Weiterbildung der Lehrer und Ausbilder vervoll­
re ist es her, dass das Cedefop offiziell errichtet wurde, und
ständigt die Liste der Prioritäten auf nationaler Ebene.
vor genau zwanzig Jahren wurde das Studienbesuchspro­
Auf europäischer Ebene geben die Minister der Konsoli­
gramm eingeführt. 2005 ist aber auch ein Jahr der Um­
dierung der Prioritäten des Kopenhagen-Prozesses und
brüche: Im Cedefop nimmt eine neue Direktion die Ar­
der Umsetzung der konkreten Ergebnisse in der Maastricht-
beit auf, die Generaldirektion Bildung und Kultur der Eu­
Erklärung Vorrang. Ein offener und flexibler europäischer
ropäischen Kommission wird umstrukturiert, und aller Vor­
Qualifikationsrahmen auf der Basis von Transparenz und
aussicht nach wird ein neues einheitliches und integriertes
gegenseitigem Vertrauen soll als gemeinsame Referenz für
Aktionsprogramm im Bereich des lebenslangen Lernens ein­
die Anerkennung und Übertragbarkeit von Qualifikatio­
geführt.
nen dienen. Er soll die Durchlässigkeit der Bildungssyste­
Zu guter Letzt möchte mich hier stellvertretend für Sie, die
me verbessern, die Validierung informell erworbener Kom­
Info-Leser, von Michael Adams verabschieden. Michael war
petenzen erleichtern und zum effizienten Funktionieren der
Redaktionsmitglied der ersten Stunde bei Cedefop Info und
Arbeitsmärkte beitragen. Auf europäischer Ebene verein­
hat seine Aufgaben stets mit großer Umsicht und viel Ge­
barte Qualitätssicherungsmechanismen sollen das nötige
schick wahrgenommen. Wir wünschen ihm einen aktiven,
gegenseitige Vertrauen schaffen.
ausgefüllten Ruhestand bei weiterhin bester Gesundheit.
Eine weitere Priorität setzt das Kommunique in der
Entwicklung und Umsetzung des Europäischen Anrech­
Johan van Rens Jan Figel', Mitglied der Europäischen Kommission, zuständig für
nungssystems für die Berufsbildung (ECVET), das auf Kom­März 2005 allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Sprachenvielfalt,
petenzen und Lernerfolgen basiert und die Erfahrungen aus und Johan van Rens, Direktor des Cedefop. Die treibende europäische Kraft Inhalt
braucht nationale Dynamik
Fortsetzung von Seite 1
Belgien 8, 13, 16 · Dänemark 14, 17 · Deutschland 10, 15, 20 · Zypern 16 · Finnland 15 ·
zent der 22-jährigen Europäer bis 2010 auf
Frankreich 12 · Irland 6, 12, 18 · Italien 7, 14 · Luxemburg 20 · Niederlande 7, 13 · Norwegen
dieses Bildungsniveau zu bringen, näher ge­
15,18· Österreich 11,19· Polen 11,18· Portugal 10, 11 · Slowakei 9 · Spanien 8 · Tschechi­
kommen. Doch es gibt erhebliche Unter­
sche Republik 10, 17 · Vereinigtes Königreich 7, 8, 9, 11, 14
schiede zwischen den einzelnen Ländern.
Cedefop/Europa 1-5
Das Ziel erreicht haben schon jetzt die Tsche­
Der Meilenstein von Maastricht · Die treibende europäische Kraft braucht nationale Dynamik · Wei­
chische Republik, Finnland, Ungarn, Irland,
chen für wissensbasierte Wettbewerbsfähigkeit · Brief des Direktors · Einige Aspekte des Arbeits­
Norwegen, Polen, Slowenien, die Slowakei
programms 2005 · Bildungs- und Berufsberatung: Aufbau und Austausch von Wissen über die Gren­
und Schweden. Doch Spanien, Italien, Lu­
zen Europas hinaus ·- und: Ein Handbuch für politische Entscheidungs­
xemburg, Malta und Portugal sind mit nicht
träger · Europäisches Aktionsprogramm für die Anerkennung nicht formalen und informellen Ler­
einmal 70 Prozent noch weit von der ge­
nens · Der neue stellvertretende Direktor des Cedefop · Eurydice: An Europas Sekundärschulen kom­
forderten Quote entfernt. In anderen Län­ Maastricht Exhibition & Congress Centre (MECC) men fünf Sprachen für 95 % des Fremdsprachenunterrichts auf
dern ging der Anteil der Bildungsabschlüs­
Internationalisierung der Berufsbildung 6-7
se sogar zurück, etwa in Deutschland von Mobilität. Um genügend qualifizierte Ar­
Gelungener Start für Europass · Irland/Cedefop/EU: Früherkennung von Qualifikationsbedarf ·
74,6 Prozent 1999 auf 72,5 Prozent im Jahr beitnehmer dorthin zu holen, wo sie ge­ Vereinigtes Königreich: Internationale Strategie für Bildung · Niederlande: Lebenslanges Lernen ver­
2003. braucht werden, fordert der Synthesebericht wirklichen · Italien: Die Ziele von Lissabon: eine Standortbestimmung
eine „selektive Einwanderungspolitik". Dar­Die Gesamtzahl der gering Qualifizierten,
Bildungspolitik 8-9
hauptsächlich Schul- und Ausbildungsab- über hinaus sollen Auslandsaufenthalte und
Belgien: Strategieabkommen für die Bildung · Spanien: Landesweite Bildungsdebatte · Vereinigtes
die Anerkennung dabei erworbener Quali­brecher, ist europaweit nach wie vor zu hoch.
Königreich: Schulreform Altersgruppe 14-19 - Abschlussbericht veröffentlicht · Ausgewählte Publi­
Gerade die Berufsbildung kann hier wir­ fikationen Grenzüberschreitungen selbst­
kationen
kungsvoll gegensteuern. Ein verstärktes An­ verständlicher machen.
Berufsbildung 9
gebot an beruflichen Ausbildungsgängen Wichtige Instrumente zur Verwirklichung
Slowakei: Die beruflichen Sekundärschulen wollen nicht zur B-Liga gehören · Vereinigtes Königreich:
kann der Maastricht-Studie zufolge die Zahl größerer Mobilität und Transparenz sind der
Betriebliche Bildung für alle
der Schulabbrecher verringern. Europäische Qualifikationsrahmen, der neue
Erstausbildung 10 In Zukunft wird es weniger Arbeitnehmer Europass Berufsbildung, der in diesem Jahr
Tschechische Republik: Neues Schulgesetz: Das Schlüsselwort heißt Unabhängigkeit geben, und sie werden älter sein, das bele­ in Kraft tritt, und ein größeres Angebot an
gen alle demografischen Daten. Es wird des­ Auslandspraktika. Im Vergleich zu den Uni­ Berufliche Weiterbildung 10-11
halb darum gehen, möglichst viele der 33 versitäten steckt die Berufsbildung mit ihren Deutschland: Meistertitel im Kurs gefallen · Portugal: Weiterbildung für Hochschulabsolventen · Ver­
Millionen arbeitslosen oder aus anderen Internationalisierungsstrategien bisher noch einigtes Königreich: Lernen ohne Lektionen · Österreich: Investors in People - bewährtes Erfolgsre­
Gründen nicht berufstätigen Menschen in in den Kinderschuhen. Doch davon hängt zept, jetzt auch in Österreich · Portugal: Ausbildung und Qualifizierung in der öffentlichen Verwal­
den 25 EU-Mitgliedstaaten als Arbeitskräf­ die Entwicklung eines europäischen Ar­ tung · Polen: Schulungen für Ausbildungsprüfer
te zu aktivieren. Dazu sind die Überwindung beitsmarktes unmittelbar ab. Mitgliedstaa­
Beschäftigungspolitik 12-13
der strukturellen Arbeitslosigkeit und die Er­ ten und Sozialpartner sind deshalb aufge­
Frankreich: Das frankophone „Humankapital" entwickeln · Irland: Behörde für Ausbildung und
höhung des Qualifikationsniveaus, unter an­ fordert, den neuen Europass - die einheit­ Beschäftigung überprüft Arbeitskräftebedarf · Belgien: Erneuerter Zukunftsvertrag für Wallonien
derem durch freien Zugang zu Lernmög­ liche Bescheinigung sämtlicher Ausbil­
Qualität der Berufsbildung - Zertifizierungssysteme 13-14
lichkeiten, erforderlich. dungsabschnitte und Befähigungen eines
Niederlande: Arbeitsmarktpass in Anlehnung an das europäische Lebenslaufmuster · Italien: Lan­
EU-Bürgers - anzuerkennen. Regelmäßige „Qualifikation und Ausbildung dürfen nicht desweit Übergangsmöglichkeiten zwischen den (Aus)bildungssystemen · Dänemark: Validierung
Kontrolle, Evaluierung und Rückmeldung sol­
einer kleinen Elite vorbehalten sein, sondern konkreter Kompetenzen · Vereinigtes Königreich: Arbeitgeber als Schlüssel für die Zukunft der Weiter­
len die Fortschritte auf diesem Gebiet deut­müssen allen offen stehen", warnt der Syn­ bildung
lich machen. thesebericht vor einer wachstumshemmen­
Neue Ausbildungsorganisationen und -programme 15
den und die Volkswirtschaft belastenden so­ Von entscheidender Bedeutung für das
Norwegen: Neue Berufsbildungszeitschrift
zialen Ausgrenzung benachteiligter und Erreichen der Lissabon-Ziele ist eine höhe­
Spezielle Zielgruppen 15-16
gefährdeter Gruppen. Dazu ist aber auch die re Investition in die Qualität der Berufsbil­
Deutschland: Bausteine schließen Wissenslücken · Finnland: Unterschiedliche Lernende - eine ge­
Anpassung der Ausbildungs- und Qualifizie­ dung. Die EU-Länder geben im Durchschnitt
meinsame Schule · Belgien: „Compas": Ausrichtung der Kompetenzen auf die Stellenprofile · Zy­
rungsangebote an moderne Anforderungen, weniger Geld für die Primar- und Sekun­
pern: Beschäftigungsfähigkeit für alle?
etwa mit Blick auf die sich ständig wandeln­ darausbildung aus als Wettbewerberländer
Berufsberatung 17-18 den neuen Technologien, nötig. wie die USA und Australien. Nur Österreich,
Dänemark: Mentoren helfen, Schulabbrecherquote zu senken · Dänemark: Eltern steuern die Zu­Belgien, Irland und Rumänien verfügen bis­Es mangelt an konstruktiven Strategien
kunft ihrer Kinder · Tschechische Republik: Beratungszentren ebnen Schülern den Weg ins Berufs­
zur Förderung lebenslangen Lernens auf na­ her über Qualitätssicherungssysteme. Doch
leben · Polen: Berufsberatung und Laufbahninformationen
solche Systeme mit eindeutigen Ausbil­tionaler Ebene, das ist ein eindeutiges Er­
dungsplänen, genau definierten Zielen und gebnis der Maastricht-Studie. Besonderer Sozialpartner 18-19
Schwachpunkt ist die berufliche Weiterbil­ messbaren Erfolgskriterien sind die Vor­ Irland: Arbeitgeber fordern ein größeres Fortbildungsangebot für Beschäftigte · Norwegen: Neu­
ordnung stärkt Zusammenarbeit zwischen Sozialpartnern · Österreich: Zertifizierung als Bestand­aussetzung für höhere Investitionserträge, dung. Zwar steigt das Interesse in den meis­
teil kollektivvertraglicher Vereinbarungen: Ein vielversprechender Ansatz ten Ländern, doch das Angebot ist immer eine effizientere Berufsbildung und damit
auch eine größere wirtschaftliche Wett­noch mager, die Beteiligung erreicht in der Die Ecke der Studienbesuche 19
EU nicht einmal zehn Prozent. Noch immer bewerbsfähigkeit entsprechend der Lissa­ Stimmen zu den Studienbesuchen
bonner Strategie. Hier müssen die Mit­begreifen Unternehmen Ausgaben für Aus­
20
oder Weiterbildung nicht als Investitionen in gliedstaaten ihre Hausaufgaben noch erle­
Luxemburg: Die Reform der Berufsbildung ist eingeleitet · Deutschland: Ausbildungspakt: Partner
die Leistungsfähigkeit ihres Betriebes, son­ digen und könnten dabei unter anderem
halten Wort · Cedefop-Publikationen
den gemeinsamen Qualitätssicherungsrah­dern als Kostenfaktor.
men (CQAF) nutzen.
