Unternehmen in Europa

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Unternehmen in Vierter Bericht Europa UNTERNEHMENSPOLITIK Έά EUROPAISCHE KOMMISSION eurostat Unternehmen in LUrOpä vierter Bericht * *

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Unternehmen
in
Vierter Bericht Europa
UNTERNEHMENSPOLITIK
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EUROPAISCHE KOMMISSION eurostat Unternehmen
in
LUrOpä vierter Bericht
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UNTERNEHMENSPOLITIK * GD * m * XXIII *
EUROPÄISCHE KOMMISSION eurostat Unternehmen
in
Europa
lerter Bericht
Diese Veröffentlichung wurde erstellt durch das KMU-
Team unter der Leitung von Marie-Paule Benassi. Die
Datenverarbeitung, die statistische Analyse, das
Verfassen der einzelnen Kapitel sowie das Desktop-
Publishing wurden durchgeführt von:
Giovanni Albertone,
Marie-Agnès Bragard,
Dr. Ursula Schmidt.
Beim Korrekturlesen war Sally Hobbs behilflich.
Der Dank für Hilfe in früheren Projektphasen gilt auch
Eva Perea und Andrea Carone sowie all denen, die die
Arbeit mit hilfreichen Kommentaren und zusätzlichen
Informationen unterstützt haben.
Karten
GISCO, Eurostat.
Übersetzung
Übersetzungsdienst der Europäischen Kommission,
Luxemburg.
Eurostat und die GD XXIII danken den folgenden
Instituten, die die Daten für die ¡eweiligen Länder gelie­
fert haben:
Nationales statistische Institut (NSI - INS) s Amt für Sozialversicherung
(RVSZ - ONSS)
Dänemark Danmarks Statistics (DS)
Deutschland Institut für Mittelstandsforschung (IFM)
Bundesanstalt für Arbeit (BA)
Griechen­
land National Statistical Service of Greece
(NSSG)
Spanien Instituto Nacional de Estadística INE)
Frankreich Institut National de la Statistique
et des Etudes Economiques (INSEE)
Irland Central Statistical Office (CSO)
Italien Istituto Nazionale di Statistica (ISTAT)
Luxemburg Service Central de la Statistique
et des Etudes Economiques (STATEC)
Niederlande Central Bureau of Statistics (CBS)
Österreich Österreichisches Statistisches Zentralamt
(ÖSTAT)
Portugal Instituto Nacional de Estatistica (INE)
Finnland Statistics Finland
Schweden s Sweden
Vereinigtes
Königreich Department of Trade and Industry (DTI)
Island The Statistical Bureau of Iceland
Norwegen Statistics Norway
USA Small Business Administration
Canada Statistics Canada
AMT FÜR AMTLICHE VERÖFFENTLICHUNGEN
DER EUROPÄISCHEN GEMEINSCHAFTEN
* op *
L - 2985 Luxemburg UNTERNEHMEN IN EUROPA, VIERTER BERICHT:
VORWORT
V m Dezember 1994 wurde in dem Weißbuch der Europäischen Kommission „Wachstum,
Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung" die Bedeutung der kleinen und mittleren o ƒ
Unternehmen (KM 17) für die Erholung der europäischen Wirtschaft hervorgehoben.
R Diese Unternehmen, die mit 99,8 % den größten Teil aller Unternehmen stellen, beschäfti­
gen zwei Drittel der im privaten Sektor tätigen Personen und erwirtschaften in etwa den glei­ W
chen Anteil des gesamten Umsatzes. Um das Wachstumspotential der KMU besser auszu­
O schöpfen, hat der Europäische Rat von Cannes im Juni 1995 daher die Europäische
Kommission aufgefordert, einen Bericht über die Rolle vorzulegen, die die KMU für die R
Ankurbelung von Beschäftigung, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in der Europäischen
Τ Union spielen könnten.
Dieser Bericht ist dem Europäischen Rat von Madrid zugeleitet worden, der daraufhin die
Kommission aufgefordert hat, ihre Vorschläge so rasch wie möglich in die Tat umzusetzen.
Die Europäische Kommission hat daraufhin ihr drittes Mehrjahresprogramm für Unter­
nehmen und KMU mit dem Titel „Die europäischen Unternehmen und ihr Potential für
Beschäftigung, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit — Bedingungen für eine optimale
Entfaltung" (') für den Zeitraum 1997 bis 2000 erstellt.
Dieses Programm beinhaltet eine Reihe von vorrangigen praktischen Vorschlägen, betreffend
u. a. die Vereinfachung administrativer Vorgänge, finanzielle Hilfen für solche KMU, die
Arbeitsplätze scliaffen, Unterstützung des ¡nternationalisierungsprozesses der KMU, die
Ausbildungsförderung sowie die Verbesserung des Zugangs der KMU zu Informationen über
Innovation. Zudem beinhaltet das Programm nach wie vor Maßnahmen zur Verbesserung der
Verfügbarkeit von Unternehmensdaten und insbesondere zur Erarbeitung von Statistiken
über KMU durch die Generaldirektion XXlll für Unternehmenspolitik, Handel, Tourismus
und Sozialwirtschaft, in Zusammenarbeit mif Eurostat, dem Statistischen Amt der
Europäischen Kommission.
Das statistische Projekt stützt sich ausschließlich auf die Ausschöpfung bestehender Informa­
tionsquellen, d. h. hauptsächlich statistische und Verwaltungsregister. Damit werden zwei
Ziele in Einklang gebracht, die nicht immer einfach zu vereinbaren sind: die Sammlung von
Unternehmensdaten einerseits und die Begrenzung der Belastung der Unternehmen durch die
Datenermittlung andererseits. Diese Bemühungen führten einerseits zur Gründung des „Euro­
päischen Statistischen Systems betreffend KMU", einer Datenbank, die nach der Unterneh­
mensgröße aufgeschlüsselte Unternehmensdaten enthält, und andererseits zur Erarbeitung
einer Publikation, die alle zwei fahre erscheint und deren vierte Auflage der vorliegende
Bericht darstellt.
Yves Franchet Heinrich von Moltke
Generaldirektor Generaldirektor
Eurostat GD XXlll
(') „Die europäischen Unternehmen und ihr Potential für Beschäftigung, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit —
Bedingungen für eine optimale Entfaltung", Beschluß des Rates, KOM(96) 98 endg. vom 20.03.1996.
* * *
* GD *
* XXlll ύ INTERNEHMEN IN T U RO PA, V I E RTE R ÖERICHT:
INHALTSVERZEICHNIS
/
EINFÜHRUNG
N
H METHODOLOGIE 11
A
L TEIL 7 ­ ÜBERBLICK 23
T
UNTERNEHMEN IN DER EU ­ HAUPTFAKTEN 25
S Knapp 16 Millionen Unternehmen in EUR 15
Die Wirtschaftsstruktur der EU wird von KMU beherrscht V
Handel, Gastgewerbe und Bauwirtschaft: KMU­Domänen
E Die von KMU beherrschten Sektoren haben sehr unterschiedliche Größenstrulcturen
Unterschiedliche Unternehmensstrukturen in Europa
R
Hohe Konzentration: sektorale Besonderheiten wichtiger als Länderunterschiede
Ζ
UNTERNEHMEN IN DER EU ­ DIE VIER GRÖSSENKLASSEN 37
E Kleinstunternehmen: 0 bis 9 Arbeitnehmer
Kleine Unternehmen: 10 bis 49 r I
Mittlere : 50 bis 249 Arbeitnehmer
Große : ab 250 r C
Η UNTERNEHMEN IN DEN USA UND IN JAPAN 47
Erwerbsquote: in den USA und in Japan höher Ν
USA: doppelt so viele Einmann­Unternehmen wie in der EU
USA: fünf bis sechs Millionen Unternehmen mit Arbeitnehmern Ι
Japan: 1,5 Millionen Gruppen und eine große Anzahl Betriebe