Helfen können, so die Studie, finanziel­
le Anreize und intensive individuelle Bera­ Die Qualität der Berufsbildung steht und
tung sowohl der einzelnen Arbeitnehmer fällt mit der Qualität der Berufsschullehrer
als auch der Betriebe. Studien der OECD, und Ausbilder. Ihnen fällt immer stärker auch
des Cedefop, der Europäischen Stiftung für die Rolle des Entwicklers und Begleiters von rufsbildungspolitik spielt dabei auf Grund kunftsorientierte Berufsbildung und neue
Berufsbildung und der Weltbank zur Be­ Lernaktivitäten und Innovationen zu. In vie­ ihrer engen Verbindung zu Beschäftigung Lernansätze in der Schule und am Arbeits­
rufsberatung in 37 Ländern haben ergeben, len Ländern fehlt es an Berufsschullehrern und Wirtschaft eine Schlüsselrolle. Um ihr platz zielt.
dass Europas Beratungsdienste für eine Wis­ und Ausbildern. Kein Wunder - ihre Bezah­ gerecht zu werden, können die Mitglied­ Quelle: Cedefop/SK
sensgesellschaft bei weitem nicht ausrei­ lung ist so niedrig wie ihr Ansehen. Ange­ staaten auch weiterhin auf die Unterstüt­
chen. Konzeption und Praxis bedürfen drin­ sichts ihrer Schlüsselfunktion ist eine Ver­ Berufsbildung - der zung der EU setzen, sowohl in finanzieller
Schlüssel zur Zukunft gend einer Reform. Besondere Unterstüt­ besserung ihres Sozialstatus ebenso erfor­ Hinsicht als auch hinsichtlich Information
Lissabon-
zung bei der Bereitstellung von Weiterbil­ derlich wie eine weitere Professionalisierung und Erfahrungsaustausch. Sie sind jedoch
Kopenhagen-
dungskursen brauchen kleine und mittlere der Lehrtätigkeit und eine flexible Einstel­ im Gegenzug gehalten, zur Entwicklung der Maastricht: Aufgebot
Unternehmen. Fortschritte lassen sich auch lungspolitik. für 2010 Berufsbildung die finanziellen Möglichkei­
Synthesebericht des durch die Verankerung lebenslangen Ler­
Die Ergebnisse der Maastricht-Studie ma­ ten der Strukturfonds und der neuen Pro­
Cedefop zur
nens in Tarifverträgen, lernfördernde Um­
chen deutlich, dass nach den zahlreichen gramme für allgemeine und berufliche Bil­ Maastricht-Studie
gebungen und flexiblere Lernmöglichkei­ 4041 Vereinbarungen, gemeinsam gesteckten Zie­ dung voll auszuschöpfen. Auf dem Weg zu
ten erreichen. Sprachen: de, en, fr len und Rahmen und der Entwicklung prak­ einem wissensbasierten Wirtschaftsraum,
Von der Entstehung eines europäischen tischer Instrumente nun konkrete nationa­ so das Fazit der Studie, braucht Europa ei­
Kat.-Nr.: TI-57-03-475-DE-C
Arbeitsmarktes kann bisher noch keine Re­ le und regionale Aktivitäten folgen müssen, ne Innovationsstrategie, die auf die effekti­
um tatsächlich etwas zu bewirken. Die Be­ Kostenlos auf Anfrage beim Cedefop de sein, es fehlt an grenzüberschreitender vere Nutzung der Ressourcen, eine zu­
cedefopinfo 1/2005 CEDEFOP
Einige Aspekte des Arbeitsprogramms 2005 Bildungs- und Berufsberatung: Aufbau und
Das Arbeitsprogramm 2005 des Cedefop Der dritte Bericht des Cedefop zum ak­ Austausch von Wissen über die Grenzen
fügt sich ein in die mittelfristigen Prioritäten tuellen Stand der Berufsbildungsforschung
Europas hinaus 2003-2006 und damit in das übergeordne­ ist abgeschlossen und erscheint im Frühjahr
te Ziel der Förderung eines europäischen 2005, zunächst in englischer Sprache, spä­ temen für die Laufbahnentwicklung zu unter­Das internationale Zentrum für Karrie­
Raums des lebenslangen Lernens in einer er­ ter im Jahr in deutscher und französischer reentwicklung und öffentliche Politik (Inter­ stützen, die zur Verwirklichung der Ziele des
weiterten europäischen Union. Übersetzung. Eine Zusammenfassung wird lebenslangen Lernens und der Entwicklung national Centre for Career Development and
Das im Jahr 2000 vom Europäischen Rat in 20 Sprachen im Berufsbildungsdorf ver­ Public Policy, ICDP) entstand im Rahmen ei­ der Arbeitskräfte beitragen.
fügbar gemacht werden. Einzelheiten zum in Lissabon ausgerufene Ziel, Europa bis 2010 nes Pilotprojekts im November 2004. Seine In den ersten Jahren seines Bestehens wird
Berufsbildungsforschungsbericht und zu den zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten Tätigkeit erstreckt sich auf drei Felder: das Zentrum in den Brüsseler Räumlichkei­
Beiträgen der einzelnen Autoren waren in wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt • Förderung der Laufbahnentwicklung ten des Cedefop untergebracht. Unterstüt­
der letzten Ausgabe des Cedefop Info (Nr. zu machen, hat weitreichende Folgen für die
als integraler Bestandteil staatlicher Politik zung erhält es von der Europäischen Kom­
3/2004) unter dem Titel „Der Wert des Bildungs- und Berufsbildungspolitik - und in den Bereichen allgemeine und berufli­ mission, der OECD und der Weltbank, der
Lernens" zu finden. damit für den Arbeitsbereich des Cedefop. che Bildung, Beschäftigung und soziale Ein­ Internationalen Vereinigung für Schul- und
So war das Cedefop denn auch aktiv an der Die Unterstützung der Sozialpartner wird gliederung im internationalen Rahmen; Berufsberatung (International Association
Erarbeitung der Grundlagen der Minister­ auf Betreiben unseres Verwaltungsrates 2005 for Educational and Vocational Guidance, • Förderung und Unterstützung der Über­
konferenz in Maastricht vom Dezember 2004 entschieden im Vordergrund stehen: so wird IAEVG) und den Staaten Kanada, Australien, tragung von Wissen und bewährten Prakti­
beteiligt (s. Artikel S. 1) und sein Arbeits­ das Projekt zu sektoralen Qualifikationen und Neuseeland, Finnland, Vereinigtes Königreich ken im internationalen Rahmen zur Unter­
programm 2005 steht deutlich im Zeichen Kompetenzen weitergeführt. Auch das vom und Irland. Das irische Ministerium für Bil­stützung von staatlichen politischen Strate­
der Folgemaßnahmen zu dieser programm­ Cedefop verwaltete Studienbesuchsprogramm dung und Wissenschaft hat den Leiter des gien, Systemen und Verfahren für Lauf­
atischen Konferenz, auf der insbesondere (s. Rubrik S. 19) wird verstärkt Studienbe­ nationalen Zentrums für Schulberatung in bahnentwicklung;
die Notwenigkeit einer nachhaltigen Quali­ suche und Workshops zu diesem Thema an­ Irland (National Centre for Guidance in Edu­• Förderung von Methoden und Ressourcen
fizierung der europäischen Bürger heraus­ bieten und sich noch aktiver um die Einbe­ cation in Ireland), John McCarthy, mit der für evidenzbasierte Politikgestaltung auf dem
gestellt wurde. ziehung der Sozialpartner bemühen. Aufgabe der Einrichtung des Zentrums be­Gebiet der Laufbahnentwicklung durch inter­
Die Tätigkeiten der Netzwerke werden So zieht sich denn auch das lebenslange traut. Weitere internationale Hilfestellung nationale Zusammenarbeit.
Lernen wie ein roter Faden durch die meis­ 2005 fortgesetzt. Das Netzwerk für die Aus­ von Institutionen, Verbänden und Ländern Aufgabe des Zentrums ist es, politische
bildung von Ausbildern (TTNet) konzentriert ten Projekte des Cedefop, seien es seine For­ ist willkommen. Entscheidungsträger und Wissenschaftler zu­
schungsvorhaben, sein Berichterstattungs- sich in diesem Jahr besonders darauf, in
sammen mit Sozialpartnern und Berufs­
Nähere Informationen können angefordert werden bei: ICDP, Cedefop, Instrumentarium oder sein Engagement im Deutschland besser Fuß zu fassen, und be­
praktikern auf dem Gebiet der Laufbahn­
20 Av. d'Auderghem, Brüssel, B-1049, Belgien, Tel. (322) 233 38 46,
Bereich e-Learning. Das Cedefop beteiligt treibt daneben seinen weiteren Ausbau in
entwicklung bei der Verbesserung von Sys­ Fax (322) 230 58 24, E-Mail: jmc@cedefop.eu.int.
sich an der Ermittlung von guten Beispielen den neuen EU-Mitgliedstaaten. Überhaupt
aus Politik und Praxis und der aktiven Ver­ werden die zehn „neuen Länder" immer
breitung einschlägiger Informationen. stärker in die Projekte und die Berichter­
stattung des Cedefop einbezogen. Umge­Am 30. Januar 2005 wurde unter luxem­
kehrt bemüht sich das Cedefop, immer mehr burgischem Ratsvorsitz das neue umfassen­
Informationen in den Sprachen dieser Län­de gemeinschaftliche Rahmenkonzept für Bildungs- und Berufsberatung: Ein Hand­
der zugänglich zu machen. den Europass auf den Weg gebracht (s. Ar­
buch für politische Entscheidungsträger tikel S. 6). Schon jetzt herrscht reges Inter­ Schließlich wird auch die europaweite
esse am Europass, und das Cedefop rechnet und internationale Zusammenarbeit mit der Dieses von der Europäischen Kommission Entscheidungsträger bei ihren Überlegun­
damit, in diesem Jahr viel mit der praktischen OECD, der IAO, Unevoc, dem Europarat,
und der OECD gemeinsam herausgegebene gen beachten sollten, politische Alternati­
Umsetzung zu tun zu haben. dem European Schoolnet und der EVTA aus­ Handbuch ist soeben in englischer und fran­ ven der Problemlösung und Beispiele guter
gebaut, und in altbewährter Manier wird 2005 wird das Cedefop weiterhin diver­ zösischer Sprache erschienen. Es geht auf ei­ Praxis.
das Cedefop die den Ratsvorsitz inneha­se Arbeits- und Expertengruppen der Euro­ ne Initiative der Expertengruppe der Kom­
benden Länder durch die Bereitstellung von päischen Kommission unterstützen, u. a. auf mission zu Fragen der lebenslangen Bera­
Career Guidance, a handbook
Informationen unterstützen, in diesem Jahr dem Gebiet der e-Skills, der Qualität beruf­ tung (siehe Cedefop Info Nr. 3/2004) zurück for policy makers, gemeinsame
Luxemburg und das Vereinigte Königreich. licher Bildung und des informellen Lernens. Veröffentlichung des Amts für und enthält eine Reihe von Vorschlägen
amtliche Veröffentlichungen der
Flankierend kommen hier auch die entspre­ für politische Maßnahmen, die eine Antwort
Europäischen Gemeinschaften
Das Arbeltsprogramm ist abrufbar unter: chenden virtuellen Gemeinschaften des Ce­ auf die nationalen, regionalen und lokalen (EUR-OP) und der Organisation
www.cedefop.eu.lnt/download/current_act/wp2005.pdf,
für wirtschaftliche defop zum Einsatz.
www2.trainingvlllage.gr/etv/publication/download/panorama/ Anforderungen in den Bereichen allgemei­
Zusammenarbeit und
4043_en.pdf (Summary) Einen Schwerpunkt der Arbeit des Ce­ ne und berufliche Bildung und Beschäfti­ Entwicklung (OECD), ISBN 92-
defop bildet - wie schon im letzten Jahr - 894-8265-6 (EUR-OP); ISBN 92-gung geben sollen. Quelle: Cedefop/cf
64-01519-1 (OECD), Preis: EUR
der weitere Ausbau des Wissensmanage­ Das Handbuch gliedert sich in vier Tei­ 24, in Englisch und Französisch
ment-Systems KMS. Dieses internetba­ anzufordern bei: le, von denen die ersten beiden die Ver­
sierte System liefert einen nach Themen­ besserung des Angebots für verschiedene Work programme 2005
http//publications.eu.int/others/sales_agents_de.html oder bei bereichen abrufbaren aktuellen Wissens­ 4037 Zielgruppen von Jugendlichen und Er­
http://oecdpublications.gfi-nb.com/isroot/OECDBookShop
bestand zur beruflichen Bildung, in dem Po­ Kat.-Nr.:TI-AC-05-001-EN-C /Static_html/ab_8.htm. wachsenen betreffen. Der dritte Teil ist dem
Ab März dürfte das Handbuch in Spanisch und Deutsch vorliegen, litik, Forschung und Praxis zusammenflie­ Problem der Zugangsverbesserung gewid­
allerdings nur bei EUR-OP. Work programme 2005 ßen, und wird auch 2005 weiter ausgebaut met. Im vierten Teil werden für alle Ziel­
SUMMARY
werden. Gespeist wird dieses System über 2005 kann eine Übersicht/Zusammenfassung mit Bemerkungen über gruppen bedeutsame Querschnittsthemen,
4043
das Handbuch in weiteren Sprachen unter folgender Adresse aus dem das ReferNet, das Fachwissens- und Refe­ wie Qualitätssicherung und Führung, be­Kat.-Nr.:TI-AG-05-001-EN-C Internet heruntergeladen werden:
renznetzwerk des Cedefop, das Informa­ handelt. http://oecdpublications.gfi-nb.com/isrootyOECDBookShop.storefront/,
tionen aus sämtlichen EU- und EWR-Mit- wobei „career guidance" in das Suchfeld einzugeben ¡st. Mehrere Sprache: en Jedes der 14 Kapitel des Handbuchs ist
Länder (Norwegen, Finnland, Portugal, Spanien-Katalonien) haben die gliedstaaten liefert. Kostenlos auf Anfrage beim Cedefop
nach dem folgenden Muster aufgebaut: Be­ OECD und die Kommission informell auf eine Übersetzung und die
Veröffentlichung des Handbuchs in ihren jeweiligen Sprachen schreibung der Herausforderungen, denen
angesprochen, wofür sie die Kosten übernehmen würden.
sich die politischen Entscheidungsträger
stellen müssen, Aspekte, die die politischen Quelle: Cedefop/jmc
Das Cedefop Info ist auch im Internet verfügbar: prüft und ausgewertet. Kontaktanzeigen, Konfe­
http://www2.trainingvillage.gr/etv/ renzankündigungen und sonstige Mitteilungen
:CEDEFOP publication/publications.asp?section=24 werden gerne entgegengenommen. Für deren
Die elektronische Version enthält oft zusätzliche Richtigkeit übernimmt das Cedefop jedoch keine
Artikel, die in der Print-Version keinen Platz fan­ Gewähr.
den.