S USA, Japan: Kleinstunternehmen haben ein wesentlich geringeres Gewicht
Sehr unterschiedliche „politische" Definitionen
TEIL 2 ­ THEMATISCHE ANALYSEN 55
• UNTERNEHMENSDEMOGRAPHIE57
• INNOVATIONINDENKMU67
Ein bis zweiDrittelderKMUindenIndustriezweigen der EU sind innovativ
Neue Inlandsmärkte:fürKMUwichtiger als für große Unternehmen
Forschung und EntwicklungalsSchlüssel zur Innovation
β ARBEITSKOSTEN UND PRODUKTIVITÄT DER KMU 75
Durchschnittliche Arbeitskosten ¡e Beschäftigten: abhängigvonSektor und Größe
Handel: ein anderes Bild als in Industrie und Baugewerbe
Arbeitsproduktivität am höchsten in großen Unternehmenderverarbeitenden Industrie
Baugewerbe: keine größenspezifischen Produktivitätsunterschiede
Handel und Gastgewerbe: höchste Produktivität in mittleren Unternehmen
eurostat UNTERNEHMEN IN EUROPA, VIERTER BERICHT:
INHALTSVERZEICHNIS
/
ARBEITSKOSTEN UND PRODUKTIVITÄT DER KMU (Forts.) 80
Verarbeitende Industrie: gleiche Rentabilität der Arbeit N
in Kleinst­ und Großunternehmen
H Baugewerbe: Effektivität des Arbeitsaufwands in Kleinstunternehmen am größten
Handel, Gastgewerbe: Länderunterschiede entscheidender als Sektorunterschiede A
KMU UND DAS ZULIEFERWESEN 83 L
Das Zulieferwesen: einfacettenreichesPhänomen
T Piloterhebungen in zehnMitgliedstaatenderEuropäischen Union
Automobilausrüstung: mittlereUnternehmenbildenden Schwerpunkt S
Textil­ und Bekleidungsindustrie:europäischeUnternehmen
sind vorwiegend AuftraggeberV
E KMU IN DER REZESSION IN EUROPA ­ 1992 93
Wirtschaftliche Stagnation zu Beginn der neunzigerJahreR
Hohe Beschäftigungsverluste in der Industrie
Baugewerbe: Großunternehmen waren von der RezessionΖ
stärker betroffen als KMU
E Dienstleistungen: 1992 weiterhin dynamische Entwicklung
I
REGIONALE ANALYSE 101 C
Η
Ν
TEIL 3 — SEKTORALEANALYSE113
Ι
• Die Profilevon27Wirtschaftssektoren, S
ergänzt um Länder­ und Größenklassendetails
TEIL 4 — LANDERANALYSE 145
• Schlüsselzahlen zur Gesamtheit der Unternehmen
für Länder des Europäischen Wirtschaftsraumes
EPILOG — Photis NANOPOULOS, Direktor 165
ANHANGE 167
NACE 70
ABKÜRZUNGEN UND ZEICHEN
* * *
„ XXIII Λ UNTERNEHMEN IN EUROPA, VIERTER BERICHT:
EINFÜHRUNG
E
I
M
N
F
U
Η
R
U
Ν
G
-Ï.
* GD *
* XXIII * EINFÜHRUNG
och vor wenigen Jahren war es nicht möglich, auch nur eine ungefähre Angabe über die Zahl
der in der Europäischen Union tätigen Unternehmen zu machen. Heute wissen wir, daß es in N der EU etwa 16 Millionen Unternehmen gibt, die mehr als 100 Millionen Menschen beschäf­
tigen — und 99,8 % dieser Unternehmen sind KMU (kleine und mittlere Unternehmen) mit weniger
als 250 Arbeitnehmern.
Diese Zahlen mögen auf den ersten Blick eher banal erscheinen, in Wirklichkeit aber waren sie äußerst
schwierig zu ermitteln. Für die Statistiker ist die Erfassung der Gesamtheit der Unternehmen heute
immer noch wesentlich schwieriger als die der menschlichen Bevölkerung. Tatsächlich könnte man
diese Aufgabe mit dem Versuch vergleichen, in prähistorischen Zeiten, als sowohl die Geburtenraten
als auch die Sterblichkeit in den ersten Lebensjahren sehr hoch waren und noch keine
Bevölkerungsregister existierten, eine moderne Bevölkerungsstatistik zu erstellen.