Europäisches Zentrum für
Der vollständige oder auszugsweise Nachdruck von die Förderung der Berufsbildung
Kostenlos auf Anfrage beim Cedefop. Beiträgen dieser Veröffentlichung ¡st kostenlos und Allgemeine und berufliche Bildung 2010, punkte für Maßnah­
Europe 123 mit Quellenangabe gestattet - ausgenommen zu
men und über die bis­Reform von Beratung und Orientierung GR-57001 Thessaloniki (Pylea) Die Inhalte wurden von Mitarbeitern des Cedefop kommerziellen Zwecken.
ausgewählt und redigiert. Die Darstellungen in Postanschrift: PO Box 22427 in Europa, Umgestaltung von Strategien, her erzielten Fort­
den Artikeln geben nicht notwendigerweise die An­ Verantwortliche Herausgeber: GR-551 02 Thessaloniki
schritte und enthält sichten des Cedefop wieder. Artikel, die sich auf Tä­ Johan van Rens, Direktor Systemen und Verfahren Tel. (30) 23 10 49 01 11
tigkeiten und Ereignisse auf EU-Ebene beziehen, ins­ Stavros Stavrou, stellv. Direktor Fax (30) 23 10 49 00 20 REFORM VOM BERATUNG Die Europäische Kommission hat soeben nützliche Hinweise.
UND ORIENTIERUNO IN EUROPA besondere auf solche, an denen das Cedefop be­E-Mail: lnfo@Cedefop.eu.int
UMGESTALTUNG VON STRATEGIEN.
teiligt ist, werden für gewöhnlich von Bedienste­ Redaktion: Sie kann unter fol­Homepage: www.Cedefop.eu.int diese achtseitige Broschüre in Englisch, Fran­ SYSTEMEN UNO VERFAHREN
ten des Cedefop verfasst, deren Namen und Kon­Interaktive Website: www.trainingvillage.gr J. Michael Adams, jma@cedefop.eu.int
zösisch und Deutsch veröffentlicht, mit der gender Adresse aus taktadressen aufgeführt sind. Die meisten Artikel, Corinna Frey, cf®cedefop.eu.int
die sich auf die Mitgliedstaaten oder andere EWR-Büro Brüssel Philippe Tissot, pht@cedefop.eu.int dem Internet her­sie sich an politische Entscheidungsträger,
Staaten beziehen, wurden dem Cedefop von den 20, Av. d'Auderghem
Führungskräfte in Bildungseinrichtungen, untergeladen wer­Mitgliedern des ReferNet-Netzwerks (siehe Cedefop B-1040 Brüssel Koordination: J. Michael Adams,
Info 2/2002) übermittelt. Die Kontaktdaten der Tel. (32-2) 230 19 78 Corinna Frey, Dagmar Wolny den: Berufspraktiker und Wissenschaftler wen­
ReferNet-Mitglieder -u.a. Namen und Anschriften, Fax (32-2) 230 58 24 Übersetzung: Corinna Frey, cf@cedefop.eu.int
E-Mail- und Web-Adressen - können unter der Adres­ det. Die Broschüre umfasst eine Beschrei­E-Mail: info.be@Cedefop.eu.int
se http://www.cedefop.eu.int/diredory.asp7refernet Konzeption/Layout/Grafik: bung der jüngsten Entwicklungen auf dem
abgerufen werden. Artikel, die sich auf die Bei­Cedefop Info erscheint in unregelmäBiger Fol­ Panos Haramoglou, M. Diamantidi S.A.,
trittsländer beziehen, wurden über die Europäi­ Gebiet der lebenslangen Bildungs- und Be­ge in DE-, EN- und FR-Sprache. Thessaloniki, Griechenland http://europa.eu.int/comm/dgs/
sche Stiftung für Berufsbildung (ETF) von dem von Es enthält Informationen über die beruf­
rufsberatung in Europa, informiert über den dieser unterhaltenen Netzwerk von nationalen Be­ education_culture/publ/educ-form_de.html.
liche Bildung in Europa, insbesondere die Redaktionsschluss: 28.2.2005
obachtungsstellen eingereicht.
Arbeitsergebnisse des Cedefop, und Be­ politischen Hintergrund dieser Entwicklun­
richte von Sozialpartnern und aus den EU- Printed in Spain 2005
gen, gibt einen Überblick über die Schwer- Quelle: Cedefop/jmc Mitgliedstaaten. Auch unverlangt eingesandte Manuskripte, Bü­ Katalognummer: TI-AD-05-001-DE-C
cher und anderes Material werden sorgfältig ge­EUROPA ŒOEFDP
Europäisches Aktionsprogramm für die Anerken­ Der neue stellvertretende Direktor
nung nicht formalen und informellen Lernens des Cedefop
TRANSFINE (Transfer zwischen formaler, informeller in verschiedenen Arbeitsgruppen der Europäischen Christian Lettmayr hat 1976 ein
und nicht formaler Bildung) war eines der ersten ge­ Kommission aufgegriffen. Wirtschaftsstudium (Magister
meinsamen Aktionsprojekte, das von der Europäi­ Ein weiteres, ebenfalls im Rahmen des Aktions­ rer.soc.oec.) an der Wirtschaftsuni­
schen Kommission finanziert wurde und einen deut­ programms finanziertes Projekt - REFINE (Anerken­ versität Wien abgeschlossen und dar­
lichen Einfluss auf die Entwicklung in diesem Bereich nung von formaler, nicht formaler und informeller über hinaus als Fulbright-Stipendiat
gehabt hat. Hauptziel dieses vom 1. Mai 2002 bis Bildung) - ist im Januar 2004 für eine Dauer von an der University of Illinois 1980 ei­
31. Juli 2003 finanzierten Projekts war die Ausar­ zwei Jahren (bis Dezember 2005) angelaufen. Im er­ nen Master-Abschluss in beruflicher
beitung einer europäischen Architektur für die An­ sten Jahr haben die Projektpartner mit dem von und technischer Bildung (M.Ed.)
erkennung nicht formalen und informellen Lernens. TRANSFINE entwickelten Instrumentarium experi­ erworben.
Die Projektgestaltung erfolgte im Rahmen einer ein­ mentiert und sie an echten Kandidaten erprobt - be­ Auf die Frage nach seinen Erwar­
zigartigen Partnerschaft zwischen europäischen Ver­ teiligt waren bislang über 200 Lernende aus zehn tungen in Verbindung mit seiner neu­
einigungen aus den verschiedenen Bildungsberei­ Ländern. Auftragnehmer ist wiederum die Univer­ en Aufgabe beim Cedefop antwor­
chen. Auftragnehmer des Projekts war die Universi­ sität Lille, koordiniert wird das Projekt vom Netzwerk tet Christian Lettmayr: „Ich arbeite
té des Sciences et Technologies, Lille (Frankreich), EUCEN; weitere Teilnehmer sind die Vereinigungen seit 1976 im Bereich der beruflichen
koordiniert wurde es vom Europäischen Netzwerk EAEA, FIEEA sowie der französische Erwachsenen­ Bildung, die eine der wichtigsten
für universitäre Weiterbildung EUCEN. Projektpart­ bildungsverband AFPA. Getestet wurde bislang in übergreifenden Prioritäten auf der
ner waren die EAEA (Europäische Vereinigung für 13 Ländern Europas. In jedem Land gibt es ein Team, Lissabon-Agenda darstellt. Und als
Nach seiner Ernennung durch den
Erwachsenenbildung), die FIEEA (Internationale Ver­ in dem die Hochschulen, die Erwachsenenbildung, stellvertretender Direktor des Ce­
Verwaltungsrat im November ver­
einigung für Jugendaustausch), die EVTA (Europäi­ die berufliche Bildung, die Jugend und Nichtregie­ defop freue ich mich sehr darauf, an
gangenen Jahres hat Christian F. Lett­
sche Vereinigung für Berufsbildung) und die SEFI (Eu­ rungsorganisationen vertreten sind - insgesamt rund diesem Prozess teilhaben zu können.
mayr am 1. April 2005 seine Stelle
ropäische Gesellschaft für Ingenieurausbildung). 70 Einrichtungen, alles Stätten des formalen, nicht In gewisser Weise ist es eine Her­
als neuer stellvertretender Direktor
formalen und informellen Lernens. ausforderung, auf die ich mich, so Es wurden Fallstudien in fünf Ländern Europas
des Cedefop angetreten.
mein Gefühl, mein Leben lang vor­(Großbritannien, Estland, Frankreich, Norwegen und Das zweite Jahr des Projekts ist bereits im Gange
Christian Lettmayr, 53, stammt aus
bereitet habe." Italien) durchgeführt, um die laufenden Entwick­ und konzentriert sich nun auf einen Vergleich der
Österreich und war seit 2001 bei der
lungen näher zu untersuchen und zusammen mit Experimente und ihrer Ergebnisse, über alle Berei­
Europäischen Kommission Leiter des
Schlüsselakteuren die Umsetzbarkeit eines europä­ che und Werkzeuge hinweg, sowohl national als
Referats Wettbewerbsfähigkeit und
ischen Rahmens für die Anerkennung nicht forma­ auch transnational. Im Abschlussbericht soll ein Satz
Wirtschaftsreformen der General­
len und informellen Lernens zu prüfen. Werkzeuge für den Einsatz auf europäischer Ebe­ Quelle: Cedefop
direktion Unternehmen und Indus­
ne vorgeschlagen werden, die entsprechend ergänzt Auf der Grundlage dieser Arbeit wurde der Haupt­
trie. Dort befasste er sich insbeson­
und angepasst in allen Sektoren angewendet wer­vorschlag für einen europäischen Rahmen aus einer
dere mit Politik-Benchmarking, der
den können. Perspektive der Lernenden entwickelt, wobei dar­
Festlegung quantitativerziele sowie
auf bestanden wurde, dass alle Vorkehrungen Teil
der Förderung von Peer-Reviews in
Weitere Informationen:
eines für jedermann offenen und freiwilligen Pro­
zu TRANSFINE: www.eucen.org/transfine Unternehmen.
zesses des lebenslangen Lernens sein sollten, der zu ReFINE: www.eucen.org/refine
Von 1995 bis August 2001 leite­Ansprechpartner: Pat Davies, pat.davies@univ-lille1.fr Möglichkeiten für eine persönliche Entwicklungs­
te er das Österreichische Institut für
planung bietet und in einen Beratungs-, Orientie- Quelle: Pat Davies
Gewerbe- und Handelsforschung
rungs- und Unterstützungsrahmen eingebettet ist.
(später: KMU-Forschung Austria), ein
Der vorgeschlagene Rahmen umfasst einen Satz
Institut für angewandte Forschung,
Grundprinzipien, einen Satz Werkzeuge, eine ge­
dessen stellvertretender Direktor er
meinsame Sprache, ein Qualitätssicherungssystem,
schon seit 1987 gewesen war.
die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren in ver­
schiedenen Bereichen sowie Mechanismen für den
Erfahrungsaustausch. Einige der langfristigeren Vor­
schläge, darunter zum Beispiel die Einführung eines
Kreditpunkte-Anrechnungssystems und eines Rah­
mens für Qualifikationsebenen, werden nun auch
EURYDICE
An Europas Sekundärschulen kommen fünf Sprachen für 95 %
des Fremdsprachenunterrichts auf
In der Europäischen Union, die nicht we­ eine Fremdsprache erlernen. Der Unterricht Fremdsprache in der Grundschule, außer in Hälfte der europäischen Länder über die letz­
niger als 20 Amtssprachen zählt, von den in einer zweiten Fremdsprache ist in der Re­ Belgien und Luxemburg. Das gleiche gilt für ten zehn Jahre leicht angestiegen. Im Durch­
unzähligen Regional- oder Minderheiten­ gel ab der Sekundarstufe vorgeschrieben. In die Sekundarstufe, außer in den beiden eben schnitt entfallen 90 Stunden Unterricht pro
sprachen und den Sprachen der Immigran­ den meisten europäischen Ländern müssen genannten Ländern und Rumänien. Der An­ Jahr auf eine Fremdsprache bzw. über 200
ten ganz zu schweigen, wird der Fremd­ die Schüler während ihrer Schulpflicht min­ teil der Schüler, die in der Sekundarstufe Eng­ Stunden in Dänemark, Luxemburg, Malta
sprachenunterricht immer wichtiger. Die Wah­ destens ein Jahr lang in zwei Fremdsprachen lisch gelernt haben, ist zwischen 1998 und und an deutschen Gymnasien. Über die
rung der Sprachenvielfalt und die allgemei­ unterrichtet werden. 2002 deutlich gestiegen, insbesondere in den gesamte Pflichtschulzeit gerechnet, entfal­
ne Beherrschung von Fremdsprachen stehen Ländern Mittel- und Osteuropas. Europaweit len im allgemeinen 10-15 % des Unterrichts In der Sekundarstufe I lernen nur in Irland
schon lange im Mittelpunkt der europäischen entfallen 95 % des Fremdsprachenunterrichts auf eine Fremdsprache als Pflichtfach. In den und Großbritannien (England) über 10 %
Zusammenarbeit. 2002 bestätigte der Euro­ in der Sekundarstufe auf nur fünf Spra­ Ländern, in denen zwei Fremdsprachen vor­der Schüler keine Fremdsprache. Die durch­
päische Rat von Barcelona die Notwendig­ chen (Englisch, Französisch, Deutsch, Spa­ geschrieben sind, werden für die erste Fremd­schnittliche Anzahl der erlernten Fremd­
keit nachhaltiger Anstrengungen „zur Ver­ nisch und Russisch). Deutsch und Französisch sprache in der Regel mehr Unterrichtsstun­sprachen schwankt, über die meisten Län­
besserung der Aneignung von Grundkennt­ teilen sich den zweiten Platz in der Ranglis­ den aufgewendet. Dieser Unterschied im Zeit­der gerechnet, zwischen 1 und 1,9. Min­
nissen, insbesondere durch Fremdsprachen­ te der am meisten unterrichteten Fremd­ aufwand kann in Frankreich, Litauen, Un­destens zwei Fremdsprachen lernen be­
unterricht in mindestens zwei Sprachen vom sprachen: Deutsch ist stärker in Nord-, Mittel- garn und Liechtenstein (Realschule) um ei­reits in der Sekundarstufe I über 70 % der
jüngsten Kindesalter an". Schüler in Estland, Griechenland, Litauen, und Osteuropa vertreten, während Franzö­ nen Faktor zwischen eins und zwei, in Deutsch­
sisch mehr in Südeuropa und den deutsch­ land (Gymnasien) sogar noch mehr, schwan­Luxemburg, den Niederlanden, Finnland, Der erste Eurydice-Sonderbericht mit Schlüs­
sprachigen Ländern unterrichtet wird. Rus­ ken. Schweden und Island. seldaten über den Fremdsprachenunterricht
sisch hält den zweiten Platz in den baltischen in Europas Schulen enthält 37 Indikatoren, Im Gegensatz zu den meisten der zehn
Staaten und Bulgarien. Nur in vier Ländern die einen Überblick über 30 europäische Län­ neuen EU-Mitgliedstaaten ¡st in über der Hälf­
liegt eine andere Sprache auf dem zweiten Schlüsseldaten zum Fremdsprachenunterricht :n der Schule m EUOOS -der vermitteln. te der früheren 1 5 Mitgliedstaaten vorge­
Ausgabe 2005, Eurydice. Verfügbar auf der Eurydice-Wete te Platz: Spanisch in Frankreich, Italienisch in
Außer in Irland und Schottland ist es in al­ schrieben, welche Fremdsprache als erste ge­
http /Avwweuryd ice. org/Docjntermed.airesflndicato-s-en.fTan-íse^i.í
Malta, Schwedisch in Finnland und Dä­len Ländern Europas Pflicht, mindestens ei­ lernt werden soll. Dabei handelt es sich in _data html
nisch in Island. In den beiden letztgenann­der Regel - und dies schon lange - um Eng­ne Fremdsprache in der Schule zu erlernen.
Weitere Informationen ten Ländern ist diese zweite Fremdsprache In der Regel beginnt dieser Fremdsprachen­ lisch. In einigen wenigen Ländern sind aus
Eurydice European Unit, Avenue Louise, 2-0 F-1CSÕ f-Jsse
vorgeschrieben. historischen oder politischen Gründen an­ Tel (32-21 600 53 53, E-Mail: info©ejryd« o ; unterricht in der Grundschule. Mit Ausnah­
http.Awwveurydice org
me von Wales und Italien müssen alle Schü­ dere Sprachen vorgeschrieben. In der Pflichtschule auf Sekundarebene ist
ler mindestens bis zum Ende ihrer Schulpflicht Englisch ist die am meisten unterrichtete das Fremdsprachenunterrichts-Soll in fast der Que le: Eu>vd'ce
cedefopinfo 1/2005 InternatianalisiRruriQ der Berufsbildung
ffl
Gelungener Start für Europass
Der Europass­Diplomzusatz ist ein per­benslaufmusters dar, den seit seiner Einfüh­ der Instrumente sowie Beispiele, Links und Der offizielle Startschuss für den neuen Eu­
sönliches Dokument und enthält Informa­ropass ist auf einer von der luxemburgischen rung im Jahr 2002 mehr als zwei Millionen Ressourcen).
tionen über den spezifischen Hochschulstu­Nutzer über das Internet heruntergeladen Der Europass­Mobilitätsnachweis dient EU­Ratspräsidentschaft organisierten Sitzung
diengang des jeweiligen Inhabers. Ausge­gefallen, die am 31. Januar und am 1. Fe­ haben. Das Europass­Lebenslaufmuster bie­ dazu, die Fähigkeiten und Kompetenzen, die
stellt wird er von der Einrichtung, die das be­tet den Bürgern die Möglichkeit, ihre Fähig­ eine Person ­ unabhängig von Alter, Bil­bruar diesen Jahres im Großherzogtum Lu­
treffende Hochschulabschlusszeugnis ver­xemburg stattfand. Neben Jan Figel', dem keiten und Kompetenzen zur Geltung zu dungsniveau und beruflichem Status ­ wäh­
leiht. Die Struktur des Abschlusszeugnisses bringen. Dabei ist es unerheblich, ob sie die­ rend eines Aufenthaltes zu Lernzwecken in Europäischen Kommissar für allgemeine und
und das Procedere bei der Verleihung des berufliche Bildung, Kultur und Sprachen­ se im Rahmen ihrer Ausbildung, durch Be­ einem anderen europäischen Land (d. h. in
betreffenden Zeugnisses verändern sich durch rufserfahrung oder auf nicht formalen Wegen einem Mitgliedstaat der EU, einem EFTA­vielfalt war zu diesem Anlass auch die lu­
die Einbindung des Diplomzusatzes in das xemburgische Bildungs­ und Berufsbil­ (z. B. im Rahmen des Vereins­ und Ver­ oder EWR­Staat bzw. einem Beitrittsland) er­
Europass­Rahmenkonzept nicht. bandslebens usw.) erworben haben. worben hat, formal und detailliert zu erfas­dungsministerin Mady Delvaux­Stehres zu­
gegen. sen. Das Europass­Portal eröffnet den Nutzern
die Möglichkeit, den Europass­Lebenslauf Der Europass­Mobilitätsnachweis ist Sonstige Europass­Ressourcen Der Europass ist das neue einheitliche eu­
ropäische Rahmenkonzept zur Förderung der online auszufüllen und gibt ihnen zu diesem das Resultat partnerschaftlicher Zusammen­ Darüber hinaus bietet das Europass­Por­
Zweck eine detaillierte Anleitung mit Bei­ arbeit zwischen einer Entsendeorganisation tal Zugang zu einer Reihe weiterer Ressourcen Transparenz von Qualifikationen und Kom­
petenzen. Er soll die europaweite Beschäfti­ spielen und anderen Hilfen an die Hand. An­ und einer Gastorganisation (einer Hochschule, (Links, Kontaktstellen). Am wichtigsten ist
schließend kann der Nutzer den so erstell­ einer Ausbildungseinrichtung, eines Betriebs hier sicherlich das Netz der nationalen Eu­gung und Mobilität der Bürger fördern, in­
dem er dem Einzelnen hilft, die eigenen Qua­ ten Lebenslauf in einem Format seiner Wahl usw.). Er ersetzt den im Jahr 2000 einge­ ropass­Zentralstellen, die derzeit eingerich­
herunterladen. führten Europass­Berufsbildung. Die Struk­ tet werden und künftig für die koordinier­lifikationen und Kompetenzen in klar ver­
ständlicher und allgemein nachvollziehbarer tur des neuen Dokuments erlaubt insbe­ te Umsetzung des Systems in den Mitglied­Der Europass­Sprachenpass ist als Er­
sondere eine eingehendere Beschreibung der staaten zuständig sind. Außerdem ist das Form auszuweisen und zu präsentieren. Der gänzung zum Europass­Lebenslauf gedacht
Europass beinhaltet fünf Dokumente, die seit Mobilitätsprojekte sowie der Kompetenzen Portal über Links mit anderen mobilitäts­ und und bietet den Bürgern die Möglichkeit, die
und erschließt das Instrument (durch Einbe­ transparenzbezogenen Initiativen vernetzt. dem Ende der 1990er Jahre auf europäischer eigenen Sprachkenntnisse detailliert darzu­
Ebene entwickelt wurden: den n ziehung des Hochschulbereichs sowie nicht stellen. Er wurde vom Europarat auf der Grund­
formaler Lernaktivitäten) einem breiteren Lebenslauf, den Sprachenpass, den Euro­ lage des gemeinsamen europäischen Refe­
pass­Mobilitätsnachweis, die Zeugniserläu­ Nutzerkreis. renzrahmens für Sprachen entwickelt, und
terung und den Diplomzusatz. zwar als Teil des aus insgesamt drei Teilen be­ Die Europass­Zeugniserläuterung stellt
stehenden Europäischen Sprachenportfolios Grundlage für den Europass bildet eine ergänzende Informationen zu dem eigent­
(3) (das neben dem Sprachenpass eine Sprach­ lichen beruflichen Abschlusszeugnis bzw. Be­von der Europäischen Kommission erarbei­
biografie und ein Dossier umfasst). tete Entscheidung ('), die das Europäische fähigungsnachweis bereit und erleichtert so
insbesondere Arbeitgebern und Organisa­Parlament und der Rat am 15. Dezember Wie der Lebenslauf kann auch der Spra­
2004 verabschiedet haben. chenpass über das Europass­Portal online tionen im Ausland eine solide Einschät­
zung des Originalabschlusses. Zugang zu den Europass­Angeboten er­ ausgefüllt werden.
halten die Bürger durch ein Internet­Portal Die Einbindung des Sprachenportfolios in Die Zeugniserläuterung liefert eine Be­
(2), das das Cedefop in enger Zusammenar­ das Europass­Rahmenkonzept und der Zu­ schreibung der beruflichen Qualifikation, auf
beit mit der Europäischen Kommission ent­ gang zum Europass­Sprachenpass via Inter­ die sie sich bezieht. Allen Inhabern der be­
wickelt hat. Das derzeit nur in englischer und net werden dazu beitragen, dass sich der ge­ treffenden Qualifikation werden also im Prin­
französischer Sprache zugängliche Europass­ meinsame europäische Referenzrahmen für zip identische Zeugniserläuterungen ausge­
Portal wird in Kürze in 25 Sprachen ­ den Sprachen zum anerkannten Standardinstru­ stellt. Sobald die nationalen Datenbanken
Sprachen der EU­Mitgliedstaaten, der EWR­ ment für die Beschreibung sprachlicher Kennt­ mit Europass­Zeugniserläuterungen aufge­
Staaten und der Beitrittsländer ­ verfügbar nisse und Kompetenzen entwickelt. baut sind, stehen im Europass­Portal ein­
sein. Es bietet den Bürgern Zugang zu fünf schlägige Links zur Verfügung. (') Entscheidung Nr. 2241/2004/EG des Europäischen Parlaments und
des Rates vom 15. Dezember 2004 über ein einheitliches gemein­Instrumenten: Drei weitere Instrumente ­ der Europass­ Der Europass­Diplomzusatz wird erfolg­
schaftliches Rahmenkonzept zur Förderung der Transparenz bei Quali­
Mobilitätsnachweis, die Zeugniserläu­ reichen Absolventen eines Hochschulstu­
fikationen und Kompetenzen (Europass), Amtsblatt der Europäischen
terung und der Diplomzusatz ­ wer­ diengangs ergänzend zu ihrem Originalab­ Union L 390 vom 31. Dezember 2004. Zwei Instrumente ­ den Lebenslauf und
(') siehe http://europass.cedefop.eu.int Sprachenpass ­ kann der Bürger un­ den den Bürgern durch die jeweils zu­ schlusszeugnis ausgestellt. Er trägt zur bes­
(¡) siehe http://www.coe.int/portfolio
ständigen Stellen ausgestellt. seren Verständlichkeit der Hochschulabschlüsse mittelbar selbst nutzen.
Weitere Informationen: http://europass.cedefop.eu.int insbesondere außerhalb des jeweiligen Aus­
Ansprechpartner: Philippe Tissot (pht@cedefop.eu.int)
stellungslandes bei. Entwickelt wurde der Di­Das Europass­Lebenslaufmuster ist das Das Europass­Portal stellt auch zu diesen
plomzusatz in Zusammenarbeit mit der Un­Kernstück des Europasses. Er stellt eine op­ drei Instrumenten des Europass­Rahmen­ Quelle: Cedefop/pht
esco und dem Europarat. timierte Neuauflage des europäischen Le­ konzepts Informationen bereit (Präsentation
IRLAND/EEDEFDP/EU
Früherkennung von Qualifikationsbedarf
Im November 2004 fand in Dublin eine • Welche Vor­ und Nachteile haben sie? eingerichteten Systeme vor. Auch die Erfah­ mer in Berichten über die Aktivitäten der Eu­
Konferenz statt, die sich mit den Syste­ rungen der Vereinigten Staaten von Ameri­• Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit ropäischen Union und anderer internatio­
men, institutionellen Rahmenbedingungen zwischen den verschiedenen mit der Er­ ka wurden beleuchtet. naler Einrichtungen in Bezug auf die Er­
und Verfahren zur frühzeitigen Ermittlung kennung von Qualifikationsbedarf unter­kennung von Qualifikationsbedarf befassten Im Anschluss an die Vorstellung einzel­
von Qualifikationsbedarf beschäftigte. Or­ Ebenen (der nationalen, regionalen und sek­ staatlicher Systeme und Einrichtungen für richtet. Es wurde die Frage aufgeworfen, ob
ganisatoren waren die Gruppe "Skillsnet" ein EU­weites System zur frühzeitigen Er­torbezogenen Ebene)? die frühzeitige Erkennung von Qualifika­
des Cedefop (siehe Cedefop Info Nr. 1/2004), tionsbedarf fanden zwei Workshops statt, kennung von f möglich • In welchem institutionellen Umfeld er­
die mit dem künftigen Qualifikationsbe­ oder überhaupt wünschenswert sei. folgt die Erforschung der frühzeitigen Er­ die sich mit Ansätzen zur frühzeitigen Er­
darf befasste Expertengruppe der irischen kennung von Qualifikationsbedarf auf unter­kennung von Qualifikationsbedarf, und wie
Nähere Informationen können bei John McGrath angefordert werden Regierung und FAS, die irische Behörde für werden die Ergebnisse dieser Arbeit in Poli­ schiedlichen Ebenen und als Bestandteil des
(E­Mail: john.mcgrath@fas.ie, Tel. (353­1) 607 7431). Ausbildung und Beschäftigung. Die rund 90 nationalen Systems sowie mit der Umset­tik und Praxis umgesetzt?