Die Gesamtpopulation der europäischen Unternehmen ist sehr vielfältig und unstabil, zumal sie sich in
der großen Mehrzahl aus sehr kleinen Einheiten zusammensetzt, bei denen es sehr oft zu Änderungen
(des Namens, der Anschrift, des Eigentümers, der Tätigkeit usw.) kommt. Der volkswirtschaftliche
Beitrag dieser kleineren Unternehmen wurde früher so gering eingeschätzt, daß man sie lediglich in
periodisch durchgeführten Erhebungen erfaßte. Die statistischen Instrumente waren ausgelegt für die
genauere Erfassung der Aktivitäten von Unternehmen, die eine gewisse Mindestgröße erreichten (in
den meisten europäischen Ländern mindestens 20 Arbeitnehmer) und die in Wirtschaftszweigen tätig
waren, die auf Landesebene erhebliche Beschäftigungsanteile stellten.
Im Zuge der strukturellen Veränderungen in der industriellen Produktion, mit zunehmender Bedeu­
tung des Dienstleistungssektors und angesichts der Notwendigkeit schneller Anpassung an die
Erfordernisse eines unerbittlichen Wettbewerbs ist den kleinen Unternehmen in den Volkswirtschaften
der entwickelten Länder eine viel größere Bedeutung zugewachsen. Ihr wirtschaftliches Gewicht ist
erheblich, und wegen ihres Wachstumspotentials sind sie inzwischen in den Mittelpunkt vieler politi­
scher Programme zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und zur Schaffung von Arbeitsplätzen
gerückt.
Wirtschaftliche Informationen über kleine Unternehmen sind daher unerläßlich, um die Aussage­
fähigkeit der volkswirtschaftlichen Indikatoren zu verbessern und damit den politischen Entscheidungs­
trägern zu helfen, die Stärken und Schwächen der einzelnen Sektoren der europäischen Wirtschaft zu
erkennen.
Seit einigen Jahren arbeitet Eurostat gemeinsam mit den Statistischen Ämtern der Mitgliedstaaten und
der GD XXIII an einem statistischen Programm, das darauf zielt, die verfügbaren Informationen über
KMU wesentlich zu verbessern. Zeitlich gliedert sich dieses Programm in zwei Teile. Kurz- und mittel­
fristig geht es um die Erfassung aller verfügbaren Informationen, um eine möglichst umfassende
Datenbasis zu schaffen: „Das Europäische Statistische System über KMU". Dieses System beinhaltet
einerseits Grunddaten für die Unternehmensgesamtheit in der EU (die Datenbank der KMU-
Tabellendaten). Zweitens wurden einige statistische Pilotprojekte gestartet, die wichtige Einzelaspekte
der Wirtschaftsdynamik beleuchten, wie z. B. Unternehmensgründungen und Unternehmensdemogra-
phie, die Innovationstätigkeit und das Zulieferwesen. In langfristiger Sicht hat sich Eurostat um die
Weiterentwicklung der statistischen Instrumente und Infrastrukturen der Mitgliedstaaten bemüht, um
die Verfügbarkeit und Vergleichbarkeit der Daten zu verbessern und den Beitrag der kleineren
Einheiten zum Wirtschaftswachstum und zur Beschäftigung besser zu verdeutlichen.
Der vorliegende Bericht und die Datenbank, der diese Informationen entstammen sind das Ergebnis
dieser Arbeit. Er ist die derzeit einzige Quelle von Daten über die Gesamtpopulation der europäischen
Unternehmen und ihre demographische Entwicklung. Natürlich sind diese Informationen noch kei­
neswegs vollkommen, zumal die oben erwähnten langfristigen Verbesserungen noch nicht alle ihre
Wirkung zeitigen, sie sind aber einmalig und daher schon jetzt eine sehr nützliche Datenquellen.
eurostat