Konferenzteilnehmer kamen aus 22 Ländern. zung der bei der Bedarfsermittlung ge­ Quelle: FÄS Im Zentrum der Konferenz standen Prä­
wonnenen Erkenntnisse in Politik und Praxis Gegenstand der Konferenz war die Unter­ sentationen der Systeme, institutionellen Rah­
suchung der Vor­ und Nachteile der ver­ beschäftigten. Die Beiträge der Teilnehmer menbedingungen und Verfahren für die früh­
schiedenen systematischen, institutionellen, machten deutlich, dass sich die regionale und zeitige Erkennung von Qualifikationsbedarf. Identifying skill needs Ρ /^
politischen und sonstigen Maßnahmen zur sektorbezogene Erkennung von Qualifika­Eine Vielzahl von Ländern lieferte Beiträge for the future
frühzeitigen Erkennung von Qualifikations­ tionsbedarf einerseits in das jeweilige natio­ sf zur Konferenz, unter anderem viele Länder From research to policy
and practice bedarf in verschiedenen Ländern. Auf der nale System einfügen muss, dass anderer­der Europäischen Union, wie Deutschland,
Cedefop Reference series Konferenz wurde der Versuch unternom­ seits jedoch eigene Methoden angewandt das Vereinigte Königreich, Irland, Frankreich Identifying
skill needs 3037 men, unter anderem folgende Fragen zu be­ werden müssen. Ferner widmeten sich meh­und die Niederlande. Darüber hinaus stell­ for the future
Sprache: en From research antworten: rere Redner der Umsetzung der Ergebnisse to polk, anil practico ten Vertreter einiger neuerer bzw. künftiger Preis: EUR 25
aus der Erforschung des Qualifikationsbe­• Welche einzelstaatlichen Systeme zur früh­ Mitgliedstaaten Mittel­ und Osteuropas, bei­ Kat.­Nr: TI­57­03­475­EN­C
darfs in Politik und Praxis. spielsweise Estlands, Rumäniens und der zeitigen Erkennung von Qualifikationsbedarf Erhältlich über die
yiU*. jsfefal
Vertriebsbüros der EU gibt es? Tschechischen Republik, die in ihren Ländern Schließlich wurden die Konferenzteilneh­VEREIDETES KÖNIEREIEH NIEDERLANDE
Internationale Strategie für Bildung Lebenslanges Lernen verwirklichen
Das englische Bildungsministerium DfES handel und Inlandsinvestitionen; Ausbau der Bis zum Erreichen der Ziele von Lissabon nehmerische Fähigkeiten, Fremdsprachen­
(Department for Education and Skills) hat im 10 Mrd. GBP (ca. 14,5 Mrd. EUR), den der ist es noch ein weiter Weg. Das lebenslange kenntnisse und IKT-Kenntnisse. Im Juli 2004
November 2004 seine Strategie zur Verstär­ Sektor bereits zur britischen Wirtschaft Lernen und die Weiterqualifizierung der hat das Kabinett einen Aktionsplan für Unter­
kung der Verbindungen zwischen englischen beiträgt, indem sich das Land im Bereich der Erwerbstätigen (insbesondere der älteren Be­ nehmertum und Bildung vorgeschlagen, mit
Schulen und ihren Pendants in Übersee ver­ IKT für Bildung zu einem international füh­ schäftigten) ist von entscheidender Bedeu­ dem eine verstärkte Einbindung (und An­
öffentlicht. Die International Strategy for Edu­ renden Anbieter entwickelt; Förderung der tung, um einer wahrhaft dynamischen Wis­ rechnung) von unternehmerischen Fähig­
cation, Skills and Children's Services umfasst Rolle der Hochschulen als internationale Dreh­ senswirtschaft der Spitzenklasse näher zu keiten in Bildungsprofile erreicht werden
Pläne für die Sicherstellung einer starken scheiben für Lehre und Forschung; Ermuti­ kommen. Die Strategie für lebenslanges Ler­ soll;
internationalen Dimension quer durch das gung der Bildungs- und Ausbildungsanbie­ nen in den Niederlanden soll durch eine Zu­ • Überprüfung der möglichen Rollen von
britische Bildungssystem, für den Austausch ter zu internationalen Partnerschaften mit sammenarbeit zwischen allen maßgeblichen Bildungsinstitutionen in der Aus- und Weiter­
der jüngsten Bildungskonzepte mit interna­ der Wirtschaft. Akteuren umgesetzt werden, namentlich die bildung von Beschäftigten und Arbeitslosen;
tionalen Partnern, für das Angebot von Bil­ Ministerien für Bildung, Arbeitsmarkt, Inte­Das Bildungsministerium gibt jedes Jahr • Unterstützung und Stärkung von lokalen
dungsförderprogrammen für Entwicklungs­ gration und sozialen Zusammenhalt, die So­36 Mio. GBP (ca. 52 Mio. EUR) für interna­ und regionalen Initiativen;
länder sowie für die Maximierung des Bei­ zialpartner, Bildungsorganisationen und zeit­tionale Arbeit aus, und auch zahlreiche an­ • Überprüfung der Wirksamkeit von ak­
trags der Bildung zur Wirtschaft. Die Stra­ weilig eingesetzte Task Forces oder Plattfor­dere Organisationen und Ministerien inves­ tuellen Ausbildungsinstrumenten.
tegie verfolgt drei Schlüsselziele: men zum Beispiel für Jugendarbeitslosigkeit, tieren in diesen Bereich. Die Regierung wird
sozialen Zusammenhalt und Innovation. Die nun mit allen zentralen Bildungsakteuren zu­• Kinder und Erwachsene durch die curri­ Grundprinzipien
kürzlich eingesetzte Task Force für lebens­sammenarbeiten, um diese Ausgaben zu cular verankerte Förderung eines weltum­ Für die Umsetzung der Strategie für lebens­
langes Lernen hat den Auftrag, all diese Ak­bündeln und die Strategie in einen detail­spannenden Bürgersinns auf ein Leben in langes Lernen setzt die Regierung auf eini­
teure zusammenzubringen, um lebenslan­lierten Plan für die Veränderungen und das der globalen Gesellschaft und ein Arbeiten ge wenige Grundprinzipien:
ges Lernen Wirklichkeit werden zu lassen. Angebot der Zukunft zu entwickeln. Die Stra­in einer globalen Wirtschaft vorzubereiten; • Vorrangiges Prinzip ist die Mobilisierung
tegie versteht sich nicht als neuer Anforde­für alle Schulen über ein globales Internet- Die Regierung will mit folgenden kon­ des Einzelnen;
rungskatalog für Schulen, Colleges und Uni­Gateway eine Partnerschule in Übersee fin­ kreten Aktivitäten in den kommenden Jah­ • spezielle Zielgruppen erhalten eine be­
versitäten, sondern strebt vielmehr einen den; Umsetzung der nationalen Sprachstra­ ren zum lebenslangen Lernen beitragen: sondere Aufmerksamkeit (zum Beispiel Ju­
Wandel an, der allen Schülern und Studen­tegie, damit alle Kinder in der Schlüsselstu­ gendarbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit, so­• Unterstützung einer Task Force für le­
ten innerhalb bestehender Strukturen und fe 2 (') Sprachen lernen; Förderung besserer benslanges Lernen; Einrichtung im Februar ziale Integration, Bildung für Unterqualifi­
Programme zugute kommt. Möglichkeiten für Studien- und Arbeitsauf­ zierte, Innovation und regionale Partner­2005, zunächst für zwei Jahre (2005/2006);
enthalte im Ausland während der Hochschul- schaften); • Entwicklung und Einführung eines On­
und Weiterbildung; und Bemühungen inner­ line-,, Marktplatzes" für Bildung und Ausbil­ • Unterstützung für Initiativen aus der Ba­
halb von Europa um eine bessere Vergleich­ dung; sis; die Weiterbildung und Schulung von Be­
barkeit von Qualifikationen; schäftigten Arbeitslosen bleibt eine zentra­• verstärkte Anerkennung und Anrechnung
• internationale Partnerschaften einzuge­ früher erworbener Kenntnisse; le Aufgabe der Sozialpartner. Die Regierung (') Internationale Strategie für Bildung, Qualifikationen und
Dienstleistungen für Kinder, veröffentlicht im November 2004 auf der sieht ihre Aufgabe in erster Linie darin, die hen, um gemeinsame Bildungsziele zu er­ • Einführung eines „Lernanspruchsystems"
Website des Bildungsministeriums: http://www.dfes.gov.uk/
reichen, zum Beispiel durch eine Zu­ Bürger in der Erstausbildung optimal auf den sowie auf der TeacherNet Website: in der höheren Bildung;
http://publications.teachernet.gov.uk/default.aspx?PageFunction= Arbeitsmarkt und ein lebenslanges Lernen sammenarbeit mit EU-Partnern, damit die • Fortführung des Experiments mit indi­
productdetails&PageMode=publications&Productld=DFES-1077-2004&
EU zum weltweit wettbewerbsfähigsten und vorzubereiten; viduellen Lernkonten (Individual Learning
Weitere Informationen:
dynamischsten wissensbasierten Wirt­ Account, ILA), allerdings verstärkt mit dem • Ausrichtung der Politik an den Zielen von
Public Enquiries: Tel. (44) 870 000 2288 oder info@dfes.gsi.gov.uk schaftsraum wird; Know-how und Ressourcen Ziel, die Wirksamkeit dieses Instruments bei Lissabon sowie Zusammenarbeit in der Hoch­
zu teilen, um zu einer Verbesserung des Bil­ schlecht ausgebildeten Menschen zu mes­ schulbildung (Bologna-Prozess) und in der Quelle: QCA
dungs- und Dienstleistungsangebots für Kin­ sen. Das Experiment soll vom Sozialminis­ europäischen Wirtschafts- und Sozialpoli­
(') Schlüsselstufen des nationalen Lehrplans:
der in den Entwicklungsländern, insbeson­ terium überwacht werden; tik (sozialer Zusammenhalt und Arbeitsmarkt).
Schlüsselstufe 1 - Altersgruppe 5 bis 7
dere in Afrika, beizutragen; e 2 -e 7 bis 11 • Erforschung der Möglichkeiten für die
Schlüsselstufe 3 - Altersgruppe 11 bis 14 Weitere Informationen: www.minocw.nl
• Maximierung des Beitrags des Bildungs, Entwicklung und Anrechnung von Schlüs­e 4 -e 14 bis 16
Die Schüler sollen am Ende jeder Schlüsselstufe nationale Prüfungen selkompetenzen wie innovative und unter­ Quelle: Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft / CIN0P Ausbildungs- und Hochschulsektors zu Außen­
ablegen und von Lehrern beurteilt werden.
ITALIEN
eine Standortbestimmung Die Ziele von Lissabon:
Nach der Bildungs- und Arbeitsmarktreform sehe Schulen (-7,3 % über die letzten zehn Ausbildungsnachfrage bei Arbeitern sowie
von 2003 wurde das Berufsbildungssystem Jahre) entschieden; und als Resultat der die Erschließung neuer Ressourcen wie die
im vergangenen Jahr deutlichen Verände­ Reform, in der acht neue Typen des Gym­ branchenübergreifenden Fonds für Weiter­
rungen unterzogen. Erstes sichtbares Zeichen nasiums vorgesehen sind, gibt es mehr aus­ bildung. Nach wie vor schwierig erweist sich
ländische Schüler (insgesamt 3 %), insbe­dieses Reformprozesses ist die Integration die Förderung des lebenslangen Lernens durch
und Rationalisierung der Systeme. sondere im Norden. Tarifvereinbarungen der Sozialpartner.
In seinem letzten, im November vergan­ Die quantitative und qualitative Entwick­
genen Jahres veröffentlichten Bericht analy­ lung des Ausbildungsangebots und der wach­ Weitere Informationen:
www.isfol.it siert und beschreibt das ISFOL die Ist-Situa­ sende Ausbildungsbedarf haben es dem ita­
www.welfare.gov.it
tion sowie die noch notwendigen Maß­ lienischen System nicht erlaubt, die Lücke zu www.censis.it
nahmen: Einführung von Wohlfahrtsinstru­ den anderen am besten entwickelten euro­
Quelle: ISFOL/Alessandra Pedone
menten, Start der borsa del lavoro (Be­ päischen Staaten zu schließen, um bis En­
schäftigungsbörse), Einbindung von Be­ de 2010 die Ziele von Lissabon zu erreichen.
darfsanalysewerkzeugen auf regionaler Ebe­ Am schwierigsten zu erreichen sind hierbei
ne, Umsetzung eines Beratungssystems und die 12,5 % Beteiligung von Erwachsenen am
Sicherung der Qualität von Beschäftigungs­ lebenslangen Lernen. Beim gegenwärtigen
und Ausbildungsdiensten. Stand von 4,6 % (eine Million Erwachsene)
bedeutet dies eine Ausweitung der Beteili­Die Analyse der Aus- und Weiterbil­
gung auf rund drei Millionen Erwachsene. dungssysteme weist für das vergangene Jahr
signifikante Entwicklungsmerkmale aus, dar­ Vorgesehen sind hierzu weitere Anstren­
gungen zur Entwicklung von Beratungsiniti­unter insbesondere eine steigende Zahl
ativen für alle Bürger (insbesondere gering von Absolventen, einen beständigen Rück­
gang der Studienabbrecherquote sowie ei­ Qualifizierte und von Ausgrenzung Bedroh­
te), eine Aufstockung der finanziellen Mittel, ne Zunahme der Kurse, Ressourcen und Teil­
die Anwendung neuer Zertifizierungsmodelle nehmer in der beruflichen Bildung. 7 Weitere relevante Daten über die höhe­ und neuer Werkzeuge zur Unterstützung von
Lernprozessen. re Bildung liefert der Censis-Bericht über die
Positive Trends für das Erreichen der Vor­soziale Lage in Italien: so haben sich mehr
Schüler für licei (Gymnasien) als für techni- gaben von Lissabon sind eine wachsende
cedefop info 1/2005 Bildungspolitik m
BELEIEN
Strategieabkommen für die Bildung
zen innerhalb des regulären Zeitrahmens Schul­ und Ausbildungszweigs künftig eine Gemeinsame Erklärung der Regierung re im Bildungssystem als auch die walloni­
erwerben kann; positive Entscheidung darstellen. der französischen Gemeinschaft, der Ver­ schen und Brüsseler Sozialpartner einbezo­
Um diese Ziele zu erreichen, um die Qua­ • keine Generation soll geopfert werden: treterorganisationen der Akteure im Bil­ gen sind.
lität und Gerechtigkeit des Bildungssystems In den letzten beiden Klassen der Sekun­dungsbereich und der Sozialpartner Die gemeinsame Erklärung analysiert die
zu erhöhen und um es effizienter zu orga­ darstufe sind unverzüglich Maßnahmen zu Situation im Bildungswesen, steckt die anvi­
nisieren, haben die Unterzeichner gemein­ ergreifen, um den Schülerinnen und Schü­Bildung stellt ein Schlüsselthema dar, denn sierten Ziele ab und legt den Rahmen fest,
sam drei prioritäre Bereiche festgelegt, auf lern dieser Klassen die bestmöglichen Chan­sie ist sowohl heute als auch in Zukunft von in dem das Strategieabkommen für die Bil­
denen das Strategieabkommen für die Bil­ cen auf ein selbstständiges Leben und sozi­erheblicher Bedeutung für die kulturelle, so­ dung erstellt und umgesetzt werden muss.
dung aufbauen wird. ale Eingliederung zu bieten. ziale, ökonomische und demokratische Ent­ Das Ergebnis der Analyse ist eindeutig:
wicklung der Gesellschaft. Eine qualitativ Die Unterzeichner weisen darauf hin, dass 1. Eine Strategie zur Qualitätsverbes­ Damit dieses Projekt gelingt, muss es von
hochwertige Bildung ist unabdingbare Vor­ das Bildungswesen sich in einem Gesamt­ serung, die auf zwei Säulen ruht: allen gemeinsam getragen werden. Die Or­
aussetzung für nachhaltige Entwicklung. umfeld entwickelt, das erhebliche Auswir­ • Neuausrichtung des Unterrichts auf das ganisation der Bildung muss genau geregelt
kungen auf seine Funktionsbedingungen Basiswissen; werden, alle betroffenen Akteure müssen Am 29. November 2004 haben die Re­
hat. Die Bildung muss vorrangig Herausfor­ • Wiederaufwertung der Unterrichts zur Verantwortung übernehmen und jede Maß­gierung der französischen Gemeinschaft, die
derungen bewältigen wie die allgemeine Verbesserung der Grundkenntnisse und ­fer­ nahme muss evaluiert werden. Akteure im Bildungsbereich und die Sozial­
Anhebung des Leistungsniveaus und den tigkeiten. Die Unterzeichner haben außerdem einen partner eine gemeinsame Erklärung unter­
Kampf gegen Segregation, Ausgrenzung 2. Ein Programm zur Bekämpfung der Arbeitsrahmen festgelegt ­ ständige gegen­zeichnet 0), die die Zielsetzungen und Prio­
und Schulversagen. mangelnden Chancengleichheit im Bil­ seitige Abstimmung ­ und einen Terminplan ritäten des Strategieabkommens für die Bil­
dungswesen. erstellt. Das Strategieabkommen für die dung festlegt. Das Strategieabkommen lehnt eine allge­
Bildung wird Fristen für die Durchführung je­Die gemeinsame Erklärung bindet die Ak­ meine Absenkung des Anforderungsniveaus 3. Ein Plan zur Modernisierung der Or­
der Maßnahme setzen und die zu planen­teure im Bildungsbereich und die Sozialpartner entschieden ab. Er soll allen Schülern ein ho­ ganisation des Bildungssystems.
den Übergangslösungen festlegen. Die Ein­in ein kollektives, ehrgeiziges Projekt ein: kol­ hes Bildungsniveau vermitteln und sicher­ Diese prioritären Bereiche basieren auf
haltung dieser Fristen wird halbjährlich von lektiv, weil die für die Schule geplanten Pro­ stellen, dass möglichst viele von ihnen einen zwei Grundsätzen:
einem Strategieausschuss bewertet werden, jekte nicht allein den Lehrern überantwortet Abschluss erwerben können. Alle Schüler sol­ • Das Problem soll an der Wurzel gepackt
der sich aus den Unterzeichnern zu­werden können; ehrgeizig, weil die Ziele, die len einbezogen werden, wobei r mit werden: Das Strategieabkommen für die
sammensetzt. sich die Unterzeichner gesetzt haben, die Lernschwierigkeiten besonders gefördert wer­ Bildung sieht einen Zeitraum von acht Jah­
Mobilisierung aller Akteure in ihrem jeweili­ den sollen, damit sie sich die geforderten ren ­ von 2005 bis 2013 ­ vor, um die not­
gen Verantwortungsbereich erfordern. Dem­ Kompetenzprofile innerhalb des regulären wendigen Korrekturen vorzunehmen, da­
(') http://www.agers.cfwb.be/prof/index.asp entsprechend findet zum ersten Mal eine Zeitrahmens aneignen können. In allen Schu­ mit jedem Schüler das geforderte Kompe­
sehr breit angelegte Diskussion über das Bil­ len soll eine heterogene Schülerpopulation tenzprofil vermittelt werden und er die
Quelle: FOREM ­ Abteilung für internationale Beziehungen
dungswesen statt, in die sowohl die Akteu­ gefördert werden. Zudem soll die Wahl des bei Schulabschluss geforderten Kompeten­ (Département des Relations Internationales) (sigrid.dieu@forem.be)
5 PAN IEN VEREINIETE5 KDNIEREIEH
Landesweite Bildungsdebatte Schulreform Altersgruppe 14­19
Die Regierung hat sich vorgenommen, das derzei­ bindungen bzw. geregelte Übergänge zwischen ih­ Abschlussbericht veröffentlicht
tige Bildungssystem einer Überprüfung zu unterzie­ nen ab.
Um den Sorgen der Arbeitgeber schlagenen Änderungen geäußert. hen. Zu diesem Zweck stößt das Ministerium für Bil­ Den Schwerpunkt des fünften Blocks bilden die Ver­
hinsichtlich der Grundbildungs­ „Der Vorschlag, mehr auf Beschäf­dung und Wissenschaft zurzeit eine breit angelegte mittlung von Werten und die staatsbürgerliche Erzie­
standards gerecht zu werden, wur­ tigungsfähigkeit ausgerichtete Ler­Diskussion über die notwendigen Reformen an, um hung. Die Vorschläge zielen darauf ab, bei jungen Men­
den radikale Änderungen des Bil­ ninhalte einzuführen, ist ein wichti­zu einem Konsens in dieser Frage zu gelangen. Die schen ein Bewusstsein für demokratische Werte und
dungssystems auf den Weg ge­ ger Schritt vorwärts", so V Gill, Diskussion soll als Grundlage für die Ausarbeitung ei­ für die EU­Bürgerschaft zu wecken. In diesem Abschnitt
bracht. Der Abschlussbericht zur Bil­ Beraterin beim CIPD für Lernen, Aus­nes Gesetzesentwurfs dienen, den die Regierung dem des Diskussionspapiers wird auch erörtert, wie der Re­
dung der 14­ bis 19­Jährigen, er­ bildung und Entwicklung. Parlament vorlegen wird. ligionsunterricht im Rahmen der spanischen Verfas­
stellt von einer Arbeitsgruppe der Die Vereinigung der britischen Zur Erleichterung dieser Diskussion und zur Si­ sung und der Abkommen, die der Staat mit den ver­
Regierung unter dem Vorsitz von Industrie (CBI) hat jedoch gesagt, cherstellung eines geregelten Verlaufs hat das Minis­ schiedenen Religionsgemeinschaften geschlossen hat,
Mike Tomlinson (siehe Cedefop In­ dass die Regierung die Wirtschaft terium ein Papier mit dem Titel „Qualitativ hochwer­ erteilt werden sollte.
fo 1/2004), wurde im Oktober 2004 davon überzeugen müsse, dass al­tige Bildung für alle und mit allen ­ Diskussionsvor­ Der sechste Block analysiert die neuen Anforde­
veröffentlicht. le Ziele erreichbar sind. „Die Wirt­schläge" (Una educación de calidad para todos y ent­ rungen an die Lehrkräfte, denn diese sind ein we­
Der Bildungsminister hat mitge­ schaft ist noch nicht davon über­re todos. Propuestas para el debate) vorbereitet, das sentlicher Faktor für die Qualität von Bildung, was
teilt, dass die Regierung die vorge­ zeugt, dass die lebensnotwendigen sich in sieben verschiedene Blöcke gliedert. in allen internationalen Studien bestätigt und auch in
legten Vorschläge begrüße, und hat Verbesserungen der Grund­ und den spanischen Bildungsgesetzen anerkannt wird. Die Der erste Block enthält allgemeine Überlegungen
für 2005 die Veröffentlichung eines Schlüsselkompetenzen gleichzeitig soziale Anerkennung der Lehrkräfte und die ange­zur Qualität von Bildung und zur Chancengleichheit.
Weißbuchs zur Curriculareform für mit einer radikalen Reform der Qua­messene Wertschätzung der komplexen und überaus Es wird die Frage gestellt, was die Gesellschaft, Fa­
die 14­ bis 19­Jährigen angekün­ lifikationen in Richtung Einheitsab­wichtigen Aufgaben, die sie erfüllen, sind von grund­milien, Schüler und Lehrer gemeinsam unternehmen
digt und diese hierbei als die „größ­ schluss erreicht werden können. [...] legender Wichtigkeit. müssen, um zu gewährleisten, dass sich die Wahr­
te Einzelreform der Qualifikationen" Es ist ermutigend, dass Tomlinson
nehmung des allgemeinen Rechts auf Bildung in Bil­ Im siebten Block wird nach der Beteiligung der Bil­
bezeichnet. eine neue Qualifikation in den Grund­
dungsvorteilen für alle niederschlägt. Außerdem sol­ dungsfachleute am gesamtgesellschaftlichen Bil­
fertigkeiten sowie praxisnahe be­In seinem Bericht schlägt Tomlin­len die bildungspolitischen Ziele Spaniens den Zielen dungsauftrag und ihrer diesbezüglichen Mitverant­
rufliche Qualifikationen vorschlägt", son die Einführung eines vierstufi­angenähert werden, die sich die Europäische Union wortung gefragt. Unter dem Gesichtspunkt der An­
so John Cridland, Stellvertretender gen Systems von miteinander ver­für das Jahr 2010 gesteckt hat. forderungen an das öffentliche Bildungsangebot wird
Generaldirektor der CBI. knüpften Abschlüssen vor, bei dem Im zweiten Block sind die Vorschläge zusammen­ auf Fragen der Leitung, der Unabhängigkeit und
integrierte berufliche Qualifikatio­ Als Reaktion auf den Tomlinson­gefasst, die darauf abzielen, Vorschulerziehung und der Bewertung von Bildungszentren als Orte des ge­
nen die bisherigen Α­Levels GCSE­ Bericht hat das Institute of Directors Primarunterricht zu stärken und diesen Bildungsstu­ sellschaftlichen Miteinanders und der Sozialisierung
Abschlüsse ersetzen sollen. Dies wur­ (loD) statt einer massiven Umkrem­fen eine eigene Prägung zu geben. eingegangen.
de vom Minister allerdings nicht be­ pelung der Abschlüsse Verbesse­Der dritte Block ist dem Teil der Sekundarstufe ge­ Nachstehender Zeitplan wurde aufgestellt:
stätigt. Abgelehnt wurde zudem of­ rungen der bestehenden Strukturen widmet, der unter die Schulpflicht fällt (educación se­ • Diskussion des Papiers: September­Dezember 2004;
fenbar auch der Vorschlag der Ar­ gefordert, um für bessere Qualifi­cundaria obligatoria). Die diesbezüglichen Vorschlä­ • Vorstellung der Diskussionsergebnisse, Formulie­
beitsgruppe, die externe Beurteilung kationen der Schulabgänger zu sor­ge zielen darauf ab, wie der Verschiedenartigkeit der rung der Reformvorschläge und Ausarbeitung des Ge­
nach dem 16. Lebensjahr zu strei­ gen. Hierzu Richard Wilson, Leiter Schüler Rechnung zu tragen ist und die schulischen setzesentwurfs: Januar­Februar 2005;
chen, um Schüler und Lehrer von des Bereichs Wirtschaftspolitik: „[...] Bildungswege dieser Vielfalt anzupassen sind, wobei • Parlamentsdebatte und Verabschiedung des Ge­
überflüssiger Arbeit zu entlasten. 48 % der Mitglieder des loD haben besonderer Wert darauf gelegt wird, dass keiner der setzes: bis Beginn des Schuljahres 2005/06;
unlängst in einer Umfrage angege­Bei der Vorstellung seines Berichts Bildungsgänge als Einbahnstraße angelegt ist oder zu • Ausarbeitung der Vorschriften durch die verschie­
ben, dass in ihren Organisationen sagte Tomlinson, dass eine voll­Ausgrenzung führt. denen Bildungsbehörden: Schuljahr 2005/06;
bei jüngeren Angestellten grundle­ständige Übernahme seiner Pläne Dem frühzeitigen Fremdsprachenunterricht und • Beginn der Umsetzung der Reformen: Schuljahr
gende Defizite bei der Rechen­ und wirksamer sein würde als ein ge­Umgang mit den Informations­ und Kommunika­ 2006/07.
Lesefähigkeit festgestellt wurden." zieltes „Picken von Rosinen" aus tionstechnologien wird im vierten Block besondere Das genannte Diskussionspapier ist unter der Adres­
einzelnen Aspekten des Berichts. Aufmerksamkeit gewidmet. Ferner wird die Bil­ se http://debateeducativo.mec.es ins Internet gestellt
Weitere Information zum Tomlison­Bericht und seine In dem Bericht wird auch vorge­dungsstufe nach Beendigung der Schulpflicht be­ worden und soll Lehrkräfte, Bildungseinrichtungen, Arbeitsgruppe über die Schulreform In der Altergruppe
schlagen, Rechnen/Mathematik, handelt. Schließlich enthält dieser Block Vorschläge 14­19 siehe unter: http://www.14­19reform.gov.uk/ Schüler und ihre Familien, die Sozialpartner sowie al­
Der Abschlussbericht wurde im Oktober 2004 Kommunikation und Informatik zu für die Reifeprüfung (bachillerato), die Berufsbildung le interessierten Bürger zur Teilnahme an der Dis­
veröffentlicht. Eine kostenlose Kopie des Dokuments gibt Pflichtfächern zu machen. und den Zugang zur Universität, die darauf abzielen, kussion ermuntern. es unter: DfES Publications, PO Box 5050, Annesley,
Das Institut für Personal und Ent­diese Etappen und Bildungsgänge den Anforderun­ Nottinghamshire,NG15 ODJ, Tel. (44) 845 602 2260,
E­Mail: dfes®prolog.uk.com wicklung CIPD (Chartered Institute gen der Wissensgesellschaft anzupassen. Diese Vor­
Auszüge aus: 14­19 Reform Final Report ­ DfE­0976­of Personnel and Development) hat schlägen zählen im Wesentlichen auf eine flexible Or­
2004
seine Unterstützung für die vorge­ganisation der genannten Bereiche und bessere Ver­ Quelle: Servicio Público de Empleo Estatal, INEM (Nationales Institut für Beschäftigung) Quelle: QCA Ausgewählte Publikationen
Nachstehend finden Sie eine Auswahl von aktuellen Dokumenten, die in jüngster Zeit zum Thema Berufsbildung erschienen sind. Diese Auswahl wurde vom Bibliotheks­ und Doku­
mentationsdienst des Cedefop (Anne Waniart ­ E­Mail: anw@cedefop.eu.int) zusammengestellt.
Überprüfung der Kopenhagener Erklärung ISBN 2­87116­370­7 Europäische Union Report on matters arising from the applica­
vom 30. November 2002 http://www. eurydice. org/ tion of the Bologne agreements / Jean­Paul
Unter der folgenden Adresse können Sie EU­Ver­ Brüssel: Europäische Kommission, 2004 ­ 7 S. DocumentslKDICTIenlFrameSet.htm Scalabre
öffentlichungeneinsehen und herunterladen. http://europa, eu. int/comm/education/news/ip/docs/ h ttpJlwww. eurydice. org/ Architects Council of Europe ­ ACE. Education
Druckveröffentlichungen sind bei den nationa­ maastricht_com_de.pdf DocumentslKDICTIfrlFrameSet.htm and Research Task Force
len Vertriebsbüros des Amtes für amtliche Ver­ Brüssel: ACE, 2004 ­ 2 S.
öffentlichungen der Europäischen Gemeinschaften Identifying examples of good practice re­ h ftp://www. ace­cae. org/Public/fs
erhältlich: Andere europäische garding Early Stage Researchers' (ESR) mo­ PublicNetwork_EN.html
http:llpublications.eu.intJotherslsales_agents_de.html bility through a web­based survey / Toni Ga­Einrichtungen
baldon International
Die Herausforderung annehmen: die Lissa­ Distance learning and eLearning in Europe­ The council for postgraduate Students and ju­
bon­Strategie für Wachstum und Beschäfti­ an policy and practice: the vision and the re­ nior researchers in Europe ­ Eurodoc Controlled vocabularies for learning object
gung Bericht der Hochrangigen Sachver­ ality. Policy paper [s.l.]: Eurodoc, 2004 ­ 8 S. metadata: typology, impact analysis, guide­
ständigengruppe unter Vorsitz von Wim Kok European ODL Liaison Committee http://www. eurodoc.net/work lines and a web based vocabularies registry
Luxemburg: EUR­OP, 2004. ­ 61 S. Budapest: EDEN, 2004­6 S. groupslmobilltylsurvey_report.pdf Brüssel: CEN, 2004
ISBN 92­894­7053­4 http://www. odl­liaison. org/ http://libserver.cedefop.eu.int/
httpJllibserver. cedefop. eu. int/vetelib/eu/pub/ pages.php?PN=policy­paper_2004 Quality in European e­learning: designing vetelibleuorglcenl2004_0002_en.pdf
commisslonldgesal2004_0021_de.pdf tools and frameworks for tomorrows qua­
Integrating immigrant children into schools lity development. Workshop Online Educa Berlin 2004: post conference
Fundamentals of a common quality assu­ in Europe European Quality Observatory report
rance framework (CQAF) for VET in Europe Bildungsinformationsnetz in Europa ­ Essen: EQO, 2004 ­ 37 S. Berlin: ICWE GmbH, 2005­12 S.
/ Fernanda Oliveira Reis EURYDICE http://libserver. cedefop. eu. int/ http://www. online­educa.com
European Commission. Directorate General for Brüssel: Eurydice, 2004 ­ 100 S. vetelibleuorglEQO_2004_0001_en.pdf lpdflpost_conference_report_2004.pdf
Education and Culture ISBN 2­87116­376­6
Technical Working Group Quality in VET ­ TG3. http://libserver. cedefop. eu. int/ On the move: sharing experience on the Bo­ Vocational education / Christopher Winch,
Brüssel: Europäische Kommission, 2004 vetellb/eu/pub/eurydice/2004_ 0003_en.pdf logna process in the arts Lorraine Foreman­Peck
http://libserver.cedefop.eu.int/vetelib/eu/pub/ The European League of Institutes of the In: Policy futures in education, Bd. 2, Nr. 1, 2004,
commission/dgeac/2004_001 l_en.doc Key Data on Information and Communica­ Arts ­ ELIA S. 1­158
tion Technology in Schools in Europe Brüssel: EUA, 2004 ­ 41 S. Oxford: Symposium Journals, 2004
Kommunique von Maastricht zu den künf­ Bildungsinformationsnetz in a ­ EU­ http://www.elia­artschools.org/ ISSN 1478­2103
tigen Prioritäten der verstärkten europäi­ RYDICE elimages/pub/arch/On_the_Move.pdf http://www.wwwords.co.uk/pfiel
schen Zusammenarbeit in der Berufsbildung: Brüssel: Eurydice, 2004 ­ 84 S.
Berufsbildung E
SLOWAKEI VEREINIETES KÜNIBREIEH
Die beruflichen Sekundärschulen wollen nicht zur B­Liga Betriebliche Bildung
gehören für alle
Ein vom Bildungsministerium (') kürzlich erlassenes Dekret Lehrer befürchten, dass in der Praxis nicht der erreichte Pro­ Das Bildungsministerium hat eine Beratungs­ und Orien­
hat unter Pädagogen lebhafte Diskussionen ausgelöst. Es zentsatz, sondern die erzielten Punkte als Anhaltspunkt für tierungshilfe herausgebracht, die es Schulen ermöglichen
bildet den rechtlichen Rahmen für ein neues Modell für die Qualität genommen werden, obwohl die Reform das soll, jungen Menschen wirtschaftliche Fertigkeiten wie In­
die Sekundarschulabschlussprüfungen (maturità), das ab nicht beabsichtigt. In der Slowakei steht eine leidenschaft­ novation, Kreativität, Risikomanagement und unternehme­
dem Schuljahr 2004/05 gelten soll. Ziel dieses Modells liche Debatte über die Erfahrungen dieser Reform bevor, risches Verständnis zu vermitteln. Diese Orientierung stützt
sind Zeugnisse, die für alle Schülerinnen und Schüler, Eltern, wobei das Für und Wider von norm­ und kriterienreferen­ sich auf den Beitrag von 700 Schulen, die an wegweisen­
Arbeitgeber und Anbieter weiterführender Bildungsgänge zierten Prüfungen ein wesentliches Thema sein wird. den Projekten teilgenommen haben, und wird die Schulen
­ in erster Linie Hochschulen ­ valide, landesweit vergleich­ Die zweite heftig diskutierte Neuerung ist die Einführung beim Aufbau eines Angebots für betriebliche Bildung unter­
bare Informationen bieten. Die früheren schulinternen Prü­ von unterschiedlichen Anspruchsniveaus, nämlich A und Β stützen. Sie ist Teil einer breiteren Strategie für betriebli­
fungen, bei denen die Lehrkräfte gleichzeitig Pädagogen (bei Fremdsprachen außerdem C), für die Prüfung. Die Schü­ che Bildung, die folgende Punkte umfasst:
und Prüfer sind, wurden als unhaltbar betrachtet, weil die ler dürfen gegebenenfalls ihr Anspruchsniveau frei wählen
• 60 Mio. GBP (ca. 86,5 Mio. EUR) ab September 2005 zur Bewertung von Schule zu Schule nicht vergleichbar war, was und dadurch ein Statement zu ihrem erworbenen Wissen
Finanzierung und Unterstützung eines neuen Schwerpunkts zu einer Aufweichung der Qualitätsstandards geführt hat. und Kompetenzen abgeben. Beispielsweise stellt das An­
betriebliche Bildung, angekündigt im Zuge der Ausgaben­spruchsniveau Β die Gesamtheit der Anforderungen zu Wis­Zu den wichtigsten Veränderungen gehören eine zwei­
überprüfung 2002; teilige Abschlussprüfung, bestehend aus einer internen und sen und Kompetenzen von Schülern dar, die im Rahmen der
Lehrpläne (d. h. der zentral festgelegten Merkmale des je­ • wie in den Schulreformen des vergangenen Jahres für einer externen Komponente, und Prüfungsausschüssen auf
die Altersgruppe 14­19 festgelegt, wird ein Anspruch auf drei Ebenen (zentral/landesweit, schulintern, fächerbezo­ weiligen Fachs) und der Zielanforderungen (die im Dekret
formuliert und durch den Katalog der Zielanforderungen betriebliche Bildung ab September 2005 allen Schülern der gen). Die interne Komponente folgt dem Modell der her­
Schlüsselstufe 4 (') einen fünftägigen Kurs oder ein ent­kömmlichen schulinternen Prüfung, enthält aber einen neu­ durch die Lehrplanbehörden operationalisiert werden) als
Basisniveau eingeordnet wird. Tatsächlich wurde jedoch die sprechendes Praktikum zur Vermittlung von unternehmeri­en Rahmen für ihre Organisation und Inhalte. Die Prü­
schen Fertigkeiten ermöglichen; fungsthemen werden von den Fachkommissionen anhand Bestimmung des Anspruchniveaus in bestimmten Fächern
anhand der Wochenstundenzahl des Fachs im Lehrplan vor­von im Anhang des Dekrets aufgeführten Wissens­ und Kom­ • betriebliche Berater, finanziert vom LSC (Learning and
petenzanforderungen sowie spezifizierten Merkmalen aus­ genommen, d. h. Fächern mit geringer Wochenstundenzahl Skills Council), die bereits an fast 1000 Sekundärschulen
wurde unabhängig von der Kompetenz des einzelnen Schü­gearbeitet. in stark benachteiligten Gegenden mit den Klassenlehrern
lers das Anspruchsniveau Β zugewiesen. Als Prüfungsnive­ zusammenarbeiten, um Lehrern und Schülern unterneh­In den berufsbildenden Schulen kann nun ein/e Vertre­
au an berufsbildenden Schulen wurde automatisch An­ merische Fertigkeiten näher zu bringen. ter/in der Berufskammer ständiges Mitglied des Prüfungs­
spruchsniveau Β vorgegeben, überraschenderweise auch in ausschusses werden, vorausgesetzt er oder sie erfüllt die ein­
(') Für die Schlüsselstufen siehe Artikel auf Seite 7.
den beiden beruflichen Prüfungsteilen bzw. ­fächern. schlägigen beruflichen Voraussetzungen. Ein/e weitere/r Ver­
Weitere Informationen. treter/in aus der Praxis, könnte aktives Mitglied des Aus­ Die Frustration, die sich an den berufsbildenden Schulen
http://www teachemet.gov.uk/teachingandlearning/Utol9.'«.rfe­reTy'seäO­Cätcr, ^ica­re
schusses werden, allerdings ohne Mitspracherecht bei der wegen Abschlussprüfungsfächern breit macht, die als „B"
Bewertung. eingeordnet werden, hätte verhindert werden können.
Die Niveaus A und Β können im Englischen als Abkürzung Die Schülerinnen und Schüler können aus insgesamt 36
für Advanced und Basic ausgelegt werden, in der slowaki­Fächern wählen. In den berufsbildenden Schulen sind die
schen Sprache ist dies aber nicht zwingend. Wenn man an­slowakische Sprache und Literatur und die theoretischen
dere Buchstaben benutzt hätte, wäre diese Frustration und praktischen Teile der Berufsprüfung obligatorisch. Je
vermeidbar gewesen. In einem sportbegeisterten Land wie nach Fachrichtung kann der theoretische Teil bis zu 25 The­
der Slowakei bedeutet „B" immer eine niedrigere Liga. Das men und der praktische Teil bis zu 15 Themen umfassen. An
ist aber definitiv nicht bei allen berufsbildenden Schulen der Schulen mit Unterrichtssprache Ungarisch oder Ukrainisch
Fall. B­Absolventen können ausgezeichnete Schüler und erst­müssen die Schüler außerdem in der jeweiligen Sprache ge­
klassige Fachleute sein. „Kein B­Kandidat sein" ist der Slo­prüft werden. Alle Schüler haben das Recht, sich auf Wunsch
gan des Jahres 2005 für Absolventen der berufsbildenden in zwei weiteren Fächern prüfen zu lassen. Eines dieser bei­
Schulen in der Slowakei. den Fächer muss eine Fremdsprache sein.
Die neue externe Komponente (derzeit nur für die Fächer
0 Nr. 510/2004 Coll., verabschiedet im August 2004.
Mathematik, Englisch und Deutsch) basiert auf standardi­
sierten Tests. Das ist die Innovation, bezüglich der die größ­ Weitere Informationen:
Vladimir.Repas@statpedu.sk te Kontroverse besteht, vor allem aufgrund der hohen An­
http://www.statpedu.sk/
sprüche, denen sehr schwache Leistungen bei Probetests im
Vorlauf gegenüberstehen. Sowohl die Schüler als auch die Quelle: Juraj Vantuch, sno@netax sk
rpHpfnninfn i/9nrm Erstausbildung E
T5EHEEHI5EHE REPUBLIK
Neues Schulgesetz: Das Schlüsselwort heißt Unabhängigkeit
bietet Raum für autonome Entscheidungen, sen und an den Abschlussprüfungen ande­ für die Gestaltung der Arbeitsumgebung der Anfang 2005 ist ein neues Schulgesetz (1)
rer Bildungsgänge an Sekundärschulen Lehrer sorgen und über den Gebrauch öf­in Kraft getreten, durch das wesentliche den die Schulen und insbesondere die Leh­
Veränderungen im Schulbetrieb einge­ rer nutzen können. und Berufshochschulen teilnehmen dürfen. fentlicher Ressourcen entscheiden.
Kinder von Staatsangehörigen der EU-Mit­führt wurden. Ein wichtiges Merkmal der Bildung im Se- Das Gesetz zielt außerdem auf eine Ver­
kundarbereich ist die neue Definition der Bil­ besserung der Qualität der Bildung an gliedstaaten erhalten dieselben Rechte, auch
in Bezug auf die Nutzung schulischer Ein­Durch die Einführung von Referenzrah­ dungsstufen und das neue Konzept für die Berufshochschulen ab. Diese werden wie
Maturita-Prüfung am Ende des Sekundar­ die Hochschulen Studiengänge anbieten, richtungen, wie die Kinder tschechischer men und schulbasierten Lehrplänen bietet
Staatsbürger. Zudem verpflichtet das Gesetz das Gesetz mehr Spielraum für das Engage­ bereichs II. Die Prüfung wird aus zwei Teilen die vom Ministerium akkreditiert sind. In
bestehen: dem gemeinsamen Teil (der frü­ allen beruflichen Schulen sämtlicher Stu­ die Regionen, Kindern von Staatsangehöri­ment der Lehrkräfte, insbesondere bei der
gen der EU-Mitgliedstaaten mit einer lang­Auswahl und Strukturierung fachlicher In­ her als „staatlich" bezeichnet wurde) und fen (Grundbildung, Sekundarbereich und
dem „Profil"-Teil. Die neue Maturita-Prüfung Hochschulbereich) werden unabhängig von fristigen Aufenthaltserlaubnis kostenlose Kur­halte sowie hinsichtlich der Entscheidung für
se in tschechischer Sprache anzubieten bestimmte methodische Ansätze. In den vom wird erstmals im Schuljahr 2007/08 abge­ der Trägerschaft Schulausschüsse einge­
nommen. richtet. Ein Schulausschuss sollte ein un­ und das Erlernen ihrer Muttersprache und Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Herkunftskultur zu fördern. aufgestellten Referenzrahmen werden die abhängiges Gremium sein, das die Betei­Um die Durchlässigkeit des Bildungswe­
ligung der Eltern, erwachsener Schüler, des obligatorischen Inhalte und Ziele der Bil­ sens im Rahmen des lebenslangen Lernens
Lehrkörpers und anderer Partner am Schul­dungsgänge als erforderliche gemeinsame zu erleichtern, wurden durch das Gesetz
betrieb erleichtert. Basis festgelegt. Die Schulen können dann Komponenten wie z. B. ein verkürzter Bil­
anhand des Referenzrahmens ihre eigenen dungsweg zum Sekundarbereichsabschluss Die Schulautonomie wird dadurch ge­
(') Gesetz Nr. 561/2004 zur Bildung In Vor-, Primar- und
Programme aufstellen. In einem Schulpro­ (entweder im Form einer Maturita oder ei­ fördert, dass die Schulleiter einige neue Ver­
Sekundärschulen sowie In Berufshochschulen und anderen Bereichen.
gramm kann die Schule ihre eigenen Ziele nes beruflichen Befähigungsnachweises) oder antwortungsbereiche erhalten, für deren
Weitere Informationen:
und Pläne einbringen und ihr Bildungsan­ auch postsekundare Spezialisierungskurse Wahrnehmung sie über entsprechende In­
Alena Zukersteinova
gebot an lokale Bedürfnisse und die Erwar­ eingeführt. Der Einfluss der Sozialpartner National Observatory of Employment and Training - National Training strumente verfügen müssen. Sie werden das
Fund tungen der Schüler und Schülerinnen sowie wurde gestärkt, vor allem in der beruflichen Bildungs- und Dienstleistungsangebot der
Tel. (420-224) 50 05 43, Fax (420 224) 50 05 02
ihrer Eltern anpassen. Das neue Gesetz er­ Bildung. So ist beispielsweise vorgeschrie­ Schule verwalten und für minderjährige Schü­
E-Mail: zukersteinova@nvf.cz
möglicht außerdem, dass einige Fächer an ben, dass Fachleute aus der Arbeitswelt an www.nvf.cz/observatory ler und Studierende sowie für die Entwick­
Schulen des Sekundarbereichs I und II in ei­ den Abschlussprüfungen von Berufsbil­ lung der schuleigenen Bildungsprogramme
Quelle: Abteilung Außenbeziehungen und Kommunikation des
ner Fremdsprache unterrichtet werden. Es dungsgängen ohne Maturita teilnehmen müs­ verantwortlich sein. Sie werden außerdem Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport
Berufliche Weiterbildung
E
DEUTSCHLAND
Meistertitel im Kurs gefallen
Kostspielige und zeitintensive Auf­ ren unter anderem Fliesen- und Estrichtleger will, muss viel Ausdauer mitbringen. Die zu­ falen derzeit in einem Modellprojekt der
stiegsfortbildung im Handwerk verliert sowie Behälter- und Apparatebauer. Wer sich sätzliche Lehrzeit mit je nach Fach 400 bis Handwerkskammer Düsseldorf. Der „Meis­
an Reiz. Weiterbildungsinitiative will mit einem Handwerk selbstständig machen 1000 Unterrichtsstunden kann sich zu mehr ter-Express" ist für Schulabgänger mit Abi­
gegensteuern. will, das Gesundheits- oder Lebensgefahr als zwei Jahren summieren. Die öffentliche tur und Fachabitur gedacht, die berufliche
birgt oder aber besondere Ausbildungsleis­ Hand fördert diese Aufstiegsfortbildung seit Erstausbildung und Meisterlehrgang in dreiein­
tungen erfordert, muss grundsätzlich zwar Der Meistertitel, die Krönung beruflicher 2002 durch das sogenannte „Meister-Ba- halb Jahren und damit deutlich schneller ab­
Bildung in Deutschland, hat deutlich an Reiz weiterhin einen Meisterbrief vorweisen. In föG". Dieses Angebot in Form eines Zu­ solvieren. Bisher dauert allein die Meister­
den meisten dieser 41 zulassungspflichtigen verloren. Nach Angaben des Institutes der schusses zum Einkommen oder eines Kredi­ ausbildung nach in der Regel dreijähriger
deutschen Wirtschaft Köln wollten sich im Handwerksberufe ersetzt aber langjährige tes nutzten 2003 insgesamt 122 000 und Lehre mindestens zwei Jahre. Der „Meister
praktische Berufserfahrung in leitender Po­Jahr 2003 nur noch 125 534 Prüfungskan­ damit 97 % aller Lehrgangsteilnehmer. im Turbogang" ist Teil einer Weiterbil­
didaten Brief und Siegel auf ihr Können sition den Meisterbrief. Außerdem ist das Rund 82 % der Kandidaten kamen 2003 dungsinitiative im Handwerk, die auch in klei­
„Inhaberprinzip" gefallen. Der Inhaber eines geben lassen, ihre Zahl sank damit innerhalb neren und mittleren Betrieben mehr Be­ins Ziel. Während im Handwerk nahezu jeder
von zehn Jahren um gut 26 %. Am stärksten Unternehmens muss nicht mehr selbst Meis­ schäftigte für berufliche Weiterbildung ge­Prüfling am Ende seinen Meisterbrief in der
ging die Meisterfortbildung im Handwerk ter sein. Um einen Handwerksbetrieb grün­ winnen möchte. Tasche hatte, blieb unter den Bilanzbuchhal­
zurück. Die sich abzeichnende und Anfang den oder übernehmen zu können, genügt tern jeder Zweite auf der Strecke. Wer es
2004 gesetzlich festgeschriebene Lockerung es, einen Betriebsleiter mit Meisterbrief schafft, profitiert auf der ganzen Linie, das
der Handwerksordnung dürfte den „Kurs­ einstellen. ergab eine Umfrage des Deutschen Industrie-
verfall" des Meisterbriefes beschleunigt Zeit- und Kostenaufwand spielen eine aus­ und Handelskammertages. Er befragte in den
haben. Jahren 1997 und 2003 jeweils rund 11 000 schlaggebende Rolle bei der Entscheidung
für oder gegen eine berufliche Weiterbildung Absolventen einer Kammerprüfung. Dem­Die Gesetzesnovelle hat für 53 Handwer­
nach verbuchten sieben von zehn Befrag­ke den Meisterzwang abgeschafft, der zu­ zum Meister. Vollzeitlehrgänge verschlingen
vor den Meisterbrief zur Bedingung für die nicht selten 5000 Euro und mehr, abgese­ ten einen beruflichen Aufstieg, jeder dritte
verbesserte sich finanziell. Weitere Informationen bei den regionalen Handwerkskammern. Gründung oder Übernahme eines Hand­ hen von den Aufwendungen für Lebens­
werksbetriebes gemacht hatte. Zu den zu­ unterhalt, Reise- und Lehrmaterial. Wer sich Einen kürzeren Weg zum Handwerks­
Quelle: iwd/ibv/Presseamt der Bundesregierung/Wirtschaftsministerium
lassungsfreien Handwerksgewerben gehö­ berufsbegleitend zum Meister qualifizieren meister erkundet das Land Nordrhein-West­ NRW/SK
PDRTUBAL
Weiterbildung für Hochschulabsolventen
Das Erreichen von beschäftigungspoliti­ der hierfür vorgesehenen Mechanismen. Aus nen die Beschäfligungslage derzeit ungüns­ eine Koordinierung zwischen diesem Pro­
schen Zielen erfordert mehr als eine rein rech­ diesem Grund arbeitet die Regierung über tig ist, indem es ihnen Umschulungskurse in gramm und dem System zur Absicherung
nerische Anpassung von Angebot und Nach­ das Ministerium für Wissenschaft, Innova­ Bereichen mit besseren Beschäftigungsaus­ gegen Arbeitslosigkeit geschaffen werden.
frage auf dem Arbeitsmarkt. Gefordert ist tion und Hochschulbildung an der Entwick­ sichten eröffnet. Dieses Programm für Hoch­
vielmehr ein komplexer Ansatz unter Einbe­ lung von kurzfristigen Maßnahmen, mit de­ schulabsolventen, deren Eintritt bzw. Wieder­
ziehung verschiedener branchenspezifischer nen die Beschäftigungschancen von Akade­ eintritt in den Arbeitsmarkt sich schwierig
Politikaspekte, darunter zum Beispiel Wirt­ mikern angehoben werden sollen, um den gestaltet, fügt sich in die im nationalen Ak­
0 Verordnung Nr.71/2005 vom 25. Januar, veröffentlicht von den
schaftspolitik, Steuerpolitik, Bildung und Aus­ Kampf gegen Langzeit- und Jugendarbeits­ tionsplan vorgesehene aktive Beschäfti­
Ministerien für Wirtschaft und Arbeit, für Wissenschaft, Innovation und
bildung, Innovation und soziale Sicherung. losigkeit zu verstärken. gungspolitik ein und trägt zur Verstärkung Hochschulbildung und für soziale Sicherheit, Familie und Kinder.
In: Diário da República, I Serie B, Nr. 17, 25. Januar 2005. Die wachsende Arbeitslosenquote bei Das entsprechende Ausbildungsprogramm des qualifizierten Ausbildungsinstrumenta­
Verfügbar auf Portugiesisch: http://www.mcies.pt/docs/fichei-
Hochschulabsolventen erfordert eine rasche mit Schwerpunkt Wissenschaft, Technologie riums in Portugal bei.
ros/05700571 pdf
Anpassung von Angebot und Nachfrage auf und Innovation (POCTI) bietet Absolventen Mit den nun vorgestellten Maßnahmen (') Quelle: CID
dem Arbeitsmarkt sowie eine Flexibilisierung in jenen Bereichen Unterstützung, in de­ sollen die technischen Voraussetzungen für Fatima.hora@deep.msst.gov.pt, Claudia.arriegasQdeep.msst.gov.pt
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